Der Blutmond über dem Dorf

GeschichteRomanze, Horror / P16
Natsuno Yuuki Touru Mutou
02.09.2014
08.11.2015
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02.09.2014 860
 
Yuuki lief mit seinem Fahrrad der Straße entlang.  ,,Jetzt hat es schon wieder einen Platten... Wie oft muss mir das noch passieren?", murmelte der Junge vor sich hin. Eigentlich wollte er nur schnell einkaufen gehen und dann so schnell wie möglich wieder nach Hause. Das Dorf trieb ihn noch in den Wahnsinn. Überall müssen diese Bewohner tuscheln und einen gleich ansprechen. Sowas konnte Yuuki gar nicht leiden. Überhaupt hasste er dieses Dorf. Der Schulweg war länger, die Bewohner nervig und es war unheimlich hier. Der Junge war das Stadtleben gewöhnt. Die Autos die Nachts fuhren und die kreischenden Menschen, die gerade von Partys kamen. Aber hier war es total ruhig. Yuuki war sehr in Gedanken versunken, als plötzlich eine Stimme ihn aufzucken ließ. ,,Natsuno!", rief ihn die Stimme, worauf der Junge nur aufseufzen musste. ,,Natsuno! Nun warte doch!", rief wieder diese Stimme und nun hörte er auch Schritte schnell näher kommen. Es handelte sich um Touru. Ein hilfsbereiter, immer gut gelaunter Junge, in Yuukis Alter. Touru hielt den lilahaarigen fest und lächelte nett, doch darauf entgegnete Yuuki nur: ,,Was willst du? Und wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du mich nicht Natsuno nennen sollst?" Seine Worte waren kalt und er schaute immer so ernst. Dies störte Touru aber keineswegs. ,,Ich helfe dir mit dem Fahrradreifen. Sonst habe ich das doch auch immer für dich gemacht." Der Blondhaarige lachte und zog ihn schon zu seinem Haus. Dort fing er an in aller Ruhe den Reifen zu flicken. ,,Du warst einkaufen, wie ich sehe", fing Touru ein Gespräch an. ,,Kleinigkeiten", antwortete Yuuki knapp und beobachtete den Blondhaarigen. Seine Haut war leicht bräunlich von der Sonne, schließlich war es auch Mitten im Sommer, und seine blonden Haare sahen im Licht fast aus wie Gold. Merkwürdigerweise mochte er Touru, auch wenn er immer aufdringlich war. ,,So, das wärs. Hoffen wir mal, dass es nun halten wird." Der Blondhaarige lachte und übergab Yuuki wieder das Fahrrad, dann fügte er hinzu: ,,Lass uns doch mal wieder etwas gemeinsam machen. Bei dem Wetter könnten wir schwimmen." Yuuki wurde ganz leicht rot und sah zur Seite. ,,Naja... eigentlich-" ,,Super! Wir treffen uns in 20 Minuten am See!", unterbrach ihn Toura, ging ins Haus und schloss die Tür, bevor der Lilahaarige überhaupt zuende reden konnte. Sprachlos starrte Yuuki die geschlossene Tür an. Er hat es schon wieder getan, dachte sich Yuuki energisch, fuhr dann aber mit dem Fahrrad nach Hause. Jetzt konnte er sich nicht davor drücken, deshalb stellte er daheim schnell die Einkaufstüte in die Küche und zog sich im Zimmer die Schwimmshorts an. Danach packte er noch Handtuch und Sonnencreme in einen kleinen Beutel und lief los zum See. Touru war bereits dort und wartete sehnsüchtig auf Yuuki. Als er ihn endlich sah sprang er auf und eilte zu ihm. ,,Da bist du ja!", rief der Blondhaarige glücklich. Tatsächlich hatte er sich Sorgen gemacht, dass Yuuki nicht kommen würde, wegen seiner spontanen "Einladung". Im Gegensatz zu seiner Haut, war die von Yuuki blass. Er vermied es ja auch nach draußen zu gehen. ,,Soll ich dir beim Eincremen helfen?", fragte Touru gleich. Er hatte schon immer den Wunsch Yuuki näher zu kommen, wusste aber nie wie er es am besten anstellen sollte. Total überrumpelt starrte der Lilahaarige ihn an. ,,Also... na schön", murmelte er und reichte Touru die Sonnencreme. Lächelnd nahm er sie und fing an Yuukis Rücken einzucremen. Seine Haut war weich und es war keine Spur von Wunden oder anderen Mängeln, die sie vielleicht hässlich machen könnten. Aber Touru dachte wirklich darüber nach, ob seine Haut überhaupt hässlich sein könnte. ,,Toura?" Yuuki weckte ihn aus seinen Gedanken. Erst da fiel dem Blondhaarigen auf, dass er seit 5 Minuten die selbe Stelle einrieb. ,,E-entschuldigung!", stotterte er und war peinlich berührt. Yuuki seufzte nur und zog den Jungen schon mit ins Wasser. ,,Du brauchst wohl mal eine Abkühlung." Stunden vergingen, in der sie wie kleine Kinder im See spielten. Auch Yuuki war ausgelassen und entspannter. Erst als es dunkel wurde gingen sie aus dem Wasser. ,,Ich sollte wohl jetzt nach Hause-", fing der Lilahaarige an, doch konnte seinen Satz nicht zuende sprechen, weil Touru ihn schon ins Gras drückte. ,,Touru, was soll-" Der Blondhaarige küsste ihn schon und stützte sich mit den Unterarmen im Gras ab. Yuuki erstarrte und wusste erst nicht, wie er reagieren sollte. Schließlich erwiderte er es kurz und schubste dann Touru von sich. ,,Was soll das??", fragte der Lilahaarige ihn leicht empört, aber auch total rot im Gesicht. Darüber fasziniert musste Touru lachen. "Entschuldige. Es kam einfach über mich." Er stand auf und zog Yuuki mit sich hoch. ,,Bitte verzeih mir", flehte er seinen Freund an. Yuuki war immer noch so rot und konnte so oder so nicht böse auf ihn sein. ,,Auch egal. Lass uns gehen", antwortete er und ging schon los. Innerlich empfand er das gleiche für Touru, was er aber keinesfalls zugeben wollte. Touru dagegen merkte es sofort, sprach ihn aber nicht darauf an, sondern ging ihm lächelnd nach. ,,Okay."
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