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Live.Life.Love

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Melanie Klupsch Thorsten Stubbe / Torte Wilhelm Blödorn / Willi
30.08.2014
30.08.2014
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Frieda – Hier und Jetzt

Wenn ich daran zurück dachte was wirklich eine lächerliche Geschichte, verglichen mit der Hunger Situation auf der Welt war dies noch nicht einmal ein Kekskrümel.
Ich klappte mein Tagebuch an der Stelle zu an der ich  aufgehört hatte zu lesen und stellte es zurück an seinen Platz im Bücherregal. In der letzten Zeit hatte ich viel über die vergangenen Jahre nachgedacht und ab und zu in meinem alten Tagebüchern gelesen.
Mein Blick streifte durch mein Zimmer an den Wänden hingen immer noch alte Fotos von uns in den „wilden Hühner“ Zeiten aber diese Zeiten waren längst vorbei. Zu Melanie hatte ich den Kontakt mehr oder weniger abgebrochen, was allerdings nicht an mir lag sondern vielmehr an der Beziehung zwischen mir und  Willi. Trude und Wilma waren zur Zeit im Ausland, die eine der Musik wegen die andere wegen der Schauspielerei. Und Sprotte? Sprotte war Sprotte und uns würde so schnell nichts auseinander bekommen.
Aber die Hühner waren schon lange nicht mehr „Die wilden Hühner“.
Warum ich soviel über die letzten Jahre nachdachte wusste ich nicht . Vielleicht vermisste ich die alte Zeit, vielleicht wollte ich mich einfach auf schönere Situationen konzentrieren als in der ich mich gerade befand. Wie war das noch mal mit dem Marmeladenglas?
Ich wusste mittlerweile dass ich nicht  jeden Mensch und jedes Tier auf der Welt retten konnte. Mein Studium zur Sozialarbeiterin verlief zwar gut aber dennoch stellte ich mir in letzter Zeit die Frage ob es das richtige für mich war, wollte ich mein ganzes Leben lang Leuten helfen und die starke spielen die ich zu zumindest im Moment nicht war.
Als mein Handy klingelte erschrak ich und erwachte aus meinen Gedanken. Unbekannte Nummer lass ich auf dem Display und nahm ab. „ Hey, Frieda ich bin s Willi.“ sagte eine ruhige und leicht rauchige Stimme. „Was willst du?!“ raunte ich zurück. „Melanie hat sich gemeldet.“ lautete die Antwort. „Schön warum erzählst du mir das?“ gab ich zurück, warum musste er mir das ausgerechnet heute sagen als wenn ich nicht schon genug im Kopf herumspuken hätte. „ ich dachte du solltest es wissen...“ hörte ich dann herrschte Stille. Ich räusperte mich: „Willst du dich mit ihr treffen?“ wieder Stille. „Ja ich denke schon.“ seine Stimme wurde von Wort zu Wort leiser,
„Okay.“ um ehrlich zu sein wusste ich nicht was ich drauf noch antworten sollte. „ Aber wenn du es nicht möchtest, ich mein...“ setze Willi an „ Dann was? Wirst es nicht tun obwohl du es willst?
Willi wir sind nicht mehr zusammen und du kannst tun und lassen was du willst aber bitte beantworte mir eine Frage warum rufst du mich an um mir zu erzählen dass du dich nicht mit Melli treffen willst warum tust du's nicht einfach?“ unterbrach ich ihn genervt. „ Wie schon gesagt..“ setzte er erneut an aber er kam nicht weiter „ du wolltest das ich es weis, schön das tue ich jetzt! Aber bitte tue mir einen Gefallen wenn du nur jemand brauchst der mit dir in die Kiste steigt wende dich an jemand anderen nicht an Melli! Kapiert?!“ schrie ich schon fast und legte einfach auf.

Nach diesem Gespräch brauchte ich eindeutig frische Luft. Ich steig in meine verschlissenen Reiter Stiefel und schlüpfte schnell in meine Jeansjacke. Nachdem ich die Tür hinter mir geschlossen hatte
atmete ich einen tiefen Zug frische Luft ein. Mein Weg führte mich automatisch Richtung Wohnwagen. Ich war länger nicht mehr hier gewesen, das letze mal an Sprottes Geburtstag aber immer wenn ich einen Platz zum Nachdenken brauchte kam ich hier hin.
Mein erster Weg führte wie immer zu den Hühnern. Im Laufe der Zeit waren es nicht mehr ganz so viele wie nach unserer Rettungsaktion aber immer noch ein kleiner bunter Haufen. Ich war froh das Sprotte regelmäßig her kam um sich um sie zu kümmern. Ich holte den Eimer mit Körnern der an dem improviserten Gehäge hang und schmis ein paar hinein. Mit einem Satz drehte ich mich auf dem rechten Fuß um und machte 2 große Schritte zur Wohnwagen Tür, die ich mit einem Knaren öffnete. „Oh mein Gott ,Frieda! Hast du mich erschrekt!“ sagte..... mit weit aufgerissenden Augen, was machte das Küchen hier? „ Hast du die Hühner nicht Kackern gehört? Verfressende kleine Biester.“ erwiederrte ich ihr. „Nein ich hab Musik gehört.“ antwortete sie mir und zog die kleinen Kopfhörer aus ihren Ohren die mir davor nicht aufgefallen waren. Ich schaute sie schräg an. „Entschuldigung ich hab einen Ort zum Nachdenken gesucht und da ist mir der Wohnwagen eingefallen“ nuschelte sie als hätte sie meine Gedanken gelesen.“Willst du etwas Tee? Neue Mischung von mir“ ergänzte sie den Satz und schenkte mir ein lächeln. „Ja gern, warum gehst du den nicht in euer Hauptquartier?“ beim aussprechen der Wörter verzog sie traurig das Gesicht. Ich setze mich gegenüber von ihr an den kleinen Wohnwagen Tisch und nippte an meinem Tee.
„Bei uns herrscht im Moment dicke Stimmung Lilli hat sich mit Verena zerstritten, warum muss Verena auch immer so ...ach ich weis auch nicht.“ ihr blick viel in ihre Teetasse als würde sie dort die Antwort auf ihrer Frage finden. „ Das wird schon wieder, manchmal kann man sich halt nicht leiden oder versteht den andern nicht“ versuchte ich sie aufzumuntern. „Mmm ja da kannst du recht haben, aber was machst du eigentlich hier?“ fragte sie. „Nachdenken“ erwiderte ich mit einem lächeln. Sie lächelte zurück und schaute auf die Uhr. „Mist schon so spät ich muss noch Mathe machen! Tschau Frieda, grüß Sprotte von mir.“ Mit einem Satz sprang sie auf und ging zur Tür.
„ ach so da liegt ein Brief für dich auf dem Tisch..“ fügte sie noch schnell hinzu und verschwand.
Ich schaute ihr noch kurz nach und schnappte mir dann den Brief der mir zuvor nicht aufgefallen war. Mein Name stand in ziemlich krakliger Schrift drauf. Ich öffnete ihn und begann zu lesen :
Liebe Frieda, ich hoffe das Fred es auf die Reihe bekommt dir diesen Brief weiter zu leiten (Frage ist ob er überhaupt ankommt beziehungsweise das Päckchen an Fred in dem er drin war. Die Post hier in Dänemark ist nicht die schnellste)

Ich lächelte obwohl ich nicht ganz verstand warum Torte mir schrieb. Er war mit uns allen im Email Kontakt und seit dem es Whatsapp wurden wir ständig mit Sprachnachrichten zu gedonnert.

Du fragst dich bestimmt warum ich schreibe. Nun ja ich habe bemerkt wie wenig Leute nur noch Briefe schreiben also handschriftlich. (Okay das ist aus einem Film geklaut aber ich hab ehrlich gesagt keinen Plan warum ich schreibe). Mir geht es ganz gut. Hab das von dir und Willi gehört..sorry tut mir echt leid das aus euch nicht mehr geworden ist wie aus Melli und ihm.

Ich verzog das Gesicht wollte er uns ernsthaft gerade vergleichen?

Sorry war nicht so gemeint nicht das du wie Melli bist aber naja, du weist ich bin nicht gut in diesen Liebessachen. Das Wetter hier ist im Moment ganz Okay, Schule läuft auch so einigermaßen kennst mich ja ;) Sag mal was ist eigentlich mit Fred und Sprotte los kommen die noch mal in die Pötte oder wird das nichts mehr bis ich 100 bin.? ;) Ich plane übrigens ein Besuch zu euch in den nächsten Wochen also freu dich schon mal. Ich weis ja das du mich immer lieben wirst.
Alles liebe grüß mir die Hühner (die echten), hab dich lieb, dein  Torte.
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