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about the past, present and the future

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 Slash
Amerika England
22.09.2014
26.06.2015
47
106.487
7
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22.09.2014 1.528
 
Es war bereits spät Nachmittags als die letzte Vorlesung sich endlich dem Ende neigte. Draußen vor dem Fenster wehte der Wind verheißungsvoll durch die Blätter, die die Bäume zum Herbstbeginn hatten fallen lassen und ich freute mich schon darauf endlich aus diesem stickigen und viel zu warmen Hörsaal nach draußen in die kühle Herbstluft zu kommen. Nur noch wenige Minuten trennten mich von dem ersehnten ende der Lesung als die Situation schlagartig noch unerträglicher wurde als mein Sitznachbar sich zu mir neigte und mich flüsternd fragte: „Du Arthur....Hast du verstanden was der Professor da redet?“ Ich rollte genervt mit den Augen, verschränkte die Arme vor der Brust und sah mit zusammengekniffenen Augen zu dem Amerikaner neben mir. „Natürlich habe ich ihn verstanden!“, zischte ich zurück. Ich hatte nicht sonderlich Lust auf eine Konversation mit dem blonden Brillenträger und einzig der Gedanke das nur noch 2 Minuten mich vom wohlverdienten Wochenende trennen würden, ließen mich nicht die Kontrolle verlieren.
Und mit diesem Gedanken richtete ich meinen Blick wieder nach vorne. In der stillen Hoffnung, Alfred würde dadurch verstehen das ich keine Lust hatte mich mit ihm zu unterhalten.
Aber ich hatte seine offensichtliche Dummheit vergessen. Und das er einfach nicht in der Lage war, der Situation entsprechend zu reagieren. Tatsächlich hatte der Amerikaner die miese Angewohnheit, alles durchsetzten zu wollen was er wollte. Ganz egal was das für Konsequenzen haben könnte oder wie andere sich dabei fühlten.
Und so hatte er auch dieses deutliche Signal meinerseits, das ich NICHT mit ihm reden wollte, gekonnt ignoriert und laberte weiter auf mich ein.
„Kannst du es mir erklären? Bitte Arthie ich kann es mir nicht leisten ein Semester zu wiederholen!“
Ich schnaubte und meine kühlen, leuchtend grünen Augen sahen wieder zu ihm. „Erstens: interrasiert es mich nicht, ob du wiederholen musst oder nicht! Zweitens: Bin ich nicht dein goddamn Nachhilfelehrer und du bist alt genug die Sachen, die du nicht verstehst, im Internet nachzulesen. Drittens: Habe ich in“ Ich warf einen Seitenblick zur Uhr und sah dann wieder zurück. „einer Minute Wochenende und in dieser Zeit hege ich nicht das Verlangen deinen Babysitter zu spielen! Und viertens: MEIN NAME IST ARTHUR UND NICHT ARTHIE!“
Das hatte gesessen. Alfred starrte mich mit großen, verblüfften Augen an. Aber nicht nur er. Sondern auch alle anderen im Hörsaal. Es dauerte einige Minuten bis ich schließlich realisierte, das ich nicht mehr saß, sondern stand., die Hände auf den Tisch geschlagen und den letzten Satz laut ausgeschrieen hatte. Alfred hatte es also geschafft mich so lange mit diesem lächerlichen Spitznamen zu nerven das ich schließlich die Kontrolle verloren hatte. Na herzlichen Glückwunsch auch!
Mein Wutausbruch hatte zur Folge, dass es mucksmäuschen still geworden war, bis schließlich der Professor die peinliche stille unterbrach. „Mister Kirkland. Könnte ich sie kurz sprechen?“ Na super. Genau in diesem Moment war die Vorlesung zuende und Alfred hatte es geschafft das ich durch diese Vorstellung noch länger auf mein lange ersehntes Wochenende warten durfte und dazu noch ein äußerst peinliches Gespräch mit dem Professor führen musste, nur weil dieser ignorante Brillenträger mich so provoziert hatte.
Ich nickte und sah verbittert den anderen Studenten hinterher, die bereits das Klassenzimmer verlassen durften. Darunter auch Alfred, der noch mal besorgt zurücksah, bevor er als letzter den Saal verließ und die Türen schloss. Eine erneute Stille trat ein, in der ich einfach vor dem Professor stand und betreten zu Boden sah, während ich den Griff meiner Tasche fest umklammerte.
„Was genau sollte das Mister Kirkland?“, unterbrach der Professor erneut die Stille. Ich sah zu ihm auf. Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sah mit ernstem Blick zu mir auf.
Der Professor war ein kleiner älterer Mann, der kaum noch Haare auf dem Kopf hatte. Die, die ihm noch nicht ausgefallen waren, wiesen eine deutliche grau-weiße Farbtönung auf, die sein Alter erahnen ließen. Genauso wie das ältere, und in der Regel stets freundliche, faltige Gesicht des Professors, das mich nun aber mit seinen Blicken durch die halbrunden Brillengläser, eher weniger glücklich stimmte. Der Professor war ein sehr stolzer und weiser Mann und er mochte es sicher ganz und gar nicht das man ihn in einer Lesung unterbrach. Er versuchte es immer und immer wieder seinen Studenten, neben dem Unterrichtsstoff, auch noch gutes Benehmen beizubringen. Und das was ich da veranstaltet hatte, war von höflichem und guten Benehmen weit entfernt gewesen...
„Was....meinen sie?“, stammelte ich, auch wenn ich die Antwort wusste. Dabei setzte ich eine Unschuldsmiene auf. Mein Ziel war es, die Situation, so weit es nun mal ging runterzuspielen und auf diese weise so wenig ärger wie möglich zu bekommen.
„Sie wissen genau was ich meine!“, sagte der Professor. „Ihr Wutausbruch eben. Wie Sie sicher wissen Mister Kirkland, mag ich solche Unterbrechungen ganz und gar nicht!“ Ich senkte wieder den Blick und nickte.
„Ja, das weiß ich Professor...“
„Natürlich wissen Sie das. Allerdings weiß ich auch das Sie normalerweise nicht zu solchen Wutausbrüchen neigen!“
Ich biss mir auf die Unterlippe. Natürlich mimte ich hier an der Uni den Musterschüler der brav dasaß und zuhörte. Das tat ich einfach weil es sich gehörte und alles andere einfach unhöflich war! Immerhin war ich stolzer Brite. Allerdings war ich auch sehr temperamentvoll und verlor schnell die Geduld, wie die Sache mit Alfred zu gut bewies. Auch, wenn dieser Vorfall das erste mal war, das mir das in der Uni passierte. Trotzdem nickte ich.
„Was hat sie denn dazu veranlasst, wenn ich fragen darf?“, fragte der Professor und ich schluckte. Ich wusste nicht ob ich ihm den wahren Grund sagen sollte. Auszurasten wegen eines Spitznamens, den ich nicht leiden konnte, klang so, als sei ich ein Obersensiebelchen, das wegen alles an die Decke ging. Ich wollte aber auch nicht lügen.
„Alfred hat mich gebeten, ihm einige Dinge zu erklären die er nicht verstanden hat Professor!“, sagte ich ruhig und in höflichem Tonfall. „Ich wollte ihm klar machen das ich nicht will aber er hat auf seiner Meinung beharrt und mich mit diesem dämlichen Spitznamen angesprochen, wovon er genau weiß das ich ihn hasse....“ Ich sah auf und sah das der Gesichtsausdruck meines Gegenübers nicht mehr ganz so ernst war. „Verstehe“, sagte der Professor und ein lächeln stahl sich auf seine Lippen. „Aber ich verstehe nicht was dagegen sprechen sollte. Ich meine er hat dich nett gefragt und du warst bisher immer einer meiner besten Studenten. Du kannst es ihm sicher gut erklären!“ Ich starrte ihn erschrocken an. „A...Aber Professor! Ich...“ „Mister Kirkland!“ Ich verstummte sofort und sah wütend zur Seite. Der Professor hatte mir eindeutig klar gemacht das ich zur Entschädigung für das Stören seines Unterrichtes, Alfred helfen sollte. Also hatte ich keine andere Wahl als dem nachzugeben. Auch wenn sich alles in mir dagegen sträubte! Ich mochte es nicht, was mit anderen zu unternehmen. Und erst recht nicht mit Alfred. Ich hatte mich auf ein ruhiges Wochenende zu Hause gefreut. Nur ich, meine Bücher und das flackernde Feuer im Kamin. Und jetzt das! Na klasse!
der Professor musterte mich noch kurz. Dann nahm er seine Tasche vom Pult und klopfte mir auf die Schulter. „Ein wenig Gesellschaft am Wochenende wird Ihnen sicher gut tun!“ Und mit diesen Worten verließ er den Raum. Ich sah ihm nach und konnte nicht verstehen was er damit meinte. Für mich würde das, das schlimmste Wochenende meines Lebens werden! Okay...vielleicht nicht das schlimmste. Ich seufzte tief und verließ dann ebenfalls den Saal. Vor der Tür wartete dann auch schon die Ursache allen Übels auf mich. Alfred.
„Ah da bist du ja!“, sagte der blonde besorgt und ging neben mir. „Und was hat der Professor gesagt? Hat er dich angeschrieen? Wenn ja tut es mir leid....es war meine schuld und....“ Doch ich unterbrach ihn. „Hat er nicht okay!“ Ich blieb stehen und Alfred ebenfalls. „Nich?“, fragte er leicht irritiert und sah zu mir hinab als ich nickte. „Hm....das erklärt warum der Professor gerade eben nicht so wirklich sauer aussah....hab mich schon gewundert....However! Was hat er denn dann gesagt?“ Ich sah zu ihm auf und musterte seinen Fragenden Blick, der mich durch die Brillengläser hindurch, anfunkelte. „Morgen, 10 Uhr bei mir!“, sagte ich dann einfach nur, ohne weiter auf seine Frage einzugehen. Ich wollte einfach nur nach Hause. „Da werde ich dir dann ein wenig mit dem helfen was du nicht verstanden hast. Du...weist doch wo ich wohne?“ Alfred nickte und sah nun leicht verwirrt, obgleich meines plötzlichen Sinneswandels, drein. Trotzdem fragte er nicht nach. „Okay....abgemacht! Ich werde da sein!“, sagte er schließlich und es breitete sich ein breites, für ihn typisches, lächeln auf seinem Gesicht aus. „Danke Arth...oh ähm...ich meine Arthur!“ Und mit diesen Worten rannte er los. Ich sah ihm hinterher und strich mir durch das blassblonde Haar. Das konnte lustig werden....
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So Leute das war das erste richtige Kapitel. Ich weiß es ist noch nicht sonderlich viel passiert und ich bitte deshalb vielmals um verzeihung ^-----^’’’ Es ist jetzt noch sehr Geschichtslastig aber das wird sich ändern Versprochen :33 Vielleicht sogar schon im nächsten Kapitel wenn Alfred zur Nachhilfe bei Arthur vorbeischaut wer weiß? x3
Wer bis hierher gelesen hat schon mal vielen Dank :DD
LG Kasumi
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