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Flüchtling

GeschichteAllgemein / P18 Slash
11.09.2014
10.01.2015
3
4.568
 
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13 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
10.01.2015 1.193
 
Hallo meine liebe PANDA-FREAK :)
Das neue Kapitel der FF die ich hauptsächlich für dich schreibe, ist da :D

Aber leider muss ich dir sagen, dass auch nur noch zwei Kapitel folgen werden, dann ist die FF zu Ende O.o   Doch dafür mache ich das spätestens im nächsten Kapi wieder gut :) (Hoffe ich XD)

Ich wünsche all meinen Lesern ganz viel Spaß mit dem neuen Kapitel und freue mich wie immer total über Feedback :)
Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht ;)


3. Theorien

,,Wo willst du hin? Draußen ist es nicht sicher.``, wurde ich argwöhnisch gefragt und misstrauisch von Noiz gemustert, als er mir dabei zusah, wie ich mir Jacke und Schuhe anzog.

,,Noiz. Ich gehe nur einkaufen.``, meinte ich seufzend.
Was erwartet er? Dass wir jetzt nie wieder raus gehen und in diesen vier Wänden versauern?

,,Wozu?``
,,Hast du mal in den Kühlschrank gesehen? Vielleicht weil ich Hunger habe?``, meinte ich sarkastisch, griff nach dem Schlüssel von der Kommode, doch er hielt mich am Handgelenk fest, nicht gewillt, einfach so zu gehen.
,,Wir können uns etwas liefern lassen.``
Ein leichter Anflug von Panik schwang seiner Stimme mit.
,,Das ist doch keine Lösung auf Dauer.``
Er biss sich unsicher auf die Unterlippe, kaute auf dieser herum und warf mir schließlich einen überforderten Blick aus seinen grünen Augen zu.
,,Aber was, wenn sie uns entdecken?``
,,Wieso "uns"? DU bleibst ja auch hier.``, ordnete ich an.

,,Ich will aber nicht alleine hier bleiben!``, brauste der Jüngere auch sogleich auf und er kam mir mal wieder vor wie ein kleines Kind.
Das war ja fast schon niedlich.

,,Kannst du dich mal bitte entscheiden?``, fragte ich dennoch genervt und verdrehte die Augen.
Meine Güte, diese Bohnenstange raubt mir noch den letzten Nerv!
Kurz schien er nachzudenken, legte die Stirn in Falten.
,,Ich bleibe hier.``, entschied er sich dann aber letztlich.

Ein Seufzen entkam meiner Kehle und in einer fahrigen Geste strich ich mir durch die Haare.
,,Möchtest du etwas bestimmtes Essen?``
Er legte den Kopf schief.
,,Sushi!``
,,Sushi?``
,,Ja, Sushi.``
,,Gut okay. Dann bis später.``, meinte ich noch, löste mein Handgelenk aus seiner Umklammerung, zog die Tür auf und trat nach draußen.

Wie schon erwähnt können wir eh nicht für immer in der Wohnung bleiben. Zudem weiß doch niemand, dass er bei mir ist. Die Leute die ihn womöglich immer noch suchen, haben doch von mir keine Ahnung, selbst wenn sie mich sehen sollte. Seine Sorge ist lächerlich.
Außer Aoba weiß niemand, dass der Flüchtling bei mir ist.

Mittlerweile habe ich mich zwar an seine Art gewöhnt, doch seltsam ist er nach wie vor noch.


~+~+~+~+~+~+~


Nachdenklich musterte der Kurzhaarige den Sushi vor sich, doch fasste ihn nicht an.

,,Er ist nicht vergiftet, falls du das denkst.``
,,Das habe ich auch nicht gedacht. Ich hätte nur nicht gedacht, dass du mir wirklich Sushi mitbringst. Und dann auch noch so teuren.``
Doch ich zuckte nur mit den Achseln. Mir war halt einfach danach, ich wollte ihm ein Lächeln entlocken. Warum auch immer. Doch bis jetzt scheiterte mein Plan kläglich.

Vorsichtig öffnete er schließlich die Verpackung, nahm seine Stäbchen zur Hand und machte sich über sein Essen her, nuschelte ein undeutliches "Danke".

Nachdem er mittlerweile schon drei Wochen bei mir ist, ist seine Anwesenheit für mich mittlerweile zur Normalität geworden. Sie stört mich auch nicht mehr. Doch wie lange soll das noch so weitergehen? Er kann ja schlecht ewig hierbleiben. Obwohl, könnte er eigentlich schon. Irgendwo ist er ja auch ganz niedlich, dass musste ich doch zugeben. Und er ist sogar unerwartet umgänglich, hilft im Haushalt und stellt keinen Mist an.
Bleibt aber immer noch die Frage, wie wir die Sache mit seinen fehlenden Gefühlen regeln.

,,Dir ist aber keiner gefolgt, oder?``, riss er mich plötzlich mit einer Frage aus den Gedanken und ich warf ihm vielsagende Blicke zu.
,,Hörst du jetzt mal bitte mit deinen Paranoias auf?``
Er sah mir meine Genervtheit scheinbar an und verfiel in Schweigen.
Erst nach einer ganzen Weile, meldete er sich wieder zu Wort.

,,Entschuldige.``
Kopfschüttelnd erhob ich mich und wuschelte ihm durch die Haare, ehe ich mich selbst ins Wohnzimmer begab, den Kleineren in der Küche alleine ließ.

Hach, ich sollte meinen freien Tag besser nutzen und mich noch mal richtig entspannen, muss ich doch morgen wieder arbeiten gehen.
Unmotiviert schmiss ich mich auf die Couch und griff nach meinem Handy.
Eigentlich wollte ich heute Abend ja noch mal bei Aoba vorbeischauen, doch irgendwie hatte ich das Gefühl, Noiz wollte nicht schon wieder alleine bleiben.
Also schrieb ich meinem besten Freund eine SMS und sagte schweren Herzens unser heutiges Treffen ab.

Gefühle, hm?
Meine Umarmung hat er ja gefühlt, wenn auch nur sehr schwach.
Vielleicht, wenn ich intensivere Reize auf ihn ausübe?
Ich meine......oookaaaay........wieso driften meine Gedanken gerade in eine nicht ganz jugendfreie Richtung ab? Was denn mit mir kaputt?
Naya, vermutlich liegt es einfach daran, dass ich schon seit einer Weile keinen Sex mehr hatte und ich bin ein Mann. Und ein Mann hat nun mal natürliche Bedürfnisse.
Argwöhnisch zog ich die Stirn kraus.
Irgendwie ist es dennoch keine Entschuldigung dafür, dass ich mir diese Art der Beschäftigung ausgerechnet mit meinem Mitbewohner vorstelle.

,,Worüber denkst du nach?``, holte man mich heute bereits das zweite mal aus den Gedanken und der Andere setzte sich neben mir auf die Couch.
,,Das willst du gar nicht wissen.``
,,Doch. Sonst würde ich ja nicht fragen.``
,,Über dich.``, gestand ich also, doch er verstand das komplett falsch.
,,Doch nicht etwa darüber, wie du mich am besten wieder los wirst? Willst du mich an die Bullen ausliefern?!``
Sofort nahm sein gesamter Körper eine angespannte Haltung an, doch ich sah ihn nur an, als hätte er nicht mehr alle Latten am Zaun.
Ganz ehrlich, wenn ich das wirklich vor hätte, würde ich es ihm wohl kaum sagen und ihm somit die Möglichkeit geben, abzuhauen.

,,Nein, du Blödmann.``
Sanft legte ich ihm eine Hand an die Wange, seine grünen Augen fixierten mich bissig, doch dann löste sich seine Abwehrhaltung. Er vertraut mir.
,,Ich habe darüber nachgedacht, in wie weit du es wohl fühlen würdest, wenn wir.....nun....eben intimer miteinander werden würden.``
,,Du meinst Sex.``, posaunte er ganz unverklemmt herum, nicht den kleinsten Anzeichen von Scham verspürend.
,,Ähm......genau.``
Manchmal ist der Typ schon komisch.
,,Probieren wir es doch einfach aus.``, schlug er vor und mir fielen vor Schock fast die Augen raus.

Was?

Was?!

WAS?!

Hat er mir jetzt allen ernstes gerade ganz offen vorgeschlagen, ihn flach zu legen?!
Hat der sie noch alle?!
Kein Wunder, dass er in der Klapse saß!

Wobei, der Gedanke war äußerst verlockend, dass musste ich zugeben.

Und ein Blick in seine überzeugten Augen genügte mir, zeigte nicht die kleinsten Anzeichen von Zweifel.

Aber vielleicht kann man ihm damit ja doch zum Fühlen anregen und genau das ist es doch auch, was er sich so sehr wünscht, nicht wahr?

Einen Versuch war es doch alle mal wert, oder?



To be continune
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