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Steppenkind

GeschichteAbenteuer, Familie / P18
Tristan
17.09.2014
17.09.2014
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595
 
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17.09.2014 595
 
Liebe Leser,

da ich krankheitsbedingt gerade viel Zeit habe, dachte ich, ich krame mal diese mittlerweile drei Jahre alte, nie fertiggestellte Geschichte heraus, und mache mich von Neuem an sie. In der Hoffnung, sie dieses Mal fertigzustellen. ;) Vielleicht findet Ihr ja Gefallen daran - über Feedback freue ich mich selbstverständlich sehr.

Viel Spaß beim Lesen!

pagan-night



Meine lieben Leser aus dem CM-Fandom: gebt King Arthur bitte ruhig eine Chance. ;) Für die von Euch, die den Film nicht kennen, bemühe ich mich sehr gern, die Handlung trotzdem gut nachvollziehbar zu gestalten.
Eure pagan-night



Prequel

Kommt, meine Brüder und Schwestern. Kommt und nehmt euch ein wenig Zeit. Unterbrecht eure Aufgabe und gesellt euch zu uns ans Feuer, denn ich möchte euch eine Geschichte erzählen.

Eine Geschichte der Narten, fragt ihr?

Nun, heute werde ich einmal nicht von den Söhnen der Sonne sprechen – zumindest nicht nur.

Ihr kennt die Narten nicht, kennt nicht unsere ehrwürdigen Vorfahren und Ahnherren? Habt Vertrauen, ihr werdet sie näher kennenlernen. Ab und an werden sie eine Rolle spielen in dieser Geschichte – denn welche Geschichte der Sarmaten könnte ohne diejenige ihrer Vorfahren auskommen?

Ob ich euch dann vielleicht eine Geschichte von großen Schlachten und ruhmreichen Kriegern erzähle?

Wahrlich, große Krieger werden in dieser Geschichte vorkommen – doch viele von ihnen werden fallen, und nur wenige werden das Ende miterleben.

Warum sie fallen müssen? Warum ich euch keine heroische Geschichte der unbezwingbaren, siegreichen sarmatischen Krieger aus der Steppe nördlich des Schwarzen Meeres erzähle?

Wisst ihr, wie alle Geschichten, die das Leben schreibt, ist auch dies eine Geschichte mit Höhen und Tiefen. Eine Geschichte mit Abenteuern, mit Siegen – und mit Verlusten.

Und mit einem glücklichen Ende?
Nun, die Entscheidung überlasse ich euch selbst.

Doch heute möchte ich nicht von den Großen der Historie reden. Ihr alle kennt den König fremder Lande, ihr kennt ihn – oder habt zumindest schon einmal von Arthur Castus gehört, dem Legionär, halb Römer und halb Brite, der die Sachsen schlug und Britannien wieder einte. Und ihr kennt alle die sarmatischen Ritter, die ihm bei jenen großen Schlachten zur Seite standen.

Sarmaten, fragt ihr?

Sagt, habt ihr wohlmöglich nur von Arthur und seinen Männern, den Rittern des runden Tisches gehört? Briten, höre ich euch sagen! Wackere Ritter, die Arthur wohlverlesen ausersonnen hat, um mit ihm für eine gerechte Sache zu kämpfen.

Meine Lieben, ihr liegt falsch. Wahrlich kämpften auch vereinzelt Briten unter Arthurs Führung, doch das geschah lange nach der Zeit, von der ich euch erzählen möchte. Nein, es waren vor allem Krieger aus einem fernen Land, viele Tagesreisen hinter den Grenzen des Römischen Reichs. Männer und Frauen, die nicht freiwillig für Arthur kämpften – und die dieser nicht erwählt hatte. Es waren Schicksale, die von Rom zusammengeführt wurden, viele Jahrhunderte, bevor diese Geschichte stattfindet. Und es waren Kämpfe, die nicht immer um eine gerechte Sache gefochten wurden.

Doch von Arthur und seinen Rittern wird an anderer Stelle zur Genüge gesprochen und so möchte ich dies nur am Rande streifen.

Nein, ich möchte euch eine Geschichte erzählen aus den Tiefen meines Gedächtnisses und aus den Weiten meiner Erinnerung. Eine Geschichte, die ich nach all diesen Jahren beinahe vergessen habe – und die ich doch nie vergessen könnte.  

Es ist die Geschichte einiger Sarmaten, die zwar für Rom, lange Zeit aber nicht unter Arthur dienten.

Es ist die Geschichte einer Familie, die in einem fremden Land versuchte, ihre Herkunft nicht völlig zu vergessen.

Und es ist die Geschichte eines Mädchens, das nach fast zwei Jahrzehnten entwurzelt in eine Heimat zurückkehrte, die es nur noch aus den eigenen Erzählungen kannte.


Es ist meine Geschichte.




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