Das Gute im Bösen

von Bunny90
GeschichteRomanze, Fantasy / P18
Davina Claire Elijah Mikaelson Marcel Gerard Niklaus Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
27.08.2014
22.11.2016
31
48930
18
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Es waren drei Wochen vergangen seit Klaus Tyler aus Mystic Falls vertrieben hatte und sowohl Selina als auch Caroline litten sehr darunter, dass Tyler nicht mehr hier war. Die junge Werwölfin fühlte sich total einsam in dem riesigen Haus ihrer Familie. Sie war traurig, weil der einzige Mensch, der von ihrer Familie noch übrig war, nun nicht mehr bei ihr war. Auf der anderen Seite war sie jedoch total wütend auf den Urhybriden, denn es war alleine seine Schuld. Selina war in den letzten drei Wochen oft bei Caroline gewesen, um sie zu trösten. Sie hatte vorgegeben stark zu sein und nicht zu sehr zu leiden, um für Caroline da sein zu können. Doch abends, wenn sie alleine in ihrem Bett lag, überkam es sie und sie weinte sich in den Schlaf. Wenn sie morgens aufwachte war sie unglaublich wütend und würde am liebsten zu Klaus gehen um ihm mal zu sagen was sie von ihm und seinen Drohungen hielt.

Jedoch hatte sie es immer irgendwie geschafft sich zurückzuhalten, denn sie wusste natürlich genau, dass sie keine Chance gegen ihn hatte. Er war über 1000 Jahre alt und ein Urhybrid. Die junge Frau hatte auch einige Male überlegt die Stadt zu verlassen, um nach ihrem Cousin zu suchen. Doch ihr war klar, dass er nicht zurückkommen konnte und sie wäre nur eine Last für ihn, solange er auf der Flucht war. Wie so oft seit ihr Vater tot war, wünschte sie sich, dass er bei ihr wäre um sie in den Arm zu nehmen und ihr zu sagen, dass alles wieder gut werden würde. Selina hatte in den letzten achtzehn Jahren ihres Lebens schon sehr viel durchmachen müssen. Ihre Mutter hatte niemals etwas von ihr wissen wollen. Sie hatte sie nur ausgetragen und dann bei ihrem Vater abgesetzt. Durch den Lebensstil und auch den Fluch ihrer Familie waren sie und ihr Vater immer wieder umgezogen. Die Werwölfin hatte nie ein richtiges Zuhause gehabt und durch einen Autounfall, den sie verursacht hatte, war der Fluch bei ihr ebenfalls ausgelöst worden.

Im Alter von fünfzehn Jahren hatte sie lernen müssen, dass sie sich bei jedem Vollmond in ein Monster verwandelte. Als junges Mädchen war sie nicht damit klargekommen, auch wenn sie es von ihrem Vater gewusst hatte. Doch Mason hatte gedacht, dass der Fluch der Familie Lockwood nur auf den Männern lastete, das war jedoch eine falsche Annahme gewesen. Es gab auch weibliche Werwölfe und das hatte seine Tochter viel zu früh am eigenen Leib erfahren müssen. Wenn es ihm möglich gewesen wäre, hätte er alles getan um seine Tochter von diesem Fluch zu befreien, denn er hatte nie gewollt, dass sie so leiden musste. Mit der Zeit war Selina jedoch damit klargekommen und nun sah sie sich selbst nicht mehr als Monster. Sie würde den Schmerz bei der Verwandlung zwar gerne loswerden, doch die verstärkten Sinne waren ein toller Vorteil. Und auch ihre Körperkraft war um einiges größer, als die einer normalen jungen Frau in ihrem Alter. Man sah ihr jedoch nicht an, dass sie übermenschliche Kräfte besaß.

Die junge Werwölfin stand in dem alten Arbeitszimmer ihres Onkels und hielt eine Flasche Whisky in der Hand. Laut Gesetz durfte sie natürlich noch keinen Alkohol trinken, doch das war ihr schon immer vollkommen egal gewesen. Der starke Alkohol half ihr meistens dabei alles zu vergessen und einfach abzuschalten, deswegen gönnte sie sich hier und da das verbotene Suchtmittel. Verwunderlicherweise vertrug sie auch einiges, was ihrer Ansicht nach wohl auch daran lag, dass sie eine Werwölfin war. Mit sechzehn hatte sie genau hier zum ersten Mal heimlich mit ihrem Cousin etwas getrunken. Die beiden hatten sich oft hier versteckt, wenn ihre Eltern mit etwas anderem beschäftigt gewesen waren. Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen als sie daran zurückdachte, wie sie und Tyler nach ihrem ersten Rausch heimlich in den Garten gegangen waren um sich zu übergeben, damit ihre Eltern bloß nicht davon Wind bekamen. Ihr Cousin war nur um zwei Monate älter als sie selbst, doch er war trotzdem immer so etwas wie ihr großer Bruder für sie gewesen.

Wieder nahm sie einen großen Schluck von der Flasche und spürte ein leichtes Brennen, als das Getränk ihre Kehle hinunterlief. Immer und immer wieder trank sie von dem alten und guten Whisky, bis die große Flasche schlussendlich leer war. Langsam erhob die junge Frau sich von dem Stuhl auf dem sie gesessen war und schwankte ein wenig. Es war wohl keine gute Idee gewesen, nichts zu essen und dann so viel Whisky in so kurzer Zeit zu trinken. Ihr war zwar kein bisschen übel, doch sie war ziemlich betrunken. Statt nach oben in ihr Zimmer zu gehen und sich hinzulegen, um ihren Rausch auszuschlafen, zog sie sich ihre Schuhe an und verließ das Haus. Da sie sich geschworen hatte niemals betrunken mit dem Auto zu fahren, ging sie zu Fuß. Es dauert natürlich etwas länger ohne Auto, denn das Anwesen der Familie Lockwood lag am Stadtrand, nahe am Wald gelegen.

Selina hatte zwar keine Ahnung wo genau Klaus wohnte, doch mit Hilfe ihres Geruchsinns würde sie ihn schon aufspüren. Durch den Alkohol war ihre Wut ins unermessliche gestiegen und deswegen würde sie den Urhybriden nun mit ihrer Wut konfrontieren ob es ihm passte oder nicht. In ihrem betrunkenen Zustand war es ihr auch total egal was er dachte oder tun würde, sie bedachte die Konsequenzen nicht, die das für sie haben könnte. Stattdessen war sie voller Tatendrang Klaus die Meinung zu geigen und ihm eine zu verpassen. Schwankend kam sie es nach einiger Zeit tatsächlich bei der großen Villa an, in der der Urhybrid hauste. Ihre feine Nase hatte sie hier hergeführt und ohne Rücksicht auf Konsequenzen donnerte sie ihre Faust gegen die riesige Eingangstüre. „Klaus, bewegen Sie Ihren Arsch hier raus“, rief sie laut stark lallend und mit wütendem Unterton in der Stimme.

Als die Türe von Klaus aufgerissen wurde, stolperte Selina erschrocken einen Schritt zurück. Der Urhybrid starrte sie jedoch nicht wütend oder verärgert an, ganz im Gegenteil, er hatte ein amüsiertes Grinsen auf den Lippen. „Du wolltest, dass ich rauskomme und nun starrst du mich schweigend an Liebes“, ergriff Klaus als erstes das Wort und neckte sie grinsend. Ohne auf seine Worte zu achten, betrat sie sein Haus und blieb in dem riesigen Flur stehen. Sie war erst Mal überrascht, denn obwohl sie in dem riesigen Haus ihrer Familie lebte und Luxus somit gewohnt war, sah sie sich fasziniert um. Die gesamte Eingangshalle war aus hellem Marmor und sah unglaublich teuer und luxuriös aus. „Bist du etwa hier um mein wunderschönes Haus zu begutachten Liebes?“, fragte der Urhybrid grinsend nach und stand plötzlich direkt hinter ihr. Selina ging sofort einen Schritt zur Seite, dann seine plötzliche Nähe machte sie nervös.

„Nein, deswegen bin ich ganz bestimmt nicht hier. Ich bin hier um Ihnen zu sagen, dass Sie ein Monster sind, dass nur an sich selbst denkt. Ich finde es unglaublich, dass ein einziges Lebewesen so verdammt herzlos und böse sein kann“, donnerte die junge Frau ihm entgegen und warf ihm einen wütenden Blick zu. Klaus sah sie grinsend an, ging an ihr vorbei ins Wohnzimmer, dass genauso luxuriös war wie die Eingangshalle und in dem sich ein Kamin befand. Noch wütender, weil er sie einfach stehen ließ, ging sie ihm hinterher und direkt auf ihn zu. Direkt vor ihm blieb sie stehen und bohrte ihm ihren Zeigefinger in die Brust. „Sie alleine sind schuld daran, dass ich keine Familie habe. Sie sind Schuld am Tod meines Vaters. Sie haben meine Tante getötet und nun meinen Cousin verscheucht und gedroht ihn ebenfalls zu töten, wenn Sie ihn finden“, schrie sie ihn wütend an und ballte ihre zweite Hand zur Faust. „Dein Cousin ist Schuld daran, dass ich deine Tante getötet habe und am Tod deines Vaters bin ich nicht Schuld Liebes, Damon hat ihn getötet“, erwiderte Klaus daraufhin und zuckte mit den Schultern.

„Nein es ist alles Ihre Schuld, wenn Sie nicht wären, wäre meine Familie noch am Leben. Wenn Sie Katherine nicht verfolgt hätten, hätte sie meinen Vater nicht nach Mystic Falls geschickt um den Mondstein zu suchen. Und wenn Sie nicht wären, wäre Tyler Ihnen nie begegnet und nie zum Werwolf und dann Hybriden geworden“, zählte die junge Werwölfin alles auf und redete sich in Rage. Sie war so verdammt wütend und traurig gleichzeitig, dass sie am liebsten losgeheult hätte, doch diese Blöße wollte sie sich vor ihm nicht geben. Der Urhybrid schüttelte jedoch sofort den Kopf und sagte „Ich habe keine Schuld an Dingen, die andere getan haben Liebes.“ Wütend von seiner Ignoranz schlug sie ihm gegen die Brust und gerade als sie ihm mit der zweiten Hand ins Gesicht schlagen wollte, packte er ihre Hände. „Das willst du doch gar nicht tun Liebes“, sagte er grinsend und zog sie noch näher an sich heran. Selina konnte seinen warmen Atem auf ihren Lippen spüren und seinen brennenden Blick ebenfalls. Sofort begann ihr Herz in ihrer Brust schneller zu schlagen und ungewollt hielt sie den Atem an.
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