A Crack in the Forest (Arbeitstitel)

GeschichteRomanze, Fantasy / P12
24.08.2014
26.08.2014
2
1918
 
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Diese Geschichte ist eigentlich für einen Wettbewerb gedacht, also ist sie quasi urheberechtlich Geschützt. (Chameleon)
Zumindest die Idee der Handlung. Die WarriorCats, sowie deren Lebensweise, Namen, etc., sind Werk der Autorinnen Erin Hunter.
_____

Die Pfoten des Katers trommelten im Takt seines eigenen Herzschlags. Bäume und Sträucher huschten links und rechts an ihm vorbei, doch seine Augen registrierten diese nur als grüne, unwichtige Masse, welche er zu schnell hinter sich lies, um weiter darüber nachzudenken. Mit dem Wind im Nacken fixierte der Kater den Claneingang, bereit abzuspringen.
Und er sprang - jedoch etwas zu tief, und so kam es, dass sein Dickschädel mit Rosenherz' zartem Köpfchen kollidierte.
Benebelt richtete sich der Kater auf, warf den Kopf hin und her, um einen klaren Gedanken zu fassen. Er öffnete die Augen, wollte losfauchen, warum zum SternenClan dieses mäusehirnige Geschöpf ihm den Weg versperrte, doch die braunfarbene Kriegerin kam ihm zuvor:

,,Was im Namen des Waldes willst du hier?! Du weißt doch, dass Streuner hier keinen Zutritt haben!"

Die zarte Kätzin warf ihm einen finsteren Blick zu, und er konnte sehen, wie sich ihr Nackenfell aufstellte und ihre Krallen sich in die weiche Erde bohrten.
Cracker legte den Kopf ein wenig schief, und konnte sich ein amüsiertes Schnurren nicht verkneifen.

,,Du hast noch nichts von mir gehört, stimmts? Ich bin..."

,,...ein Streuner, der nicht zum SonnenClan gehört.", beendete Rosenherz abwertend. Ihr Gesichtsausdruck erinnerte ihn an jemanden, der gerade Mäusegalle geschluckt hatte.

Er seufzte, und setzte sich vor seine Gegenspielerin.

,,Wo ist die Anführerin? Du weißt schon, die junge attraktive Kätzin mit dem schneeweißen Fell. Groß, gut gebaut, attraktiv, klug, freundlich und hab ich attraktiv schon erwähnt?"

Rosenherz schien zu kochen, und es lag wohl nicht an der schwülen Sommerhitze, wie Cracker feststellten musste.

,, Ver - schwin - de. Lichtstern interessiert sich nicht für einen schmutzigen, schmierigen, schwachen, dummen..."

,, ...Lebensretter. Deswegen bin ich hier. Lichtstern schuldet mir einen Gefallen und ich möchte ihn einlösen."

Langsam aber sicher fingen die Nerven des Katers an zu bröckeln, und seine Laune drohte von der Klippe der Fröhlichkeit zu stürzen. Er kratzte sich hinterm Ohr und versuchte an Rosenherz vorbei zu schielen.
Gerade als sich die Kätzin auf unseren Protagonisten stürzen wollte, erfüllte ein lieblicher Klang den Wald. Eine Stimme, so zart wie die Federn eines Jungvogels, rief seinen Namen. Und es war, als hätte er die Stimme einer SternenClan Katze vernommen, so leise und doch so kräftig. Crackers Wut wich dahin, stattdessen begann sein Kopf sich zu drehen.

,,Crack! Wie schön dich zu sehen! Wie geht es dir? Und wie steht es um Splatter?"

Rosenherz wich unterwürfig zurück, als Lichtstern ihren Platz einnahm. Die Kriegerin starrte verwirrt um sich, als hätte sie vergessen wie man ein Leben als Katze führen sollte. Lichtstern schnurrte und kniff erfreut die Augen zusammen, als sie sich vor Cracker setzte, so nah, dass sich ihrer beider Nasen fast berührten.
Aber eben nur fast. Und doch brodelte das Herz des Streuners, er musste sich bemühen still zu sitzen und behielt stur Augenkontakt mit diesen wunderhübschen, eisblauen Seelenspiegeln.

,,Es ist okay, Rosenherz. Ich behalte den Lagereingang im Auge, ruh dich doch inzwischen aus. Ach und sag Löwenglut bitte, dass er eine Jagdtruppe zusammenstellen soll. Stell sicher dass Kratzgesicht mitkommt, der Faulpelz muss sich mal wieder bewegen."

Die junge Kriegerin nickte nur und bekam den Mund nicht mehr zu. Lichtstern verabscheute Streuner doch normalerweise. Warum verjagte sie diesen Eindringling nicht einfach? Verwirrt huschte sie durch eine Mauer aus Farn und Zweigen, um ihrer aufgetragenen Arbeit nach zu gehen.

Die Anführerin kicherte herzhaft, und ihr belustigter Blick traf seinen.
Crack kicherte mit, auch wenn er nicht ganz wusste warum.

,,W-was äh...ist so lustig?"

,,Du sabberst."

Der Kater riss die Augen auf und strich schnell mit der Pfote über seinen offenen Mund. Er musste vergessen haben ihn zu
zumachen. Äußerlich lächelte Crack zwar, aber innerlich kratze er sich selbst über seine Schnauze und verfluchte sich über seine peinliche Handlung.

,,Weshalb bist du hier, mein Freund?"

Er musste sein mäusehirniges Gedächtnis erst neu starten, bevor er antworten konnte. SternenClan, diese Kätzin machte ihn verrückt.

,,Ich bin hier wegen...es geht um äh.. Splatter."

,,Deinen Bruder?"

,,Ja, er...es ist so, er..."

Der Streuner seufzte. Wie sollte er es formulieren? Er wollte die Laune dieses wunderschönen Geschöpfes nicht zerstören. Doch irgendwie musste er es ihr ja sagen. Crack seufzte ein mal tief.

,,Splatter ist tot. Er...hat es nicht geschafft."

Und mit einem mal verschwand der Glanz in den Augen der Kätzin, stattdessen vertrübten sie.

,,Das...ist eine sehr traurige Nachricht. Die Kräuter von Harzpelz haben nicht geholfen..?"

Cracker starrte bedrückt zu Boden und lies die Schultern hängen.

,,Nein. Es hat kein bisschen Wirkung gezeigt, die Schmerzen sind auch geblieben. Bitte versteh' mich nicht falsch, dein Heiler ist ein sehr kluger Kater, aber selbst er hat gegen den Tod keine Chance. Und ich bitte dich, Lichtstern, um einen einzigen Gefallen."

,,Und der wäre?"

,,Töte mich."

__

,,Und was ist dann passiert?!", große Augen blickten mir entgegen, sie glänzten vor Neugier wie die drei Metallwände, welche uns umgaben. Irgendwie erinnerte mich dieser Jüngling an mich, meine Zeit in der ich noch fähig gewesen war, aufzustehen ohne dass mir schwindelig dabei wurde.
Meine Lippen verzogen sich zu einem milden Lächeln.
Ich sah dem Schüler in die Augen, und kam ihm dabei mit meinem Gesicht immer näher, bis sich unsere Nasen fast berührten.

,,Geduld, junger Kater, ist des Kriegers Verbündeter. Wer nicht warten kann, der darf auch nichts ERwarten. Lass uns ausruhen - dann, morgen - erzähle ich dir das Ende meiner Geschichte."

Mein kleiner Geselle schnaufte kaum merklich, doch ich sah, wie er versuchte seine enttäuschte Miene zu verbergen. Der kleine Fellball rollte sich zu einer Kugel zusammen, murmelte ein ,Schlaf gut' und schlummerte ein paar Herzschläge später ein.

Auch ich wurde schläfrig. Ich schloss meine müden Augen, benutzte den kleinen Kater als Kissen und vegetierte daher, versuchte meinen Körper so zu plazieren, dass das kalte Metall meine Haut nicht berührte, im Hintergrund verebbte das laute Geschrei einer Königin, dessen Jungen im Begriff waren, zum SternenClan zu stoßen.
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