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Schattenschwinge

von Magdir
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Gen
20.09.2014
10.11.2014
11
14.873
 
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4 Reviews
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20.09.2014 2.362
 
Hi dieses Buch wurde von einer Freundin verfasst bitte schreibt ob es euch gefällt.
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                                                           Schattenschwinge
                                                   Das Spiel mit Feuer und Eis



Das dritte Weinglas des Abends und dennoch war ich nicht halb so betrunken wie mir lieb gewesen wäre. Seid den Gerüchten das die Geheime Schule der Assassinen entdeckt und von der Königin ausgerottet worden war konnte ich keine Nacht mehr ohne einen Dolch unter dem Kopfkissen verbringen. Wenn mich die Assassinen oder Gott lob die Garde als einen von ihnen identifizierten war ich geliefert. Ich ließ meinen Blick unruhig über den Schankraum der Taverne schweifen, irgendetwas war heute nicht so wie es sein sollte. Ein betrunkener Mann war von seinem Stuhl gekippt und sabberte auf den dreckigen Holzboden. Der Hund des Wirts hatte die Überreste des Bratens auf dem Boden entdeckt und schleckte sie zusammen. Mein „Klient“ sollte schon vor Stunden hier aufgetaucht sein und dennoch konnte ich weit und breit niemanden Ausmachen der als Cara Lakoth bekannt war. Ich war mir sicher das das nicht ihr richtiger Name war genauso wenig wie mein Name Caelan lautete doch ich kannte nur diesen Namen also musste ich mich wohl oder übel damit zufrieden geben. Die „Meisterassassinen“ hatten ihn mir gegeben nachdem sie mich aus der Gosse gefischt hatten. Ich war nie wirklich beliebt gewesen die meisten Assassinen Novizen waren Söhne Adeliger gewesen und so wurde ich oft verspottet. Aber meine Meister und auch mein Mentor haben in mir ein Talent entdeckt von dem ich selbst nichts gewusst hatte und so war mir meine Unbeliebtheit zum Vorteil geworden. Während die Novizen ihre Trainings freie Zeit, mit Spielen vergeudeten trainierte ich noch härter mit meinem Mentor. Und so war es kein wunder das ich bereits mit fünfzehn ein volkkommen ausgebildeter Assassine war. Natürlich wie es in diesem Alter kommen musste verliebte ich mich. Das war auch einer der Gründe warum die meisten Assassinen erst mit sechsundzwanzig ausgeschult wurden. Wir mussten lernen unsere Gefühle zu unterdrücken und es hatte bei mir auch immer funktioniert. Das klingt jetzt sicher mehr als schnulzig vor allem aus dem Mund eines Gesuchten Mörders Diebes und was auch immer… aber kennt ihr diese Momente wo man eine Person sieht und weiß das sie zu einem gehört? Genauso war es zwischen mir und Aylin Dokath der Tochter eines Angesehenen Grafen und Feldherren.  Aber dazu später mehr. Die Tür der Schankstube sprang auf und eine Frau zumindest soweit ich das den Umrissen unter ihrem Mantel erkennen konnte trat ein. Die wenigen Männer die noch immer hier waren hoben kurz den Kopf führten ihre Gespräche dann aber wieder fort. Die Frau ließ sich neben mir auf einen der Hocker am Tresen sinken und winkte dem Wirt. Dieser kam auf sie zu und fragte „Was wollt ihr?“. Ich hatte noch nie in meinem Ganzen Leben einen so schlecht gelaunten Wirt erlebt wie Eroith Plampf und ich war schon in einigen Spelunken. Doch der Wirt der jaulenden Sirene war ein besonders unangenehmer Spießgeselle. So konnte man sich bei ihm sicher sein das wenn man ihn verärgert das Schalste älteste und abgestandene Getränk bekam was er zu bieten hatte. „Zwei Gläser Wein“ erwiderte sie knapp und warf einige Münzen auf den Tisch. Eroith steckte sie eifrig ein und verschwand kurz in der Küche. „Ihr habt ihm viel zu viel bezahlt für das billige Zeug das er verzapft“ murmelte ich und versuchte mir ein Bild meines Gegenübers zu machen. Sie war eine Große schlanke Frau hatte langes blondes Haar braune Augen was kombiniert irgendwie seltsam wirkte und doch attraktiv und ich konnte unter ihrem Mantel die Griffe zweier Dolche ausmachen. „Nun das ist meine Sache habe ich das Vergnügen mit Caelan?“ wollte sie wissen. „Nun das kommt darauf an wer fragt“ erwiderte ich gelassen. Die Frau stellte keine Bedrohung da selbst wenn sie die Dolche ziehen konnte ohne dass ich es merken würde war sie immer noch haushoch unterlegen. „Ich dachte unsere Kontaktperson hätte ihnen gesagt dass ich mich vielleicht ein wenig verspäte“ erklärte sie. Das hatte der Mann tatsächlich aber ein bisschen beschrieb für mich eine  halbe Stunde. „Nun Miss Cara so wie es aussieht haben wir ein unterschiedliches Verständnis was ein wenig bedeutet“ sagte ich lächelnd. „Könntet ihr die Kapuze absetzen damit wir uns besser unterhalten können“ bat Cara. „In meinem Geschäft ist immer ein gewisses Maß an Misstrauen Nötig ich setze meine Kapuze ab wenn wir uns handelseinig sind“ erklärte ich. Der Wirt kam zurück und stellte die beiden Gläser krachend auf den Tresen. Cara schob mir eines der beiden zu und ich nahm einen Kräftigen Schluck daraus. „Nun und was braucht ihr nachdem ihr so jemanden wie mich anheuert?“ fragte ich. Sie lächelte „Meister Caelan Schattenschwinge der Orden fordert eure Schuld ein“. Ich fuhr unmerklich zusammen sie hatte meinen Früheren Titel benutzt was bedeuten musste das sie eine Assassinnin war oder zumindest im Kontakt mit dem Orden stand. Weibliche Assassinen? War der Orden so weit gesunken seid meiner Verbannung. Ich lachte hart „Ich bin dem Orden gar nichts Schuldig nicht seit sie mich verraten haben“. Die Frau runzelte die Stirn „Inwiefern euch verraten?“ wollte sie wissen. „Nun das solltest du wissen wenn du eine von uns bist oder zumindest die Offizielle Geschichte wie aus Caelan Schattenschwinge ein Mörder und Halsabschneider geworden ist“ erwiderte ich und leerte mein Glas. „Such dir Hilfe bei einem anderen Assassinen dieses Verfluchten Ordens und lass mich in Frieden“ ich stand auf und wandte mich zur Tür. Ich hatte wirklich keine Lust wieder zur Schattenschwinge zu werden nicht seit mich der Orden hintergangen hatte. Ich öffnete die Tür und trat in die kalte Winterluft hinaus. Zitternd und bibbernd saß eines der unzähligen Straßenkinder der Stadt auf dem Boden eines niedergebrannten Hauses und versuchte dem verfluchten Wind so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Ich kannte dieses Gefühl noch gut auch wenn ich mich an meine Zeit in der Gosse kaum noch erinnerte. Wenn ich an meine Kindheit dachte viel mir selten mehr ein als gebrochene Knochen und Training eine Menge Training. Vor allem an dem Tag an dem mich Meister Marik gefunden hatte gähnte ein großes Loch. Ich schob es meist darauf dass ich damals zu geschockt war aber ich konnte mir selbst nicht so recht glauben. Ich ging an ihm vorbei und kletterte auf eines der unzähligen Flachen Dächer. Dieser umstand hatte mir auch meinen Beinamen Schattenschwinge eingebracht. Meine liebste Strategie war der Todesprung. Übersetzt ein Angriff von oben und da ich dazu neige einen schwarzen Mantel zu tragen ergab sich das von selbst. Ich hatte im Orden den Rang eines Meister bereits mit Achtzehn erlangt und sollte meinen ersten Novizen ausbilden. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen bedeutete das doch dass ich bald einen Klotz am Bein für meine Aufträge und vor allem für meine heimliche Romanze mit Aylin haben würde. Doch so weit kam es nie da mein bester und einziger Freund mich hinterging und nicht nur meine Heimlichen Ausflüge auf das Anwesen der Dokaths aufdeckte sondern Streute auch das Gerücht das ich die Ermordung des Anführers unseres Ordens also meines Eigenen Mentors geplant hätte. Und wie aus heiterem Himmel starb mein Mentor dann auch wirklich. Da allerdings nie beweise aufkommen konnten das ich es wirklich gewesen bin wurde ich verband. Verband aus allem was ich kannte mit nicht mehr als meinem selbst geschmiedetem Schwert und den Sachen die ich am leibe Trug. Seid jä her Arbeite ich als Leibwächter Problemlöser und für was man einen Ausgebildeten Mörder eben sonst noch braucht. Erst jetzt wurde mir klar dass ich stehen geblieben war und meinen Blick in die Ferne gerichtet hatte. Eilig beschleunigte ich meine Schritte und verschmolz mit den Schatten. Kaum hatte ich mich in Bewegung gesetzt sprang die Tür auf und Cara trat heraus und suchte die Gegend mit Blicken ab. Ratlos und sichtlich entmutigt bog sie in eine Gasse rechts von dem Haus ab auf dem ich stand und versuchte dort ihr Glück. Ich rannte sprang und kletterte über die Hausdächer bis ich meine mehr als bescheidene Unterkunft drei Blogs weiter erreichte. Von Cara fehlte jede Spur. Gut. Ich kletterte durch das Fenster um meine ohnehin schlechtgelaunte Vermieterin nicht zu wecken. Irgendwie waren alle Bewohner dieses Kaffs schlecht gelaunt. Aber wähn wunderte es schon wenn die Königin immer höhere Steuern erhebt du sechs Kinder hast die du durchfüttern musst und noch dazu dafür Soge zu tragen hast das niemand in dein Haus eindringt und dein Hab und Gut zerstört. Ich verschloss das Fenster mit einem einfachen Vorhänge Schloss zog die Vorhänge zu und tastete mich in der Dunkelheit bis zu meiner Pritsche. Dort zog ich mein Hemd aus legte den Waffengurt bei Seite streifte die Stiefel ab und legte mich lang ausgestreckt mit geschlossenen Augen auf mein Improvisiertes Bett. Nachdem ich mich eine halbe Stunde lang schlaflos im Bett gewälzt hatte legte ich mich flach auf den Rücken und ging noch einmal jede Fassette meiner Geschichte durch. Von meiner Zeit in der Gosse bis hin zu meiner Verbannung. Und doch blieben meine Gedanken an einer Szene hängen. Es war ein Sonniger Nachmittag im Wald gewesen. Am hohen Wasserfall hinter Aylins Anwesen hatte ich auf sie gewartet und irgendwann als ich schon gedacht hatte sie würde nicht kommen war sie doch aufgetaucht. Lachend und uns gegenseitig unter Wasserdrückend hatten wir den Tag verbracht und doch blieb mein Blick immer an der Traumhaften Szene unseres ersten Kusses hängen und an…. Ein scharren an meinem Fenster riss mich aus meinen Gedanken ich griff nach dem Schwert das neben meinem Bett griffbereit lag und stand lautlos auf. Ich hatte mich nicht geirrt unter meinem Fester bewegte sich etwas. Eine kleine Gestalt stand dort und sah zu meinem Fenster herauf. Sie war zu klein für Cara und eindeutig Kindlich. Verwirrt runzelte ich die Stirn bis mir ein weiteres Scharren auf der anderen Seite des Hauses
auffiel. Auch dort gab es ein Fenster wenn auch nur ein winziges Rundes das eher dazu dar war hinaus zu spähen. Und genau das tat ich jetzt. Ich traute meinen eigenen Augen nicht als ich Cara dort erkannte. Spöttisch grinsend winkte sie mich zu ihr. Und plötzlich hörte ich auch auf dem Dach ein Scharren und mir war klar dass das Haus vollkommen umstellt war. Ich seufzte schlüpfte in Stiefel Hemd Mantel und legte mir den Waffengurt mit dem Schwert darin um. Der seltene Stahl warf keinen einzigen Lichtstrahl zurück der Grund warum ich mich damals dafür entschieden Habe. Das Heft war ebenso schwarz und hatte in das Leder einen kleinen Flügel eingebrannt. Ebenso wie die dunkelbraune Lederne Scheide. Ich öffnete das Fenster und sprang die drei Meter kurzerhand hinunter und kam mit einer Rolle vor der Gestalt die ich gesehen hatte auf die Füße. Ich hatte recht rings um das Haus herum waren ein gutes dutzend Gestalten verteilt die sich jetzt alle in einem Kreis um mich herum schlossen. Selbst mit dieser Übermacht wäre ich fertig geworden wenn auch mit Mühe aber plötzlich fiel mir auf das es sich hier hauptsächlich um kaum mehr als Kinderhandelte keiner außer Cara war älter als sechzehn nachdem ich das Beurteilen konnte. Cara drängte sich durch die Masse aus Kindern und kam auf mich zu, sie lächelte breit „Ich wusste dass du Kindern nie etwas tun würdest“. Ich schwieg aber der Wechsel in das vertraute du war mir nicht entgangen. „Was willst du?“ seufzte ich. „Ich will gar nichts die brauchen etwas von dir“ sie machte eine Handbewegung die die Schar von Halbwüchsigen einbeziehen sollte. „Und was wollt ihr von mir?“ wandte ich mich nun an die Kinder. Ein Junger Mann trat vor um die vierzehn Jahre. „Ihr seid Caelan Schattenschwinge?“ fragte der Junge. Ich nickte stumm. „Unser Orden wurde überfallen und die Erwachsenen Assassinen getötet der Großteil der Novizen entführt und wir die einzigen die entkommen konnten“ erklärte der Junge. „Und?“ erwiderte ich. „Ihr seid der letzte voll ausgebildete Assassine! Ihr seid für uns verantwortlich!“ begehrte der Junge auf. Ich lächelte hässlich „Ich habe es eurer Freundin da erklärt und ich wiederhole es gerne. Ich bin kein Assassine mehr ich bin niemanden etwas Schuldig und schon gar nicht für euch verantwortlich“. Die Augen des Jungen weiteten sich und mehr als eine Hand senkte sich zu den Waffen die sie ihrer Meinung nach versteckt trugen. Gewalt lag in der Luft und jetzt wo ich wusste womit ich es zu tun hatte würde ich nicht mehr zögern sie zu töten wenn sie mich Angriffen. Cara schien das im selben Moment zu begreifen wie ich diesen Entschluss fasste den sie trat zwischen mich und den Jungen und sagte laut und für alle hörbar „Er würde euch töten und das wisst ihr. Wenn er euch nicht hilft finden wir jemand anderen der es tut aber setzt eure Leben nicht wegen eines Trunkenbolds und Halsabschneiders aufs Spiel“. Ich zog grinsend eine Augenbraue hoch und auch die Jungen rings um mich herum sahen Cara Zweifelnd an. „Trunkenbold und Halsabschneider“ wiederholte ich nachdenklich „Du denkst doch nicht ernsthaft du könntest mich mit so etwas Ködern?“. Cara drehte sich lächelnd zu mir um „Einen Versuch war es wärt“. Ich überdrehte die Augen und schob die mir am nächsten stehenden Kinder beiseite um aus dem Kreis zu treten. Die Jungen sahen mir erschrocken enttäuscht und verzweifelt nach und der Junge der schon Vorhin das Wort ergriffen hatte rief mir hinter her „Und die anderen?“. „Was schärt mich das“ erwiderte ich und schlug mir die Kapuze ins Gesicht. Cara sagte etwas zu den Jungen das ich nicht verstand doch ein lautes wimmern von einigen der Kinder zu folge hatte. „Aber wie willst du uns helfen an Meister Adrianus vorbei zu kommen“ schrie der Junge plötzlich. Ich stockte mitten im Schritt und drehte mich am Absatz um alle Blicke waren auf mich gerichtet. „Hast du gerade Adrianus gesagt?“ fragte ich. Eine Hoffnung erschien in den Blicken der Kinder. Der Junge nickte eifrig. „Adrianus hat überlebt?“ wollte ich wissen. „Ja Herr er war derjenige der uns verraten hat er will seinen eigenen Orden aufbauen aber er sucht irgendetwas und wir wissen nicht genau was“ erklärte er. „Und Adrianus hellt auch die Restlichen Kinder fest?“ hakte ich nach. Der Junge nickte. „Werdet ihr uns helfen?“ wollte er wissen. Ich überlegte und nickte „Unter einer Bedingung Adrianus gehört mir“.
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