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Der Blutmond über dem Dorf

GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P16
Natsuno Yuuki Touru Mutou
02.09.2014
08.11.2015
10
7.314
 
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02.09.2014 750
 
Yuuki war wie erstarrt. Diese Stimme... Doch bevor er weiter darüber nachdenken konnte zerrte ihn das Wesen mit in ein Zimmer. Eindeutig Tourus Zimmer.  Yuuki war schon öfter hier gewesen. Endlich ließ es ihn los. Der Junge war immer noch vor Angst gelähmt und konnte nicht mal versuchen zu flüchten. Hinter ihm fiel die Tür zu. Dabei quietschte sie so unheimlich, als ob sie schon Monate nicht geölt worden wäre. Nun war er hier eingesperrt.. zusammen mit diesem.. mit diesem Ding. Yuuki spürte diese Kälte im Raum. Ob er es sich nur einbildete? Jedenfalls kam es ihm sehr real vor. Der Junge wusste nicht, ob er diesem Wesen wirklich ins Gesicht sehen wollte. Zu groß war die Angst was ihn erwartete. Er schluckte tief und ließ seinen Blick über den Fußboden gleiten. Zuerst sah er die Füße, dann höher die Beinen, dann den Bauch und Oberkörper bis er ihm endlich ins Gesicht sah. Es traf ihn so hart als wäre er geschlagen worden. Es sah aus wie Touru.. aber es war unmöglich das er es sein könnte. Seine Haut war so blass. Er hatte leichte Augenringen und erst recht seine Augen machten ihm Angst. Die Pupillen waren blutrot gefärbt. ,,T-touru...", kam es Yuuki nun über die Lippen. Dieses Wesen schien bei diesem Namen zusammen zu zucken. Es machte einen Schritt rückwärts und stieß mit dem Rücken gegen die geschlossene Tür. Deutlich sah Yuuki wie es zitterte und sich die Hand vors Gesicht hielt. ,,Sieh mich nicht so an!", schrie es den Jungen an und die Verzweiflung war klar raus zu hören. ,,Warum.. warum bist du hier her gekommen?!" Tränen liefen ihm nun über die Wange. Yuuki machte einen Schritt auf das Wesen zu, streckte vorsichtig die Hand aus um es zu berühren. Doch dazu kam es nicht. Ein lauter Schrei von draußen ließ ihn zusammenzucken. ,,Sie.. sie sind hier..", stammelte das Wesen das Touru so ähnlich sah. ,,Sie werden zu uns kommen und dich mitnehmen.. Natsuno.." Yuuki riss die Augen auf. Es war tatsächlich Touru, auch wenn es ihm schwer fiel es wahr zu haben. Wieder ein Aufschrei von draußen. Diesmal zuckte Touru zusammen. ,,Sie kommen näher... Sie finden uns..." Diese Panik wo von ihm ausging füllte den ganzen Raum. Was hat das zu bedeuten? Wer sind "Sie"? Und warum wollen sie "uns" finden? Yuuki fiel es schwer darüber nachzudenken. Die Panik die von Touru ausging machte ihn viel zu nervös. ,,Lass mich hier raus!", schrie er dieses Wesen nun an, was es nur noch ängstlicher machte. ,,Sie finden uns... Sie finden uns... Sie finden uns...", wiederholte es nur ständig ohne noch auf Yuuki zu achten. Von ihm konnte er wohl keine Hilfe mehr erwarten. Der Junge schubste Touru zur Seite, riss die Tür auf und rannte raus. Dabei fiel das Wesen hart zu Boden und kam physisch zu sich. ,,Natsuno!! Du darfst nicht raus!!", rief er ihm verzweifelt nach, doch der hörte nicht mehr. Der ganze Flur war nass und das Wasser lief mittlerweile auch der Treppe runter. Das Adrenalin stieg ihm so hoch das er kaum klar denken konnte. Nur eines wusste er: Er musste hier raus. So schnell wie möglich. Draußen zerbrach etwas. Klang wie ein Fenster. Doch so genau einschätzen konnte man es nicht. Vor Nervosität und Angst rutschte Yuuki auf der Treppe aus und fiel sie Vorwärts runter. Einen Moment wurde ihm schwarz vor Augen. Zwar waren es nicht viele Treppenstufen, aber sie reichten aus das ihm alles weh tat. Als der Junge endlich wieder klar sehen und denken konnte lag er schon einige Sekunden im überschwemmten Flur. Oben hörte er eilig Schritte näher kommen. Touru hatte den dumpfen Aufschlag gehört und stand oben an der Treppe. ,,Natsuno!" Doch bevor er ihm zur Hilfe eilen konnte, kamen schon andere Wesen zum Vorschein. Ihre hell leuchtenden Augen durchbrachen die pure Finsternis. ,,Gut gemacht Touru. Ohne dich hätten wir es nicht so schnell geschafft", sagt eines dieser Wesen und klang dabei sehr amüsiert über Yuukis Zustand. Es fiel ihm so schwer sich aufzurichten. Seine Rippen schmerzten, seine Knie schienen aufgeschürft und erst recht sein Kopf machte ihm zu schaffen. Und dann auch noch das Wasser das ihn halb durchnässte. Wieder wurde ihm schwarz vor Augen. Er hörte nur noch Touru der etwas vor sich hin stotterte und fühlte wie ihn etwas fesselte und dann hochzog. ,,Natsuno...", erklang eine Stimme und es kam ihm vor wie in einem Traum...
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