Das Gutequatier

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
22.09.2014
22.09.2014
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Prolog

Rasiel tastete sich durch die Dunkelheit: ,,Josy?" Er zitterte am ganzen Körper. Nachdem Ganon ihr Herz herausgerissen und mitgenommen hatte, hatte Rasiel sie lediglich in ihrer Blutlache liegen sehen bevor die Lichter des viel zu kleinen Raumes ausgegangen waren. Plötzlich, als hätte jemand auf einen Schalter gedrückt. Wie Motten schwirrten ihre Gegner um Josys toten Körper und wie das Urmel verschwanden sie hastig in der Dunkelheit, als sie Rasiels Stimme hörten. Seine Liebe ließ ihn hoffen. Er hoffte inständig. Er hoffte sie nicht wieder zu verlieren. Er hatte sie schon so oft verloren. So oft hatte er sich geschworen, er würde niemals wieder jemanden so nah an sie lassen, dass sie verletzt hätte werden können. Und wieder hatte er versagt. Seine Hoffnung war angebracht, in dieser Welt war es möglich sie wiederzubeleben. Aber was würde es bringen? Würde ihr neues Herz ihn genauso Lieben wie ihr altes? Würde es ihm überhaupt Liebe gewähren? Rasiel zermarterte sich das Gehirn. Mit seinem Arm stieß er in der Dunkelheit gegen ihren leblosen Körper. Sanft hob er ihn hoch. Als wäre er das zerbrechlichste, was Rasiel je berührt hatte. Gewissermaßen war er das auch. Ganz sanft hielt er sie in seinen Armen, um sicher zu gehen, sie nicht zu verletzen. Er trat aus dem viel zu kleinen, stockfinsteren Raum, der einem Burgkeller ähnelte, in die nicht ganz so dunkle von Sternen beleuchtete Vollmondnacht. Jetzt erst erkannte er, was in der Dunkelheit wirklich passiert war und warum seine Feinde diesen zärtlichen Körper, wie Motten das Licht, umschwirrt hatten. Rasiel zitterte. Er zitterte mehr denn je. Sein Atem ging nur noch stoßweise und verzweifelt sackte er auf die Knie…
 
 
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