Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Schottland X Reader -OneShot- Ich bleibe bei dir

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12
England
21.09.2014
21.09.2014
1
1.635
 
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
 
21.09.2014 1.635
 
Du, Personifikation Edinburghs, sitzt im Konferenzraum des Vereinigten Königreichs und siehst seit einer geschlagenen Stunde England zu, der fluchend vor deinem Platz auf und ab läuft.

Arthur regt sich darüber auf, dass zwar Schottland gegen eine Unabhängigkeit gestimmt hatte, aber Englands Boss dennoch viele Zugeständnisse an die schottische Regierung gemacht hatte, damit das vereinigte Königreich nicht zerbrach.

Arthur warf seinem ältesten Bruder vor, dass dieser ja von Anfang an wusste, wie seine Bevölkerung eingestellt war und wie die Wahl ausgehen würde und dass genau deshalb nur diese neuen Privilegien das Ziel Allistors gewesen seien.

Das England dich als Hauptstadt ebenfalls mit dieser Behauptung angriff war dir relativ egal, denn dir hatte Arthur nichts zu sagen. Das hatte sich auch nicht geändert, als sich das vereinigte Königreich gebildet hatte und meist nur England als Repräsentant zu Treffen der Alliierten reiste, während Wales und Schottland zuhause blieben.

Auch der Rest der Anwesenden dachte, dass Schottland sicherlich nicht wirklich unabhängig werden, sondern nur seinem kleinsten Bruder zeigen wollte, dass er politisch alles andere als schlief und seine eigenen Gesetze durchsetzen wollte. Aber im Gegensatz zu England regt sich keiner von ihnen auf, da jedem von ihnen bewusst war, dass der älteste Kirklandbruder so etwas einmal machen würde, aber mehr interessierte es sie dann auch nicht wirklich.

Wales hatte nach etwa fünf Minuten unaufhörlichem Fluchens von England seinen Mp3-Player gezückt und begonnen Musik zu hören und blendete seinen kleinen Bruder genervt aus.
Cardiff trank entspannt ihren Tee, was ihr London, Englands eigene Hauptstadt, nach kurzem Zögern nachmachte und sich jetzt mit ihrer Freundin über Nichtigkeiten unterhielt.

Du hingegen machst dir Sorgen um Schottland, der nicht ebenfalls anwesend ist, sondern alleine zuhause geblieben war.
Es hatte euch beide überrascht, wie schnell die Partei für die Unabhängigkeit Anhänger gefunden hatte.
Und das Wahlergebnis, 55% zu 45%, machte zwar auch dir, aber noch sehr viel mehr Allistor zu schaffen.
Eine Nation, deren Einwohner so verschiedener Ansichten waren und das zu fast gleichen Anteilen, war für Personifikationen alles andere als angenehm.
Es fühlte sich schon für dich unangenehm an, und das obwohl Edinburgh ziemlich klar gegen die Unabhängigkeit war, aber deiner Nation ging es wesentlich schlechter.

Um es kurz zu fassen, er fühlte sich nicht nur wie in zwei Hälften geteilt, sondern er konnte nicht einmal sagen, ob er glücklich oder unglücklich über den Wahlausgang war.
Schottland repräsentierte die Meinung und das Bild seines Volkes, aber wenn die Schotten zweigeteilt waren, so war es auch Allistor.
Aufgrund der ewigen Diskussionen seiner Leute ging es ihm zusehend schlecht.
Der Rothaarige war auch deshalb zuhause geblieben, um seine schwache Seite nicht seinen Brüdern zeigen zu müssen.
Vor allem nicht jetzt, wo er eigentlich froh über die neuen Rechte sein müsste, die man euch zugestanden hatte.

Stattdessen trank der Schotte viel Whiskey um die Gefühle seiner Bevölkerung leichter ausblenden zu können, auch wenn das bei jemand so trinkfestem wie ihm nicht viel brachte.
Du wusstest auch nicht, wann Schottland das letzte Mal durch geschlafen hatte, denn auch die Tage vor der Wahl hatten einiges durcheinander gebracht.

„Und garantiert feiert er seinen Sieg irgendwo in einer Bar! Als ob das jetzt angebracht ist, bloody wanker. Er kann sich nicht immer das Beste raussuchen, nur weil er der älteste Bruder ist! Auch er muss-"

Englands Schimpftirade unterbrechend, stehst du ruckartig auf und lässt deine beiden Handflächen synchron auf den Tisch vor dir knallen.
„Jetzt halt endlich den Mund!“

Der Engländer vor dir stockt in seinem Redefluss, während er verdattert zu dir sieht.
Du, denn langsam gingen dir die haltlosen Anschuldigungen gegen Allistor wirklich auf die Nerven, schickst ihm einen Killerblick, ehe du bedrohlich ein paar sehr wohl gewählte Worte sprichst.
„Hör auf mir hier unnötige Sachen vorzujammern. Schottland und ich bleiben im vereinigten Königreich, also reg dich endlich ab! Und wenn du mich jetzt entschuldigst, ich muss meinem Land mal kurz in den Arsch treten.“

Damit schiebst du deinen Stuhl zurück und willst dich auf den Weg zur Tür machen, als du siehst wie England den Mund öffnet.
Doch anstelle ihn antworten zu lassen, hebst du warnend einen Finger und lässt ihn damit verstummen, ehe du ihn noch einmal in Worten warnst.
„Sorg du dafür, dass dein Boss seine Versprechen so schnell wie möglich in die Tat umsetzt, ansonsten trete ich als nächstes dir in den Hintern, Arthur Kirkland. Und das wird richtig unangenehm, versprochen.“

Damit drehst du dich um und verlässt, die Tür hinter dir zuknallend, den Konferenzsaal und machst dich auf den Weg zu deinem und Allistors gemeinsamen Zuhause.
Der Rest der nun wohl von dir beendeten Konferenz sieht dir kurz nach, doch nur Arthur scheint richtig verwundert über deine Handlung, denn sonst warst du eher zurückhaltend.
„Well, that was rude. Ob sie einen schlechten Tag hat?“

London, die jetzt zu ihrem Land sah und seinen verdatterten Blick erwiderte, hob eine Augenbraue.
„Hast du dir die letzte Zeit überhaupt zugehört? Du hast diesen Ausraster von ihr provoziert, Honey. Tee gefällig?“



--kurze Zeit später bei Edinburgh--
Als du bei deinem und Allistors Haus ankommst und aufschließt ist es viel zu ruhig.
Normalerweise hätte Schottland laut seine Musik laufen oder würde im Fernsehen Sport sehen, ebenfalls laut, aber du hörst nichts dergleichen.
Du ziehst dir also schnell deine Schuhe und Jacke aus, ehe du dich auf den Weg ins Wohnzimmer machst, wo du auch den Gesuchten findest.

Er sitzt auf dem Sofa, vor ihm auf dem Couchtisch stehen drei Whiskyflaschen, aber nur eine davon ist leer, die anderen beiden sind unangetastet.
Der Fernseher läuft zwar auch, aber das ziemlich leise und auf einem Nachrichtensender, der selbstverständlich über die Zustände in Schottland nach der Wahl berichtet.

Dein besonderes Augenmerk liegt jedoch auf Schottland selbst, der nicht auf den Fernseher, sondern nur still auf den Boden vor sich sieht.
Er sitzt in der Mitte der Couch und stützt sich mit seinen Unterarmen auf seinen Oberschenkeln auf. Der Rothaarige hält in seiner rechten Hand ein halb volles Glas, doch so wie es aussieht sind die Eiswürfel schon vor langer Zeit geschmolzen.

Seine Haltung ist auch nicht stolz oder entspannt, sondern er sitzt leicht nach vorne gebeugt da und sieht insgesamt aus, als wäre er nervlich wirklich am Ende.

Du seufzt einmal, ehe du deine Tasche zur Seite stellst und auf Allistor zugehst.
„Schottland? Ich bin wieder da.“

Er reagiert jedoch nicht, weshalb du langsam auf ihn zugehst und dich rechts von ihm hinsetzt. Dann schaltest du zuerst den Fernseher aus, legst die Fernbedienung zur Seite und nimmst ihm anschließend vorsichtig das Glas aus der Hand.
Dabei sprichst du ihn erneut an.
„Allistor?“

Er reagiert dieses Mal zwar, aber er sieht dich nur kurz aus dem Augenwinkel an.
Sein Blick, der aussieht als habe er die letzten Tage gar keinen Schlaf gefunden, wandert aber ziemlich schnell wieder nach vorne, was dich nur seufzen lässt.
Es ging hier nicht nur deinem Land schlecht, sondern auch der Person, mit der du während deiner gesamten Existenz die meiste Zeit verbracht hattest.

„Allistor...“, murmelst du erneut, doch dieses Mal drehst du dich ihm mit dem Oberkörper ganz zu, während du ihm deine rechte Hand an seine linke Wange legst.

Ihn sanft dazu zwingend dich anzusehen, schenkst du dem Rothaarigen ein vorsichtiges Lächeln, ehe du weiter redest.
„Es wird alles wieder gut, ja? Wir beide haben schon viel Schlimmeres überstanden. Und auch das hier, geht irgendwann vorbei. Du musst das nicht alleine durchstehen, Allistor. Wir sind gemeinsam stark und ich bin doch immer bei dir.“

Der bis jetzt doch ziemlich kalte Blick des Rothaarigen wird langsam zärtlich und er sieht dir tief in deine Augen, während sich auf den Lippen Allistors fast ein Lächeln abzeichnet.
Doch anstelle etwas zu antworten schlingt er seine Arme um deine Mitte, ehe er seinen Kopf auf deiner Schulter ablegt und sein Gesicht in deiner Halsbeuge vergräbt.
Du bist erst etwas überrascht, lächelst dann jedoch leicht und umarmst deinerseits Allistor sanft.

Dann lässt du dich langsam nach hinten an das Seitenpolster der Couch und in eine bequemere Position sinken, während der Schotte sich klaglos mitziehen läst und so halb auf dir liegen bleibt.
Du hältst ihn weiterhin stumm im Arm und streichst ihm vorsichtig durch die roten Haare, während Allistor einfach nur deine Gegenwart genießt.

Eine Weile bleibt ihr beiden so ruhig zusammen, bis Schottland seine Stimme erhebt.
„Edinburgh?“

Du, denn Allistors Stimme klingt so, als sei er schon halb im Reich der Träume verschwunden, reagierst nur mit einem leisen Brummen, was deine Aufmerksamkeit anzeigt.
„Mmh?“

„Danke. Für... Für alles.“, meint der Schotte in einem für ihn ungewohnt sanften Tonfall, der in dir, in Verbindung mit Schottlands Worten, ein wohliges Gefühl auslöst. Du überlegst kurz, was du antwortest, doch die jetzt vollkommen ruhige Atmung Allistors zeigt dir, dass er in deinen Armen eingeschlafen ist.

Beruhigt, dass er sich in wenigen Minuten so entspannt und endlich seinen verdienten Schlaf gefunden hat, streichst du ihm ein paar vorwitzige Strähnen aus dem Gesicht, ehe du Schottland sanft auf die Wange küsst.
„Für dich doch immer, Allistor.“

Dann lehnst du dich mit deinem Kopf an seinen und schließt ebenfalls die Augen. Du würdest dich jetzt im Leben nicht bewegen und damit diesen Moment der Zweisamkeit stören, sondern lieber auch noch ein wenig schlafen.

Aufgrund deiner geschlossenen Augen siehst du nicht, wie sich auf den Lippen des von dir schlafend geglaubten Allistors ein Lächeln breit macht, ehe er wirklich in den Tiefen seiner Träume verschwindet.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Hallo ihr Lieben~

Nun, das hier war mein erster Reader-OS. Ich musste unbedingt einen mit Schottland schreiben, einfach weil ich ihn so sehr mag, dass dann die aktuelle Politik mitmacht, dafür bin ich sogar ziemlich dankbar ^-^

Ich würde mich über Rückmeldung aller Art freuen, also lasst mir doch bitte ein Review oder Ähnliches da, selbst für konstruktive Kritik bin ich wirklich dankbar...
*lässt ein paar Kekse zurück*

Ganz liebe Grüße und danke fürs Lesen,
Kasumi ♥
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast