Hi, ich bin Charlie!

von Mias-FFs
GeschichteRomanze / P12
13.09.2014
13.09.2014
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Hey Leute!

Das hier wird mal mein erster Versuch einen OneShot zur Serie Two and a Half Men zu schreiben. Aber es kann sein, dass ich den guten Humor der Serie (solange Charlie dabei war) nicht treffen werde.

Disclaimer: Die Charaktere gehören nicht mir sondern Chuck Lorre und Warner Brothers.



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Hi, ich bin Charlie!



Charlie Harper betrat (wie fast jeden Abend) seine Stammkneipe in Malibu. Der erste Gedanke, den er hatte, als er sich an den Tresen setzte und einen Tequila bestellte, war, dass es ziemlich leer für einen Freitag-Abend in L.A. war. War es überhaupt Freitag?, fragte sich Charlie. Alan und Jake waren am Nachmittag gekommen, also hatte Charlie sich einfach gesagt es sei Freitag. Aber es könnte genauso gut Samstag sein. Oder Sonntag – das würde wohl auch die wenigen Gäste erklären, die an einzelnen Tischen herumlungerten.

Ja, Charlie gab es selber zu. Er hatte es in letzter Zeit übertrieben. Klar, er vergaß hin und wieder mal, welcher Tag gerade war. Doch an diesem Abend wusste Charlie kaum noch etwas. Er war sich nicht einmal sicher, ob Monate, Wochen oder Tage vergangen waren, seit er das letzte Mal nüchtern war.

Am Morgen war er extrem verkatert aufgewacht, da sein Handy unaufhörlich geklingelt hatte. Einen Jingle sollte er schreiben, für Milchprodukte von irgendeiner Firma, die eh kein Schwein kannte. Nachmittags hatte er sich dann an den Flügel gesetzt, doch einerseits schmerzte ihm jeder Ton in den Ohren und außerdem handelte sein Jingle am Ende eher über Alkohol, als über Milch. Charlie war schon immer gut darin gewesen seine Gefühle oder seinen Zustand in seine Songs einzubauen. Das war nicht immer hilfreich bei seiner Arbeit.

So hatte sich Charlie kurzerhand entschlossen einfach mit dem Auto loszufahren. Dabei hatte er auch schon ein paar Erinnerungen wiedererlangt. Er war in Vegas gewesen und hatte dort insgesamt 2 Millionen Dollar gewonnen. Das ließ ihn darauf schließen, dass er wohl ziemlich lange dort gewesen sein musste. Außerdem hatte er einen Streit mit Alan gehabt, deshalb war er wohl nach Vegas gefahren. Doch dieser Streit schien sich gelegt zu haben.

Charlie sah sich noch einmal in der Bar um. Wer weiß, vielleicht fand er ja doch eine Frau, die er verführen konnte. Und ja, an einem Tisch saß eine Frau mit braunen Haaren und sah depremiert in das Weinglas, das sie in der Hand hielt. Sie hatte eine anziehende Wirkung auf Charlie, der das für ein Zeichen hielt, weshalb er aufstand und zu ihr ging.

Schweigend setzte er sich neben sie, woraufhin sie ihn wütend ansah.

„Hi!“, sagte er und lächelte.

Die Frau sah wieder in ihr Weinglas. „Hallo“, war ihre abschätzende Antwort.

Charlie wusste, er würde es nicht leicht haben mit dieser Frau. „Ich hab ein Haus am Strand.“, versuchte er es mit seinem Standartspruch.

„Wollen sie`s verkaufen?“, fragte die Frau und sah im jetzt direkt in die Augen. Charlie wurde plötzlich warm. Ihr Blick war kämpferisch, das mochte er.

Er lachte. „Keinesfalls!“

„Dann wüsste ich nicht,“, sagte sie und sah wieder weg. „weshalb mich das interessieren sollte.“

Charlie mochte diese Frau. „Sie hassen mich, was?“, fragte er breit grinsend.

„Nein“, gab sie zurück. „Aber es ist Samstagabend und ich und mein Mann sind frisch geschieden. Ich kann solche Männer wie sie heute wirklich nicht gebrauchen.“

„Männer wie mich?“, stellte Charlie sich dumm. Klar wusste er, was sie meinte. Aber er hatte Gesprächsstoff gefunden, das musste er ausnutzen.

„Sie wissen, was ich meine. Das sehe ich ihnen an.“

„Und was, wenn ich sie garnicht anmachen will?“, fragte er nun etwas gereizter. Wie konnte eine Frau nur so hartnäckig sein?

Die Frau sah Charlie nun wieder in die Augen und er übersah nicht, dass einen Moment lang soetwas wie Interesse in ihrem Blick zu erkennen war. „Ich heiße Chelsea“, ihre Stimme blieb abschätzend.

Chelsea, dachte Charlie, ein schöner Name. „Hören sie…Chelsea.“, fing er an. „UIch will ehrlich zu ihnen sein. Ich bin heute Morgen aufgewacht und wusste nicht, was in den letzten Wochen passiert ist. Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich in Vegas 2 Millionen Dollar gewonnen haben. Ich bin nicht hierher gekommen, um nach Bettgeschichten ausschau zu halten, sondern um…um…um…“ Ihm fiel nicht ein, weshalb er hergekommen war.

Chelsea zog eine Augenbraue hoch. „Ja?“

„Ich wollte keinen Sex“, sagte Charlie nur bestimmened.

„Aha“, erwiderte Chelsea nur und nahm endlich einen Schluck von ihrem Wein.

„Und dann sah ich sie… Sie hatten eine Wirkung auf mich.“ Charlie kam sich dumm vor. Warum saß er hier? Er konnte ganz einfach nach Hause gehen. Auch da hatte er Scotch. Also, warum vergeudete er hier seine Zeit mit einer Frau, die eh nichts von ihm wollte? Im Inneren wusste er die Antwort, aber er wollte sie sich nicht eingestehen. Das war klar, er war Charlie Harper.

„Was für eine Wirkung?“, fragte Chelsea skeptisch.

Charlie überlegte kurz. „Jedenfalls keine Ich-will-mit-dir-ins-Bett-Wirkung.“, versicherte er dann.

„Und das soll ich ihnen jetzt glauben?“

„Ich denke schon“, entgegnete Charlie.

„Na gut“, gab Chelsea nach einer Weile des schwigens nach. „ich werde mich mit ihnen unterhalten…ABER MEHR NICHT12

Charlie grinste plötzlich verschmitzt. „Ich durchschaue sie doch!“, sagte er. „Sie sind frisch getrennt. Single. Das Einzige, was sie gerade wollen ist mich. Jemanden, der für sie da ist, der ihnen Halt gibt. Auch wenn nur für eine Nacht. Sie wollen mich.“

Nach diesen Worten atmete Chelsea hörbar ein und aus. Dann schwieg sie, was Charlie Sorgen machte. Zum ersten Mal seit langem dachte er darüber nach, ob er vielleicht etwas Falsches gesagt hatte. Doch dann antwortete sie endlich. „Ja. Ja, das kann sein. Aber, wenn ich mit ihnen in ihr Haus gehe, sie mir Wein einschenken und sich mit mir auf die Terrasse mit Meerblick stellen, werde ich mich in sie verlieben und am nächsten Morgen werden Sie mir Taxigeld in die Hand drücken und ich werde sie nie wiedersehen. So wird es sein, deshalb kann ich nicht zu Ihnen gehen.“ Dann fing sie plötzlich an zu weinen.

„Schsch“, sagte Charlie vorsichtig. Er war perplex. „Es wird alles gut“ – das sagte er immer, wenn eine Frau anfing zu weinen.

Chelsea holte ein Taschentuch aus ihrer Tasche und putzte sich die Nase. „Ich weiß ja nichtmal, wie sie heißen.“

„Charles Francis Harper. Charlie genannt.“, antwortete er. Charlie hätte sich schlagen können. Was brachte ihn dazu der Frau so viel anzuvertrauen? Woher kam das plötzliche kribbeln in seinem Bauch?

Chelsea sah ihm jetzt direkt in die Augen. „Charlie, du machst mich verrückt.“

„Das ist bei mir so üblich“, erwiderte er und lächelte sein Verführer-Lächeln. Nur eine Nacht, nur eine Nacht, nur eine Nacht, nur eine Nacht…, dachte er immer wieder.

Chelsea seufzte und trank noch einen Schluck Wein. Man, sieht die Frau gut aus!, dachte Charlie. Und dann: Nur eine Nacht!

„Kommst du nun zu mir?“, versuchte Charlie auf das vorherige Thema zurück zu kommen.

„Ich weiß nicht…“

„Komm schon!“, flehte Charlie.

„Hm“, war Chelseas Antwort. Sie sah eine Weile wieder stumm in ihr Weinglas. Dann sah sie ihm nocheinmal an und stand dann auf.

„Wo gehst du hin?“ Er wollte nicht, dass sie ging. In Chelseas Gesellschaft fühlte er sich wohl und geborgen.

„Du solltest nichtmehr so viel trinken“, erwiderte sie nur.

Nach einer Weile überlegen verstand Charlie, legte Geld für Wein und Tequila auf den Tisch und führte Chelsea zu seinem Auto.



Ein paar Stunden später standen beide etwas angetrunken auf Charlies Terrasse und sahen mit einem Drink in der Hand auf das Meer hinaus. „Ich hab dich schneller überredet, als ich dachte“, durchbrach Charlie die Stille.

Chelsea lachte. Er mochte ihr lachen. An diesem Abend hatte sie schon oft gelacht. Fast immer, wenn Charlie einen Witz gemacht hatte. Selbst, als er Alan, wie immer, als den Schnorrer vorstellte musste sie lachen.

Charlie stimmte in ihr Lachen ein.

„Weißt du was, Charlie?“, fragte sie dann ohne eine Antwort zu erwarten. „Ich weiß jetzt, dass in dir eine weiche Seite steckt. Deshalb habe ich die Hoffnung, dass aus uns mehr werden könnte.“

Charlie verzog gequält das Gesicht. „Dann musst du wohl mit Alan schlafen. Er ist meine weiche Seite. Manchmal denke ich sogar er ist so weich, dass ich ihn als Kopfkissen benutzen kann.“

„Mit Alan?“, fragte Chelsea entgeistert. „Er ist zwar ganz nett, aber…“

„Aber was? Sprich`s ruhig aus. Es ist jedes Mal eine Freude.“ Charlie grinste fies.

„Er ist nicht der Schönste“, beendete Chelsea ihre Aussage.

„Genau das wollte ich hören!“

Beide lachten. Der Klang ihrer Stimmen schallte durch das ganze Haus und machte Alan wie so oft eifersüchtig.

Dann sahen sich Charlie und Chelsea in die Augen, bis Charlie sie schließlich küsste. Ihre Lippen waren weich und zart, ihr Körper zerbrechlich unter seinen Händen.

„Belohnst du mich jetzt endlich?“, fragte Charlie.

Chelsea lächelte. „Wenn du es unbedingt willst.



QAm nächsten Morgen wachte Charlie auf. Seine Erinnerung war komplett da, kein Detail fehlte. Und er war sich sicher. Er war sich sicher, dass er eine feste Beziehung eingehen konnte. Zwar war Chelsea der komplette Gegensatz zu ihm, aber wie hieß der Spruch nochmal, an den Charlie immer dachte, wenn Alan eine neue Frau kennenlernte? Gegensätze ziehen sich an.

Und während sein Bruder schmollend am Küchentisch saß – er hatte natürlich auch jedes Detail der letzten Nacht mitbekommen – goss sich Charlie pfeifend eine Tasse Kaffee ein.



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Okay, im nachhinein muss ich sagen, dass dieser OneShot sich doch ein wenig von der Serie unterscheidet.

Aber, wie gesagt: Es ist meine erste Taahm-Fanfiktion-

Trotzdem hoffe ich, sie hat euch gefallen! :-D



LG

Mia
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