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Mermaid Sisters

GeschichteFamilie, Fantasy / P12 / Het
20.08.2014
13.09.2014
21
14.539
2
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.08.2014 940
 
Lorrys Sicht:

Endlich waren wir da! Ich atmete erleichtert auf, als das Wasser immer seichter wurde und wir schon vom Weitem die Küste Havannas erkennen konnten. Um trocken zu werden, suchten wir uns eine abgelegene Stelle und standen schließlich mit wackligen Beinen auf. Jette beschloss, erstmal einen kleinen Spaziergang zu machen, um uns an unsere Beine zu "gewöhnen". Es war ein wunderschöner Dienstagabend und viele Leute saßen in Cafés und Restaurants, um sich am Feierabend einen Drink zu gönnen oder schlenderten einfach entlang dem Strand. Vio schaute sehnsüchtig zu den Leuten in den Cafés. " Ich würde alles für so einen Cocktail tun!", seufzte sie. " Nein, Vio, kein Tröpfchen Alkohol solange ich die Verantwortung für dich trage!", kommandierte Jette sie. " Och Menno!", fluchte Vio und schaute traurig auf die trinkenden Leute. Weil Vio nicht schaute wohin sie ging und nur auf die Leute in den Cafés starrte, lief sie gegen einen jungen Mann, der hinfiel. " Hey, kannst du nicht aufpassen, wohin du gehst?! Das ist doch eine Frechheit!", schnauzte Vio den Jungen an. Plötzlich wurde sie aber ganz verlegen. " Ähh... ich meine... äh... Es tut mir leid, dass ich so ungeschickt war!", stotterte Vio auf einmal unsicher und hielt den Jungen ihre Hand hin. Dabei war sie niemals so schüchtern, sondern eher ich. " Está bien, mi belleza!", sagte der Junge und stand auf. Er hatte einen gut durchtrainierten Körper und beinahe schwarze Haare. Seine blauen Augen blitzten anmutig. Irgendwie sah er wie ein Argentinier aus, abgesehen von den blauen Augen. Vio lief sofort rot an. Dabei wurde sie nie rot. " Ich bin übrigens Dimitri!", stellte er sich auf Englisch, das nicht ganz akzentfrei war, vor. " Violetta, aber nenn mich Vio! Das sind Jeanne-Odette, Jette, und Loreley, Lorry.", sagte Vio selbstsicherer. Wir beide nickten ihm zu. Zu Fremden war ich immer schüchtern und Jette war oft sehr skeptisch. Aber Vio schien keinerlei Hemmungen zu haben. " Ich bin oft hier und habe euch dennoch niemals hier am Strand gesehen. Seid ihr Touristen?", fragte Dimitri. "Nein, natürlich nicht!", sagte Vio schnell. " Wir reisen viel, aber unsere Eltern sind noch in San Francisco also sind wir weiter nach Havanna vorgereist und hier bleiben wir eine Weile, weil es Probleme gibt, und jetzt wissen wir nicht, was uns hier erwartet!" Vio redete wie ein Wasserfall ohne Luft zu holen. " Habt ihr eigentlich schon eine Bleibe?", fragte uns Dimitri. " Nein, wir sind gerade erst angekommen.", sagte Vio. Dimitris Gesicht hellte sich etwas auf. " Ich weiß, es ist ein bisschen voreilig, weil ihr mich kaum kennt, aber mein Onkel sucht Mieter für sein Ferienhaus am Strand. Traumhafte Lage, wirklich, und auch nicht teuer! Hättet ihr vielleicht Interesse?", fragte er uns. " Aber natürlich!", sagte Vio sofort trotz der warnenden Blicke von Jette und mir. " Na dann folgt mir! Meine Tante hat ein Café am Strand! Onkel müsste auch dort sein!" Wie ein Hündchen lief Vio Dimitri nach und Jette folgte ihnen zähneknirschend. So blieb mir keine Wahl, als auch zu kommen. Dimitris Onkel war tatsächlich im Café. Als Dimitri auf ihn zeigte, konnte ich nicht glauben, dass es sein Onkel war. Er hatte strohblondes Haar und blaue Augen. Neben Dimitri, der eine sonnengebräunte Haut hatte, sah er eher blass aus. Gerade schimpfte er mit einem Kunden, der trotz des Verbots geraucht hatte. Als er Dimitri erblickte, lächelte er erfreut auf. Er stand von seinem Barhocker auf und kam auf uns zu. " Dimitri! Schön, dass du dich blicken lässt!", begrüßte er seinen Neffen. " Mädels, das ist mein Onkel Lewis. Onkel, das sind Jette, Lorry und Vio." "Nett euch kennenzulernen!", sagte Lewis. Vio und ich lächelten ihm zu und auch Jettes misstrauischen Gesichtszüge wurden weicher. "Lewis, die drei hätten Interesse an unserem Ferienhaus. Ist es noch zu haben?", fragte Dimitri. "Aber natürlich! Gerade hatten einige Interessenten abgelehnt! Wenn das kein Zufall ist! Möchtet ihr es euch ansehen?", fragte Lewis. Bevor Jette noch was erwähnen konnte, hatte Vio schon Ja gesagt. Also folgten wir drei den beiden. Nach circa zehn Minuten waren wir dort. Es war eine gemütliche, kleine Hütte mit Terrasse, von wo man direkt zum Meer sehen konnte. Das Häuschen hatte eine kleine Dusche, eine gemütliche Wohnküche, ein WC und zwei kleine Schlafzimmer. " Und, hab ich zu viel versprochen?", sagte Dimitri und grinste. Vio verdrehte die Augen und begann dann zu kichern. Dabei hasste Vio es, wenn man auch nur lächelte. Auch Jette schien begeistert von der Hütte und begann, mit Lewis über den Preis zu reden. Während Vio und Dimitri und Jette und Lewis sich unterhielten, schaute ich mir die Bilder auf der Wand genauer an. Auf einem Bild war eine brünette Frau abgebildet. Sie hielt Lewis Hand und lächelte. Plötzlich sah ich etwas, was mich erstarren ließ: die Frau hatte genau die gleiche Kette wie Vio, Jette und ich. Lewis musste meinen Blick bemerkte haben, denn er begann zu lächeln." Ja, Cleo ist wirklich eine Traumfrau. Die Frau meines Lebens!", schwärmte er und streichelte das Bild. "Seit ihr beiden verheiratet?", fragte ich. "Oh ja! Diesen Tag werde ich nie vergessen!" Lewis Lächeln wurde breiter. 'Jetzt Lorry frag ihn! Jetzt oder nie! ', befahl eine Stimme in meinem Kopf. "Und den Anhänger, wo hat sie den her?", fragte ich. "Sie hat ihn..." Plötzlich verschwand Lewis Lächeln und er schaute mich forschend an. " Wieso willst du das den wissen?!"
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