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_-Planet of Apes_Caesars Gefährtin-_

von Gandala
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Het
Caesar Koba Maurice OC (Own Charakter) Rocket
31.08.2014
14.11.2014
6
5.628
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31.08.2014 854
 
„Und was wollen wir heute machen, Neela?“, fragte Leia ihre kleine Schwester. Diese saß schon ganz unruhig am Frühstückstisch. Naja wenn man das was sie aßen Frühstück nennen konnte. Es gab weder frische Eier, noch Wurst und Brot. Solche Sachen wurden in letzter Zeit immer knapper und schwieriger zu finden. Die beiden Schwestern hausten in den Ruinen des einst so beliebten schönen San Francisco. Vor genau 10 Jahren war die Familie Mahoney in einem kleinen Häuschen in einem sauberen Wohnviertel in einer ruhigen Umgebung eingezogen. Und nur eine Woche später fing alles an. Affen rannten urplötzlich durch die Straßen und zerstörten auf ihrem Weg zurück in die Wälder alles, was sich ihnen in den Weg stellte. Dann kam der Virus und raffte Tausende wenn nicht sogar Millionen Menschen dahin. Die Menschheit geriet in Panik und alles was ihnen noch blieb war die blanke Angst. Eine Angst die sie dazu verleitete sich abzuschirmen. Es bildeten sich Siedlungen die strengsten bewacht und kontrolliert wurden, sodass die Bewohner dort nie  diesem Virus erkrankten. Es entbrannte ein stiller Krieg zwischen den Menschen und den Affen und den Menschen unter sich selbst. Mitten in diesem starben Leias und Neelas Eltern.


Nur wenige Wochen nachdem der Virus im Umlauf war stürmten die Menschen in die Supermärkte und Apotheken. Sie plünderten wie sie nur konnten. Arbeiter, Beamte. Menschen, die alleine lebten und Familien mit ihren Kindern. Die Polizei und die Feuerwehr existierten praktisch nicht mehr und jeder übte Selbstjustiz aus. Gewalt wurde zur Tagesordnung und die Kriminalitätsrate stieg unaufhörlich.
Neela war damals nur eine knappe Woche  alt gewesen. Leia musste mit 7 Jahren auf sie aufpassen während ihre Eltern in den Supermärkten nach Nahrungsmitteln und anderen wichtigen Haushaltswaren suchten. An jenem Tag hatten sie länger gebraucht. Zu lange. Leias Mutter kam erst spät nachts wieder. Ihre Kleidung war in Fetzen, ihre Hände blutverschmiert und ihre Augen geschwollen vom Weinen. „Mama! Was ist passiert? Wo ist Papa?“, hatte Leia gefragt. Die Frau im Türrahmen zitterte stark. „Er-er kommt nie wider, mein Schatz... A-aber du musst keine Angst haben... Euch wird nichts zustoßen... Dafür sorge ich!...“
Noch am selben Tag starb sie an inneren Blutungen. Erst einige Jahre später erfuhr Leia was geschehen war. Sie fand ihren Vater verwesend in einem Gang eines großen Einkaufszentrums. Fast hätte sie ihn nicht erkannt. Sein Schädel war mit einem stumpfen Gegenstand eingeschlagen wurden und man erkannte sein Gesicht ohnehin nicht richtig wegen dem vielen getrockneten Blut. Nur an einer Sache hatte sie ihn wieder erkannt.
An seiner unverwechselbaren Krawatte mit den bunten Blumen drauf. Ja, er war ein toller Gärtner gewesen. Er hatte ihnen sogar ein Buch hinterlassen, in welchem nicht nur Garten- und Wegpflanzen beschrieben wurden, sondern auch Waldgewächse. Alles unterteilt in kann-man-essen oder iss-das-bloß-nicht-! . Ein Buch, ohne das sie später sicher nicht lange überlebt hätten.
Leia zögerte kurz, schaute sich die Überwachungsvideos aber dann doch an. Die Aufnahmen waren unklar und man konnte kaum etwas erkennen. Doch das was sie sah vergaß sie niemals mehr. Als ihre Eltern mit einigen Tüten Lebensmitteln aus dem Laden kamen trafen sie auf einer Gruppe junger Männer. Diese befahlen ihnen die Sachen da zu lassen, aus ihrem „Revier“ zu verschwinden und sich nie mehr blicken zu lassen. Ihr Vater meinte bloß, dass sie die Lebensmittel brauchen und Kinder zu versorgen haben. Doch den Männern war das egal und als ihre Eltern an ihnen stur vorbeigehen wollten. Schlugen sie auf die beiden immer wieder ein. Ihre Mutter tritt und schlug wild um sich. Solange, bis die Angreifer sie nicht mehr halten konnten und sie fliehen konnte. Sie schlugen noch eine ganze Weile auf ihren Vater bis er sich nicht mehr rührte und nicht mehr schrie.


Es war gut, dass ihre Schwester dieses Video nicht gesehen hatte, dachte sich Leia. Seitdem sie es nämlich gesehen hatte hörte sie die Schreie ihrer Eltern im Schlaf. Deshalb schlief  stets nur 4-5 Stunden. Nie mehr, nie weniger. Schon früh mit Gewalt konfrontiert, bringt sie sich zum Schutze für sie und ihre Schwester das Bogenschießen bei. Den Bogen, den sie immer bei sich trug wenn sie raus ging, hatte sie zusammen mit einem Köcher und 10 Paketen a 5 Pfeile einst in einem leerstehenden Sportcenter gefunden. Mittlerweile zählten die Mahoney Schwestern bestimmt zu den letzten 100 Überlebenden in der einstigen Millionenstadt. Wie schafft man es zu überleben? Ganz einfach, man befolgt den Überlebensregeln:
1. Man hält sich von anderen Überlebenden fern.
2. Man fasst keine Toten an und keine Wertgegenstände von Toten.
3. Man geht nie ohne Waffe und ausreichend Munition aus dem Haus.
Und genau deshalb gibt es kaum noch professionelle Diebe und Gauner in der Stadt. Sie sind alle samt an ihrer Gier den Toten sein letztes Hemd zu nehmen gestorben. Denn wenn man unbedingt etwas anfassen muss was einem Verseuchten gehört, so sollte man doch wenigstens Handschuhe und Mundschutz tragen! Auch sollte man Körperkontakt mit bestimmten Substanzen und Sekreten vermeiden. Abgesehen von diesen kleinen Sicherheitsvorschriften sollte man sich einen Wochenplan machen mit geregelten Zeiten für die Suche nach Nahrung/Medizin/Haushaltswaren/Kleidung/Waffen/Heizmaterial und Freizeit zu Hause und im Garten.
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