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Gruppe 10: Kinder der Natur

von MDU-Story
GeschichteFantasy / P12
02.09.2014
02.09.2014
10
8.679
1
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02.09.2014 917
 
Hallöchen! Herzlich willkommen zur 10. MDU-Story!! Es war ein langer Weg bis diese Geschichte fertig war, wie bei den meisten MDU-Stories :D Ein Jahr und drei Monate waren es hierfür^^ Ich danke allen Mitschreibern ganz herzlich! Diese waren:
1. allosaurus
2. CeceDance
3. NamiraKayleighFaolan
4. AuctrixMundi
5. FoolishWriter
6. Wegweiser
7. Calaijah
8. Chocolateheart
9. Jaina Solo
10. LadyChocolate

Allen viel Spaß beim Lesen!


Kapitel 1 - allosaurus



Mariana rannte. Dunkel war der Wald um sie herum, doch das störte sie nicht. Im Gegenteil, sie kam erst nachts raus, frühestens in der späten Dämmerung, um zu rennen. Und rennen konnte sie. Jede Einzelheit, jedes Blatt, jede Blüte, jede Nadel brannte sich in ihr Gedächtnis ein. Etwas, dass Menschen nie verstehen würden. Diese ignoranten Barbaren zerstörten bedenkenlos alles um sie herum, ihren Lebensraum, alles was sie ausmachte. Am Tag beugte sie sich ihrer Gesellschaft, bei der sie ganz unten stand. Das war ihr egal, solange sie Sie nur nachts in Ruhe ließen! Glücklicherweise hielten die meisten Menschen sie für eine besonders junge Vertreterin ihrer eigenen Rasse und behelligten sie nicht. Abgesehen davon schienen Menschen nachtscheu zu sein, sodass die allerwenigsten sie überhaupt zu Gesicht bekamen.
Je länger sie rannte, desto weiter standen die Bäume auseinander und schließlich betrat sie eine größere Lichtung, auf die sie sich erschöpft fallen ließ. Hell schienen der Mond und die Sterne über ihr, nicht dass sie dieses Licht gebraucht oder gewollt hätte, aber es machte ihr im Gegensatz zu Sonnenlicht auch nichts aus. Trotz der kühlen Nacht, hatte sie angefangen zu schwitzen und zog ihre Jacke aus. Es war keine gewöhnliche Jacke, zumindest nicht für Mariana. Um genau zu sein, war es alles, was sie von ihrer Familie und ihrem Zuhause, ihrem wirklichen Zuhause noch besaß.
Plötzlich wurde die selige Nachtruhe durch eine Art Rauschen gestört, das immer lauter wurde. Schon bald konnte Marianas feines Gehör das zahlreiche Knacken von Ästen und Gebüsch, sowie zahlreiche Stimmen unterschiedlichster Färbung heraushören.
Menschen! Was um alles in der Welt taten die hier. Um diese Uhrzeit hielt sich nie irgendein Mensch hier auf! Ohne groß zu überlegen verschwand sie zwischen den Büschen am Rande der Lichtung, kletterte auf einen Baum, und betrachtete von sicherer Warte aus die weiteren Geschehnisse. Schon konnte sie ausmachen, was die Stimmen sagten: „Man, Steve, such dir gefälligst jemand anderem vor dem du her latschen kannst! Ich hab keinen Bock dir dauernd in die Hacken zu treten! Nicht, dass ich viel darauf geben würde, was mit deinen Hacken passiert, aber meine Zehen finden das auch nicht so prickelnd!“
„Ach, halt die Fresse Marthe! Dein Genöle geht mir so was von aufn Sack! Schon schlimm genug, dass SIE die Kisten jedes mal an einem anderen Scheiß-Ort verstecken muss, wieso...!“
„Klappe, ihr beiden!“, fuhr eine dritte Stimme dazwischen. Dunkel dröhnte sie durch den schwarzen Wald. Auf die anderen Beiden musste sie sehr gewirkt haben, denn augenblicklich verstummten sie. Auch das Murmeln weiterer Stimmen im Hintergrund erstarb.
Im nächsten Moment brach die Rotte Menschen durch das Gebüsch auf Marianas linker Seite und betrat die Lichtung. Es war ein wüster Haufen mehr oder weniger abgerissener Gestalten beiderlei Geschlechts, die sogar nach menschlichen Maßstäben nicht gerade Schönheiten darstellten. Mariana verzog, angewidert von dem Gestank, der von der Gruppe zu ihr hinauf waberte, angeekelt ihr schmales Gesicht. Angeführt wurde sie von einem riesenhaften, schwarzen Typen, dem auch die dunkle Stimme gehörte.
Es hatten noch nicht mal alle Menschen die Lichtung erreicht, da begann das wütende Gemurmel erneut: „ Wo sind denn die blöden Kisten? Sollen wir sie jetzt auch noch suchen?“, rief einer,
„Das würde IHR ähnlich sehen!“
„Schwachsinn! Hier kommt doch sowieso niemand lang, das macht kein Sinn!“
„Und wieso sind dann da keine besch******enen Kisten?“
„RUHE!!“, donnerte der Anführer ein weiteres Mal. „Sucht die Lichtung ab, vielleicht hat sie irgendwelche Hinweise hinterlassen. Und dann weiter zum Zwischenlager, wie vorgesehen!“
Murrend machten sie die Anderen an die Arbeit.
„Ist das nicht IHRE Jacke?“, erscholl es vom Zentrum der Lichtung her und eine außergewöhnlich blasse Frau hob eine Jacke hoch, die Mariana mit Schrecken als ihre Eigene erkannte. Wie hatte sie nur so blöd sein können, ihre Jacke zu vergessen?! Nun war es nicht mehr zu ändern, die Meute zog weiter, die Jacke mitnehmend.
Es kam überhaupt nicht in Frage, ihre Jacke zurückzulassen, sie musste sie zurückbekommen!
Mariana beschloss, die Menschen zu verfolgen.
Viele Stunden wanderten sie weiter durch den Wald, die Gruppe immer langsamer und erschöpfter, Mariana geduldig in sicherem Abstand hinterher.

Schließlich kamen sie zu einer kleinen Erhebung, tief im Herzen des Waldes, auf der die Ruine einer kleinen Burg stand, die offensichtlich zu einer Art Lager umgebaut wurde.
Während sich die Menschen langsam in ihr verteilten und wieder die typische Ruhe des Waldes einkehrte, nur unterbrochen von den ersten Vögeln, die bereits anfingen zu singen, schlich sich Mariana in das Hauptgebäude, in dem sie den großen schwarzen Anführer mit ihrer Jacke hatte verschwinden sehen.
Hinter dem Eingangsportal befand sich ein großzügig dimensionierter, jedoch nur karg möblierter Raum, der von einem gewaltigen Tisch in seiner Mitte (Selbst der riesenhafte Anführer hätte wohl klein und verloren gewirkt, hätte er an dem Tisch gesessen, er war jedoch nirgends zu sehen oder zu hören. Dafür umso mehr zu riechen.) dominiert wurde, auf dem Marianas Jacke ausgebreitet lag.
Mariana ging mit schnellen, leisen Schritten auf ihre Jack zu und wollte nach ihr greifen – da spürte sie einen starken Schmerz an ihrem Hinterkopf aufflammen, sie sah den Boden auf sich zu rasen, dann wurde ihr schwarz vor Augen.
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