Auch Tänzer sind nur Menschen mit Gefühlen.

KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Abigail Armstrong Benjamin "Ben" Tickle Christian Reed Grace Whitney Katarina "Kat" Karamakov Tara Webster
20.09.2014
23.02.2015
33
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TARA

Ich schloss die Augen. Ich spürte die warme Sonne Australiens auf meiner Haut. Ich stand inmitten eines Feldes. Langsame Musik ertönte und wurde immer lauter. Ich streckte die Arme seitlich aus. Ein leichtes Lächeln schlich sich auf mein Gesicht. Ich fühlte einen warmen Atem in meinem Nacken, ich fühlte wie große, starke und vertraute Hände meine Schulter entlang strichen und schließlich meine Hände umfassten. Ich schluckte und blinzelte die Tränen weg. Die vertrauten Hände nahmen meine etwas fester und ich ließ sie sinken. Christians Hände ließen meine Hände immer noch nicht los. Stattdessen legte er meine und seine Hände auf meinen Bauch und ließ sie dort liegen. Ich drehte langsam meinen Kopf und blickte in seine wunderschönen, dunklen Augen. In dem Moment, als er seine weichen Lippen auf meine legte, schlug mein Herz furchtbar schnell, sodass ich Angst hatte, dass es zerplatzen könnte. Ich spürte die Glückshormone in jeder Pore meines Körpers. Der Kuss kam mir vor wie Millionen Jahre, obwohl er nur einige Sekunden gewesen sein muss. "Ich liebe dich", flüsterte Christian kaum hörbar. Aus meinen Augen traten vereinzelt Tränen und ich küsste ihn kurz.

Seit das dritte Jahr vorüber gegangen war und wir Sommerferien bekommen hatten war ich wieder mit Christian Reed zusammen. Christian Reed. Einem wirklich gut aussehenden Jungen, meinem Traumjungen. Ich bewunderte, wie er jüngeren Schülern Hip-Hop beibrachte zu tanzen. Er hatte beschlossen nach dem dritten Jahr Lehrer an der Academy zu werden. Auch das bewunderte ich sehr. Ich hatte das Gefühl meine Mum liebte Christian genauso sehr wie ich ihn liebte. Da Christian die ganzen Sommerferien bei mir verbracht hatte, hatte meine Familie viel Zeit gehabt, Christian kennen zu lernen. Ich konnte mich glücklich schätzen, dass sie sich so gut mit ihm verstanden.

Nach einigen entspannenden Stunden verließen Christian und ich das Feld und ritten auf den neuen Pferden meines Dads nach Hause. Es war bereits schon dunkel, als wir die Farm erreichten und meine Mum kam sofort auf mich zu gelaufen, als Christian mich vom Pferd hob. "Tara, Liebling, Kat hat angerufen", lächelte sie. "Kat?", fragte ich verwirrt und mein Herz machte einen Aussetzer. Sie nickte: "Sie hat aber sofort wieder aufgelegt, als ich ihr gesagt hab, dass du unterwegs bist. Nicht einmal schöne Grüße oder eine Verabschiedung." Ich blickte enttäuscht auf den Boden. Kat Karamakov hatte sich kein einziges Mal in den Ferien gemeldet, obwohl ich sie gefühlte Billionen Mal versucht hatte zu erreichen. Sogar Ethan hatte ich angerufen, doch der wusste selbst nicht, was mit seiner kleinen Schwester los war. Mit traurigem Blick nickte ich meiner Mum dankbar zu und Christian und ich gingen Hand in Hand schweigend in mein Zimmer. Erst als mein Magen drohte zu verhungern, sah ich Christian an und sagte: "Ich weiß das kommt jetzt bestimmt scheiße, aber ich hab totalen Hunger." Seine ernste Mimik verwandelte sich in ein Lächeln und er hob mich spielerisch hoch, worauf ich anfing seinen Namen zu schreien und anfing zu lachen.

Das Thema 'Kat' war praktisch wie von Luft weg geblasen und ich schob den Gedanken an sie lieber auch erstmal weg und konzentrierte mich stattdessen auf Christian, der gerade damit beschäftigt war, den Fernseher anzumachen. "Ich bekomme dieses Teil einfach nicht an", murmelte er leicht wütend und seine Wangen namen einen roten Farbton an, als mein Vater ihm zur Hilfe kam. "Man meint du kommst aus dem 16. Jahrhundert. Fernseher kriegst du nicht zum Laufen, aber was die Landwirtschaft und das Handwerkliche betrifft bist du unschlagbar." Mein Vater grinste und Christian nickte ihm freundlich zu. "Er mag mich nicht sonderlich oder?", fragte mein Freund unsicher. Ich schüttelte den Kopf, beugte mich zu ihm und küsste ihn lange.

Gegen Mitternacht verließen meine Eltern die Farm um bei Verwandten ein paar Tage Urlaub zu machen. Christian und ich waren noch überhaupt nicht müde und nutzten die sturmfreie Farm und machten die Musik laut, um lachend zusammen einander hinterher zu jagen. Erschöpft ließen wir uns nach einiger Zeit hinter einer Wiese hinter dem Haus fallen und bewarfen uns lachend mit Gras. In seinen Augen konnte ich Glücklichkeit und Liebe sehen und ich spürte wie mein Herz immer schneller schlug. Er nahm meine Hand und zog mich ins Haus. Er drückte die Tür zu meinem Zimmer auf und hob mich hoch, um mich danach gegen die Wand zu drücken. Ich krallte mich an ihm fest und Nervosität erfüllte mich. Christian legte mich sanft auf mein Bett und ich streifte ihm sofort sein Shirt vom Leib. Er küsste mich kurz und ich gab ihm Gelegenheit dazu, meine Bluse aufzuknöpfen. Er küsste mich sanft und intensivierte den Kuss, indem er seine Zunge über meine Lippen streichen ließ und ich meine Lippen für ihn öffnete, sodass er mit seiner Zunge meinen Mund erkunden konnte. Ich hörte das Klicken seines Gürtels und half ihm seine Hose auszuziehen. Mir wurde gleichzeitig heiß und gleichzeitig kalt, als er sich nur noch in Boxershorts bekleidet über mich beugte, um meinen Hals hinunter zu küssen. Ich schloss die Augen und strich über seinen Rücken und über seine Haare. Als er den Reißverschluss meiner Hotpants öffnete flüsterte er mit erotischer Stimme: "Bist du bereit?" Ich schluckte den Kloß in meinem Hals hinunter und bejahte. Völlig errötet ließ ich meine Hand nach unten in seine Boxershort gleiten, worauf er aufstöhnte und meine Hotpants achtlos in die Ecke warf. Ich spürte die Beule in seiner Boxershort und küsste ihn ein letztes Mal, bevor ich ihm den letzten Stoff entfernte und wusste, dass es jetzt kein Zurück mehr gab. Ich wollte aber auch kein Zurück mehr. Ich war furchtbar erregt und durch mich floss Lust und Verlangen nach ihm und seinem ganzen Körper. Als er anfing mir meine Unterwäsche auszuziehen krallte ich meine Fingernägel sanft in seinen Rücken und schloss erneut die Augen. Das nächste was ich fühlte waren seine Lippen auf meiner Brust und das unglaubliche Gefühl der Erregung in mir. Mehrfach stöhnte ich seinen Namen und als er über meinen Bauch in meinen Intimbereich küsste drohte ich zu Explodieren, weil mir so furchtbar heiß war. Ich wusste nicht wieso oder weshalb, aber Christian konnte das einfach so furchtbar gut. Seine Zunge drang immer wieder in mich ein, während seine Hände überall zu seien schienen. Mit jeder seiner Berührungen durchströmte mich mehr Lust und Verlangen und ich zog ihn gierig auf mich um sein Glied in meinen Händen zu umfassen. Er griff zur Schublade und zückte ein Kondom, wessen Verpackung er mit zittrigen Händen aufriss. Man konnte sein Verlangen nach dem nächsten Schritt förmlich spüren und als er in mich eindrang kamen ich, mein Herz und mein Verstand zum Höhepunkt und ich schrie laut seinen Namen.

Gegen zwei Uhr morgens ließen wir uns erschöpft nebeneinander fallen und er blickte mir in die Augen. "Hab, hab ich dir wehgetan?", stotterte er nervös. Ich nahm seine Hand und schüttelte sanft den Kopf. "Es war unbeschreiblich", flüsterte ich und küsste ihn lange. Christian zog mich zu ihm und ich legte mich in seinen Arm, bis ich nach einiger Zeit flüsterte: "Achja und übrigens, ich liebe dich auch." Doch neben mir lag nur mein bereits schlafender Freund und ich lächelte noch, bevor ich in einen tiefen Schlaf fiel.
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