Emily

GeschichteDrama, Krimi / P18
John Stillman Kat Miller Lilly Rush Nick Vera Scotty Valens Will Jeffries
17.08.2014
12.03.2015
12
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Cold Case „Emily“


Ein Krimidrama by Sarahsassy


Disclaimer:

Mir gehört nichts-
bis auf meine selbst erdachten Charaktere-
ansonsten gäbe es deutlich mehr Donuts- für alle!...
Alle Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen
ist reiner Zufall und vom Autor nicht beabsichtigt.

Rating: P16

Timeline:
Spielt nach der letzten Folge „7 22 Schwestern“ und DEIEDA,Lil u Scotty sind
NICHT zusammen



Dramatis personae:

Federal Bureau of Investigations (FBI):

Special Agent Diane Yates
Special Agent Jason Stanton
Special Agent Hunter Hutch
und weitere

Centeral Intelligence Agency(CIA):

Agent Sophia Smith
Agent Christian Turner

Philadelphia Police Department (PPD):

Captain John Stillman
Sergeant Will Jeffries
Detective Nick Vera
Detective Kat Miller
Detective Scott Valens
Detective Lillian Rush

und als Unterstützung
von Seiten des FBI
herangezogen:

Sergeant Katherine Beckett, NYPD




PROLOG




Philadelphia, Ritterhouse Square, 20 Oktober 1993, 12:00 Ortszeit


Emily warf einen Blick aus dem Fenster.

Gleich wäre das Meeting beendet und sie könnte sich
zum Lunch ein wenig entspannen.

Die Sonne stand hoch am Himmel und erlaubte es ihr nicht,
hinter der Fassade am anderen Ende des Fensters
des gegenüberliegenden Hochhauses, etwas zu erkennen.

Aber das ungute Gefühl, das sie schon den ganzen Tag
beschlich, wollte einfach nicht verschwinden.

Als würde sie verfolgt.

Sie seufzte und rückte ihr schickes Armani Brillen- Gestell zurecht.

Heute Abend, nach dem Geschäftsessen wollte sie nichts
anderes mehr, als ihren Mann anrufen und vielleicht noch ein Bad nehmen...

Derzeit hielten sie die Gespräche über den Bau des neuen Komplexes
für die Regierung hier in Philadelphia wirklich auf Trab.

Außerdem waren diese Männer, welche ihr in ihren eleganten, grauen Anzügen
gegenüber saßen, allesamt ebenfalls Kunden ihres Mannes Matthew,
eines Investmentbankers, welchen sie in diesem Fall also irgendwie
ebenfalls vertrat-

„Emily, würden Sie uns bitte noch einmal die Mappe herrüberreichen, bitte?“

bat ihr Kollege Steven Baur gerade und seine Stimme klang ein wenig ungehalten,
als habe sie etwas Wichtiges verpasst...

„Entschuldigung, Steven. Natürlich.“

Sie schob ihm die dicke Akte mit den Bauplänen zu und lächelte vorsichtig in die Runde.

Steven musterte sie kritisch.

„Emily, ist alles in Ordnung mit Ihnen?
Sollen wir die Pause vielleicht vorziehen?“

erkundigte er sich gespielt freundlich, doch Emily war sich durchaus bewusst,
dass weder seine Sorge um ihre Gesundheit diese Frage initiiert hatte,
noch die Sorge um den Abschluss des Geschäftes: Er wollte sie einfach nur
vor den alten grauen Herren ihr Gegenüber bloßstellen!

Dieser miese Wicht.

Es war schwer genug gewesen, deren Zustimmung für die Verhandlungen
zu diesem Projekt für die Regierung zu gewinnen, aufgrund der Tatsache,
dass sie eine Frau war, und wenn sie jetzt irgendwelche „Zimperlein“
an den Tag legen würde...
würde das seine Verhandlungsposition stärken und ihre schwächen...

„Meine Herren, ich schlage vor, wir widmen uns noch einmal Seite 4...“

erklärte Emily stattdessen mit fester Stimme und schlug ihre eigene Akte vor sich auf.

„Fassen wir es noch einmal zusammen:
Wie Sie sehen, ist die Einrichtung bestens geeignet, da ein weit verstricktes Tunnelsystem
existiert, welches ebenfalls genutzt werden kann. Die Einrichtung befindet sich an einem
strategisch günstigen Punkt Philadelphias, um genau Ihren Vorstellungen entsprechend
agiieren zu können. Niemand würde in diesem Stadtteil eine geheime Regierungseinrichtung
vermuten...“

verkündete sie die Ergebnisse der wochenlangen Verhandlungen
noch einmal im Detail und blickte sich triumphierend um.

Neben ihr starrte Steven Baur sie unverhohlen feindselig an.

Es war nur ein Moment, aber er ließ Emily Stanton beinah das Blut
in den Adern gefrieren.

Mit trotzig erhobenem Kinn erwiderte sie jedoch kühl seinen Blick
und fuhr fort:

„Wie wir bereits von Agent Turner erfahren haben,
wird die Agency sich mit drei Einsatzteams im Untergeschoss einrichten.
Darüber wird das Haus wie geplant als privates Praxiszentrum
mehrerer Schönheitschirugen und auf alternative Heilmethoden
spezialisierte Kollegen, sowie deren Verwaltungsapparat eingerichtet.
Die Räumlichkeiten im Untergeschoss sind auf neuestem technologischen Stand,
was die nötige Abschirmung gegen feindliche Abhöranlagen betrifft, als auch...“




Philadelphia, Germantown, 23:40 Ortszeit


Es war dunkel in der Gasse.

Die schlanke, dunkel gekleidete Gestalt schlich an der Backsteinwand
entlang und drückte sich dagegen. Ihre Schritte waren schnell,
ohne hastig zu wirken und elegant, grazil, wie die eines trainierten
Jägers.

Vor allem waren sie schneller, als die seines Opfers.

„Kommen Sie, wir müssen uns beeilen! Er ist sicherlich ganz dicht hinter uns!“

hörte er die flüsternde, hektische, weibliche Stimme durch den Kopfhörer.

„Was will dieser Mann von uns, warum sind die überhaupt hinter uns her?“

hustete eine andere, ebenfalls weibliche Stimme,
die vor Angst zitterte.

„Ich habe keine Ahnung! Kommen Sie, wir müssen hier weg-
es grenzt schon an ein Wunder, dass wir ihm vorhin entkommen sind,
aber das hier ist eine üble Gegend und-!“

erklärte die andere Frau drängend und das Geräusch ihrer Absätze
hämmerte über das Pflaster, störte ihn regelrecht bei der Operation.
Das Geräusch verstummte, ebenso die Stimmen.

Die Sackgasse, die auf seinem Display blinkte, war erreicht.

„Oh mein Gott! Was sollen wir machen?!“

jaulte die andere Frau.

Er schlich näher, entsicherte seine Waffe, prüfte in aller Ruhe den Sitz des Schalldämpfers.
Jetzt hatte er alle Zeit der Welt... dort könnten sie ihm nicht entkommen,

„Bleiben Sie ganz ruhig. Wir... wir können versuchen, mit ihm zu reden...“

Er stutzte.
Die Frau hatte vielleicht Nerven!
Aber gut, sollte sie in dem Glauben sterben, sie könne etwas ausrichten gegen jemanden,
wie ihn...

Der Vorsprung, der ihn von seinen Opfern trennte, kam in Sicht
und war schnell umrundet.

Er stellte sich in Position, entschied in Sekundenschnelle,
welche der beiden Personen zuerst auszuschalten war
und entschied sich für die ängstlichere von beiden.
Nicht nur, weil panische Schreie vielleicht doch noch
jemanden alarmieren könnten- was in dieser zwielichtigen Gegend
zwar durchaus ungewöhnlich wäre, aber wer weiß-
und zum anderen, weil ihn so etwas einfach nervte.

Zwei Schüsse später lag das erste Opfer tot am Boden,
doch verflucht- die andere lebte wohl noch.

Langsam ging er auf die beiden Frauen zu und beugte sich hinab,
die Mündung des Schalldämpfers auf die Brust der Zweiten gerichtet.

„Wer... wer... Warum?“

hauchte diese und starrte ihn aus großen, grauen Augen irgendwie...
herausfordernd...an.

„Ist nur mein Job, Emily.“

erwiderte er, fast ein bisschen beeindruckt ob ihres Widerstandes.

Diese Frau hatte ihm ein Rennen geliefert, wie lange niemand mehr in den USA.
Ihr Ausbruch aus dem Wagen... verlangte ihm fast Hochachtung ab.
Das letzte Mal hatte er sich derartig anstrengen müssen... war das in Afghanistan
gewesen?

„Tut mir leid für Sie.“

Der Widerstand erstarb, als die Kugel ihr Herz durchbohrte und das Grau
ihrer Augen wurde stumpf.

„Ist wirklich schade um jemanden, wie Sie.“

fügte er bedauernd hinzu und machte sich daran,
die Kleider der Frau zu derangieren, damit es so aussah,
als habe sich jemand anderer an ihr zu schaffen gemacht,
mit anderem Motiv.

Geldbörse und Schmuck entfernte er ebenfalls
und warf einen letzten, prüfenden Blick auf sein Werk.

Jetzt sah alles nach einem tätlichen Angriff und
missglückten Raub aus.

Sorgfältig zog er das Haar aus der Dose
und platzierte es auf Emily Stanton,
so, dass die Spurensicherung es auf jeden Fall finden würde.

Hinter sich hörte er Reifen quietschen und drehte sich um.

Ein schwarzer SUV mit geschwärztem Kennzeichen hielt
neben ihm und die Männer deuteten ihm, einzusteigen.

„Hast du den Schmuck?“

erkundigte sich einer der beiden feinen Pinkel.
Er konnte solche Typen nicht ausstehen-
sich nie die Hände dreckig machen...

„Hier.“

knurrte er deshalb genervt und die Perlenkette
von Emily Stanton wechselte den Besitzer.

„Gut. Baur wird sich nicht erinnern, woher er ihn hat,
aber das wird schon ins Bild passen.“



Philadelphia Police Department
09.04.2014, 12:15 Ortszeit


„Wenn Sie es wagen, ihn auch nur anzusehen, Vera...“

Kat Millers Stimme war schneidend und von tödlichem Ernst geprägt.

„Hey, ich hatte noch kein Frühstück!“

entgegnete Nick Vera beleidigt und fixierte die Schachtel Donuts in Kats Hand
mit gierigen Blicken.

„Außerdem schulden Sie mir noch einen nach dem Sie letzten Donnerstag
beim Darts verloren haben!“

ergänzte er feixend.

„Lil und ich haben Ihren fetten Arsch zum Mond geschossen-
drei Runden lang! Dieses andere Mal... war purer Zufall!“

meinte Kat säuerlich und wandte sich Unterstützung heischend an ihre Kollegin.

Doch Lilly Rush rollte nur genervt die Augen und schob eine Akte über ihren Schreibtisch.

Der Kampf um die Donuts ging, davon unbeeindruckt, unvermindert weiter.

„Hier, Scotty, unterzeichnen Sie, das war's dann für mich heute.“

Ihr Partner, Scotty Valens, hob überrascht die Augenbrauen.

„Ist heute schon wieder Donnerstag?“

Lilly nickte abwesend und begann schon, ihre Sachen zusammen zu suchen.

In diesem Moment schob ihr Boss, Captain Stillman, seinen Kopf aus seinem Büro.

„Lil, kann ich Sie einen Moment sprechen?“

Lilly warf einen Blick auf ihre Armbanduhr.

„Boss...heute ist Donnerstag!“

John runzelte die Stirn.

„Tatsächlich, das ist es.
Schönen Feierabend.
Grüßen Sie Ihre Nichte von mir.“

er nickte ihr verständnisvoll zu und wollte sich schon umdrehen.

Pling, machte der Fahrstuhl und eine schlanke Blondine im schicken grauen Anzug
trat heraus, gefolgt von einem gutaussehenden jungen Mann im dunklen Maßanzug
und Sonnenbrille, der ihr auf dem Fuß folgte, wie ein Schatten.

Alle Mitglieder der Mordkommission hielten verblüfft in ihrem Tun inne
und Lilly straffte sich unbehaglich.

„Feds...“

murmelte Miller mit offenem Mund.

Vera stibitze der abgelenkten Miller
den Karton aus den Armen
und schob sich triumphierend einen Donut in den Mund.

Special Agent Diane Yates warf ihm einen abschätzigen Blick zu,
trat zu ihm hin und nahm eine Serviette von Millers Tisch.

„Wie ich sehe, hat sich hier nichts verändert.“

Kopfschüttelnd zog sie plötzlich ihre Waffe und alle Anwesenden
brachen in Hektik aus- Schreie wurden laut und jemand befahl
herrisch, ruhig zu bleiben- das war John.

„Und jetzt geben Sie der Lady ihren Karton wider!“

grinste Diane wie eine Raubkatze und senkte ihre Waffe wider.

Vera klappte hilflos den Mund auf und zu.

„Boss!“

Um Johns Mundwinkel spielte so etwas, wie ein Lächeln...

„Sie haben Agent Yates gehört, Nick.“

meinte er und nickte Yates zu.

„Im Übrigen verbitte ich die Bedrohung eines meiner Detectives
mit einer Waffe in meiner eigenen Abteilung, Diane- schön dich wiederzusehen.“

Als sei gar nichts geschehen, drehte sich Diane Yates um,
ließ ihre Sig Sauer wieder im Holster verschwinden
und wies auf den stummen, jungen Mann an ihrer Seite.

„Danke, John.
Das ist mein Partner, Special Agent Jason Stanton.
Wir möchten dich sprechen.“

Auch der junge Mann nickte Captain Stillman zu.

„Und Detective Rush.“

fügte Yates hinzu.
















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