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MitmachgeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18
09.09.2014
04.01.2016
60
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Point of view: Takaya Jhonsonn

<< Es kennt der edle Mann nicht eine schönere Pflicht, als die zu helfen mit allem, was er hat und was er kann.>>

<< Samstag, 22. November 2014 (Noch zwei Tage bis zum  Winter Cup) >>

Ich verharrte nun schon zwei ganze Tage hier, hatte mich mehr oder weniger gelangweilt, weswegen ich nicht selten in das Familienleben der Kasamatsus eingebunden worden war – Mama Kasamatsu schien scheinbar einen sehr guten Riecher dafür zu haben, wenn jemand sich außerordentlich langweilte. Denn immer dann, wenn ich nichts mit mir anzufangen wusste, stand sie in meiner Zimmertür und lullte mich so zuckersüß ein, dass ich gar nicht anders konnte, als mit ihr nach unten zu gehen, mich zu ihr zu setzen, mit ihr und den anderen zu sprechen und mich am alltäglichen Leben dieser Familie zu beteiligen, als würde ich dazu gehören – und es fühlte sich nicht einmal falsch an. Ganz im Gegenteil. Egal, wie sehr ich wollte, dass es mir unangenehm war hier zu sitzen und so vertraut behandelt zu werden, es funktionierte einfach nicht.
Nun, so auch heute. Yukios Großeltern waren zu Besuch, was bedeutete, dass sich nun jeder, der hier in diesem Hause residierte, anwesend war, zusammen mit allen anderen im Wohnzimmer um einen kleinen Tisch am Boden saß um das Frühstück zu sich zu nehmen.
Ich – und es ärgerte mich maßlos – war die letzte im Bunde, kam die Treppe herunter getapst und fühlte mich wie ein verschrecktes Reh. Ich war kein schüchterner Mensch, nein, im Gegenteil. Eigentlich war ich ein sehr charakterstarker Mensch, der sich niemals für seine Art oder sein Auftreten schämte, doch das hier war mir wahrlich zu viel des Guten.
Zu viel der guten, familiären Atmosphäre. Zu viel der Freundlichkeit. Zu viel der Herzlichkeit.
Ich war es gewohnt allein zu sein, war es gewohnt in einem strengen Haushalt zu leben, war es gewohnt auf mich allein gestellt zu sein.
Doch das hier überforderte mich tatsächlich sogar ein wenig.
„Komm her, kleine Takaya“, Mama Kasamatsu winkte mich heran und ich trat eher zaghaft ins Wohnzimmer, setzte mich in einer langsamen, aber fließenden Bewegung zwischen Yukio und seinen Bruder – es war der einzig übrig gebliebene Platz – und ich bildete es mir nicht ein, das wusste ich genau, Yukio rutschte sogar ein wenig von mir weg, was von seinem Vater, welcher neben seinem jüngsten Sohn platz genommen hatte, mit einem unzufriedenen Brummen quittiert wurde, sodass der mit den stahlgrauen Augen wieder zurück auf seine Ausgangsposition rutschte, zaghaft, langsam, sodass er mir ja nicht zu nahe kam. Er war wirklich sehr unbeholfen, doch das war ich in diesem Moment auch und innerlich reichte ich ihm die Hand, taten wir uns doch beide in diesem Moment nichts. Willkommen im Club.

Aus dem Gespräch, welches die Familienmitglieder untereinander führten, hörte ich heraus, dass die Großeltern bis zum Abend hier bleiben würden, würden auf uns warten – denn heute fand das letzte Training der Kajou High statt – und würden dann noch mit uns zu Abend essen, ehe sie in ihr Hotel fahren würden. Sie wohnten wohl etwas weiter weg,  sodass sich die Familienmitglieder nicht allzu oft zu Gesicht bekamen und wenn, dann nutzten sie die Zeit richtig aus. Wäre ich ein Mensch, der sich nach einer richtigen Familie sehnte, wäre ich wohl neidisch gewesen, doch jetzt wusste ich nicht einmal, was ich genau verspürte. Es war ein für mich undefinierbares Gefühlschaos und ich vermochte mich nicht genau auf eines festzulegen.
„Nun“, Großmutter Kasamatsu blickte mich liebevoll an und um ehrlich zu sein fühlte ich mich unter diesem blick genau so unwohl, wie bei Mama Kasamatsu. Er war so... eindringlich und doch waren diese Augen für mich der Inbegriff einer liebenden Person und damit konnte ich absolut nicht umgehen. Ich riss mich zusammen, sodass ich mich unter diesem Blick nicht wand wie ein Fisch auf dem Trockenen, bemühte mich um eine ausdruckslose Mine.
„Du heißt also Takaya, ja?“, ich nickte. Was war das? Ein Verhör?
„Und woher kommst du?“, ich zuckte mit den Schultern. „Aus Tokyo“, Großmutter Kasamatsu nickte wissend. „Und dein Nachname? Der ist doch nicht Japanisch.“ Dieses Mal war es an mir zu nicken. „Ich bin gebürtige Engländerin, kam her aufgrund der Arbeit meines Vaters, ging wieder zurück nach London und bin aufgrund privater Gründe wieder hier in Tokyo und habe vor hier zu bleiben.“, entgegnete ich wahrheitsgemäß und ich zuckte leicht zusammen, als sich mein rechtes Knie meldete. Es war nicht sonderlich förderlich für mich die ganze Zeit auf meinen Beinen sitzen zu müssen, doch ich musste mich zusammen reißen. Niemand sollte sehen, dass der Schmerz da war.
Mir ging es gut!
„Oh, England ist sehr schön“, Großmutter Kasamatsu erhob sich und auch Mama Kasamatsu machte Anstalten aufzustehen.
„Die Frauen gehen nach dem Frühstück meist in die Küche, kümmern sich um den Abwasch und bereiten das Mittagessen vor und zu“, Yukios Bruder erklärte mir dies, als ich zwischen den beiden Frauen hin und her sah, vollkommen verständnislos.
„Komm, Takaya“, wurde ich lächelnd aufgefordert und ich konnte nichts anderes tun als mich zu erheben. Es war etwas mühsam und mein Knie knackte dabei ziemlich laut, sodass ich kurzweilig zusammen zuckte, doch ich winkte ab und folgte den Frauen des Hauses in die Küche, um mich der Rolle der Frau hinzugeben. Typisch Mittelalter. Die Frauen gehörten in die Küche, die Männer vergnügten sich. Wie unfair. Wieso machten sie das freiwillig?
„Hier können wir ungestört miteinander quatschen und über Dinge sprechen, über die nur Frauen sprechen können, meine Liebe“, sagte Großmutter Kasamatsu plötzlich zu mir und ich fragte mich, ob sie die Fähigkeit des Gedankenlesens besaß. Oder war mein Gedankengang einfach so offensichtlich gewesen? Dabei war ich doch eigentlich kein Buch, in dem man einfach so blättern konnte, hegte stets die Absicht so verschlossen wie möglich zu sein.

<< Vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten uns einmal schön und mutig zu sehen. Vielleicht ist alles Schreckliche im Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will. >>

In der Küche angekommen kümmerte ich mich um das Abtrocknen, Großmutter wusch ab und Mutter Kasamatsu bugsierte alles an seinen angestammten Platz zurück. Nebenbei sprachen die beiden Frauen über ihre Männer und deren Eigenarten und irgendwie war es niedlich, wie die beiden über ihre Ehemänner her zogen, aber diese Macken gleichzeitig auch an ihnen liebten.
Es war eine für mich sehr ungewohnte Atmosphäre, welche hier im Haus herrschte und ich kam nicht umhin zuzugeben, dass ich davor sehr viel Respekt besaß.
„Und was ist mit dir, Kind?“, die Großmutter übergab mir das letzte Teil, welches es abzutrocknen galt und ich sah sie verständnislos an. „Hast du einen Freund?“, ich schüttelte energisch den Kopf. Ich wollte nämlich auch so schnell keinen haben. Das, was in meiner Vergangenheit passiert war, musste ich nicht noch einmal haben, weswegen ich vorerst die Finger von einem Mann lassen würde.
„Unser Yukio wäre doch etwas für sie“, Großmutter Kasamatsu grinste wie ein Kind an Weihnachten und ich hätte vor Schreck beinahe den Teller fallen lassen, wenn ich nicht ich gewesen wäre und meine Gefühle und Reaktionen sehr gut unter meiner Kontrolle hatte.
„Mutter“, Mama Kasamatsu sah ihre Schwiegermutter mit einer Mischung aus Ermahnung und Belustigung an und ich wusste ehrlich gesagt nicht, was ich davon halten sollte.
„Nun, wieso nicht?“, die Ältere zuckte mir den Schultern. „Vielleicht ist es gut für ihn, wenn er eine Frau hat, die ihm mal den nötigen Arschtritt verpasst“, etwas entsetzt über diese beiläufige Bemerkung und dessen Wortwahl sah ich die Älteste hier im Raum an, hatte damit aufgehört meinen Teller abzutrocknen, hielt das Geschirr mitsamt Tuch einfach nur in meinen Händen und war – um ehrlich zu sein – etwas perplex.
„Ja, Kind“, sie richtete ihre Frisur, welche wirklich hübsch nach oben gesteckt war. Diese Haarnadel gefiel mir sehr gut und ich betrachtete sie für eine kurze Weile.
„Yukio ist ein kleiner Angsthase, was Frauen betrifft. Er braucht nur jemanden, der ihm zeigt, wo es lang geht“, ich zuckte mit den Schultern. „Und wieso meinen Sie, dass ich dafür gut geeignet wäre?“, ich schnaubte verbittert. „Ich bin alles andere als gut geeignet für ihren Enkel“, ich vernahm ein Seufzen und mir wurde der Teller und das Trockentuch aus der Hand genommen.
„Weil ich genau weiß, dass auch du jemanden brauchst, der dich an die Hand nimmt, mein Kind“, ich wurde auf einen Stuhl gedrückt und um ehrlich zu sein überforderte mich dies nur noch mehr.
Wieso ging sie davon aus, dass ich so etwas nötig hatte? Ich, Takaya Jhonsonn, brauchte niemanden, der mich an die Hand nahm. Ich brauchte niemanden, außer meine Freunde, welche für mich meine Familie darstellten, brauchte niemanden, der mir zeigte, wo es lang ging. Ich kam sehr gut alleine zurecht, hatte mich bisher beinahe alleine durchs Leben geschlagen und wenn ich Hilfe benötigte, hatte ich sie nicht angefordert, meine Freunde hatten mir geholfen, von sich aus, weil sie gewusst hatten, dass ich es aus eigener Kraft nicht geschafft hätte. Ich war ihnen dankbar dafür, auch, wenn ich mich gleichzeitig darüber ärgerte, dass ich Hilfe benötigt hatte.
„Ich war einmal genau so wie du, meine Kleine“, Großmutter fuhr mir durch mein weißes Haar und ich blieb einfach reglos sitzen. So viele neue Eindrücke und Gefühle, dass ich alles so schnell gar nicht verarbeiten konnte.
„Ich wollte alles aus eigener Kraft erreichen, hatte mich überfordert, mich überanstrengt, war unter der Last zusammen gebrochen. Doch dann lernte ich meinen Mann kennen. Er half mir aus meiner Misere, obwohl ich ehrlich gesagt erst gar nichts mit ihm zu tun haben wollte. Ich lehnte ihn ab und er half mir gegen meinen Willen, doch wenn ich auf diese Zeit zurück blicke, muss ich heute noch gestehen, dass es das Beste war, das mir jemals passieren konnte. Schätzchen, lass zu, dass dir jemand hilft, sonst bringt es dich um.“ ich hatte der alten Dame zugehört, hatte nicht mitbekommen, dass Yukio die Küchentür geöffnet hatte und im Türrahmen stand und auch nicht, dass ich plötzlich damit angefangen hatte bitterlich zu weinen.

Gegen Mittag – wir hatten das Mittagessen in Windeseile zu uns genommen und  waren beinahe fluchtartig aus dem Haus gestürzt, da wir befürchteten zu spät zum Training zu kommen – war ich froh, dass ich das Haus verlassen konnte. Ich hatte Schwäche gezeigt und das war etwas für mich vollkommen verwerfliches. Ein 'No-Go', wie man so schön sagte. Ich schämte mich und ich würde mich noch mehr schämen, wenn ich das Haus nach dem Training wieder betreten würde.
Gut, ich hatte nichts über mich erzählen müssen, das war schon mal ein großer Vorteil, doch dass ich hatte weinen müssen, einfach so, ohne, dass ich es steuern konnte, hatte vollkommen gereicht, hatte schon genug über mich ausgesagt.
Wir waren zum Glück nicht die Letzten, die an der Halle ankamen und begrüßt wurden wir von Kise, welcher uns Augenbrauenwippenderweise ansah und sich einen Schlag vom Kapitän himself einhandelte. So war es gut, Kasamatsu Yukio!
Wir betraten die Halle, nachdem wir uns umgekleidet hatten, rannten uns die Seele aus dem Leib, Sayuri scheuchte uns durch die Halle wie noch nie in ihrem Leben zuvor, der Coach saß auf der Bank und besah sich das ganze Szenario dümmlich vor sich hin grinsend. Nun. Vielleicht sah er schon den Pokal in der Schulhalle stehen, in einer Vitrine vor neugierigen Griffeln geschützt, sauber und glänzend poliert.
Ich schnaubte verächtlich, ehe ich mich daran machte meine Übung zu ende auszuführen. Ich keuchte ein wenig, als ich meine Flasche nahm und einen großen Schluck daraus trank.
„Wir werden uns nun in zwei Teams aufteilen und ein Spiel simulieren“, Sayuri besah sich noch einmal ihre Notizen und teilte uns in zwei Gruppen ein. Yukio und mich hatte sie in eine Mannschaft gesteckt und ich verfluchte sie dafür innerlich, ließ sie hundert Mal zur Hölle fahren und das war noch nicht genug. Doch eigentlich waren meine Verwünschungen ungerechtfertigt, wusste sie doch gar nicht, dass ich so meine Probleme mit diesem Jungen hatte, der mich und meine Gefühlswelt ganz schön auf den Kopf stellte, ohne es zu beabsichtigen.
Allein schon ein Blick von ihm reichte um mich dazu zu bringen mich abzuwenden aus Angst er könnte genau so in mir lesen wie seine Großmutter es konnte. Doch sein Blick löste nicht nur etwas Angst in mir aus. Es war noch etwas anderes. Etwas, vor dem ich ebenfalls Angst besaß. Ich konnte es nur nicht greifen, es war da, aber doch irgendwie nicht. Es war scheußlich für mich mich so wage ausdrücken zu müssen, doch es ging nicht anders.

<< Die Lage eines Menschen ändern, bessern wollen, heißt, ihm für Schwierigkeiten, in denen er geübt und erfahren ist, andere Schwierigkeiten anbieten, die ihn vielleicht noch ratloser finden. >>

Wir spielten wie die Besessenen, jagten uns hin und her, spielten Viertel um Viertel, powerten uns ordentlich aus und ich merkte zuerst nicht, dass sich mein Knie bemerkbar machte. Ich spürte den Schmerz erst, als ich nach einem Korb wieder auf dem Boden aufkam und das so unglücklich, dass ich glaubte meine Kniescheibe würde aus dem Knie springen.
Ich unterdrückte einen Schmerzensschrei nur knapp, der Kapitän beäugte mich skeptisch und ich winkte ab „Hab' mich nur vertreten“, log ich und vollführte dann mit den anderen zusammen die Abschlussübungen, räumte die Halle auf und zog mich dann um. Ich freute mich auf eine Dusche, ein gutes Abendessen und das Bett, um meinem Knie Ruhe gewähren zu können. Es musste unbedingt bis zum Winter Cup durch halten. Es musste einfach.
Yukio wartete schon auf mich, hatte ich doch etwas länger gebraucht beim Umziehen, da sich das mit dem Anziehen des Knies an den Körper doch als ein wenig schwierig erwiesen hatte und mir Umstände bereitete. Ich bemühte mich nicht zu humpeln und ging neben Yukio her um den Heimweg anzutreten. Ein Glück war er nicht sonderlich weit.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte mich der Drittklässler und ich nickte nur, mir war gar nicht aufgefallen, dass er mit merkwürdig fester Stimme zu mir gesprochen hatte. So sehr war ich mit mir selbst beschäftigt.
Und ich hätte mich ohrfeigen können, als ich plötzlich einsackte, mein Knie einfach nach gab. Wieder eine Situation, die ich nicht hatte steuern können und es ärgerte mich maßlos. Heute war definitiv nicht mein Tag, ich hatte nichts unter Kontrolle. Gar nichts. Dieser Austausch hier tat mir definitiv nicht gut!
„Was ist mit dir?“, Yukio reichte mir seine Hand, um mir beim Aufstehen zu helfen, doch ich nahm sie nicht an, wollte mich allein aufraffen, doch dies erwies sich als sehr schwierig.
„Ich wusste doch, das etwas nicht stimmt“, fuhr Yukio fort, doch ich schüttelte nur den Kopf. „Mir geht es gut“, fauchte ich ihn zwischen zusammengepressten Zähnen an. „Mir war nur kurz schwindelig“, Yukio lachte. Es war aber kein amüsiertes lachen. Es war Spott. „Dass ich nicht lache“, sagte er und tippte mit seinem Finger gegen mein rechtes Knie. Ich stieß einen kleinen Schmerzenslaut aus und schlug ihm heftig ins Gesicht. Es war keine Absicht gewesen, ich hatte mich bloß wehren wollen, war ein Reflex gewesen.
„Ich wusste, dass es dein Knie ist“, deswegen hatte er mich also heute die ganze Zeit beobachtet. Er hatte etwas geahnt! Wieso war ich für die Kasamatsus so ein offenes Buch?
Die Ohrfeige hatte ihn wohl nicht sonderlich interessiert, jedenfalls zeigte er keine Reaktion darauf, wie ich es eigentlich erwartet hätte. Doch nun war er nicht Kasamatsu Yukio, der viel zu viel Respekt vor Frauen hatte, nein. Das hier war Kasamatsu Yukio, der Kapitän der Kaijou High Basketballmannschaft. Und dieser Kapitän packte meine Hand, zog mich nach oben, drückte mich mit dem Rücken gegen die sich neben mir befindliche Hauswand und tackerte mein Handgelenk gegen diese, kam mir gefährlich nahe und raunte bedrohlich „Lass mich dir helfen“, entgegen.
"Ich sehe doch, dass du dich quälst. Du ruinierst deine Karriere", hielt er mir einen Vortrag, den ich schon hundert Mal gehört hatte. Doch irgendwie klang es aus seinem Mund nicht vorwurfsvoll. Eher besorgt und ich blicktge in seine Stahlgrauen Augen, fand darin sogar etwas wie Verzweiflung.
"Du musst diese ganze Last nicht allein tragen!"
Ich konnte nicht anders als mich an die Worte Großmutter Kasamatsus zu erinnern, wand mich unter seinem Blick und gab schließlich nach.
„Hilf mir, Yukio“

<< Es ist ein Gesetz der Menschlichkeit, daß, wenn einer irgend welche Hilfe für die leidenden Angelegenheiten des Nächsten kennt, er solche zu bringen nicht unterläßt. >>

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