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Der Blutmond über dem Dorf

GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P16
Natsuno Yuuki Touru Mutou
02.09.2014
08.11.2015
10
7.314
 
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02.09.2014 903
 
Am nächsten Tag konnte Yuuki kaum wach bleiben. Zu sehr musste er über den Kuss von gestern nachdenken. Momentan sind Ferien, weshalb es nur halb so schlimm war verschlafen zu sein. Yuuki machte sich gerade ein Brot, als es an der Tür klopfte. Müde stand der Junge auf und öffnete sie. Dort stand Touru. Wie immer gut gelaunt und wohl auch ausgeschlafen. ,,Guten Morgen, Natsuno!", sagte er lächelnd. ,,Du sollst mich doch nicht so nennen!", entgegnete der Lilahaarige, aber wie immer ignorierte es Touru. ,,Lass uns heute wieder das zusammen machen." Bei den Worten blieb Yuuki fast das Herz stehen. Gleich dachte er darüber nach, ob wohl wieder so etwas wie gestern passieren würde... oder vielleicht noch mehr. ,,Also... gerne", antwortete er zögernd. ,,Super! Wir treffen uns einfach um 20Uhr bei mir." Mit diesen Worten ging Touru schon. Bei ihm? Um die Uhrzeit?, dachte sich Yuuki nur noch nervöser, schloss aber die Tür und setzte sich wieder an den Tisch.
Abends machte sich Yuuki auf den Weg zu Touru. Es war schon dunkel und es ist etwas frischer geworden. Touru sagte nicht, was er mitnehmen sollte, deswegen nahm er einfach nichts mit. Bei ihm angekommen klingelte er an der Tür. Doch auch nach mehrfachen klingeln öffnete sie niemand. Es brannte auch nirgends Licht im Haus. Ob er es vergessen hat?, fragte sich Yuuki. Das war doch gar nicht Tourus Art. Trotzdem beschloss er nach Hause zu gehen und ihn dann morgen zur rede zu stellen.
Doch auch am nächsten Tag fehlte jede Spur von ihm. Sogar seine Eltern waren nicht da. Langsam machte sich Yuuki unbewusst Sorgen. Er ging mehrmals am Tag zum Haus und versuchte sein Glück, aber niemand war zu sehen.
Nach 3 Tagen hatte Yuuki genug. Er klingelte wieder mehrmals und brach dann die Tür ein, als sie niemand öffnete. Dadurch das es draußen bereits dunkel war, kam kein Licht in das Haus. Ein merkwürdiger Geruch lag in der Luft. Ein bisschen wie nasses Holz. Der Junge versuchte das Licht einzuschalten, aber anscheinend ging der Strom nicht. Kurzerhand nahm er das Handy aus der Tasche und konnte wenigstens etwas Licht machen. Vorsichtig ging er durch das Familienhaus. Das Holz knarrte unter seinen Füßen, was ihn sehr nervös machte. Es war so schrecklich still und der Staub flog vor seinem Licht umher. Jeder Muskel seines Körpers war angespannt. Das Haus schien wie verlassen. Es war niemand in der Küche und auch nicht im Wohnzimmer, selbst im Schlafzimmer. Yuuki kam in den Sinn, dass sie einfach ausgezogen sein könnten, aber warum waren dann noch alle Sachen hier? Plötzlich tropfte etwas von oben auf seinen Kopf, wodurch er vor Schreck das Handy fallen ließ und zurück stolperte. Dabei landete er hart auf dem Hintern. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals und er zitterte deutlich. Das Handy fiel auch noch so ungünstig, dass es auf dem Bildschirm landete, wodurch es wieder finster im Haus war. Ein paar Minuten, die Yuuki wie Stunden vorkamen, bewegte er sich nicht. Er hörte nur im Takt fallende Wassertropfen. Dann endlich streckte der Junge vorsichtig seine Hand aus und versuchte das Handy zu ertasten. Dabei sah er immer wieder panisch um sich, ob nicht doch etwas kommen würde. Endlich. Er fand sein Handy und richtete sich langsam wieder auf. Nachdem sich auch sein Herz halbwegs wieder beruhigt hatte, schaute er wo das Tropfen herkam. Der Schein seines Handys glitt über den hölzernen Fußboden, über die tapezierte Wand, bis rauf zur Decke. Da war es. Von dort tropfte es runter. Vorsichtig ging er der Treppe hoch, wo bei jedem Schritt das Holz aufseufzte. In der oberen Etage angekommen erwartete ihn erst ein Flur. Hier oben schien es noch grusliger als unten. Yuuki schluckte und lief dann zum Bad. Erst jetzt fiel ihm auf, das der ganze Fußboden mit Wasser überschwemmt war. Jeder Schritt fiel ihm schwerer und langsam verwarf er auch den Gedanken, dass sie wohl ausgezogen sein könnten. Zitternd streckte Yuuki die Hand nach dem Türgriff aus, die das Bad öffnete. Doch bevor er die Klinke erreichen könnte, hörte er ein lautes Knarren von hinten. Erschrocken drehte er sich um und ließ panisch das Licht umher fliegen. Der Adrenalinstoß führte dazu das ihm fast schlecht wurde und diese Angst war fast unerträglich. Es war nichts zu sehen. Nachdem auch nach Minuten nichts mehr zu hören war, wendete er sich wieder der Tür zu. Er öffnete sie vorsichtig und spielte noch mit dem Gedanken nicht rein zu sehen. Er biss sich fest auf die Lippe und ließ auch diesmal das Licht erst über den Boden gleiten. Alles war überschwemmt und eindeutig lief ein Wasserhahn. Es kam von der Badewanne. Sie war total voll, aber lange kann sie noch nicht laufen, sonst wäre schon das ganze Haus nass. Das Bad an sich war sonst leer. Gerade als er umdrehen wollte, packte ihn etwas von hinten und hielt ihm den Mund zu. Das Handy fiel mit einem Platschen ins Wasser und bekam sofort einen Kurzschluss, wodurch es wieder dunkel wurde. Yuukis Herz klopfte fest gegen seine Brust und es fiel ihm schwer zu atmen. Die Hände von diesem Wesen waren eiskalt und hielten ihn gut fest. Plötzlich spürte er wie es mit dem Kopf näher an sein Ohr kam. Yuuki spannte sich an und traute sich nicht nur einen Muskel zu bewegen. Ein kalter Atem hing an seinem Ohr. ,,Du hättest nicht herkommen sollen."
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