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[Edge of Tomorrow] - Ausgeliefert

von Cono3
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
30.08.2014
28.09.2014
3
4.991
1
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
30.08.2014 1.604
 
Hier ist Kapi 1 der Storie. Ich muss zugeben die Charas sind nicht ganz so wie im Film. Cage ist ein bisschen härt/fieser und Rita u. U. ein wenig ängstlicher. Ich hoffe das stört nicht so arg.



Kapitel 1
Die Gunst des Feindes

In Ritas Kopf hämmerte es als sie die Augen öffnete. Licht brannte in ihnen und alles was sie sah, war eine bunte Masse aus Farben. Sie kniff die Augen zusammen und hoffte, dass die Übelkeit, die sich gerade zu den Kopfschmerzen gesellte, schnell abklingen würde. Nach ein paar Sekunden hatten ihre Pupillen sich an das Licht gewöhnt und sie öffnete ihre Augen ganz. Der Raum in dem sie lag musste eine Art Büro sein, den ein großer Tisch und Stühle standen vor ihr.

„Setzen Sie sich!“ Die Stimme war hart und doch irgendwie angenehm. Als sie sich aufsetze, merkte sie, dass sie von dem jungen Mann hinter dem Schreibtisch gekommen war. „Setzen Sie sich!“, wiederholte er mit einer Geste zu dem Stuhl hin.

Rita stand unter einem Anflug von Schwindel auf. „Ich stehe lieber….wenn ich darf.“, fügte sie hinzu.

Er nickte. „Meinetwegen.“ Er musterte sie einmal von oben bis unten.“ Ich hätte nie gedacht, dass ich sie einmal lebend zu Gesicht bekommen würde.“ Die Major-Uniform an ihm strahlte unverhohlen Macht und Stärke aus. Sie war sich sicher, dass er sie mit nur einem Handschlag hätte umbringen können und doch, sagte ihr irgendetwas, dass er sie nicht ungerecht behandeln würde.

„Die hälfte meiner Männer möchte sie am liebsten persönlich töten und die andere Hälfte würde gerne dabei zusehen. Einschließlich mir. Also sagen sie was sie in die Höhle des Löwen treibt?“

„Ich habe eine Möglichkeit gefunden wie wir die Mimics auslöschen können.“ Er schaute auf. In seinem Gesicht stand nun unverhohlen Neugier.
„Was…“ Er hob eine Hand und Rita stoppte.

„Ich halte sie für eine ziemlich schlaue Person, Rita. Und doch will mir nicht in den Kopf, warum sie damit zu mir kommen. Warum erzählen sie das ihrem Feind und liefern sich damit meiner Gunst aus? Warum?“

„Major…“, begann sie etwas unsicher.
„…Cage.“, fügte er hinzu.
„Major Cage, Sie wissen genau so gut wie ich, dass Europa verloren hat. Wir haben keine Chance mehr diesen Krieg zu gewinnen. Weder gegen Sie noch gegen die Mimics. Ich will einfach nur Frieden…und…“
„Und was?!“ Seine Stimme war auffordernd.
„Man hat mir nicht geglaubt…“

„Warum glauben sie, dass ich ihnen glauben werde?“ Rita brauchte einen Moment. Sein intensiver Blick machte sie kirre, seine Autorität machte sie unsicher. Für sie vollkommen untypisch.
„Ich glaube nicht dass sie mir glauben werden, ich hoffe dass sie mir glauben werden.“
Er erhob sich. „Warum begeben sie sich in ein Todeskommando, wenn sie sich von vornherein nicht sicher sind das es klappt? Warum geben sie ihre Teamkameraden auf, wenn sie nicht sicher sind, dass ich ihnen glaube?“

Rita trat ein Schritt zurück. „Ich gebe mein Team nicht auf! Ich will es retten!“
Seine Mine war undurchdringbar. „Das glauben sie selber nicht, Rita. Deswegen sind sie so unsicher, nicht wahr? Sie haben eine Scheiß Angst, dass ich ihnen nicht glauben werde. Angst davor, dass ich sie foltern werde, dass das hier alles umsonst war, aber am meisten Angst haben sie davor, das sie ihre Kameraden umsonst Verlassen und im Stich gelassen haben. Hab ich recht?“ Er trat um den Tisch herum und lehnte sich an die rechte Tischkante.

Rita mied es ihm ins Gesicht zu schauen. Zu unsicher machte sie sein Blick. Zu unsicher machte sie allein schon die Tatsache, dass er jetzt stand. „Hab ich Recht?“, wiederholte er seine Frage.
„Vielleicht…Kann ich Anfangen zu erzählen…?“ Er nickte und lies es auf dieser unpräzisen Antwort belassen.

„Was ich erzähle klingt merkwürdig, aber es ist wirklich so. Also hören sie bitte bis zum Ende zu.“ Ein weiteres Nicken. „Bevor ich in Verdun gegen die Mimics kämpfte, war ich an der  Küste der Normandie stationiert. Unsere Truppen waren dort hoffnungslos unterlegen und ich bin gestorben.“ Sie legte eine kleine Pause ein, um zu schauen ob Cage etwas sagen wollte, doch er war ganz still und sein Blick war auf seine Schuhe gerichtet.
„Aus für mich bis dahin unerklärlichen Gründen, war ich aber noch am Leben. Ich bin 24 Stunden vor der Schlacht wieder aufgewacht und konnte mich an das Erinnern was passiert war. Ich habe herausgefunden, dass ich in einer Art Zeitschleife stecke. Ein Freund von mir hat herausgefunden, dass die Zeitschleife durch das Blut eines Mimics hervorgerufen wurde. Der Mimic den ich angegriffen habe kurz bevor ich gestorben war. Aber er war kein normaler Mimic sondern ein Alpha.“ Sie schaute wieder auf doch er machte noch immer keine Anstalten etwas zu sagen.
„Sie müssen verstehen die Mimics sind wie ein großer, zeitensteuernder Organismus. Es gibt die normalen grauen Mimics. Dann gibt es blaue Mimics, die Alphas, die eine Art zentrales Nervensystem darstellen und dann gibt es noch das Omega welches das Gehirn des Organismus ist. Wenn nun ein Alpha stirbt setzt das Omega den Tag zurück und in diesem Fall kann sich der Alpha an alles Erinnern was passiert ist. Daher der Zeitschleifeneffekt in dem ich gefangen war. Ich habe also begonnen eine Lösung zu suchen wie wir diese Schlacht überstehen und als ich einige Wiederholungen hinter mir hatte, habe ich Visionen bekommen, die mir das Omega zeigen und auch zeigen wo es ist. Ab da habe ich versucht zu ihm zu kommen, um es zu töten. Ich hab aber die Macht verloren ehe ich es töten konnte.“

Rita schaute auf und merkte, dass Cage mittlerweile neben ihre stand. „Wodurch haben sie die Fähigkeit verloren?“
„Eine Bluttransfusion…“

Sie wartete ab was er nun tun würde. Sein Blick war nachdenklich und insgeheim hatte Rita höllische Angst, dass er ihr nicht glauben würde. Er trat vor sie und zwang sie in seine Augen zu schauen.
„Was haben ihre Leute mit ihnen gemacht als sie ihnen das erzählt haben?“ Seine Stimme war leise und so jagte sie ihr mehr Angst ein als wenn er geschrien hätte. Rita stockte. Wie kam er den jetzt da drauf? „Warum ist das wichtig?“ Er trat noch einen Schritt an sie ran und sein Mund senkte sich zu ihrem Ohr. Sie spürte seinen Atem auf ihrer Haut. Jedes Zucken seiner Muskeln. „Weil ich vielleicht das selbe mit ihnen machen möchte.“

Sein Flüstern jagte einen Schauer über ihren Rücken. „Man hat mich für Verrückt erklärt.“ Ihre Stimme war ruhig und doch wusste sie, dass er ihr Zittern spürte.
„Ich will wissen was man ihnen angetan hat, Sergeant Vrateski.“
„Ich…“ Ihre Stimme zitterte und sie stoppte. „Nein…“, murmelte sie. Ein grinsen huschte über sein Gesicht und er legte die Hände hinter sie auf den Tisch. So, dass sie zwischen ihm und dem Möbel eingeklemmt war. „Das ist schon das zweite Mal das sie meine Frage nicht beantworten, Rita.“ Er legte eine Pause ein und wenn er hoffte, dass sie etwas sagte, dann hatte er sich getäuscht.

„Sie beantworten mir jetzt eine der beiden Fragen oder ich werde ihnen wehtun.“ Die Präsenz seines Körpers unterstrich seine Worte auf eine unangenehme weise. Sie schwieg und spürte im nächsten Augenblick das Zucken seiner Muskeln.
Den ersten Schlag konnte sie abwehren doch der zweite traf sie so überraschend, dass sie Sekundenspäter mit dem Gesicht vornweg auf dem Tisch lag. Cage hatte ihrem Arm schmerzhaft auf den Rückenverdreht so, dass sie sich nicht rühren konnte.

„Hätte nicht Gedacht das sie den ersten Schlag abfangen.“ Säuselte er an ihrem Nacken. „Also, die Antwort auf eine der beiden Fragen oder ich breche ihnen die Hand.“ Sie schwieg zuerst, doch als er anfing ihr Handgelenk zu verdrehen gab sie nach. Ein Wimmern kam von ihren Lippen ehe sie sprach. „Angst….Ich habe Angst das ich meine Teamkameraden umsonst Verraten habe. Sie haben Recht.“ Er lockerte seinen Griff ein wenig.

„Dann haben sie ja Glück. Ich glaube ihnen.“
„Was?“ Ihre Stimme klang ungläubig. Sie spürte ein Lächeln im Rücken.
„Sind sie so enttäuscht darüber?“
„Nein,…aber die Geschichte klingt für alle unsinnig die…“ Sie stutzte. „…für alle unsinnig die die Macht nicht hatten…“
„Sie schalten schnell, Rita.“
„Sie…Sie hatten die Macht…?“
„Ich hatte die Macht den Tag zurückzusetzen, ja.“ Rita konnte nicht glauben dass das hier gerade passierte. Cage glaubte ihr und noch dazu hatte er die Macht besessen…

„Wann? Wann hatten sie die Macht?“ Er lockerte seinen Griff noch ein wenig woraufhin sie ihr Handgelenk wieder gerade drehen konnte.
„Vor einem halben Jahr. Ich war damals noch ein unbedeutender PR-Mann und nicht unbedingt begeistert an die Front geschickt worden zu sein. Doch ich habe dazu gelernt. Gelernt wie man kämpft. Gelernt wie man seine Kameraden führt. Und jetzt bin ich hier.“

Er trat ein Schritt zurück, so dass sie sich aufrichten konnte und umdrehte. „Wie ist nun ihr Plan auf dieser Theorie die Welt zu retten?“
„Sie helfen mir einen Alpha zu suchen. Wir lassen uns in die Zeitschleife ziehen und warten bis die Visionen kommen. Dann töten wir das Omega.“

Er wollte gerade ansetzen etwas zu sagen als es klopfte. „Ja?“ Die Tür wurde geöffnet und ein anderer Major inklusive Soldaten trat ein.
Der andere Major schaute auf. „William…?“ Cage nickte und kam auf Rita zu. „Drehen sie sich um.“ Sie schaute ihn fragend an tat aber was er sagte. „Hände hinter den Rücken.“ Cage fesselte ihre Arme. „Die Soldaten werden sie in ihre Zelle bringen. Ich überlege mir, was ich von ihrem Plan halte.“

Mit diesen Worten schob er sie zu den Soldaten. Ehe sie an der Tür war hielt sie noch einmal inne. „Major Cage?“ Er schaute auf. „Danke.“ Ein Lächeln zierte seine Lippen ehe die Tür zuschlug.

tbc
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