Wieso passiert das alles?

GeschichteDrama, Romanze / P16
Asahina Tsubaki Hinata Ema
18.09.2014
30.03.2015
14
20.142
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Dieses Kapitel
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18.09.2014 1.529
 
Hallo :)
Hier meine neuste Story, dieses mal zu Brothers conflict :)
Ich hoffe mal, das sie euch gefällt, viel Spaß beim lesen :D

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,, Das kann nicht sein. Ich bin adoptiert?", ich starre auf das Blatt Papier.
Ich verstehe es nicht. Ich wurde wirklich adoptiert?
Ich lese mir die Worte immer und immer wieder durch, doch noch immer will der Sinn dahinter nicht in meinem Kopf.
Jetzt ist noch ein Problem dazu gekommen. Wieso passiert das alles nur mir? Erst diese Jungen in der Schule, und jetzt auch noch das? Wieso tut Gott mir nur so etwas an? Was habe ich in meinem Leben falsch gemacht, das mir so viel schlimmes passiert? Ich verstehe es nicht und bin mir auch nicht so sicher, ob ich es verstehen will.

Papa ist nicht mein richtiger Papa, und mein richtiger Papa wollte mich nicht haben, genauso wie Mama.

Mit dem Gedanken gehe ich zurück in die Residenz. Eigentlich will ich ja nicht zurück, aber ich muss. Ich kann nicht einfach draußen bleiben, oder?
Was soll ich jetzt nur machen. Lange halte ich das nicht mehr aus. Ich will nicht mehr, aber was soll ich nur tun?
Wieso?
Wäre ich doch bloß nie geboren worden. Meine Eltern wollten mich doch eh nicht, also bin ich nur balast für alle. Niemand braucht mich und niemand will mich. Papa hat mich ja noch nicht einmal besucht, seit ich hier bin. Das ist der Beweis, dass er mich nicht wollte. Eine andere Erklärung gibt es nicht. Und die Jungs brauchen mich bestimmt auch nicht. Sie sind nur so nett zu mir, weil sie Höflich sind. Genau, dass ist er Grund.
Papa, warum? Warum hast du mir nicht wenigstens gesagt, dass ich adoptiert wurde.

Es fängt an zu regnen.
Toll
Jetzt regnet es auch noch und ich werde total nass. Wieso musste das alles passieren? Im Moment ist mir der Regen auch egal. Ich will einfach weg. Weg von dieser Welt, die mich eh nicht braucht.
Also was mache ich hier eigentlich?
Wieso tue ich überhaupt etwas?
Was ist der Sinn hinter all dem?
Wieso tun Menschen überhaupt etwas?
Wieso lügen sie, oder verheimlichen wichtige Sache?
Ich bin nicht böse auf Papa, wenn ich ihn überhaupt noch so nennen kann, aber irgendwie habe ich so ein komisches Gefühl. Das Gefühl, verlassen worden zu sein. Ich habe das Gefühl, als wäre ich allein auf der Welt und alle würden mich verlassen und allein lassen.
Niemand braucht mich mehr.
Niemand will mich mehr.
Niemand mag mich.
Solche Gefühle und Gedanken habe ich gerade einfach.
Das sagen diese Jungs doch jeden Tag. Bisher wollte ich es nicht glauben, aber sie haben recht

Als ich an der Residenz ankomme, ist es bereits dunkel. Ob sich die anderen Sorgen machen?
Ich gehe gleich in den Wohnbereich. Die anderen sitzen im Wohnzimmer.
,,Imoto-chan! Da bist du ja, wir haben uns Sorgen um dich gemacht. wo warst du?" Ich gucke die anderen kurz an und versuche ein fröhliches Gesicht zu machen.
Aber dem Gesichtsausdruck der anderen zu Urteilen, hat es wohl nicht geklappt. Ich merke, wie die Tränen hoch kommen wollen. Ich gehe mit eiligen Schritten zur Treppe. Inzwischen laufen die Tränen, aber ich sehe die anderen nicht an. Sie sollen nicht mein Tränen überströmtes Gesicht sehen. Ich merke, wie eine Hand nach mir packt
,,Warte, geh nicht weg."
Tsubaki hat mich festgehalten und mich so gedreht, dass ich ihn angucken muss. Jetzt sieht er meine Tränen.
Ich halte es nicht aus. Ich würde sagen vor Schreck hat er mich losgelassen und die Gelegenheit nutze ich und laufe nach oben in mein Zimmer.  Dort angekommen schließe ich sofort ab und lasse mich aufs Bett fallen. Kurze Zeit später ist mein Kissen schon von den Tränen durchnässt.
Ich halte das alles nicht mehr länger aus. Diese Wunden in meinem Herzen.
Sie werden nie heilen.
Immer wieder kommt jemand und reist sie aufs neue auf. Wieso könnt ihr sie nicht einfach heilen lassen?  Ich will nicht länger leiden und mich jeden Tag aufs neue Quellen. Wieso tut ihr mir das bloß an. Wieso hasst mich jeder. Was habe ich gemacht, dass ich der Sündenbock bin, das schwarze Schaff der Familie. Ich will endlich, dass sie mich in Ruhe lassen. Ich kann und will einfach nicht mehr. Was zu viel ist, ist zu viel.

Ich weiß nicht wie lange ich schon auf dem Bett liege und einfach geweint habe, doch irgendwann bin ich eingeschlafen. Ich bin eingeschlafen, mit dem Gedanken, dass ich wertlos bin. Das mich niemand haben will und auch niemand braucht.  Mit Hass-, Trauer- und Wuterfüllten Gedanken bin ich in den Traumlosen Schlaf geglitten. Die einzige Zeit, die ich so sorglos verbringen kann. Dort fühle ich mich so geborgen und einfach glücklich. Sobald ich aufwache, erkenne ich aber die Realität und die ist die Hölle auf Erden.



Der nächste morgen ist so schneller gekommen, als mir lieb ist.
War das Gestern eigentlich ein Traum, oder die Realität?
Bin ich wirklich adoptiert worden?
Ein Blick in die Tasche, auf mein Familienregister bestätigt, dass es leider kein Traum war.
Oder doch?
Wer weiß, vielleicht ist das alles hier nur ein Traum.  Dann könnte ich alles anders machen und würde vielleicht sogar glücklich sein.
Glücklich sein. Das war ich schon lange nicht mehr. Seit ich hierher gezogen bin, war ich nicht mehr glücklich. Nein, das stimmt nicht. Es hat alles schon viel früher angefangen. Seit ich auf der Oberschule diese Jungen getroffen habe, war ich nicht mehr glücklich.
Ich weiß, ich sollte nicht auf das hören, was sie sagen, aber das ist nun mal nicht so leicht. Immer wieder, mit jedem Wort von ihnen, brechen sie mir das Herz und hinterlassen eine tiefe Wunde, die immer weiter blutet. Die nicht heilen kann und will. Und wenn sie es dann ausnahmsweise doch tut und aufhört zu bluten, reißen sie die alten Wunden und Narben mit auf. Und damit können sie nicht aufhören. Nie werden aufhören mich zu Quälen.
Und wenn sie erst mal das mit der Adoption erfahren, wird es noch schlimmer. Sie werden mich quälen, bis ich aufgebe und nicht mehr kann. Nein, selbst dann werden sie nicht aufhören. Sie werden nicht aufhören, bis ich am Boden liege und mich nicht mehr bewege.

Ich frage mich, wie das alles nur so weit eskalieren konnte. Anfangs war doch noch alles normal. Ich hatte Freunde, war eigentlich ein recht beliebtes Mädchen auf der Schule und viele Jungen mochten mich. Aber dann wurden diese Jungen auf unsere Schule versetzt. Sie sind der Ursprung allen übles. Sie haben Gerüchte verbreitet, die nicht Stimmen. Und ab dann mochte mich niemand mehr. In der Schule werde ich immer und immer wieder von diesen Blicken bestraft. Es gibt keinen Tag ohne diese Blicke die mein Herz gefrieren lassen. Das kalte Blut tropft weiter aus meinem Herzen, in meinen Körper.

Irgendwann, habe ich es dann doch geschafft, aus dem Bett zu steigen, mir meine Schuluniform an zu ziehen und runter zu gehen. Mein Körper tut weh und mein Kopf schmerzt. Ich habe mir wohl zu viele Gedanken gemacht. Aber da muss ich jetzt durch.

Unten sind schon Masaomi, Ukyo, Subaru und Kaname.
,,Guten Morgen Imoto-chan~"
Kaname begrüßt mich als erster.
,,Guten Morgen" , meine Stimme ist leicht rau.
,,Geht es dir gut? Du bist so blass"
Masaomi guckt mich an. Ich nicke kurz und zwinge mir ein lächeln auf. Ob es echt aussieht? ,,Ja, ich bin nur ein bisschen müde"
Hoffentlich glaubt er mir. Ich möchte es denn anderen nicht erklären müssen. Ich will ihnen nicht sagen müssen, dass es mir gar nicht gut geht. Eigentlich fühle ich mich schwach und kraftlos, aber das liegt wohl nicht daran, das ich krank bin. Das liegt wohl eher daran, das mein Körper nicht in die Schule möchte. Ich kann es ihm auch nicht verübeln. Ich möchte dort wirklich nicht mehr hin. In Wahrheit möchte ich da nie wieder hin. Ich fühle mich in der Schule so leer und ausgeschlossen. Yusuke und Fuuto sind zwar da, aber das macht es nicht besser. Sie wissen nicht von den ,,Attacken". Sie wissen nicht, wie sehr ich eigentlich in der Schule gehasst werde. Sie wissen nicht, das ich innerlich kurz vor dem zerbrechen stehe. Sie wissen gar nichts.



In der Schule angekommen, gehe ich so schnell ich kann auf meinen Platz. Ich möchte nicht auf Keito, Miron und Masako treffen. Die Jungs, mit denen alles begonnen hat. Wegen denen fühle ich mich so elend und leer, es ist alles ihre Schuld.
Oder ist es vielleicht doch meine? Habe ich irgendwas getan, womit ich sie verärgert haben könnte? Ich weiß es echt nicht mehr, und wenn ja, dann tut es mir leid. Wirklich, ich wollte so etwas nie.  Ehe ich mich versehe, ist auch schon der Sensei da und so muss ich mir später weiter Gedanken darum machen. Ich muss ja den Unterrichts Stoff mitbekommen.

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Das war es auch mit dem ersten Kapitel, ich hoffe sie hat euch gefallen, und wenn ja, dann hinterlasst mir doch ein kleines Reviews und wenn nicht, dann schreibt doch trotzdem eins ;) Auch für Kritik hab ich immer ein Ohr offen

LG Evy-chan
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