Wie ich dich doch liebe

GeschichteAllgemein / P16 Slash
17.08.2014
17.08.2014
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Anmerkung: Die Charaktere und auch die Sendung "Two and a Half men" gehören nicht mir und ich verdine hiermit auch kein Geld!

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Sicht des Erzähler´s:

//..Wie sehr ich dich doch liebe...und wie sehr ich mir wünsche das du mich auch mal so anfassen würdest, wie die vielen Frauen die du immer bei dir hast....//
Seufzend fuhr sich der 17 Jahre alte Alan durchs Haar.
Er Lag in seinem Bett und sah an die Decke.
Er war wiedermal allein.
Seine Mutter war bei nem Kerl und sein Bruder bei ner Frau.
Nur er hatte mal wieder niemanden.
Freunde hatte er auch keine, für was auch?
Früher oder später würden sie seinen Bruder ihm vorziehen.
Wer würde das den auch nicht?
Er war der gewollte Sohn und bekam auch immer alles was er wollte.
Er selbst gab sich mit dem mindesten zufrieden.
Ihm reichte es ein Zimmer zu haben und zu essen zu bekommen.
Auf seine Noten gab er viel Acht, was brauchte er da auch schon mehr.
Er rollte sich auf die Seite und blickte an die Wand, er fragte sich insgeheim wie es wohl später in seinem Leben aussehen würde.
Wahrscheinlich nicht besser als jetzt, er würde wahrscheinlich alleine sterben und ewig seinem Bruder hinterher weinen.
Ach ja, das tat er ja jetzt gerade schon!
Ein blick auf die Uhr verriet ihm das es schon Acht Uhr war!
Das heißt er würde sich wieder etwas kleines zu Essen machen und vielleicht einen Liebesfilm ansehen.
Ja, so sah meistens sein freier Abend aus, wenn er nicht gerade lernte.
Auch kam es oft vor das er seinem Bruder alles erledigte wofür er zu faul war!
Wenn  er es immer lang genug aushielt bekam er dann von seinem oftmals besoffenen Bruder eine Umarmung.
Und das war sogar einmal im Monat!
Das war eigentlich der Grund warum er überhaupt was machte.
Vielleicht würde er ja schon heute die Umarmung bekommen!
Zumindest wenn er Glück hatte, und das hatte er nicht oft gehabt.
Er erinnerte sich an schmerzende Gedanken.

Charley hatte schon immer alles bekommen!
Sogar an SEINEN eigenen Geburtstagen hatte er und nicht Alan Geschenke bekommen.
Nicht mal einmal Glückwunsch hatte er von jemanden auch nur ein mal gewunschen bekommen!
Tja, es war nunmal so!
Da konnte er machen was er wollte, noch nie hatte sich jemand ach so große Sorgen um ihn gemacht.
Er wurde meistens immer irgendwo vergessen und konnte dann  schauen wie er zurecht kam.

Er schüttelte nur einmal den Kopf und ging nun in die Küche.
Dort fand er diese wie immer leer vor.
Was hatte er sich auch erwartet?
Seinen Bruder mit einem Blumenstrauß in der Hand, der ihn um Verzeihung bitten würde, Pustekuchen!
Tränen stiegen hoch und rannen sein Gesicht herunter.
Ja, er war einsam, und wie!
Er setzte sich und starrte auf den Boden.
Keiner würde kommen um ihn zu trösten, das würde nie passieren.
Er hatte so oft versucht Freunde zu finden aber keiner wollte etwas mit ihm zu tun haben!
Er legte den Kopf auf den Tisch und schloss anschließend die Augen.
Er war so unendlich müde.
Am liebsten würde er nicht mehr aufwachen.

Als er am nächsten Tag erwachte lag sein Kopf immer noch auf dem Tisch.
Also war er doch allen egal.
Er hatte gehofft und gebetet das er in den Armen seines Bruders aufwachen dürfte.
Doch nichts ist in Erfüllung gegangen.

Alan´s Sicht:

Ich seufzte leicht und erhebe mich.
Es war doch vergebens, niemand würde für mich kommen.
Schon gar nicht mein Geliebter.
Und schon wieder spürte ich wie die heißen Tropfen meine Wangen hinab flossen.
Ich ging wie benommen in Charleys Zimmer zu seinem Bett und legte mich hinein.
Ich zog seinen Duft ein, und es tröstete wenigstens einen kleinen Teil meiner Seele.
Was ich nicht alles geben würde um mit meinem Bruder in diesem Bett aufzuwachen, in seinen Armen.
Doch ich konnte darüber nur träumen.
Mein Bruder würde eh erst morgen oder nächste Woche wieder auftauchen, also konnte ich noch ein wenig hier verweilen.
Ich erhob mich noch ein mal und schritt zu seinem Schrank.
Ich zog ein großes T-Shirt heraus. Schnell zog ich mich bis auf die Boxer aus und zog das Shirt an.
Anschließend legte ich mich ins Bett und kuschelte mich hinein.
Alles roch so wunderbar nach ihm, und zugleich schmerzte es so furchtbar.
Ich schloss die Augen und driftete in einen Traumlosen Schlaf ab.

„WAS MACHST DU VERDAMMT NOCHMAL IN MEINEM BETT? RAUS HIER!!!!“ hörte ich ihn nur noch brüllen.
Innerlich zerbrach ich immer mehr.
Ich starrte einfach nur an die Wand.
Mein blick war wahrscheinlich tot und ohne jegliche Emotion.
Jetzt ist es endgültig, ich bin allein und niemand liebt mich.
„HÖRST DU MIR EIGENTLICH ZU???!!“ schrie er erneut und ich nickte nur kurz.
„GUT DANN  VERPISS DICH IN DEIN ZIMMER!! ICH HASSE DICH DU KLEINER SCHMAROTZER!!“ schrie er so laut als würde das ganze Haus darunter zusammen brechen.
Ich stand langsam auf und schritt zu meinem eigenen Zimmer.
Tränen rannen mir Eimer weiße über die Wangen, und auch mein Herz schmerzte furchtbar.
Ich setzte mich auf den Boden vor meinem kleinen Fenster und blickte Apathisch in den Himmel.
„Charley...“ brachte ich hauchend unter Tränen erstickter Stimme hervor, doch mein Ritter in silberner Rüstung würde nicht kommen um mich zu retten.
Er hasste mich abgrundtief, das konnte ich nur zu deutlich heraus hören.

Sicht des Erzähler´s:

Inzwischen waren 3 Monate vergangen, in denen Alan zu einer Hülle wurde.
Ein Schatten seiner selbst, wie man so schön sagt.
Er aß wenig, machte nach der Schule nichts anderes als vor den Fenster zu sitzen und aus dem Fenster zu starren.
Seinen Bruder sah er nur noch wenig.
Aber es war ihm auch egal, alles war ihm inzwischen egal!
Er bekam nichts mehr mit.
Es verletze ihn immer mehr von allen ignoriert zu werden.

Heute war mal wieder so ein Tag.
Doch heute war etwas anders, Alan stand auf.
Er ging aus seinem Zimmer und zu dem seines Bruders.

Alan´s Sicht:

Ich hatte Glück, mein Bruder war mal wieder zu Hause.
Aber als ich vor seinem Zimmer stand hörte ich von drinnen nur Gekeuche und Gestöhne zweier verschiedener Stimmen.
Ich ging weiter, zu meinen Schuhen.
Ich zog sie an und ging nach draußen.
Es war Winter, und natürlich arschkalt.
Doch mir war es egal,  ich verspüre nichts anderes mehr als Kälte.
Ich beschließe meine Schuhe dazu lassen.
Das einzige war ich noch am Körper trage ist ein weißes Shirt und eine sehr kurze Boxershorts.
Aber an mir wirken diese Sachen viel zu groß.
Tja, das waren Nachwirkungen der Magersucht, ich bin 1,71 groß und wiege gerade mal 39 Kilo.
Ich gehe nun weiter, bis ich irgendwann an einem Wald ankomme.
Heute beende ich es, ich habe keine Kraft mehr.
Ich bin gebrochen, meine Seele ist gebrochen und auch mein Herz ist gebrochen.
Ich habe nichts mehr was mich an dieser furchtbaren Welt hält.

Ich gehe in den Wald, immer tiefer, bis ich nicht mehr weiß wo ich eigentlich bin.
Ich lege mich einfach in den weichen Schnee und starre an einen Baum.
Ich werde hier mein Ende finden, vielleicht sogar meinen Frieden.

Charleys Sicht:

Ich stehe in der Küche des Hauses und blicke der zierlichen Gestalt hinterher.
Ich habe es zu weit getrieben, ich hätte ihn damals nicht anschreien dürfen.
Doch ich wusste es nicht besser, ich bin verliebt in ihn.
Ich war unsicher und wollte mich von ihm fernhalten, und er musste darunter leiden.
Ich zögere nicht und ziehe mich an.
Ich renne ihm hinterher, friert er nicht?
Es ist Arschkalt hier draußen!
Ich sehe wie er in den angrenzenden Wald geht.
Ich renne ihm so schnell wie möglich hinterher.
Als ich bei ihm ankomme reiße ich meine Augen auf, er liegt im Schnee und starrt in meine Richtung.
Ich gehe schnell zu ihm und ziehe ihn in meine Arme.

Eiskalt!
Das ist das einzige was mir gerade einfällt.
Ich ziehe meinen Pullover aus und ihm an, er zittert nicht.
Er sieht in mein Gesicht und in meine Augen.
Er legte eine Hand auf meine Wange und lächelt zaghaft.
„Wenigstens im Tod darf ich dich berühren.....lass mich bitte nicht allein...Charley....“ haucht er mir schwach entgegen.
Ich hebe ihn ohne große Mühe hoch und renne mit ihm nach Hause.
Ich bringe ihn ins Wohnzimmer und schalte die Heizung hoch.
Ich lege ihn vorsichtig aufs weiche Sofa.
Ich wollte schon in die Küche gehen als er mich festhält.
„Bitte...schlafe ein einziges Mal mit mir! Ich weiß ich bin es nicht wert, du darfst mich dabei auch schikanieren und verletzten...nur mache mich zu deinem Eigentum!“
Ich sehe ihn geschockte an und schüttle ihn.
„Alan!! Du bist nicht Tod! Ich hab dich im Wald gefunden! Es tut mir leid, für alles was ich dir angetan hab! Nur bitte hör auf so was zu sagen!“ bitte ich ihn.
Sein lächeln verschwindet und er sieht mich kalt an.
„Nein..“ seine Antwort war ein einziges hauchen.
Und wie auf Knopfdruck sackt sein Körper in sich zusammen.
Ich schüttle ihn und schreie seinen  Namen, doch ich weiß das es vergebens ist!
Er ist tot, und wird auch nicht mehr aufwachen, und ich bin daran Schuld.

Alles ist meine Schuld........

ENDE

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