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Helden für eine Nacht

KurzgeschichteAllgemein / P12 / Gen
Cole St. Claire Jeremy Victor Baranov
03.09.2014
03.09.2014
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Mein Beitrag zum Liederthemen-Wettbewerb: http://forum.fanfiktion.de/t/27084/27084
Mein Lied: Miley Cyrus – We Can't Stop




Ein seltenes, undurchdringbares Schweigen herrschte in dem kleinen, stickigen Raum in einem Kellergeschoss vor in welchem die drei Mitglieder von NARKOTIKA stets zu proben pflegten.
Jeremy lag mit seinem Bass im Arm und halb geschlossenen Augen auf einem zerschlissenen Sofa in der Mitte des Raumes, während Cole seinen Blick starr auf Victor gerichtet hatte, welcher mit flinken Fingern die Tastatur seines Laptops bediente. Ihr erstes großes Konzert sollte an diesen Abend stattfinden. Allerdings war es nicht die Aufregung oder die Angst vor dem Versagen welche,  die muntere Stimmung der Freunde ein Ende bereitete. Der Drummer hatte ihnen stattdessen, einige Meinungen von Kritikern, Journalisten und besorgten Erziehungsberechtigten unterbreitet.

Schließlich war es Cole der seinen Kopf schief legte und leicht uninteressierte fragte: „Und was hat das uns zu kümmern? Du hast doch nicht wirklich gerade die Idee hervorgebracht die Setlist zu ändern?“ Victor schaute kurz von den Bildschirm auf und  entgegnete Cole letztlich : „ Ich habe nichts dergleichen gesagt. Ich habe lediglich, die Fakten erörtert. Diese Idioten glauben doch wirklich wir würden die Jugend verderben. Sie wollen das wir uns verändern und vor ihnen nieder knien. Nach dem letzten Fotoshooting, warten sie doch nur darauf das wir einen Fehler begehen.
Ich denke wie sollten nichts dergleichen tun, nur  deinen neuen Song sollten wir noch nicht spielen. Wir sollten ihn das erste Mal lieber im Radio spielen lassen.“
Cole verengte seine Augen  kurz zu Schlitzen bevor er schließlich den Kopf schüttelte. Er wollte den Kritikern nicht das Geben was sie sich wünschten. Das war schließlich sein Leben und sein Song. Als er das Lied fertig geschrieben hatte, war er mehr als zufrieden damit gewesen. Er würde es sich nicht nehmen lassen sein neuestes Meisterwerk, wie er es stets selbst betitelte, an diesem Tag zu testen. Die Bühne war schließlich eine der wenigen Orte, an denen er nicht an seine Familie und deren Ansprüche an ihm, die er niemals gerecht werden würde, denken musste. Dies war ein Ort an dem er frei war und zufrieden sein durfte.

Doch letzten Endes war es immer Cole gewesen, der NARKOTIKA repräsentierte, der alle wichtigen Entscheidungen traf. So kam es das die Bandmitglieder ohne weitere Diskussionen um den Song schließlich hinter der großen Bühne eines Konzertveranstalters standen. Jeremy gähnte ausgiebig und schaute noch einmal zu Cole als ihr Auftritt kurz bevorstand und Victor ließ sich noch zu letzten Fragen an den Sänger gerichtet hinreißen: „Du wirst es durchziehen oder? Wir werden es riskieren und den neuen Song vor all der Presse und den Fans spielen?“ Ein entschlossenes Lächeln bildete sich auf Coles Lippen eher er antwortete: „Wir sind geil, der Song ist geil, uns kann einfach niemand mehr stoppen. Sie können schließlich nicht über uns richten, das kann niemand.“

Unter tosenden Applaus betraten sie schließlich die Bühne. Der braunhaarige Sänger stellte sich schließlich ans Mikrofon, schloss die Augen und hob die Hände als würde er etwas präsentieren wollen. Das Publikum flippte daraufhin schier aus und Victor Baranov  lächelte und verstand das Cole den neuen Song präsentieren würde. Ein kurzer Blick zu Jeremy genügte, so das auch er verstand was Cole vorhatte.  Cole sang einige Sekunden ohne instrumenteller Begleitung  und mit vollem Elan sein neues Lied „Break My Face (and sell the Pieces)“, bis schließlich seine Freunde ihn mit ihren Instrumenten begleiteten. Sie verloren sich alle selbst in diesen Auftritt, schließlich würden sie nur einmal leben. Niemand hatte in diesen Moment das Recht sie daran zu hindern Spaß zu haben, sie schadeten schließlich niemanden und es war immer noch ihr eigenes Leben.

Als Cole St. Claire nach dem Song schließlich die Augen öffnete um der Reaktion des Publikums zu erfassen,  welche bei seinem Auftritt nur hinderlich gewesen wäre, da sie seiner Meinung nach nur seinen Auftritt verfälscht hätte, lächelte er siegreich. Die Fans waren mehr als begeistert und verkündeten dies unerbittlich. Der Braunhaarige und seine Bandkollegen waren stolz auf sich, sie  wollten diese grandiose Nacht so schnell nicht mehr enden lassen. Schließlich war dies ihr Abend und ihr Erfolg, denn ihnen niemand absprechen konnte.
Sie waren die Helden  einer Nacht in der alles möglich schien.
In diesen Moment waren sie sich sicher, dass sie sich selbst immer Treu bleiben würden.
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