Die Darcys auf Pemberley Teil IV

von Bihi
GeschichteRomanze / P16
Charles Bingley Elizabeth Bennet Fitzwilliam Darcy Georgiana Darcy Mr. Gardiner Mrs. Gardiner
19.08.2014
08.09.2014
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46.167
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19.08.2014 2.766
 
Elizabeth wartete am Fenster auf ihn. Pemberley war groß, war es einmal eine Abfindung für einen zweiten Sohn gewesen? – Schließlich waren die Darcys ja Gentry. Wie groß würde die Abfindung sein, die ihr zweiter Sohn bekommen würde, wenn sie jemals einen zweiten Sohn hätte? War das so wichtig? Cousin George hatte von seinem Vater keine Abfindung zu erwarten. Hatte er doch damals gesagt, dass zweite Söhne nur dann nach Neigung heiraten könnten, wenn die Herzensdame zufällig auch reich wäre. Aber muss das immer so sein? Kann man nicht liebevoller mit seinen Kindern umgehen?
„Ich hatte doch vorgewarnt, dass ich kontrollieren werde, ob Du im Bett bist.”
Sie wirbelte herum und warf sich ihm an den Hals: „Ich will auch ins Bett getragen werden!”
„Bevor ich Dich kannte, dachte ich immer, meine Gutsherrin muss groß und imposant sein. Gut, dass ich dann Dich kennenlernte. Elfchen lassen sich nämlich viel leichter ins Bett tragen!”
„Wieso muss eine Gutsherrin groß und imposant sein?”
„Das war vielleicht eine Kindheitserinnerung. Meine Mutter hatte in etwa die Größe von Lady Catherine, aber ich war nicht viel größer als George – auf alle Fälle kommt es mir in meiner Erinnerung so vor. Jedenfalls bist Du auch sehr imposant, wenn Du repräsentierst, aber angenehm zu tragen. – Und falls es Dir entgangen sein sollte: Du bist im Bett und kannst meinen Hals nun loslassen, damit ich mich wieder aufrichten kann.”
Sie sah ihn nur bittend an. Er wollte es aber unbedingt noch einmal von ihr hören. Er fand ein Mal in drei Jahren eine etwas geringe Ausbeute. Nun gut, sie hatte es einige Male sehr entzückend umschrieben, aber trotzdem. Sie dagegen wollte ihren Kopf durchsetzen, merkte aber, dass sie heute wohl nicht gewinnen würde. Da holte sie ganz tief Luft, fast wie damals, als sie erfahren hatte, dass er für einen Schleier für ihre Hochzeit gesorgt hatte, lächelte wieder so schelmisch und sagte: „Na gut, wenn Du mich nicht lieben willst, bekommst Du eben Rückenschmerzen.” Da konnte er nur noch lachend kapitulieren. Seine Elfe!

Es war noch etwas Zeit, wenn die Kinder so pünktlich wie immer aufwachten. Die wollte er für eine dringende Frage nutzen. „Elfchen, warum sprichst Du es nie aus, wenn Du willst, dass ich Dich liebe?”
Er hatte ganz vergessen, wie rot sie werden konnte. „Fitzwilliam!!! Du weißt doch, dass eine anständige Dame das nicht sagen darf. Genau genommen darf sie das nicht einmal wollen. Können wir uns nicht ein Zeichen verabreden?”
„Aber natürlich, mein Elfchen, wie wär’s mit den beiden Worten 'Liebe mich'? Bitte! Überleg 's Dir wenigstens, ja? Du musst es auch nicht jedes Mal sagen, aber einmal im Monat oder so wäre es doch sehr erfreulich.”
„Ist das bei den Darcys so üblich von alters her?”
„Nicht direkt. Wenn ich bestimmte Anmerkungen in alten Texten richtig deute, hatte die Dame des Hauses alle Zugänge zu ihren Räumlichkeiten verriegelt. Wenn der Hausherr eine der Türen nicht verriegelt fand, wusste er, dass er zu ihr kommen durfte, um sich um einen Erben zu bemühen.”
Sie wollte schon fragen, in welchem Märchenbuch er das gelesen hätte, als ihr der ungeheuer bittere Tonfall auffiel. „Weißt Du, Fitzwilliam, die Methode finde ich etwas anstrengend, sowohl für die Dame als auch für den Herrn. Aber ich weiß wirklich nicht, ob ich mich auf Deinen Wunsch einlassen kann. Ich werde es bestimmt versuchen, aber ich kann nichts versprechen. Können wir das nicht etwas abändern? Hauptsache, ich benutze das Wort 'Liebe' – oder so?”
„Gibt es da nicht zu viele Situationen, in denen es Missverständnisse geben kann?”
„So versteh mich doch endlich! Eine Dame darf einen Herrn nicht zu so etwas auffordern, das geht einfach nicht!! Nicht, wenn sie kein liederliches Weib ist.”
Sie klang ein wenig verzweifelt. Er erkannte jetzt erst, wie tief diese Verhaltensweise in ihr verwurzelt war. Er hatte ein schlechtes Gewissen und nach einem heiseren „Entschuldige bitte, mein Elfchen!” küsste er sie so zärtlich, so hingebungsvoll, so ausdauernd, dass sie sich von der Gewissenspein erholt hatte, als er sie wieder zu Atem kommen ließ.
Sie überlegte sich im Gegenzug, ob sie nicht vielleicht doch, ab und zu …? … wenn das Licht gelöscht war? Nein, das ging nicht. Das wäre ja irgendwie lächerlich, wenn sie erst das Licht herunter drehte, dann die beiden Worte sagte, um es dann wieder hoch zu drehen. Sie kicherte leise. Auf seinen irritierten Blick hin erzählte sie ihm, was ihr gerade durch den Kopf gegangen war. Er musste ihr lächelnd zustimmen, dass diese Lösung wohl nicht praktikabel war.
„Nachdem ich Dich so abscheulich bedrängt habe: Gibt es irgendetwas, wie ich das wiedergutmachen kann?” Sie nickte, öffnete den Mund, errötete und schloss ihn wieder, schluckte, nahm dann seine Hand und bedeutete ihm, was sie nun erwartete. Er war verblüfft, hatte sie sich doch noch nie so deutlich verhalten. Dann erkannte er, dass das ihre Bitte um Entschuldigung für ihre Weigerung war. Und er machte sehr deutlich, dass er seinem zarten, verschreckten Elfchen die Entschuldigung nur zu gerne gewährte.

Als sie Arm in Arm gesittet zum großen Salon gingen, fiel ihm auf, was sein großer Fehler gewesen war: er wusste, dass sie keine ausgewachsene Elfe, sondern noch ein Elfchen war, sozusagen ein Lehrling, aber er hatte erwartet, dass sie sich wie eine Vela verhielt. Das waren zwei verschiedene Wesen. Das schaffte nicht einmal eine ausgewachsene Elfe. Das ging einfach nicht. Die Ärmste  – er konnte ja auch nicht einfach mal so zwischendurch ein Wickham sein.
Sie schien willens, zur Tagesordnung überzugehen. Er musste es nun auch versuchen.
„Elfchen, ich brauche Deine Hilfe. Ich habe eine Schatulle mit Schmuckstücken von meiner Mutter. Um ehrlich zu sein, der Ring und die Ohrringe sind daraus. Ich soll den Schmuck mit meinen Geschwistern gerecht teilen. Kannst Du mir sagen, wie das gehen soll?”
„Nun, das ist nicht so einfach. Geht es Dir um materiell gerecht, solltest Du wohl am besten zu einem vertrauenswürdigen Juwelier gehen und die Stücke schätzen lassen. Geht es Dir um stückweise gerecht, sucht sich Georgiana einen Ring und ein Paar Ohrringe aus, der Rest wird so genau geteilt wie es geht. Am schönsten fände ich die geschmacksabhängige Aufteilung. Georgiana sucht sich zwei Stücke aus, dann abwechselnd jeder eins. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr darüber in Streit geraten könnt, weil ihr euch doch immer so gut versteht. Vielleicht könnt ihr ja auch nach Schmuckart oder Schmucksteinen vorgehen. Aber warum fragst Du mich denn? Es sind eure Erbstücke, da musst Du doch Georgiana fragen.”
„Ich sollte die Schatulle für meine zukünftige Gemahlin bekommen, da war ich zwei oder drei Jahre alt, mit der Maßgabe, dass ich mit späteren Geschwistern gerecht teilen soll, solange wir die gleiche Mutter haben. Mutter wollte wohl nicht, dass, falls Vater noch einmal heiratete, ich mit den Halbgeschwistern teilen soll. Deshalb frage ich Dich. Dich geht es nun auch an.”
„Nein, das finde ich nicht. Du hast die bisherigen Stücke mit viel Einfühlungsvermögen und Geschmack ausgesucht, darum gehe ich davon aus, dass Du bei der weiteren Auswahl wohl ähnlich vorgehen wirst. Es spielt für mich auch keine Rolle, ob Du den Schmuck kaufst oder Dich sozusagen aus dem Fundus bedienst. Außerdem nimmst Du mir jede Überraschung, wenn ich die Stücke jetzt sofort sehe. Ich finde es viel schöner, wenn Du sie mir wie bisher zu besonderen Gelegenheiten schenkst und ich sie dann erst zu sehen bekomme. – Interessant ist ja wohl die Frage, wie viele Stücke es für jeden sind. Davon hängt dann unsere Kinderzahl ab, oder?”
'Dem Himmel sei Dank, Puck ist wieder da!' „Nun, wenn es gar nicht anders geht, werde ich eben einige Schmuckstücke dazukaufen, damit jeder wenigstens ein Stück erbt. Ich habe nicht genau gezählt, aber es dürften für Georgiana und mich jeweils ein Dutzend Schmuckstücke sein!”
„Dann spare schon einmal fleißig. Du musst ja genügend Reserven haben, wenn wir bei Kindern Nummer einundzwanzig und zweiundzwanzig angekommen sind! Von nun an werden es nur noch Zwillinge, damit wir die Kinderzahl noch schaffen, weil ich ja ziemlich spät angefangen habe.”
„Genau so machen wir 's! Bist Du sicher, dass wir schon bei Nummer zweiundzwanzig aufhören wollen? (Kuss!) –  – – Können wir uns jetzt wieder auf den Ernst des Lebens konzentrieren? Ich hole die Schatulle und Du schreibst Briefe?”
Als er mit der Schatulle zurückkam, hatte sie den Brief an Cousine Anne bereits zur Hälfte fertig geschrieben. Er öffnete die Schatulle, holte den Zettel heraus und legte ihn auf den Brief. Sie las die Notiz, sah zu ihrem Fitzwilliam auf und fragte ganz weich: „Willst Du den nicht zu Deinen wichtigen Papieren legen? Das ist zwar kein Brief an Dich, aber so ziemlich dicht dran, oder?”
„Ich hatte gedacht, er kann in der Schatulle bleiben, wenn Georgiana sie nicht haben will. Sonst muss ich mir wirklich einen besonderen Platz suchen. Ob mein Ordner für wichtige Geschäftspapiere der richtige Ort ist, weiß ich nicht. Vielleicht eher bei meinem Ehevertrag. Oder in der Schatulle, in der ich die Taufzeugnisse aufbewahre, die von Dir, mir und unseren Kindern.”
„Ich glaube, die Möglichkeit finde ich am schönsten. Weil es doch ihre Großmutter war.”
Er bemerkte, dass sie wirklich keinen Blick auf die Schmuckstücke warf. Andererseits trug sie den Ring und die Ohrringe jeden Tag. Nein, materialistisch war sie bestimmt nicht eingestellt.
Dann beendete sie den Brief.
Da Charlotte gebeten hatte, den Brief nicht zu beantworten und Georgiana sowieso in zwei Tagen kommen würde, war die Korrespondenz erledigt. Sie übergab ihren Brief und die Einladung an die Gardiners an Fitzwilliam, damit er sie auf den Weg geben könnte. Er stutze kurz und lachte dann: „Den Brief für Anne müssen wir erst einmal lagern, bis wir wissen, wo der überhaupt hingehen soll. Aber den an die Gardiners werde ich gleich auf den Weg bringen.”
Sie nahm George auf den Arm, er ließ sich zum Glück immer noch gern von seinen Eltern tragen, auch wenn er mehr und mehr zeigen wollte, wie groß er doch nun war. Sie ging ins Musikzimmer. Dort setzte sie ihn an den Flügel, damit er musizieren konnte und fing an, die Notenblätter zu sortieren. George war begeistert von der neuen Möglichkeit, Krach zu machen. Elizabeth sah ihn stirnrunzelnd an. „George, Klavier spielt man mit einzelnen Fingern, nicht mit Fäusten!” Als sie ihm zeigen wollte, dass er nur mit dem Zeigefinger spielen sollte, wurde ihr schnell klar, dass er einfach noch nicht genug Kraft hatte, die Tasten mit einem Finger zu bewegen. Nun ja, Klavierunterricht war ja auch wohl eher etwas für angehende junge Damen. Leider wollte George nicht von dem herrlichen Krachinstrument wieder fort. Als sein Vater zurückkam, nahm er lächelnd den eifrigen Pianisten auf den Arm und machte mit ihm den Männerrundgang.
Als sie vom Rundgang zurückkamen, wurde George im Kinderzimmer abgesetzt. Da spielte er sehr zufrieden, der Flügel war vergessen. Das war nicht so sehr eine erzieherische Maßnahme des Vaters, er wollte vielmehr mit seiner Gattin alleine sein. Sie sortierten die Notenblätter ziemlich zügig. Es war gar nicht so schwierig. Harfe und Klavier war bereits getrennt, und die Klaviermusik musste vorerst nur in 'mit Text' und 'ohne Text' sortiert werden.
„Fitzwilliam, wir sind heute sehr effektiv, bis zum Tee haben wir uns zehn Minuten Freizeit erarbeitet!” Sie reckte sich zu einem Kuss auf sein Kinn. Dann lehnte sie sich an ihn und fühlte sich wieder bei ihm geborgen. Die hässliche Diskussion war für sie bereits Vergangenheit. Er wünschte sich, dass er den Vorfall genau so leicht hinter sich lassen könnte. Aber es bedrückte ihn, dass er sie nach drei Jahren immer noch nicht richtig verstand. War er wirklich der richtige Gatte für sie? Er war nach wie vor überzeugt, dass er nie eine andere Dame lieben könnte, aber tat er seiner geliebten Gattin gut? Er konnte sie doch nicht einfach aufgeben!!! Das konnte er weder sich gefühlsmäßig noch ihr gesellschaftlich antun.
„Fitzwilliam, ich befürchte, Dich bedrückt meine Ruhezeit. Ich finde das schade. Wir hatten fünf Minuten Verständigungsschwierigkeiten. Das kann doch passieren. Willst Du Dir davon die ganze Stunde kaputt machen lassen? Uns blieben doch fünfundfünfzig herrliche Minuten.
Wir hatten einfach nicht genug Zeit, uns richtig kennenzulernen. Die Verlobungszeit war sehr kurz, obwohl ich sagen muss, aufgrund meiner Familie hätte sie nicht länger sein dürfen, dann kam so ziemlich schnell George, bevor ich Luft holen konnte kam Jane. Versteh mich nicht falsch. Ich bin selig, die beiden Kinder zu haben, noch seliger bin ich, dass sie Dich zum Vater haben. Aber wenn sie sich etwas mehr Zeit gelassen hätten, hätte ich Dich besser verstehen gelernt. Du bist auf meinem Ausbildungsplan zur Gutsherrin zu kurz gekommen. Das ist Dir gegenüber unfair und es tut mir sehr leid, aber wir müssen jetzt irgendwie damit klarkommen. Wir beide zusammen werden das schaffen. Das habe ich heute früh gesagt und das meinte ich auch so – und das meine ich immer noch!”
„Elfchen, mich bedrücken nicht die fünf Minuten. Mich bedrückt, dass ich Dich nicht verstand, dass ich Unmögliches von Dir verlangte. Mich bedrückt, dass ich Dir Unrecht getan habe. Ich habe Angst, dass ich Dir nicht gut tue. Ich – ”
„Wenn Du mir nicht gut tätest, würde ich jetzt nicht hier stehen und mich so geborgen fühlen. Deine Arme stehen immer für absolute Sicherheit. Dein Körper, an den ich mich so gerne lehne, steht für Wärme und Verständnis und Schutz. Deine Augen, die mich noch nie im Zorn angesehen haben, geben mir Kraft und Vertrauen und Liebe. – Nein, keinen Widerspruch! Du hast mich noch nie zornig angesehen, verletzt: ja, entsetzt: ja, hochmütig: ja, aber das ist schon so lange her, dass ich erst einmal nachrechnen müsste, in welchem Jahr das war. Seit wir uns hier auf Pemberley zum ersten Mal trafen, hast Du mich nie anders als mit Liebe angesehen. Du bist der einzige Herr, mit dem ich zusammen leben will. Du bist der Herr, mit dem ich zusammen alt werden will, damit wir gemeinsam am Ende unseres Lebens sagen können 'Nur mit Dir konnte mein Leben so schön werden'. Ich liebe Dich. Und je länger ich Dich liebe, desto sicherer bin ich mir, dass nichts und niemand meine Liebe zu Dir zerstören kann.”
Sie hob ihren Kopf etwas, um ihm ins Gesicht sehen zu können. Er starrte auf die Notenblätter und sie erkannte seine tiefe Verzweiflung. Sie flüsterte sanft: „Küss mich wie hinter verschlossenen Türen!” Er kam dieser Aufforderung nach, erst zögerlich, dann mit immer mehr Engagement. Sie schauten sich gerade nur verliebt in die Augen als vom Flur her ein leises Hüsteln erklang: „Sir, Madam, der Tee ist bereitet.”
Ein prüfender Blick in sein Gesicht: alles in Ordnung, dann holte sie tief Luft: „Danke, Smith, wir kommen.”
Sie sah ihn auffordernd an, er wandte sich um, bot ihr seinen Arm und geleitete sie mit einem noch liebevolleren Blick als jemals zuvor in den Frühstücksraum, wo im Winter auch der Tee eingenommen wurde.

Am Abend konnte sie immer noch nicht die magischen Worte aussprechen, aber sie sagte: „Tu jetzt bitte alles, was mir immer so gut tut.” Er liebkoste sie, sie flüsterte nur: „Da fehlt noch was!” Und er fragte sich, warum es ihm am Tage auf einmal so wichtig gewesen war, dass sie die zwei Worte sagt, auf die es ihm ankam. Sie hatte Recht, man kann es auch anders sagen.

Die Nacht war ziemlich kurz geworden, aber es lag ja keine größere Arbeit an. Die Noten waren sortiert, die Anweisungen für Georgianas Zimmer gegeben, die Küche über die Gäste am nächsten Tag informiert.
Nun wartete Elizabeth nur noch darauf, dass es endlich wieder Ruhezeit für George war. Dann ging sie wieder in ihr Schlafzimmer und wartete auf Fitzwilliam. Er kam langsam auf sie zu, nahm sie in die Arme und küsste sie so selbstvergessen, dass sie sich auf einmal auf dem Fußboden wiederfanden. Beide waren ziemlich verdutzt. Bevor er sich und ihr wieder aufhelfen konnte, reckte sie sich nur nach ihrem Bett und zog die Decke herunter. „Jetzt hast Du 's ja doch noch geschafft, dass ich vors Bett falle, aber dann bitte mit weicher Unterlage.” Ja, sie lag vorm Bett, aber sie war alles andere als ohnmächtig, wie er erfreut feststellte.
Nachdem die Ordnung wieder hergestellt worden war, sagte sie etwas schüchtern: „Das war jetzt nicht so wirklich anständig von mir, aber anständige Leute legen sich ja auch nicht vor das Bett, oder?”
Fitzwilliam wusste, dass er jetzt den Schlüssel zu ihrem Verhalten gefunden hatte. Wer brauchte da noch Worte? Er legte sie vorsichtig auf das Bett, sich dazu, zog sie sanft zu sich heran und sagte leise: „Und nun sollten wir beide ganz anständig die Augen schließen, weil die letzte Nacht kurz war, dieser Tag lang wird und ich nicht möchte, dass Du bei Tisch einschläfst.”
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