Flüchtling

GeschichteAllgemein / P18 Slash
11.09.2014
10.01.2015
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Dieses Kapitel
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11.09.2014 1.348
 
Hey ho und herzlich willkommen, zu meiner ersten Dmmd-Story ;)

Zwar wollte ich schon seit Ewigkeiten mal eine FF zu diesem Fandom schreiben, aber hätte ich meine liebe PANDA-HERO nicht, hätte ich es wohl bis heute dennoch nicht getan :D
Aus diesem Grund, widme ich diese FF auch ihr ;)

Hach, die Charas kommen bestimmt total OOC rüber, aber ich hatte auch noch nie bei jemandem so große Probleme, mich hineinzuversetzen, wie bei den Dmmd-Charas O.o
Naya, aber ich denke, bei dem Inhalt dieser Story, ist das sowieso bis zu einem gewissen Grad unvermeidlich ;D

Naya, jedenfalls hoffe ich einfach mal, ihr könnt mir das verzeihen und ich mache das durch meinen Schreibstil irgendwie wieder wett ;)

Ich freue mich von Herzen über Reviews und wünsche jedem der sich hier her verirrt, auch ganz, ganz viel Spaß beim Lesen :D

Herzallerliebste Grüße~



1. Prolog

POV: Noiz

Wütend trat ich gegen das Gestell des sterilen Bettes, ließ es bedeutungslose Millimeter über den Boden schlittern. Für gewöhnlich müsste ich jetzt einen dumpfen Schmerz in meinem Bein wahrnehmen, doch nichts dergleichen geschah. Wie immer....

Warum halten die mich hier fest?!

Elende Wichser!

Denen zeige ich gleich "schwer erziehbar"!

Laut denen bin ich psychisch labil, ein krankhaftes Fehlen schmerzhafter Impulse, würde meine allgemeine Verfassung, mein Verhalten meiner Umwelt gegenüber, stark negativ beeinflussen.
Pah! Sollen die gefälligst damit aufhören, um den heißen Brei zu reden und mir kurz und knapp sagen, dass die der Meinung sind, ich hätte schlicht und ergreifend nicht mehr alle Latten am Zaun!

Deswegen sperren die mich auch in den ihrer Meinung nach passenden Ort für solcherlei Probleme ein....in eine psychiatrische Besserungsanstalt!
Selbstverständlich gegen meinen Willen, aber kümmert dass den jemanden?!
Wenn interessiert es schon, was ein "Gestörter" will und was nicht?!


Seufzend fuhr ich mir durch die kurzen, hellorangenen Haare, drehte mich einmal um meine eigene Achse und fixierte das vergitterte Fenster meines "Zimmers".

Wie im Knast!, schoß es mir durch den Kopf und ich drehte den Kopf eilig wieder weg. Dieser Anblick frustrierte mich nur unnötig, drückte unangenehm auf`s Gemüt, vermittelte einem den Eindruck, der Einsamkeit, der unumgänglichen Isolation.

Aber in diesem Raum gab es beim besten Willen nichts gescheiteres, dass es wert wäre, seine Aufmerksamkeit darauf zu lenken.
Es war alles weiß, kalt und erdrückend leer.
Man fühlte sich klein und nutzlos in so einem Raum, die Wände machten einen schier wahnsinnig.
Ein wenig Farbe würde doch nicht schaden!

Ein Gedanke manifestierte sich in meinem Kopf, gewann zunehmend an Verlockung und Überzeugung!......Ich muss hier weg! Und zwar schleunigst! Punkt!

Fragt sich jetzt nur, wie ich das denn am besten anstelle, denn die klassische Flucht durch das Fenster, blieb ja durch diese dämlichen Eisenstäbe nicht mehr, schränkte meinen Ideenreichtum bereits jetzt erheblich ein, kaum dass mein Vorhaben überhaupt erst eine richtig greifbare Form angenommen hat.

Das war doch zum verrückt werden!


~+~+~+~+~+~+~


Doch mir wurde bereits schneller eine Möglichkeit zur Flucht offenbart, als ich es selbst für möglich gehalten habe.

Bereits beim heutigen Abendessen, gab es irgendwo auf der Station scheinbar einen medizinischen Notfall, zur Spätschicht sind in der Regel lediglich drei Pfleger da, wie ich das in der Woche, die ich mich gezwungenermaßen bereits hier befand, feststellen konnte.

Dementsprechend eilten sie zu einem anderen Patienten, ließen uns allein und das war meine Chance, die es nun zu nutzen galt!


Nachdem ich mich noch einmal vergewissert hatte, dass sich wirklich keiner der Angestellten in sichtbarer Nähe befand, ließ ich mein Abendessen einfach achtlos stehen, eilte in die entgegengesetzte Richtung des Einrichtung in die die Pfleger eben gerannt sind und steuerte die Personaltoilette an.

Die Eingangstür ist ohnehin fest verschlossen, die Türen zum Aufbrechen bei weitem zu groß und zu schwer, dessen war ich mir bewusst, von daher, wäre dieses sinnlose Unterfangen lediglich vergeudete Zeit, die ich beim besten Willen nun mal zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht aufbringen kann.

Leider sind nun einmal auch die Fenster der Patiententoiletten vergittert und dementsprechend gab es nur noch eine Möglichkeit, nur eine Räumlichkeit, bei der ich wusste, dass an den Fenstern keine von der Außenwelt abschirmenden Eisenstäbe angebracht waren und das sind nun einmal die Personaltoiletten!

Scheinbar war das Glück diesmal sogar auf meiner Seite, das Schicksal mir wohl gesinnt, denn die Tür war sogar offen, einer hatte wohl vergessen, abzuschließen.

Hastig stürmte ich in den Nasszellenbereich, stürmte auf das Fenster zu.
Ich hatte nicht viel Zeit und sie würden mein Verschwinden schneller bemerken, als mir lieb ist, deswegen muss ich mich beeilen.

Wirsch wurde das Fenster geöffnet, mühselig kämpfte ich mich die Fließen lang, hielt mich am Fensterrahmen fest und zog mich hoch.

Und dann, konnte ich endlich einen Blick in meine persönliche Freiheit werfen, atmete tief, die frische Abendluft ein, ließ sie in meine Lungen strömen, ein kurzes Gefühl der Glückseligkeit überflutete mich, benebelte mir beinahe die Sinne.
Wenn man den ganzen Tag nur den widerlichen Gestank einer Klinik und des Desinfektionsmittels in der Nase hat, einen sonst nichts anderes umgibt, dann kommt einem die Außenluft fast wie Balsam für die Seele vor.

Wie gesagt, das Glück steht heute auf meiner Seite, denn auch obwohl das gesamte Gelände sicher umzäunt ist, gab es ein kleines Loch in eben diesem, unscheinbar, versteckt und nur für den "Außerwählten" ersichtlich. In diesem Falle mich!

Also sprang ich auf der anderen Seite wieder herunter, spürte ein Stauchen in den Beinen, nahm jedoch erneut keinen Schmerz wahr, hielt mich auch nicht lange an diesem Gefühl auf, hörte, wie in der Anstalt langsam Stimmen laut wurden.

Mist!

So schnell ich konnte, rannte ich schließlich auf den Zaun zu, fand das Loch, warf mich auf den Boden und zwängte mich mühselig durch den engen Spalt hindurch.

Endlich auf der anderen Seite ankommend, richtete ich mich mühselig wieder auf, hörte, wie die Pfleger auf den Hof gerannt kamen, meinen Namen riefen.
Mein Verschwinden ist bereits aufgefallen, vielleicht hat mich auch einer der anderen Patienten verpfiffen. Doch mir war es gleich, unter keinen Umständen der Welt, gehe ich erneut in dieses Höllenloch zurück, wo sie mich Tag ein, Tag aus, mit irgendwelchen Medikamenten zustopften, mich irrsinnigen Therapien unterzogen und mir jeglichen Kontakt zur Außenwelt verboten, ihn erbarmungslos unterbanden!
Ich bin doch nicht psychisch krank, so wie die das behaupten!

Ich floh, hetzte über die Straßen der Stadt, an der die Psychiatrie unmittelbar angrenzte, hatte kein bestimmtes Ziel, wollte nur weg.
Die Luft in den Lungen wurde langsam knapp, ich keuchte, Erschöpfung machte sich in mir breit......und plötzlich, rannte ich in irgendjemanden rein, spürte einen Widerstand, taumelte und stolperte perplex ein paar Schritte zurück.

Verwirrt ordnete ich meine Gedanken, fand mein Gleichgewicht wieder, versuchte wieder zu Atem zu kommen und richtete meinen Blick schließlich auf den Verursacher dieses Vorfalls.

Ein Mann, blau-schwarzhaarig, vermutlich ein wenig älter und kaum merklich größer als ich selbst.
Er trug einen seltsamen roten Kimono, seine Haare zu einem lockeren Pferdeschwanz gebunden, lässig über die linke Schulter geworfen, sein linkes Auge von einem faszinierenden Rotton, das rechte von den Haaren verdeckt, warum auch immer, eine feine Narbe über der Nase.
Alles in einem, sah der Typ zwar schon irgendwie merkwürdig aus, aber er war durchaus attraktiv, dass musste sogar ich mir eingestehen.

Er sah mich fragend an, legte leicht überfordert, zweifelnd die Stirn in Falten.

,,Wo kommst du denn her?``, fragte er schließlich, einen tiefen, nüchternen Klang in der Stimme.
,,Aus der Klapse.``, gab ich zurück, beantwortete ihm seine Frage.
,,Ah, so siehst du auch aus.``, kam es schließlich gehässig von ihm, ein wissender Blick schweifte über meinen Körper, meine typisch hellblauen Klamotten und mein sichtlich von meiner Flucht erschöpften Ausdruck.

Dennoch, fand ich diese Bemerkung gerade mehr als nur unnötig, ja fast schon angriffslustig.

Was fällt dem eigentlich ein?!

Das lasse ich bestimmt nicht auf mir sitzen!



To be continune



Hach, irgendwie bin ich mit diesem Kapitel einfach nicht zufrieden. Ich habe es schon drei mal überarbeitet, aber irgendwie ist es so "ereignisslos". Aber Noiz`Flucht legt nun mal den Grundstein für diese FF *am Hinterkopf kratz*. Naya was soll`s, das nächste wird dann (hoffentlich) besser. ;)
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