Love and Pain

GeschichteFantasy / P16
Christian Ozera Dimitri Belikov Ibrahim "Abe" Mazur Janine Hathaway Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
23.08.2014
23.04.2019
80
76.561
13
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23.08.2014 764
 
Also hier ist das erste Kapitel meiner FF, hoffentlich gefällt es euch :D
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„Liss bitte!“ flehte ich sie an. „ Du kannst ihn retten, er….er würde leben und…“ Doch weiter kam ich nicht, denn sie unterbrach mich abrupt. „ Nein, nein das kann ich nicht. Rose er ist tot und er wäre an mich gebunden, wenn ich ihn zurückholen würde….es tut mir Leid. So unendlich leid, denn ich weiß er war dein Mentor und ich mochte ihn auch aber…“
Lissa beendete den Satz nicht, denn ganz ehrlich, egal was sie auch in diese Richtung sagen würde, würde nichts bringen. Sie hatte Recht! Er war tot oder wohlmöglich ein Strigoi und in keinem der beiden Fälle konnte sie helfen. Nicht ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
Innerlich Schrie ich wollte einfach nur weinen. Gerade jetzt, wo wir endlich eine richtige Beziehung hatten, auch wenn diese geheim gewesen war. Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich noch nie in meinem Leben so stark für jemanden empfunden hatte wie für Dimitri.
„ Rose?“ Lissas Hand umschloss die meine. Ich Blickte auf und erst nachdem ich ein paarmal geblinzelt  hatte, fiel mir auf, dass eine Frau auf uns beide zukam. Lissa, die eben noch vor mir gekniet hatte, setzte sich eine Bankreihe vor mir hin um der Frau Platz zu machen.
Als diese mich erreicht hatte nahm sie meine Hand in ihre und strich mir sanft übers Haar. Erst jetzt bemerkte ich, dass es meine Mutter war. „ Mom….?“ Ich erkannte meine eigene Stimme nicht wieder. Sie klang so ganz anders,  rau und brüchig. Ich spürte wie mich der ganze Schmerz, den ich so verzweifelt aus zu blenden versuchte, zu überwältigen drohte. Tränen sammelten sich in meinen Augen. „ Mom!“
Jetzt schrie ich es beinahe. Der Schmerz breitete sich unweigerlich weiter in mir aus und Panik erfasste mich. „ Mom! Ich…..Ich…!“ Scheinbar klang ich jetzt richtig hysterisch, denn meine Mutter zog mich an sich, strich mir übers Haar und murmelte leise und beruhigend auf mich ein.
„ Es ist ok Rose. Ich bin ja hier.“ Ich schluchzte auf und war dankbar, dass sie nicht so einen Satz wie „ Es ist alles gut“ gesagt hatte, denn wir wussten es beide besser. Nach einiger Zeit hatte ich mich ein wenig gefangen und mein Blick ruhte auf meiner Mutter, die mich besorgt musterte.
Ich wollte sie fragen, was sie hier machte, aber mir blieben die Worte im Hals stecken, denn meine Mom strich mir sanft über die Wange um meine Tränen weg zu wischen. Dabei liefen ihr selbst dir Tränen übers Gesicht. „ Rose. Ich hab mir Sorgen um dich gemacht, ich wusste nicht wo du warst. Ich hab schon alle Wächter ganz verrückt gemacht, weil ich dich nicht finden konnte.“ „E-e-es tut mir leid. Ich wollte dich nicht erschrecken…Ich wusste nur einfach nur nicht, wohin ich gehen sollte.“ Stotterte ich mit tränen erstickter Stimme.
Ich war wieder nah dran in Panik zu geraten. „ Nein, nein mir tut es leid, ich habe so einiges falsch gemacht und auch wenn ich damals noch sehr jung war, ist das keine Entschuldigung dafür, dass ich dich vernachlässigt habe.“ Meine Wut, die sich all die Jahre angestaut hatte, verpuffte einfach.
Als ich meine Mutter so anschaute, wurde mir bewusst, dass sie mich schon immer liebte, es mir aber nie hatte sagen können und für diesen Moment vergaß ich einfach, wie ich mich gefühlt hatte, als sie mich zurück gelassen hatte. Doch innerlich fragte ich mich ob ich ihr das alles wirklich so einfach verzeihen könnte.


„ Wir sollten langsam gehen.“ Lissas Stimme ließ mich zusammen zucken, ich hatte ganz vergessen, dass sie auch noch hier war. Ohne ein Wort zu sagen erhoben wir uns und gingen Richtung Ausgang. Wobei ich eher taumelte als richtig zu laufen. Am Ausgang kam ein erschöpfter Wächter auf uns zu. „ Die Rettungsmission war ein Erfolg, wir haben nicht ganz so viele Wächter verloren wie angenommen. Und viele konnten gerettet werden.“
Ohne es kontrollieren zu können keimte in mir ein winziges Fünkchen der Hoffnung auf. Vielleicht war Dimitri doch entkommen. Der Wächter seufzte. „ Allerdings haben wir auch einige gute Wächter verloren. Wie zum Beispiel Wächter Belikov.“ Bamm! Das war ein Schlag ins Gesicht, mein Herz drohte zu zerspringen und der kleine Funke, der noch eben existiert hatte, wurde brutal nieder getrampelt. Dimitri war tot! Als diese schmerzliche Erkenntnis mich einholte, war ich kurz davor zusammen zu brechen.
Mit einer Hand schaffte ich es gerade noch rechtzeitig  mich an einer zerstörten Mauer fest zu halten. Der Wächter ging weiter und mit ihm auch meine letzte Hoffnung Dimitri jemals lebend wieder zusehen.
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