All For A Piece Of Cheesecake

von - Leela -
KurzgeschichteFreundschaft / P12
Eddie Futura Jake Prime Evil Tracy
18.08.2014
18.08.2014
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Anm. d. Aut.: Diese Geschichte werde ich sicher noch mal überarbeiten, da mir die Idee erst heute kam, und ich nicht viel Zeit für die Ausarbeitung hatte. Nichtsdestotrotz: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Futura! ^^



All For A Piece Of Cheesecake

Prolog

Jake war auf dem Sprung, als Eddy und Tracy gerade in das Büro kamen. Auf die verwunderten Blicke seiner Kameraden hin erklärte er: „Ich muß noch ganz schnell zum Bäcker! Futura hat sich New Yorker Käsekuchen gewünscht.“
      „Ah, Futura!“ bemerkte Tracy tiefgründig.
      In Eddys Augen leuchtete es derweil bereits. „Hey, das ist eine wundervolle Idee!“
      Jake lachte berechnend. „Ja, aber der Kuchen ist für Futura, nicht für dich! Immerhin hat sie heute Geburtstag!“
      „Och…“ kam es enttäuscht zurück. „Kannst du nicht einfach mehr mitbringen…?“
      „Ich habe vorbestellt. Da kann ich nicht viel an der Menge ändern.“ erklärte Jake und schmunzelte. „Und ob sie dann teilen will, muß Futura entscheiden!“ Eddy wechselte mit Tracy ein zuversichtliches Grinsen, als ihr Partner mittlerweile schon bei der Tür angelangt war. Dort drehte er sich noch mal um und maß insbesondere Eddy mit einem Blick. „Und wehe, ich bekomme mit, daß ihr versucht sie zu erpressen, zu bestechen oder sie auf irgend eine andere Weise zu bedrängen! Dann könnt ihr euch den Kuchen sofort abschminken, klar?“
      Unschuldig blickten die beiden in die Luft, bis die Tür zum Ghostkommando ins Schloß fiel, ohne daß der Teamführer eine Antwort abgewartet hätte. Als Jake aus der Tür war, sahen sich die beiden Daheimgebliebenen an, und Eddy schnappte nach Luft. „Wir müssen auch noch etwas tolles für Futuras Geburtstag machen!“
      Tracy hob sogleich abwehrend die Hände. „Keine Torte! Das ist schon bei Jake nicht gutgegangen!“
      „Na, herzlichen Dank für dein Vertrauen!“ schmollte der korpulentere Ghostbuster. Dann überlegte er schnell. „Da kommt mir gerade eine Idee…“
      Tracy sah ihn verhalten an. „Oh-oh…“


Happy Birthday

Tracy wußte nicht, warum er sich dazu hatte überreden lassen! Jetzt steckte er in einem aus drei Bettlaken bestehenden Gewand, das Eddy am Saum in verschiedenen Längen fransig ausgeschnitten und wechselweise rot, orange und wieder rot angemalt hatte, mit einer Maske aus Pappe vor dem Gesicht, die Eddy ebenfalls selbst gestaltet hatte, und wartete auf sein Stichwort.
      In der Küche präsentierte Jake derweil dem Geburtstagskind, das gerade eingetroffen war, den Käsekuchen, der auf der fertig gedeckten Geburtstagstafel angerichtet war.
      „Wo ist denn Tracy eigentlich?“ erkundigte sich das Mädchen aus der Zukunft, als sie von ihrem Freund mit geschlossenen Augen zu dem Tisch geführt wurde. „Ich habe ihn heute noch gar nicht gesehen!“
      „Oh, er sagte, er kommt einen Moment später.“ gab Eddy Auskunft. „Er muß wohl noch etwas erledigen.“
      „Oh, na, Hauptsache, er kommt nicht so spät, daß er die ganze Feier verpaßt…“ Ein wenig Sorge und eine Menge Hoffnung sprachen aus ihrer Stimme, und Jakes Blick sagte, daß er auch lieber gewartet hätte, bis ihr Kamerad bei ihnen gewesen wäre.
      „Bestimmt nicht!“ mutmaßte Eddy zuversichtlich, der froh war, mit ein bißchen Geschick die erste Hürde zu seiner kleinen Aktion genommen zu haben.
      Inzwischen hatte Jake seine Freundin in die richtige Position vor den Tisch gebracht. „Soo, jetzt darfst du schauen!“ verkündete er ein wenig aufgeregt.
      Futura schlug atemlos die Hände zusammen. „Oh, ein ganzer Käsekuchen, für mich?“
      „Nur für dich!“ betonte Jake und vermied es, bedeutungsvoll in Eddys Richtung zu sehen, der sich ganz unschuldig gab.
      „Den kriege ich aber allein nicht auf!“ stellte seine Freundin fest.
      „Du kannst den Rest ja mit nach Hause nehmen!“ meinte der sportliche junge Mann leichthin. „Der hält sich eine Weile im Kühlschrank.“ Er konnte Eddys vernichtenden Blick fast auf sich ruhen spüren, ohne zu seinem Partner herüberzusehen.
      Eddy räusperte sich leicht. „Was darf es denn zu trinken sein? Tee, Kaffee, oder Cappuccino?“
      „Ich wäre für Tee!“ beschloß Futura, als sie sich, förmlich aufgeregt in der Vorfreude auf Käsekuchen, an den Tisch setzte.
      „Sehr gerne!“ lächelte der Brünette und ging zu der Arbeitsplatte, wo der Wasserkocher bereitstand. „Na, hoffentlich passiert heute nichts unvorhergesehenes.“ ließ er sich vernehmen, als er der Schalter betätigte und sich an die Arbeitsplatte lehnte. „So wie an deinem Geburtstag, Jake.“
      „Erinnere mich bloß nicht daran!“ entgegnete der Teamführer kategorisch. „Das letzte, was man gebrauchen kann ist, wenn Prime Evil zu seiner Geburtstagsfeier auftaucht. Zumindest, unvorbereitet!“
      „Du sagst es!“ Eddy checkte schnell den Schrank und deckte kurz darauf seelenruhig einige Teepackungen auf. „Naja, aber es kann ja auch nicht immer etwas dramatisches passieren…“
      Er hatte kaum ausgesprochen, als die Tür mit lautem Gepolter aufgestoßen wurde, und eine Gestalt in flammend rotem Mantel mit unheimlichen Lauten in die Küche stürmte. Futura schrie unwillkürlich erschrocken auf, und sogar der eigentlich sehr taffe Teamführer wäre fast vom Stuhl gefallen. Eddy hatte geschockt nach Luft geschnappt, griff sich förmlich geistesgegenwärtig den Ghostgummer, den er in der Küche deponiert hatte und zielte auf die Gestalt, die bedrohlich näher kam. Er konnte nicht einmal vermeiden, daß ihm die Hände zitterten. „Aus dem Weg, holde Maid, Eure Rettung naht!“ proklamierte er, während »Geist« und Ghostbuster sich nun gegenüberstanden.
      Futura und Jake hatten sich zuerst erschrocken, und dann fasziniert etwas abseits postiert und sahen dem Schauspiel nun entgeistert zu.
      „Das ist doch Tracy…“ raunte Futura ihrem Freund zu.
      „Natürlich ist das Tracy!“ gab Jake zurück und schüttelte mit einem fassungslosen Lächeln leicht den Kopf über das Spiel.
      Der Tracy-Prime Evil machte einen bedrohlichen Schritt auf Eddy zu, der unwillkürlich etwas zurückwich.
      Futura lehnte sich noch einmal etwas skeptisch zu Jake. „Sag‘ mal… Ist das Zittern gespielt?“
      „Eddy kann schauspielern!“ erwiderte Jake. „Aber das hier ist schon wirklich richtig gut! Das gebe ich zu!“
      „Sieh zu, daß du in deine eigene Dimension zurückkommst!“ versetzte Eddy derweil scharf. „Geister sind bei dieser Party unerwünscht!“ Mit den Worten feuerte er den Ghostgummer ab.
      Tracy, der die Ladung frontal abbekam, ließ sich ein betont gequältes Aufstöhnen vernehmen, und war nur froh, daß das Ghostgum von den Bettlaken abgefangen wurde.
      „Soll ich den Dematerialisator holen, Eddy?“ fragte Jake bedeutungsvoll, während Tracy eineinhalb Schritte rückwärts taumelte.
      „Keine Sorge! Ich schaffe das schon allein, Jake!“ gab Eddy entschieden zurück, bevor er sich wieder der selbstgebastelten Prime Evil-Figur zuwandte. „Brauchst du noch eine Ladung? Oder reicht dir das?“ Er deutete an, den Ghostgummer noch einmal einzusetzen, als der »Geist« entsetzt die Arme hob und abwehrend mit den Händen wedelte, kurz bevor er die Flucht aus der Küche antrat. Vorsichtshalber setzte der junge Mann in der bunten Anzugkombination ihm nach und ließ ein staunendes Pärchen in der Küche zurück. Jake und Futura sahen sich an und konnten sich ein Grinsen nicht verkneifen.
      Nur einen Augenblick später kehrte Eddy zurück; den Ghostgummer hatte er vermutlich wieder im Büro gelassen, dafür schlug er zufrieden die Hände gegeneinander. „So, das wäre geklärt!“ Dann deutete er eine Verbeugung in Futuras Richtung an. „Eure Geburtstagsfeier ist gerettet, Verehrteste!“
      Futura konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, ging auf das Spiel ein und lief zu ihm herüber, um ihn mit einer Umarmung zu überfallen. „Mein Held…“
      Jakes Gesichtsausdruck sprach Bände, als er die Szene perplex beobachtete, während Eddy sich ein kleines, bewußt überlegenes Lächeln nicht nehmen lassen konnte, als er die Geste erwiderte.
      Indes kam Tracy zu ihnen in die Küche, nun gänzlichst ungewandet und nur mit der üblichen Safari-Shorts und dem Fedora bekleidet, und stockte ebenfalls verblüfft, als er die Szene in der ungewöhnlichen Zusammensetzung betrachtete.
      „Tracy!“ rief Futura derweil freudig. „Das bist du ja!“
      „War was besonderes?“ fragte der Gorilla.
      „Tja, Trace, du hast ganz schön was verpaßt!“ erklärte Jake theatralisch. „Prime Evil war mal wieder zu Besuch!“
      „Was?“ entfuhr es dem Gorilla, so täuschend echt, daß Jake es ihm fast abgenommen hätte, wenn er nicht gewußt hätte, daß sein Partner es gewesen war, der unter dem Prime Evil-Kostüm gesteckt hatte.
      „Ja!“ stieg Futura darauf ein. „Aber glücklicherweise konnte Eddy uns retten! Er hat uns bis zu letzten Instanz verteidigt!“ Sie wandte sich zu ihrem Helden um und fragte: „Wie kann ich mich dafür nur erkenntlich zeigen?“
      Eddy sagte nichts, grinste nur verlegen und konnte sich nicht erwehren, den Blick leicht auf den Käsekuchen auf dem Tisch zu lenken.
      Jake seufzte tief. Eddy hatte es wieder einmal geschafft, seine Warnung mit einer solchen Bravour zu ignorieren, daß er trotzdem seinen Willen bekam – und das, obwohl Jake sich sicher war, daß Futura ohnehin mit allen geteilt hätte. Daß er richtig lag, bestätigte sich nur einen Augenblick später, als Futura ihn seelenvoll ansah. „Aww, das ist ein angemessener Dank, findest du nicht auch, Jake?“
      „Ja!“ gab der zähneknirschend von sich, und irgendwie konnte er sich einen gewissen inneren Groll bei Eddys triumphalen Lächeln nicht verbeißen, auch wenn er selbst schon kaum noch ein Schmunzeln unterdrücken konnte. „Verdient hast du es nicht!“ setzte er bedeutungsvoll nach.
      „Ich finde schon!“ entgegnete Futura. „Das war eine richtig gelungene Vorstellung von euch beiden!“
      Tracy grinste breit. „Danke!“
      „Das muß ich aber auch sagen.“ stimmte sogar Eddy zu. „Mensch, Tracy, für einen Moment hast du selbst mich in Angst und Schrecken versetzt! Und das, obwohl ich ja eigentlich wußte, worauf es hinausläuft.“
      „Dann war das Zittern also nicht gespielt!“ stellte Futura erstaunt fest.
      Eddy schüttelte den Kopf. „Nein…!“
      „Na, dann hast du dir erst recht ein Stück Käsekuchen verdient. – Und du auch, Tracy, unser Geistergorilla!“ entschied sie.
      Das nahmen die beiden Freunde mit einem ehrlichen, strahlenden Lächeln auf.
      Jake verdrehte mit einem Seufzen die Augen, konnte aber schon gar nicht mehr anders, als zu lachen. Damit begann schließlich der gemütliche Teil, und die vier setzten sich endlich an dem Küchentisch zusammen, um bei gemeinsamen Käsekuchen Geburtstag zu feiern.
      Was keiner von ihnen bemerkte, war allerdings die Gestalt, die sich am Fenster des Ghostkommandos postiert hatte und das Geschehen in der Küche abschätzend beobachtete. Dunkle Augen verengten sich bösartig in einer stahlblauen Maske, während das flammend rote Gewand vom leichten Wind aufgebauscht wurde. Der Blick des unvermittelten Zuschauers ruhte gefährlich fixiert auf dem Käsekuchen. Lange würde die Harmonie sicher nicht mehr dauern, da war sich der Herr des Bösen sicher…


Anm. d. Aut.: Bezüge zu »Surprise, Surprise«
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