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Mermaid Sisters

GeschichteFamilie, Fantasy / P12 / Het
20.08.2014
13.09.2014
21
14.539
2
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30 Reviews
Dieses Kapitel
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20.08.2014 891
 
Lorrys Sicht

Ich weiß auch nicht aber irgendwie fühlte ich mich wie eine Verbrecherin, als wir ins Wohnzimmer gingen. Links und rechts von mir waren Mom und Jette. Die beiden schauten mich die ganze Zeit so an, als ob ich etwas verbrochen hätte. Dabei war es Vio, die mich vorher so fies provoziert hatte!  Dieser Schlange werde ich es noch zeigen, dachte ich und überlegte, wie ich es anstellen sollte. Wir setzen uns auf die Wohnzimmercouch und schon ging die Standpauke los. " Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht!!??" schimpfte Dad. " Violetta, von dir hätte ich mir mehr Verantwortung erwartet und stattdessen..." Ich nickte zustimmend, als Mom und Dad Vio mangelndes Verantwortungsbewusstsein vorwarfen. " Und du, Loreley, warst KEIN Stückchen besser!!!" warf Mom ein. Ich zuckte zusammen. " Was soll das den schon wieder heißen?!" rief ich empört. " Es war nicht okay, Violetta den Kuchen in ihr Shirt zu kippen, auch wenn sie ein bisschen zu weit gegangen ist!" meinte Mom streng. "Achso!? Ihr findet es also okay, wenn Vio mein Kleid zerstört!!!!??? Wisst ihr, wie viel ich dafür dahingeblättert habe????!!! 210 Dollar!!! Nicht, dafür es mit Cocktails und Torte zerstört wird!!" Vio legte mir tröstend ihre Hand auf meine Schulter. " Mach dir nichts daraus." Dankbar schaute ich sie an. Vielleicht war Vio doch nicht so schlecht wie ich dachte. " Wenn du den Fetzen im nächsten Flohmarkt verkaufen willst und die Leute dort ihn nicht haben wollen, überleg ich mir, das Teil für dich im Meer den Haien als Fraß vorzuwerfen. Dann hast du auf jedenfall gutes getan." " Halt einfach mal die KLAPPE!!!!!! brüllte ich Vio an. " Mädels, bitte..." "Nein, Dad! Ehrlich, alles, was ich mir gewünscht hab,  war eine ganz normale Sweet sixteen Party! Und jetzt? Ihr habt mir alles kaputt gemacht!!!" Mit diesen Worten rannte ich die Treppe hoch in mein Zimmer, warf die Tür zu, schmiss mich aufs Bett und heulte los.
Irgendwann hörte ich, wie jemand die Tür meines Zimmers öffnete. "Lorry?" flüsterte jemand. Es war Vio. "Verschwinde!" zischte ich. Sie war wirklich die allerletzte, die ich sehen wollte. "Hey, es tut mir leid!" sagte Vio. Ruckartig setzte ich mich auf. " Haben dich Mom und Dad geschickt??" fragte ich, ohne sie aus den Augen zu lassen. "Nö, wieso?",  fragte Vio schulterzuckend." Ich weiß, dass dir nie was leidtut! Und entschuldigen würdest du dich niemals und schon gar nicht bei mir. Vio, ich bin nicht dumm, denn ich kenne dich schon 16 Jahre lang." " Bist wohl cleverer als ich dachte. Nö, du tust mir einfach leid, dass du mit sechzehn immer noch so kindisch bist. Ich will nur aus Mitleid aus dir Frieden schließen, und das, was ich vorher gesagt habe, meine ich noch immer." Plötzlich spürte ich etwas im Magen. Es kribbelte und brodelte. Es war meine Wut."Ich möchte aber nicht von dir bemitleidet werden!!! Das bin ich leid und zwar schon seit langem!!" Vios Gesicht hellte sich etwas auf. " Naja, da gibt es etwas, was du dagegen tun kannst. Jette hat ein Projekt, wofür sie zu einer Insel fahren muss. Wie hieß die Insel noch gleich? Achja, Lamino Island. Also, wir schleichen uns auf Jettes Boot und verbringen eine Weile auf der Insel. Jette müsste bald abfahren! Wenn du mitkommst, werde ich dich respektieren, egal in welcher Situation! Das nenne ich mal eine echte Mutprobe! "  Vio lächelte. Mir dagegen lief ein kalter Schauer über den Rücken. "Lamino Island?? Vio, von der Insel sind Leute nie mehr zurückgekehrt!" meinte ich ängstlich. Aber Vio war das egal. "Ach komm schon." " Wirklich, Vio! Dort leben tödliche Schlangen, es gibt Haie im Meer und Riffe!" zählte ich auf. Vio zuckte mit den Schultern. "Komm, Jette müsste jederzeit abfahren!" Sie zerrte mich die Treppe runter. "Lorry, warte!" rief Mom mir zu, als wir das Haus verlassen wollten. Ich blieb stehen. Mom nahm mich in den Arm. " Das wegen vorhin tut mir leid!" " Mom, ist schon okay."  Moms Gesichtszüge entspannten sich. " Gott sei dank! Ich will dir was geben!" Mom drückte mir eine Kette in die Hand, dessen Mondschein hellblau funkelte. " Jette und Vio haben auch solche zum sechzehnten Geburtstag  bekommen. Ich hoffe sie gefällt dir! Sie soll dich beschützen!" Ich umklammerte den Stein und drückte ihn fest an mich. Er war wunderschön." Danke Mom!" Ich umarmte sie. "Und wenn du gehst, vergiss ja nicht deine Jacke. Du bist...äußerst leicht bekleidet. Ist das der neuste Trend unter Teenies? " Ich schaute an mir runter und merkte, dass ich nur in Unterwäsche war. Ich hatte mir nämlich während der Heulattacke das ruinierte Cocktailkleid vom Leib gerissen."Ups.",  sagte ich leise, dann begannen wir zu lachen Ich lief hinauf, um mir was anzuziehen." Viel Spaß noch! ",  rief uns Mom nach. Wenn sie wüsste, was wir vorhaben, dachte ich mir und lief Vio hinterher. Zum Glück war das Boot noch da. Jette war noch nicht abgefahren. Oder zu meinem Pech, denn ich ahnte, dass die Reise zur Insel nicht folgenlos bleiben würde.
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