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Wir werden niemals davon sprechen

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Dr. Helen Magnus Nikola Tesla
26.09.2014
26.09.2014
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26.09.2014 2.842
 
Hallo an alle! :)
Hier ist eine neue Übersetzung + Link: https://www.fanfiction.net/s/5668499/1/We-Never-Speak-of-This
Ein großes Dankeschön an meine liebe Beta-Leserin, die meine, manchmal etwas, chaotischen Sätze eine logische Reihenfolge verpasst! ;)
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„Das ist einfach nur perfekt!“, knurrte Helen und trat nach dem Nächstbesten, was ihr Fuß erwischen konnte.Unglücklicherweise war das Nikolas Bein. Der braunhaarige Serbe zuckte zusammen – den Mund in Schmerz geöffnet, starrte er sie einen Moment an, bevor eine tatsächlich hörbare Beschwerde seine Lippen entsprang.
Au?!“, zischte der Ex-Vampir.
„‘Tschuldige“, murmelte Magnus halbherzig.
Sie schien ihn gar nicht richtig wahr zu nehmen, wirkte irgendwie abwesend.
„Jetzt, setzt dich einfach hin!“, bat er sie schließlich genervt, jedoch mit vorsichtiger Stimme.
„Es ist schwer ein Feuer zu machen, wenn du durch die Gegend läufst und mich trittst!“, scherzte er mit einem spitzbübischen Grinsen.
Ein tief langgezogenes Seufzen ertönte, anschließend setzte sich die charismatische und überaus gebildete Brünette, ihrer Begleitung gegenüber. Nikola Tesla fixierte ihren gereizten Blick und beobachtete seine Partnerin eingehend. Es schien fast so, als wollte der Ex-Vampir sicherstellen, dass sie im nächsten Augenblick nicht wieder – wie von der Tarantel gestochen – aufspringen würde.
Als nichts Dergleichen geschah, sah er entmutigt zurück auf die vor ihm befindlichen Holzreste und auf das grüne Feuerzeug, welches in seinen halb erfrorenen Händen ruhte.

Vor nicht allzu langer Zeit, hätte ein Fingerschnipsen von ihm ausgereicht, um einen lodernden Funken zu kreieren, der den vor ihnen befindlichen Holzhaufen sofort in Brand gesteckt hätte... Vor nicht allzu langer Zeit hätte er sich auch keinen Kopf um einen möglichen Kältetod machen müssen...
Aber jetzt, zitterte sein gesamter Körper wie Espenlaub von dem kalten, eisigen Schnee, welcher an seiner blassen Haut, der Kleidung und in seinen wirrabstehenden, braunen Haaren hing. Die Kälte kroch ihm sprichwörtlich bis ins Mark und ließ ihn unangenehm frösteln. Nur mit Mühe schaffte er es schließlich, den Reißig in Brand zu setzen.
Als er es endlich geschafft hatte, trat ein jungenhaftes Grinsen, in Form von Triumph, auf sein Gesicht.

Schlussendlich sah der Physiker zu Helen auf und das Lächeln verwandelte sich von jungenhaft zu großspurig.
„Hab dir gesagt, ich schaff’s!“, erklärte er fröhlich und mit einer Spur Arroganz.
„Schön...“, erwiderte die Britin bissig und kurz angebunden.
„Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass wir deinetwegen hier festsitzen!“, fügte sie anklagend und sauer hinzu.
Nikola schnaubte verächtlich und erhob sich von dem dreckigen Boden: „Ich sehe nicht, in wie fern das meine Schuld ist, Helen!?“
Die ausgebildete Ärztin, welche ebenfalls zitterte, beobachtete ihn einige Minuten schockiert, während das arrogante Genie an seinem nassen und vor Schmutz triefenden Mantel herumzupfte. Ihre Miene blieb eisern, ihre Augen funkelten zornig.

Dem entsetzlich, starken Schneetreiben, welches außerhalb unerbittlich wütete und den heftigen Windböen, waren die beiden nur knapp entkommen.Sie konnte sich gerade noch rechtzeitig in eine kleine Kabine retteten.  Die pulvrig-weiße Masse, welche sich bereits auf ihrer durchnässten Kleidung und in ihrer nussbraunen Haarpracht befand, begann – aufgrund der Wärme des soeben entfachten, kleinen Feuers –, allmählich zu schmelzen. Wenigstens war der kleine, Hütten-ähnliche, zehn-mal-zehn große Raum leicht zu beheizen.

„Du warst derjenige, der meinte, wir sollen nach links gehen, um eine Abkürzung runter ins Basis-Lager zu nehmen!“, erwiderte Helen wütend, wie aus der Pistole geschossen.
Die beinah silber-blauen, faszinierenden Augen des Ex-Vampirs, weiteten sich in gespielter Unschuld.
„Meine Liebe, ich glaube meine exakten Worte waren: ‘Ich fühle, das es links lang geht! Aber du bist ja die Anführerin!‘ Du hast entschieden!“, wehrte er sich und zog auf spöttische Art, die Augenbrauen nach oben.
„Ach ja?!“, schoss die Sanctuary-Leiterin außer sich, umgehend zurück und taxierte ihn scharf. „Aber direkt nach deinem kleinen, demütigen Kommentar, hast du so etwas unter deinem Bart gemurmelt, wie: ‘Ich bin das Genie mit den unglaublichen, intuitiven Fähigkeiten!‘ Was übersetzt so viel heißt wie: Verdammt, ich bin unfehlbar und hab recht! Hör auf mich, Helen!“
„Trotzdem war es allein deine Entscheidung, links lang zu gehen!“, stieß er rechthaberisch und gespielt gekränkt zurück.

Es überraschte sie jedes Mal aufs Neue, wie kindisch doch der 154-jährige Mann, welcher sich direkt vor ihr befand,  sein konnte.
Die Xenobiologin funkelte den Serben noch einen Moment lang pikiert an, bevor sie genervt aufstöhnte und die smaragdgrünen Augen in Richtung Himmel lenkte, fast als flehe sie Gott persönlich an, sie aus dieser Ein-Raum-Hölle zu befreien und sofort an einen anderen, schöneren Ort zu bringen.
Vielleicht ins sonnige Malibu…

Ganz egal, wessen Schuld das nun ist!“, sprach die altkluge Dame schließlich erschöpft und wärmte sich die eiskalten Hände am knisternden, orangeroten Feuer. „Wir sitzen hier solange fest, bis der Sturm abgeklungen ist und in diesem Teil der Welt, kann das Tage dauern!“, erklärte sie pragmatisch und demotiviert.
„Das ist mir bewusst, Helen! Du musst nicht mit mir sprechen, als wär ich der ahnungslose Kuschelbär!“, flötete der Physiker getroffen.
Helen rollte nur stöhnend mit den Augen.
„Ich mag nicht mal daran denken, noch mehr Zeit, auf so engen Raum, mit einem hitzköpfigen, arroganten, kleinen Jungen zu verbringen! Ich werde noch meinen Verstand verlieren!", ertönte es letztlich von ihren blau-unterlaufenen Lippen, welche langsam wieder einen zartrosa Ton annahmen.

Zu ihrem großen Erstaunen, sah Nikola daraufhin extrem verletzt aus. Und es war diesmal keine der Emotionen, die er schnell mit einem abfälligen oder arroganten Kommentar überdecken konnte. Mit einem grimmigen Ausdruck auf dem markanten Gesicht sah er wortlos ins prasselnde Feuer.
Dem soeben gefallenen Kommentar, konnte er nichts entgegen setzen. Es traf ihn persönlich und war wie ein gut ausgeteilter Faustschlag, direkt ins Gesicht.
Von der plötzlich eintretenden Stille und seiner unüblichen Reaktion verwundert, starrte sie ihn eindringlich an. Ihr Gehirn registrierte seine gekräuselten Augenbrauen und den leicht geöffneten Mund. Anschließend bohrten sich ihre Augen in die, nahezu wie kleine Saphire funkelnden, Seelenfenster des Serben.
Der einzige Gedanke, den sie in diesen Moment fassen konnte, war:
Himmel, seit wann ist er denn so… süß?

Tesla konzentrierte sich unterdessen auf seine Umgebung, er sah sich in der Hütte um, lenkte sich durch die begrenzten Gegenstände und die hölzernen, hellen Wände ab...
Er schaute überall hin- nur nicht in die Augen seiner alten Freundin.
„Dann werde ich versuchen, nicht allzu viel zu reden!“, sprach Nikola letztlich nach ein paar Minuten zögernd und mit ungewöhnlich leiser Stimme.
„Wir haben genug Vorräte! ... Ich brauch nicht viel Essen! Ich komme ohne Essen leicht mehr als eine Woche aus!“, verkündete er schließlich prüfend.
„Eine Woche?“, fragte die Kryptozoologin verblüfft und hob die Augenbrauen.
Dann schenkte sie ihm ein aufrichtiges, entschuldigendes, streitschlichtendes Lächeln, welches automatisch sein Herz in die Höhe springen ließ.
„Das ist beeindruckend!“

Der Ex-Vampir akzeptierte ihren damit stillen, unausgesprochenen Waffenstillstand und erwiderte grinsend: „Ich bin sehr gut im Selbstverleugnen!“
Sein Blick zuckte für den Bruchteil einer Sekunde auf ihre samtweichen, inzwischen wieder rosafarbenen, vollen Lippen, bevor er den Kopf erneut zur Tür wandte und den Blizzard, welcher noch immer draußen tobte, gefangen beobachtete.
Helen schüttelte unterdessen leicht den Kopf.
Ihre smaragdgrünen Augen, hefteten sich ebenfalls auf die draußen liegende, vom Schnee bedeckte Tundra, suchten vergeblich nach einer sich bewegenden Silhouette oder Lichter, welche ihnen zur Hilfe eilen könnten, doch nichts Derartiges befand sich dort. Sie würden eine Weile lang auf sich allein gestellt sein, das wurde ihr jetzt mehr und mehr bewusst...
Wie heulende Wölfe oder teuflische Sirenen, heulte der Wind und verteilte den eisigen, erbarmungslos-kalten Frost über die schneebedeckte Landschaft und die ehemals immergrünen Tannenbäume, welche sich unter der weitestgehend kahlen Steppe und den kräftigen Böen, sowie dem immer dichter werdenden Schnee, gewaltig bogen.

„…und wenn wir das Feuerholz entsprechend rationieren,“, fuhr Nikola  unverändert in seinem Monolog fort. „...dann sollten wir einige Tage durchhalten können!“
„Du bist mir vielleicht ein Genie… wenn wir das Brennholz rationieren, wie sollen wir uns deiner Meinung nach warm halten, wenn uns kalt wird?“, fragte die aufgeweckte Xenobiologin und schenkte ihm einen interessierten und überaus neugierigen Blick.
Der charmante Ex-Vampir mit dem wirrabstehenden, braunen Haar, lächelte nur.
Es war dieses penetrante, anzügliche, spitzbübische Grinsen, welches er so verdammt perfekt beherrschte... und sie jedes Mal um den Verstand brachte.
„Ach meine Liebste, ... musst du das wirklich fragen? ... Ist doch ganz einfach: Wir könnten unsere Körperwärme verwenden!“

Magnus Mund klappte augenblicklich nach unten, zeitgleich warf die wunderschöne Britin ihrem Partner einen unmissverständlichen Blick zu. Innerlich wusste sie jedoch, dass das ihre einzige, wahrhaftig-realistische  Alternative war...
Die – zugegeben – gewöhnungsbedürftige Idee des Serben, nahm unwillkürlich mehr und mehr Gestalt in ihrem sonst so brillanten Verstand an.

Sie sah sich selbst und Nikola in einander verschlungen, eingewickelt in mehrere Decken. Helens Kopf ruhte zufrieden auf seiner Brust, die Augen geschlossen und mit einem sanften Lächeln auf den Lippen, als ihre Finger leicht durch sein seichtes Haar glitten. Das erste Mal, seit einer unbeschreiblich-langen Zeit, war sein Körper wieder warm...Die Wissenschaftlerin konnte deutlich spüren, wie die angenehme Hitze seiner weichen, seidigen Haut, auf sie überging. Sein Atem streifte ihre Wange und verpasste ihr eine wohlige Gänsehaut, während sie allmählich immer weiter die Beherrschung über ihren Verstand und den zutiefst erregten Körper verlor...

Die autarke Sanctuary-Leiterin, riss sich gewaltsam aus dieser plötzlichen – jedoch nicht so unwillkommenen – Vision und griff schnell nach ihrem neben ihr befindlichen, roten Rucksack, als sie eine unerwartete Hitze in ihren Wangen spürte. Es war Jahrzehnte her, seit sie das letzte Mal errötet war. Was stimmte nur nicht mit ihr?!

Ein greller Schmerzensschrei, ließ sie letztlich aus ihrer -bis dato anhaltenden- Trance erwachen. Der Serbe mit der blassen Haut presste eine seiner Hände fest gegen seinen Körper – ein Ausdruck großen Schmerzes auf dem Gesicht.
„Was ist passiert?“, rief Helen aufgescheucht.
„Einer der Holzscheite musste bewegt werden...“, erklärte der Physiker verlegen.
Augenblicklich biss er die Zähne schmerzverzerrt zusammen.
„Ich wollte nach ihm greifen...“
Die Brünette starrte ihn kopfschüttelnd an, bevor sie laut zu fluchen begann.
„Nikola! Du bist sterblich! Solche Dinge heilen jetzt nicht mehr sofort!“
„Sie tun auch mehr weh...“, grummelte er, während sich Tränen der Qual in seinen Augen sammelten.
Die ausgebildete Ärztin seufzte tief, kroch zu dem Ex-Vampir hinüber und zog souverän den Erste-Hilfe-Kasten mit.
„Lass mich mal sehen!“

Sie griff nach seinem Handgelenk und krempelte vorsichtig den Ärmel seines Mantels zurück, um die Verletzung freizulegen. Auf seiner Handinnenfläche und den Fingern, hatten sich zwei kleine, dunkel-rosa bis hell-weißlich gefärbte Blasen gebildet und das umliegende, obere Hautgewebe war angeschwollen und rot – nur oberflächliche Verbrennungen, dennoch mussten sie versorgt werden.
Den Kopf ungläubig schüttelnd holte Helen eine Brandsalbe und Leinenbinden hervor.

Der Ex-Vampir war tapfer.
Er verzog zwar das Gesicht, als Magnus die beiden Blasen mit einer sterilen Nadel punktieren musste, jedoch zuckte er nicht einmal oder gab einen einzigen Laut von sich. Anschließend legte sie ihm einen sterilen Wundverband auf die Blasen und cremte den Rest sorgfältig und dick mit der weißlichen Brandsalbe ein. Als sie gerade am Bandagieren war, ergriff der Serbe schließlich das Wort.
Mit einer sanften Stimme, fast wie die eines Kindes, das seine Mutter verärgert hatte, sprach Nikola: „Tut mir Leid, Helen. Ich fürchte, ich hab mich noch nicht dran gewöhnt.“
„Nun, für deine eigene Gesundheit, mein Lieber, solltest du dich schnell damit abfinden!“, meinte Helen schnippisch und wickelte eine weitere Tour um sein Handgelenk.
Augenblicklich zuckte die Biologin zusammen, als ihr bewusst wurde, wie scharf und arrogant ihr letzter Kommentar klang.
Was hatte Nikola Tesla nur an sich, das sie immer so defensiv reagieren ließ? Wieso hatte sie immer das Gefühl, dass sie ihm in jeder Unterhaltung überlegen sein musste?

Weil das bisher immer unsere Beziehung war – Geplänkel und harmloses Flirten.
Abrupt stoppte ihr mentaler Zug.
Was, wenn es niemals harmlos war?

Nachdem sie seine Hand vollständig verbunden hatte, sah sie noch einen Moment lang auf die eleganten, langen, bandagierten Finger, welche in ihren Händen ruhten. Schließlich, langsam, fast schon zögerlich, hob sie den Kopf.
Der Schnee auf ihren Körpern, war mittlerweile komplett geschmolzen und ließ die Haare an ihren Gesichtern kleben. Währenddessen die erhitze Haut der kleiderlosen Partien, feucht schimmerte. Die unzähligen Kleidungsschichten, die Helen trug, fühlten sich mit einem Mal heiß und kratzig an.
Wieso war es auf einmal so verdammt warm?
Sie fühlte, wie ein kühles Rinnsal der Schneeschmelze ihre Wange hinunter lief.

Es folgten einige Sekunden intensiver Stille, in denen saphirblaue, glitzernde Augen über ihr Gesicht glitten, welches inzwischen nur wenige Zentimeter von dem ihres Begleiters entfernt war. Die Brünette fühlte ihr Herz wild in ihrem Brustkorb hämmern und fragte sich, welche Gedanken hinter diesen kühlen, grau-blauen Augen lauerten. Ob seine Gedankenstränge genauso wirr waren, wie die ihren?
Wie auf’s Stichwort, begann der verwundete Serbe wenige Zentimeter näher zu rücken.
„Nikola…“, flüsterte sie sanft.
Seine Lippen zuckten etwas weiter nach oben: „Ja, Helen?“
Sie schienen wie zwei Magnete zueinander zu driften.
„Hast du…“, begann sie atemlos. „…hast du, das alles geplant?“
Das Lächeln des Ex-Vampirs war schief und einladend.
„Nun, meine liebe Miss Magnus, ein brillanter Verstand wie der Ihre, würde niemals auf subtile Untertöne und suggestive Reden hereinfallen. Du hast wahllos entschieden, links entlang zu gehen und ich hab diesen Unterschlupf gefunden – den ich in meinem ganzen Leben, noch nie zuvor gesehen habe! ... Schätze, das Schicksal ist auf unserer Seite!“

Als er das Wort ergriffen hatte, lehnte sich die selbstsichere Wissenschaftlerin nach vorn, um hinter das Genie zu greifen. In einer flüssigen Bewegung, zog sie eine gläserne Weinflasche aus dem Rucksack des Physikers hervor.
„Und das?“, fragte sie trocken.
„Man weiß nie, wann man eine braucht!“, kam die schnelle Erwiderung.
Dann legte der Braunhaarige seine unverletzte Hand auf die Helens, während die verletzte noch immer in der anderen Hand der Britin ruhte. Sanft zwang er sie dazu, die Flasche zu senken und in derselben Bewegung, drifteten sie schließlich fast automatisch noch näher zusammen.Helen lächelte, kurz bevor sich ihre Lippen hätten berühren können.
„Da ist etwas, das du noch wissen solltest.“, flüsterte sie.
„Ich höre.“, erwiderte Tesla, den Blick hypnotisiert auf ihre samtweichen, anziehenden Lippen fixiert. „Aber nicht mehr lange!“
Langsam breitete sich ein Grinsen auf dem Gesicht der ehemaligen Oxford-Studentin aus.
„Ich hab diese Expedition geplant, obwohl ich wusste, dass ein Schneesturm für diese Region gemeldet wurde!“

Nikolas wunderschöne Augen weiteten sich merklich, doch bevor er seinen cleveren Mund öffnen konnte, hatte die Lady seine Lippen bereits versiegelt. Im ersten Moment, verblieben sie so. Keiner von beiden wagte es, weiter zu gehen und diese beinah unschuldige Berührung zu vertiefen...
Schließlich drehte der Ex-Vampir den Kopf leicht und traute sich somit, noch mehr ihrer sinnlich-vollen, süßlich schmeckenden Lippen zu kosten.

Auf einmal entbrannte eine ungezähmte, wild auflodernde Leidenschaft zwischen den beiden. Keiner der alten Freunde, konnte sich daran erinnern, dass die Gefühle in ihnen jemals so sehr Achterbahn gefahren waren.
Auf dem hölzernen, leicht verschmutzten Boden zu sitzen, war etwas umständlich. Doch Nikola schaffte es irgendwie, Helen mit seinem unverletzten Arm in seinen Schoß zu manövrieren. Die viktorianische Schönheit vergrub augenblicklich die Hände in seinem feuchten Haar und stöhnte gegen seinen Mund.
Ihre Zungen jagten sich gegenseitig.
„Niko…“, brachte sie schließlich mit geröteten Wangen und Nase hervor.
„Mhm, das ist neu...“, sprach er mit leiser Stimme genießerisch.
Dann küsste er sie erneut,  biss mit seinen sehr menschlichen Zähnen auf ihre Unterlippe und knabberte angetan daran herum, bevor er sich wieder davon löste. „Gefällt mir irgendwie.“

Die wunderschöne Brünette grinste plötzlich impertinent. In einer geschickten Bewegung, zog sie ihm den Mantel und den darunter befindlichen Pullover aus. Dann stützte sie sich fest mit beiden Händen, an seiner - jetzt lediglich von einem weißen Hemd bekleideten- Oberkörper ab und drückte ihren Partner mit den Rücken voran, zu Boden.
Sie kniete über seinem stählernen, muskulösen Bauch, welcher durch das verrutschte Hemd, gut sichtbar wurde.
Anschließend lehnte sie sich erneut zu seinen Lippen.
Nikolas schiefes Lächeln war einfach zu unwiderstehlich, um lange ungeküsst zu bleiben.
Sie hatte davon geträumt und es viel zu lange verleugnet...
Mit ihren inzwischen warmen, langgliedrigen Fingern, strich sie über seine vollen, warmen Lippen, nach denen sie sich so sehr verzehrte.

„Lass uns das lieber nicht den anderen sagen, hm?“, murmelte der Serbe schließlich.
Seine Hände lagen auf ihren Knien, glitten ihre Oberschenkel hinauf und strichen über den Saum ihrer Jacke und den Bund ihrer Jeanshose. Mit einer langsamen, galanten Bewegung, entkleidete er sie ebenfalls Stück für Stück. Magnus Hände ruhten neben dem Kopf des Serben und ein gefährliches Lächeln zierte ihre Lippen.
„Wir werden niemals davon sprechen!“, hauchte sie ihm ins Ohr, was ihm einen wohligen, erregten Schauer verpasste.
Animalisch, bohrte er sich in Helens nussbraune Haarpracht und zog ihr Gesicht somit näher an das seine heran.

Lange, romantische und immer stürmischere Küsse, wanderten ihren leicht gebräunten Hals und das Schlüsselbein entlang. Seine Hände fanden schließlich ihren Weg unter den letzten Rest ihrer Kleidung und liebkosten aufgeregt und hungrig ihre seidig-weiche, perfekte Haut.

Und schließlich, mit teuflischem Grinsen auf beiden Seiten, begannen die beiden langerwarteten Geliebten, ihre äußerst wissenschaftliche Aufgabe: Sie testen eingehend und akribisch genau die geniale Idee, wie wiederholt generierte Körperwärme, eine Person vor dem Kältetod bewahren kann.
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LG Helen
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