Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Nemesis

von Jo de Bry
GeschichteFreundschaft, Sci-Fi / P16 / Gen
Dr. Hermann Gottlieb Dr. Newton "Newt" Geiszler OC (Own Character) Tendo Choi
12.09.2014
23.03.2015
7
15.268
1
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
12.09.2014 866
 
WICHTIG!!
PACIFIC RIM gehört NICHT mir! Alle Rechte daran gehören Warner Bros. und Legendary Pictures!
Lediglich vorkommende OCs sind mein Geistiges Eigentum, von anderen Namentlichen genannten Charakteren ausgenommen. (Mako Mori, Raleigh Becket, Dr. Newton Geiszler, Dr. Hermann Gottlieb, Tendo Choi)
Ich verdiene hiermit auch kein Geld.
Und nun wünsche ich viel Spaß beim lesen.
---------------------------------------------------

Dunkelheit umfing ihn.
Wie ein bleischweres Tuch hing es über seinem Geist und erschwerte ihn das denken. Sein Verstand war wie gelähmt. Nicht fähig auch nur einen kleinen Gedanken klar zu erfassen, konnte er nur das Wesen anstarren welches sich vor ihm bedrohlich aufbaute. Groß und Massiv wie ein Häuserblock stand es regungslos vor ihm. Die dunklen Augen wachsam und einschüchternd auf den kleinen unbedeutenden Menschen gerichtet, der zu einer Salzsäule erstarrt vor ihm stand. Die harten kräftigen Klauen brutal in den Boden gerammt, ließ es einen markerschütternden Schrei verlauten.
Der Boden unter seinen Füßen vibrierte und bebte, Risse taten sich auf, teilten die Erde entzwei.
Dann beugte sich das Wesen zu ihm hinab, als wolle es zu ihm sprechen, doch kein Wort drang aus seinem verzerrten Maul. Es starrte nur … und wartete.

In den Moment piepten aufgeregt ein paar Apparaturen. Schrille Geräusche durchschnitten den Raum, in dem die Maschine aufgebaut war.
Aufgeregt tippte, der um Jahre gealterte Cheftechniker Tendo Choi, auf seine Tastatur ein und versuchte den Computer mit Befehlen zu beruhigen. Doch es brachte alles nichts. Umso wilder, schriller und lauter die Apparatur  auf sich aufmerksam machte, umso hektischer wurden die Personen in dem TEC-Labor.
Logan Kane, der sich bereit erklärte bei einem Experiment unter der Aufsicht der beiden Doktoren Newton Geiszler und Hermann Gottlieb vor zu nehmen, war an eine Maschine angeschlossen die den Drift simulierte. Das Experiment hatten die beiden etwas eigensinnigen Männer selbst schon vor Jahren durchgeführt und die Technik versucht zu perfektionieren.
Nun hatte sich der junge Kanadier dazu bereit erklärt, den beiden Doktoren eine Hilfe zu sein. Er selbst war nur ein einfacher Ingenieur, doch vertraut genug mit der Technologie, dass er den Schritt wagte den Drift mit den konservierten Überresten des Kaijū-Hirns einzugehen.
Leider war er sich der nun folgenden Konsequenzen, trotz aller Warnungen, zu spät bewusst. Fieberhaft sprang nun auch der tätowierte Dr. Newton herum, aufgeregt über die Ergebnisse die ein Bildschirm aufzeigte.
»Das ist ja unglaublich, es ist als würde das Hirn mit ihm kommunizieren. Es ist ganz anders, als der Drift den wir vollzogen haben. Siehst du das Hermann?«, fragte er seinen Kollegen sichtlich nervös.
Dieser war jedoch drauf und dran, denn Notschalter zu betätigen, denn dem jungen Kanadier floss bereits ein feiner Rinnsal an Blut aus den Ohren. Die Maschine mit der er verbunden war, schickte die Daten direkt über zwei kleine Aufsätze, über seine Schläfe in die entsprechenden Hirnregionen.
»Er schafft es nicht alleine die Information zu verarbeiten, die Belastung ist zu hoch. Es war zu früh«, mahnte Hermann aufgewühlt. »Wir hatten es damals zu zweit gerade so geschafft, es ist Utopie, dass ein einzelner Mensch es ohne Schäden übersteht. Wir sollten den Versuch abbrechen!«, beschwor ihn sein Kollege.
Tendo Choi sah abwechselnd Newton und Hermann an, dann wanderte sein Blick zurück an den Monitor, der die Physische Verfassung Logans zeigte.
»Es sieht nicht gut aus, wir sollten wirklich abbrechen«, stimmte er Hermann zu. »Was wir hier machen ist ohnehin nicht ganz legal. Das Jeagerprogramm wurde stillgelegt. Wir sollten es dabei belassen.«
Enttäuscht darüber, dass sie keinerlei Fortschiritte gemacht hatten, ballte Newton die Fäuste und knirschte verärgert mit den Zähnen. Er hatte nicht all die letzten Jahre geopfert um es anschließend als „Fehlschlag“ zu verzeichnen. Seit mehr als dreißig Jahren arbeitete er an der Verbesserung der Technologie, studierte bis zur Erschöpfung die Kaijūs, anhand der Überreste die sie konserviert hatten. So kurz vor des Rätzels Lösung wollte er nicht aufgeben.
»Newt, wir müssen abbrechen, sein Zustand verschlechtert sich«, beschwor ihn nun auch Tendo mit Nachdruck in der Stimme.
Nun floss auch Blut aus der Nase des Ingenieures, dessen Augenlider aufgeregt flatterten, als würde er schlecht träumen.
»Die Neuralebelastung ist am Maximum. Es ist ein F- …«
Doch Newton unterbrach ihn barsch und fuhr sich mit der Hand über das vom Alter gezeichnete Gesicht.
»Schaltet die Maschine ab«, sagte er zwar, aber von Einsicht war noch immer keine Spur.
Der Aufforderung sofort nachkommend, gab Tendo den Befehl zum Abbruch ein, doch zu spät. Die Maschine die die Hinströme maß, schlug mit einem Male aus und zeigte wirr irgendwelche Messungen.

Es war als würde sein Hirn gekocht werden, der Schmerz wurde schier unerträglich. Er spürte regelrecht wie seine Hirnwindungen anschwollen, es war als fühlte er jede einzelne Synapse.
Aber es hörte einfach nicht auf, dieses Kaijū drang viel zu tief in seinen Kopf ein, mit viel zu viel Brutalität. Es zermarterte ihn sein Hirn, zerfraß Buchstäblich seine Gedanken und löste sie im Nichts auf. Bis es nur noch ein Gemisch aus schrillen Pfeifen und tiefen Brummen war, unbeschreiblich schmerzhaft und … aufdringlich.
Dann blitzte mit einem male eine ihn unbekannte Umgebung auf, geprägt von scharfkantigen dunklen Klippen, über denen wild blaue Blitze zuckten.
In dem Augenblick in dem ein heller gleißender Blitz aufflammte, zog auch ein Blitz durch seinen Kopf. Gleißend hell und heiß, … dann wurde es dunkel …
Und still.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast