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Mermaid Sisters

GeschichteFamilie, Fantasy / P12 / Het
20.08.2014
13.09.2014
21
14.539
2
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
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20.08.2014 1.037
 
Lorrys Sicht

Wir saßen bei Dimitri zuhause rund um sein Bett. "Lorry, dich trifft keine Schuld!", versuchte Cleo mich zu trösten und hielt meine Hand. " Aber ich hätte ihn fast getötet!", schluchzte ich. "Ihr drei besitzt sehr starke Fähigkeiten, aber sie sind eher dafür gedacht, sie füreinander und nicht gegeneinander einzusetzen!"  Jette, und ich nickten ernst. Jette hatte mir die ganze Geschichte über Dimitri und seiner Familie erzählt, aber ich durfte sie weder Vio noch Lewis noch Dimitri erzählen, was mir ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner großen Schwester bereitete und konnte ihr kaum noch in die Augen schauen. Es war eine unfair, dass sie nicht die Wahrheit über ihren Freund wissen durfte, weil sie und Dimitri ja so gut wie zusammen sind. Obwohl Vio selbst die Meisterin der Lügen ist, kann sie ziemlich ausrasten, wenn sie belogen wird und dahinter kommt. " Hast du gehört, Lorry?",  sagte Cleo auf einmal. " Ähh...Was?" Cleo lachte auf. " Ich möchte schauen, was ihr für Fähigkeiten habt, bevor ich euch was darüber erzählen kann!"  Wir verließen Dimitris Zimmer und gingen ins Wohnzimmer. Das Wohnzimmer war rund mit Marmorboden und vier riesigen Fenstern. Die McCartneys mussten wirklich reich sein, wenn sie sich so ein riesiges Haus mit vier Badezimmern, vier Schlafräumen, einer riesigen Küche, einem Esszimmer und einem ungefähr 70 Quadratmeter großem Wohnzimmer leisten konnten. Jedenfalls hatte Cleo uns drei Gläser mit Wasser vorbereitet. " Was sollen wir denn damit?", fragte Vio. " Zeigt mir eure Kräfte!", forderte Cleo uns auf. " ' Kay Kay!" sagte Vio und bewegte ihre Hand. Plötzlich bewegte sich das Wasser und begann, rumzuwirbeln. Vio hatte einen kleinen Wasserstrudel erzeugt. Cleo lobte sie und nun war Jette dran. Sie bewegte ihre Hand immer höher und höher und auf einmal blühte etwas grünes aus dem Boden des Glases. Eine kleine Pflanze wuchs immer höher und höher, bis Jette die Hand fallen ließ. Das grün der Pflanze verblasste und die Pflanze wurde kleiner, bis nur noch Wasser im Glas war. Cleo nickte beeindruckt und sah mich dann an. Ich hob meine Hand, aber nichts regte sich. Nervös begann ich zu kichern und versuchte es nochmal. Nichts. " Komm schon, bitte!!", flüsterte ich und versuchte es nochmal. Als wieder nichts passierte, legte Vio mir tröstend die Hand auf die Schulter. " Sei doch nicht traurig, dann hast du halt keine Fähigkeiten!" Sie lächelte mich siegessicher an. Plötzlich überkam mich eine Wut, die ich noch nie erlebt hatte. "Achso, also glaubst du, dass du besser bist als ich!??", fuhr ich sie an. " Nun, wie es aussieht..." Weiter kam sie nicht, weil ich Blitzschnell meine Hand austreckte und plötzlich eine Wasserfaust auf Vio zuschnellte, die größer als sie war. Die Faust packte Vio, umklammerte sie und schwenkte Vio durch die Gegend. " HILFE!!!", schrie Vio. Erschrocken versuchte ich, die Faust verschwinden zu lassen, aber ich konnte nicht. Auf einmal wurde Faust kleiner und das Wasser verteilte sich im ganzem Wohnzimmer. Es war Cleo. Als wir mit unseren Fischschwänzen im Wohnzimmer lagen, hörten wir, dass jemand das Haus betrat. " Cleo, rate mal, was..." Als Lewis das Wohnzimmer betrat, schaute er auf die bronzenen Fischschwänze und hob eine Augenbraue. " Ist hier etwa ein exklusives Meerjungfrauen- Treffen oder was?" Wir lachten und Lewis lief los, um Handtücher zu holen.

Später gingen Vio und ich nach Hause, Jette wollte aber noch Spätschicht machen. Also bestellten Vio und ich uns eine Pizza, aßen und verzogen uns in unsere Zimmer. Es wurde immer später, aber Jette kam nicht. Es war schon Mitternacht und Jette arbeitete immer bis elf, wenn sie Spätschicht machte. Ich versuchte, ruhig zu bleiben, was mir aber nicht gelang. Also ging ich rüber zu Vio. Die schaute sich Armageddon im Fernseher an und kicherte, wenn Leute starben. " Hey, Vio, wie denkst du darüber?", fragte ich sie. " Die Schauspieler im Film sind echt grottenschlecht, aber trotzdem krieg ich nicht genug von dem Film!", antwortete Vio. " Nein, nicht wegen dem Film, ich meine wegen dem, was in den letzten Tagen passiert ist!", sagte ich. " Achso! Naja, ich würde nicht sagen, dass ich mir sowas gewünscht hätte, aber ich komm schon mit der Situation klar. Auch wenn es bedeutet, nie wieder surfen zu können!" Vio seufzte. " Aber trotzdem hat es auch was Gutes: Ich habe Dimitri kennengelernt! Er ist der Lichtblick in der ganzen Situation!" Verliebt ließ sich Vio rücklings auf dem Bett fallen. Ich seufzte. " Hör mal, Vio, wegen Dimitri..." Weiter kam ich nicht, weil jemand schwungvoll die Tür öffnete und Jette aufgeregt reinkam. " Mädels, Mom ist am Telefon!!" Aufgeregt hockten wir uns um Cleos iPhone und Jette nahm den Anruf an. " Hallo, meine Lieben!" " Mom!!!" wir redeten alle durcheinander, bis Jette uns das Handy abnahm und sich damit ins Bad sperrte. Nachdem sie mit Mom geredet hatte, gab sie Vio das Handy und zuletzt durfte ich mit ihr reden. ( Natürlich zuletzt! Ich hasse es, die jüngste zu sein!!) " Mom! Wie geht es jetzt weiter?", fragte ich. " Lorry, ich habe gute Neuigkeiten! Im Meer habe ich eine Familie und dort können wir bleiben! Es ist alles schon besprochen! Eure Oma freut sich schon, euch kennenzulernen und auch eure anderen Verwandten..." " Mom!", unterbrach ich sie. " Das ist ja schön, aber werde ich jemals wieder ich selbst sein dürfen? Ich meine, werde ich je wieder meine Freundinnen sehen können?" " Das ist ja auch eine vorübergehende Lösung, Schätzchen", antwortete Mom sanft. " Aber wie wirst du uns finden?", fragte ich. " Mithilfe eurer Anhänger! Das ist geregelt. Aber jetzt muss ich auflegen! Wir werden uns so schnell wie möglich wieder sehen!", beruhigte mich Mom. " Aber bitte lass uns nicht in Stich!", flehte ich, aber Mom hatte schon aufgelegt. Aus Gründen, die ich mir nicht erklären konnte, begann ich zu weinen. Jemand legte mir die Hand auf die Schulter. Ich rechnete mit Jette, aber es war Vio. Sie umarmte mich und ich  heulte in ihren viel zu großen Sweatshirt.
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