Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Blick nach vorn

von -19emmy-
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Krimi / P16 / Gen
Det. First Grade Carlton Hickman Det. Major Louis Daniel Det. Tommy McConnel Kommissar Sebastian Berger Sgt. Eva Vittoria
15.09.2014
27.08.2015
10
10.230
 
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.09.2014 1.193
 
Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe ihr seid mir nicht böse dass ich mich solange nicht mehr gemeldet habe, ich war in letzter Zeit einfach zu beschäftigt um mich der Geschichte wieder ernsthaft zu widmen... ich hoffe ich schaff es in nächster zeit wieder regelmäßiger zu updaten...
Viel spaß mit dem, leider wieder sehr kurzem, Kapitel :)
Ganz liebe Grüße, Emmy




Tommy konnte sich nicht erinnern schon einmal schlimmere Kopfschmerzen gehabt zu haben. Die Drogen, die Schläge, der Stress und der ruhelose Schlaf hinterließen ihre Spuren. Das Pochen in seinem Kopf hätte ohne Probleme als Beat für einen neuen Partyhit dienen können, der jedoch größte Schmerz kam von seinem Oberkörper, wo sein Vater ihm zweifellos ein paar Rippen gebrochen hatte. Bei jedem Atemzug stach es ihm in die Brust, so dass er am liebsten die Luft einfach solange angehalten hätte, bis die wohltuende Ohnmacht ihn zurück holte, doch er musst wach bleiben. Und Tommy käpfte. Er käpfte um jeden Atemzug härter als es jeder Bare- Knuckle- Fight je gewesen war und viel härter als damals, als er klein und hilflos den harten Schlägen seines Vaters ausgeliefert war. Langsam schaffte er es sich aufzurichten und erschöpft an der Wand an zu lehnen. Das Zimmer bagann vor seinen Augen zu verschwimmen, doch so sehr wie er sich zuvor die Ohnmacht herbei gewünscht hatte, versuchte er jetzt gegen sie an zukämpfen. Er musste bereit sein wenn sich die Tür das nächste Mal öffnete. Vielleicht würde er es schaffen zu fliehen. Er konnte nicht länger darauf warten das sein Team ihn fand, zu viel Zeit war schon vergangen und er wusste aus seiner Zeit als Pavee das sie keinen langen Prozess machten.
Als sich die Tür tatsächlich kurze Zeit später erneut öffnete, war es nicht sein Vater der herein trat, sondern ein, mit Muskelnbepackter Mann, den Tommy bis her noch nicht gesehen hatte. In der Hand hielt er eine neu aussehende Spiegelreflexkamera und auf dem Gesicht ein hämisches Grinsen.
,,Na, gut geschlafen?", fragte er spöttisch, während er sich umdrehte und die Tür hinter sich schloss.
Tommy, immernoch gegen die Wand gelent, spuckte seinem Gegner vor die Füße und knurrte ein: ,,Geht dich nichts an, Fettsack" zwischen seinen zusammen gepressten Lippen hervor.
Der ,,Fettsack" reagierte, anders als erwartet, nicht aggressiv, er schien es eher zu genießen die Macht über Angst und Schmerz zu besitzen- und sie zu zeigen wann er es wollte.
Langsam kam er näher an Tommy heran, packte ihn schließlich an der Schulter und zog ihn, ohne sein gequältes Keuchen zu beachten, auf seine Füße. Zitternt stand Tommy da und musste sich wiederwillig an seinem Peiniger festhalten um nicht umzukippe, so zog ihn der Fleischberg aus dem Raum.
Seinem Peiniger störte es nicht das Tommy neben ihm immer wieder weg sackte und bei jedem Schritt etwas blasser wurde, er zog ihn gnadenlos den engen, dunklen Gang hinab, bis sie erneut vor einer kleinen schwarzen Tür standen, die alles andere als einladend aussah.
Während sein Entführer die Tür auf schloss stellte sich Tommy unwillkürlich die Frage, wer zum Teufel so ein Haus baute und ihn ihm wohnte. Vermutlich war es deshalbt leerstehen, weil sich die einzigen Bewohner vor Depressionen selbst in den Tot getrieben hatten. Auch von seinem Vater oder anderen war kein Ton zu hören. Eine drückende Stille lag in diesem Haus, eine Stille die vor Trauer, Schmerz und Vergessenheit zu schreien schien.
Endlich hatte es der Fleischberg geschafft mit seinen groben Fingern den Schlüssel in das feine Schlüsselloch zu stecken und die Tür schwang, mit einem knarzen das aus einem Horrorfilm hätte kommen können, auf. Dahinter lag ein Raum, den Tommy wohl bis an sein Lebensende nie vergessen würde. Eingerichtet war er mit einem einzelnen Stuhl, daneben ein Tisch auf dem diverse Folterinstrumente lagen und eine Kette, die an der Decke befestigt war und fast bis auf dem Boden hing.
Die Erkenntnis über das kommende traf Tommy wie ein Schlag ins Gesicht. Die Stille schien in diesem Raum ihren Höhepunkt zu haben, es war fast unmöglich die stickige Luft einzuatmen und mit dem entscheidenden Schritt über die Türschwelle verlies Tommy sein bisheriges Leben. Die Tür schloss sich wie die letzte Seite eines Buches. Endgültig.

***


Während sich eine Tür hinter Tommy schloss, öffnete sich vor Eva und Louis eine andere. Eine junge Frau stand im Türrahmen und blickte sie freundlich an. Die schwarzen Haare hatte sie sich zu einem kurzen Pferdeschwanz  zusammen gebunden und auf ihrem molligen Gesicht lag ein warmes Lächeln, mit dem sie die beiden Kommissare in den Eingangsbereich bittete.
,,Was kann ich für Sie tuen?", fragte sie, ohne auch nur eine Sekunde lang die Dienstausweise oder die Waffen an den Gürteln ihrer uneingeladeten Besucher zu bachten.
,,Louis Daniel, meine Kollegin Eva Vittoria, wir sind vom ICC", stellte der Chef des Teams sich und seine Begleitung vor.
Zum ersten Mal huschte so etwas wie Überraschung über das Gesicht der Gastgeberin ,,ICC? Wie kann ich helfen?"
Nun ergriff Eva das Wort: ,,Ja, wir hätten ein paar Fragen an einen Stefan Giesinger. Unseren Angaben zur Folge wohnt er hier..?"
,,Das Stimmt.", die Frau hatte ihre Fassung schnell wieder zurück gewonne und reichte den beiden nun die Hand, ,,Melanie Kolpe, ich bin die Pflegerin von Herrn Giesinger. Ihm geht es zur Zeit leider nicht so gut, aber vielleicht kann ich ihnen ja auch weiter helfen?"
Die beiden Kommissare sprachen sich kurz über nicken ab und Louis übernahm die Gesprächsführung: ,,Herr Giesinger nimmt ein recht ungewöhnliches Medikament habe ich recht?"
,,Nun ja, ungewöhlich ist es nicht gerade, jeder reagiert darauf anders... Bei diesem Patienten sind die Nebenwirkungen extrem gering, die schmerzlinderung jedoch sehr groß... für ihn ist es eine gute Möglichkeit sein Lebensende noch halbwegs genießen zu können. Aber ich wüsste nicht was das ICC damit zu tun hat?"
,,Es steht im Zusammenhang mit der Entführung eines Kollegens von uns. Er wurde damit betäubt- keiner Apotheke oder Krankenhaus wurde es in letzte Zeit entnommen... Wir wollten uns erkundigen ob bei ihnen in letzter Zeit eingebrochen wurde oder ob es sonst auf irgendeinen Weg an dritte weitergegeben wurde?"
Melanie Kolpes Gesicht hatte sich wärend Louis Sätzen angespannt, das Lächeln wirkte nun eher verkrampt und sie musste ihre Arme verschränken um das Zittern ihrer Hände zu verbergen.
,,Ich denke das wäre mir aufgefallen."
,,Ist mit ihnen alles in Ordnung?", erkundigte sich Eva forsch, ihr war die Veränderung von Melanie Kolpe nicht entgangen.
,,Ja.. ich.. ich habe nur vergessen Herrn Giesinger den Tee hoch zu bringen... der wird jetzt kalt sein, dass mag er gar nicht", antwortete sie gezwungen freundlich und hatte es auf einmal sehr eilig die Polizisten aus dem Haus zu zwängen. Als Eva sich noch einmal umdrehte um eine Frage zu stellen, fiel die Tür direkt vor ihr krachend ins Schloss.
,,Was hälst du davon?", fragte sie Louis, ,,Die kann ja noch schlechte schauspielern als Sebastian!"
,,Da stimmt was nicht. Apropos Sebastian, der kann sie gleich mal überprüfen. Zusammen mit diesem Stefan Giesinger.  Und ich will einen Untersuchungsbeschluss für ihr Haus. Wenn sie irgendwas mit Tommys Verschwinden zu tun hat, dann wir sie das bitter bereuen, das schwöre ich bei Gott"
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast