Mörderisches Spiel

von Sarina
GeschichteAbenteuer, Krimi / P12
Clark Kent Cloe Sullivan Lana Lang Lex Luthor Lionel Luthor
02.09.2014
17.03.2015
9
14645
1
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Dieses Kapitel
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Autor: Sarina
Altersfreigabe: P 12
Spoiler: nein
Inhalt: aufgestaute Wut und ein Meeting
Disclaimer: Smallville und alle damit verbundenen Charakteren gehören nicht mir
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Clex
Kommentar: gibt’s nicht viel zu sagen, der Titel sagt eigentlich schon alles.

Viel Spaß beim lesen!

Lex saß entspannt in seinem Arbeitszimmer, als die Tür aufging und seine Verlobte den Raum betrat. Mit einem kaum wahrnehmbarem Lächeln auf den Lippen trat sie zu ihm und blieb vor dem Sessel indem er es sich erst vor wenigen Minuten bequem gemacht hatte heran.
"Schon fertig mit der Arbeit?", fragte sie und ein leicht vorwurfsvoller Ton klang unüberhörbar in ihrer Stimme mit. Lex gelang es auch weiterhin gelassen zu bleiben, ihren Blick zu erwidern und sich seine Wut nicht anmerken zu lassen.
Er wusste nur zu gut, dass sie ihn provozieren und zu einer unbedachten Äußerung bringen wollte. Doch er hatte sie und ihre miesen Machenschaften schon seit einer Weile durchschaut und ging gar nicht erst darauf ein. Stattdessen bedachte er sie mit einem freundlichen Lächeln und schüttelte leicht seinen Kopf.
"Ich erwarte einen wichtigen Anruf!", erklärte er und hatte Mühe dabei nicht gereizt zu klingen.
Er hasste es, von ihr kontrolliert und ausgehorcht zu werden. Doch er durfte sie nicht verärgern und musste sie bei Laune halten. Das war wichtig und auch wenn es ihm alles andere als leicht viel, widmete er sich mit Hingabe dieser Aufgabe und wandte sein ganzes Geschick dafür an. Vor ihr musste er seine Rolle perfekt spielen und sie dominieren lassen. Aber er wusste, dass irgendwann seine Stunde kommen würde. Leider war es noch nicht soweit, er musste sich gedulden.

Ein scharfes Hüsteln riss Lex aus seinen Überlegungen und er sah sofort, dass Helen sich mit seiner kurzen Erklärung nicht zufrieden gab. Verärgert über sein Zögern sich ihr mitzuteilen, zog sie ihre Augenbrauen zusammen und runzelte ihre Stirn.
"Die Unterlagen liegen auf dem Schreibtisch!", sagte Lex und deutete mit einer Hand auf einen aufgeschlagenen Ordner, der auf der Tischplatte lag. Mit finsterem Blick sah er zu, wie Helen sofort hinüber eilte, sich die Mappe griff und eifrig anfing zu lesen.
Mörderischer Hass und abgrundtiefe Verachtung spiegelte sich auf seinem Gesicht, für den kurzen Moment wo er unbeobachtet war und ihm einmal nicht ihre gesamte Aufmerksamkeit galt. Selten genug kam das vor.
Das leise Geraschel der Blätter dran an sein Ohr, als Helen nach und nach jede Seite umblätterte, um alles genauestens überfliegen zu können. Ein spöttisches Lächeln umspielte seine Lippen und er drehte schnell seinen Kopf zur Seite, um seine hochkommenden Gefühle vor ihr zu verbergen. Noch konnte er sich ihrer nicht entledigen, aber es würde nicht mehr lange dauern und Helen würde leiden müssen. Vorfreude erfüllte ihn und die Vorstellung daran sie bald nicht mehr ertragen zu müssen verschaffte ihm tiefe Befriedigung.

Er hörte wie sich ihre Schritte ihm näherten, nachdem sie alles Wort für Wort durchgesehen hatte und gleich stand sie wieder vor ihm.
Noch bevor sie etwas sagen konnte, erhob er sich aus dem Sessel und stand ihr nun gegenüber. Fest blickte er ihr in die Augen und lächelte ihr liebevoll zu. Amüsiert beobachtete er, wie sich ihre starren Gesichtszüge minimal zu verändern begannen, als sie das Zeichen der Zuneigung erwiderte. Es erstaunte ihn immer wieder wie wenig weich der Ausdruck ihrer Mimik war. Schon öfters hatte er feststellen müssen, dass Helen nicht fähig zu sein schien ihre Gefühle anderen Menschen gegenüber auszudrücken. Interessiert studierte er das angedeutete Lächeln und entging ihm keineswegs, wie oberflächlich und aufgesetzt dieses war.
"Oh, Helen!", raunte er ihr zu und war selbst etwas erstaunt, wie leicht es ihm fiel die Worte gefühlvoll klingen zu lassen.
Angst kam in ihm hoch und er begann sich zu fragen, ob er ihr nicht zu ähnlich war. Schließlich spielten sie beide miteinander, wenngleich sich ihre Motive wesentlich unterschieden. Lex schob die Zweifel beiseite. Er wusste, dass sein Leben davon abhing wie er sich Helen gegenüber verhielt und als Verlierer durfte und wollte er hier nicht hervorgehen. Niemals. Wobei er sehr vorsichtig vorgehen musste, denn er war auch jetzt in Gefahr. Allerdings würde Helen wohl versuchen sich schneller von ihm zu entledigen, sobald er sich nicht mehr fügsam benehmen würde. Eine Weile musste er noch durchhalten

In diesem Moment klingelte das Telefon und Lex war froh für diese willkommene Unterbrechung. Er wusste das es ihm heute besonders schwer gefallen wäre noch intimer mit Helen zu werden und war von daher dankbar, dass es nicht dazu kommen würde.
Mit einem leichten Kopfnicken entschuldigte er sich bei ihr, ging hinüber zu seinem Schreibtisch und griff nach dem Telefonhörer. Währen der diesen zu seinem Ohr führte und sich gleich darauf mit einem kurzen "Ja?" meldete, war er sich der Tatsache bewusst, dass sie noch immer an Ort und Stelle stand und ihre Überwachung andauerte.
Aufmerksam lauschte Lex dem Mann am anderen Ende der Leitung, drehte jedoch auch weiterhin Helen den Rücken zu und verbarg so das Aufleuchten in seinen Augen.
"Dann geht ja alles klar!", sagte er endlich und beendete mit diesen Worten das kurze Gespräch. Behutsam legte er den Hörer auf das Telefon und nutzte die Zeit um eine undurchschaubare Mine aufzusetzen. Dann erst drehte er sich um und zog überrascht seine Augenbrauen in die Höhe, als er Helen immer noch im Raum stehen sah.
Ernst mustere sie ihn und für einen Moment kam in ihm die Befürchtung hoch durchschaut worden zu sein. Doch Helen deutete stumm auf seinen Schreibtisch und Lex erkannte die kleine Geste ganz richtig als Aufforderung sich nun wieder seiner Arbeit zu widmen.
Schnell nickte er, senkte seinen Blick ergeben zu Boden und nahm dann folgsam hinter seinem Schreibtisch Platz.
Während er sich in die Akten vertiefte, lauschte er mit angehaltenem Atem, wie sich ihre Schritte entfernten. Doch noch bevor sie das Zimmer verlassen hatte, läutete ein weiters Mal das Telefon und Helen kehrte wieder um.
Geschäftig griff Lex nach dem Hörer und gab vor sich auf nichts anders als das Telefonat zu konzentrieren. Allerdings dauerte dies nicht lange an und so legte er kaum das er abgenommen hatte auch schon wieder auf.
Erst jetzt warf er einen Blick zu Helen hinüber, die nun vor seinem Schreibtisch stand und sehr interessiert darauf wartete informiert zu werden.
"Das Meeting beginnt!", teilte Lex ihr in knappen Worten mit, erhob sich noch während er sprach von seinem Stuhl und trat um den Tisch herum zu ihr hin.
Gnädig nickte Helen ihm zu, dann gingen sie gemeinsam los.
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