Zweite Chance?

von TaraT
GeschichteDrama, Romanze / P16
der Wille des Abyss / Alyss Reim Lunettes Sharon Rainsworth Xerxes Break
23.08.2014
01.08.2016
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Das war’s dann wohl.

Seine letzten Gedanken galten Shelly und all den Menschen, denen er in seinem Leben begegnet war. Danach umfing ihn eine Dunkelheit und Stille, die nie wieder enden würde.

Oder nicht?

Als Break die Augen aufschlug, befand er sich in einem Raum, den er nur zu gerne aus seinen Erinnerungen verdrängt hätte. Über ihm einige von Alice verrückten Puppenfreunde.

„Er ist wach, er ist wach…“, schrien sie alle durcheinander und flogen aus seinem Sichtfeld.

Wie erstarrt blieb er für einige Zeit liegen, um zu begreifen was hier vor sich ging? Eigentlich hatte er erwartet jetzt gerade tot zu sein. Break hatte gespürt, dass er dieses Mal kein Entrinnen mehr gab. Sein Körper war nach all der Zeit am Ende und nicht einmal Sharons Tränen hatten ihn von der anderen Seite zurückholen können.

Doch scheinbar war irgendetwas doch anders gelaufen als gedacht, denn die sprechenden Puppen konnten nur bedeuten, dass er sich im Abyss befand und dessen Herrin nicht weit sein konnte. Und wie aufs Stichwort bohrte sich ein kleiner Fuß schmerzhaft in den Bauch des Weißhaarigen und die Gestalt eines jungen Mädchens erschien über ihm.

„Wie kannst du es wagen? Du... du hast es mir versprochen, du hast gesagt, du machst alles, wenn ich für dich die Vergangenheit ändere. Aber du hast gelogen! Du bist ein elender Lügner!“

„Lügner, Lügner, Lügner….“ , echote es von allen Seiten aus den Mündern hunderter Puppen. „Nicht traurig sein Alice…. Menschen lügen… wir wussten das schon immer… elender Lügner… alle tuen Alice weh…“ Break versuchte erst gar nicht aufzustehen, ein Fluchtversuch wäre sowieso unmöglich gewesen. Wohin sollte er auch fliehen? Die Verbindung zu seinem Chain war fort und er war im Abyss. Alice hätte ihn hier überall gefunden. Außerdem war sich der Weißhaarige immer noch nicht sicher, ob er nicht doch tot war, denn es gab eine Sache, die sich positiv entwickelt hatte. Er konnte den Willen des Abyss sehen und das Zimmer, mit all seinen vollkommen verrückten Bewohner, die noch immer unaufhörlich lärmten.

„Seit still!“, schrie das weißhaarige Mädchen plötzlich, und alle Puppen verstummten auf der Stelle. Überrascht sah der Rotäugige sie an, als plötzlich dicke Tränen über ihre Wangen rollten. „Warum nur? Du, du hast es doch versprochen.“  

All ihre Wut schien  verraucht zu sein, und sie war nur noch ein kleines schluchzendes Mädchen. Fast hätte Break die Hand nach ihr ausgestreckt, um sie zu trösten, wie er es manchmal mit Sharon gemacht hatte, wenn er nicht gewusst hätte, welch ein Wesen hinter dieser zarten Maske steckte. Es gab keine Garantie, dass sie durch seine Berührung nicht völlig durchdrehte.

Langsam wagte es Break sich aufzusetzen.

„Es tut mir Leid.“, sagte er und meinte es aufrichtig. Er hatte wirklich versucht dem Willen des Abyss ihren Wunsch zu erfüllen, doch am Ende war jeder Versuch gescheitert.

„Es tut dir Leid?“ Ihr darauf folgendes Lachen war laut und freudlos. Ihr Gekicher schwoll an und erfüllte den ganzen Raum. Es war genau so schlimm wie bei seinem ersten Besuch, wenn nicht sogar schlimmer.

Schlagartig verstummte Alice und war mit einem kurzen Sprung bei ihm.

„Du wirst meinen Wunsch erfüllen Verhängniskind, denn ich bin der Wille des Abyss und du mein Diener!“
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