Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

{MMFF} Shadow Falls Camp - the next generation

MitmachgeschichteFantasy / P16 / Gen
15.08.2014
10.05.2020
19
42.323
3
Alle Kapitel
59 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
28.01.2018 1.981
 
Haaaalloooo ihr Lieben! c: ^-^

Ich hoffe, es geht euch gut. ^-^
Endlich geht's weiter mit einem neuen Kapitel aus Andrea's Sicht und ich wünsche euch viel Spaß
beim Lesen! :3 ♥

Vielen, vielen lieben Dank an Luna Blue99, Melina 04 und Lightning Girl für die supersüßen Reviews. Fühlt euch gedrückt! :**

Also, los geht's! LG,
-sunshinex- :***



--------------------------------------------------


"Bevor wir dich gleich zu deinen Eltern in die Cafeteria entlassen, möchten wir dir gerne noch deine Strafe für dein abscheuliches Verhalten mitteilen. Du kannst froh sein, dass wir hier in Shadow Falls jedem eine zweite Chance geben – beim nächsten Mal wirst du auf direktem Wege nach Hause geschickt", teilte Holiday also schlussendlich Luca mit, nachdem sie ihn und mich vor Ankunft der Besucher in ihr Büro geordert hatte.
Ihre Stimme war eiskalt und man sah, wie sehr es ihr missfiel, sich an die Regeln des Camps halten und Luca bleiben lassen zu müssen.
"Es tut uns zwar leid für deine Eltern, aber du wirst sie heute nur genau fünfzehn Minuten sehen dürfen. Danach wirst du mit Andrea gehen, damit sie dich in deine Strafe einweisen kann. Befehle von Exfreundinnen entgegen nehmen zu müssen, ist bestimmt für dich eine noch härtere Tortur", fügte Burnett hinzu. "Andrea, sei doch so lieb und erkläre Luca seine Aufgabe, die du dir zusammen mit Yara ausgedacht hast."
Während Luca daraufhin seine Augen zusammenkniff und mich hasserfüllt fixierte, konnte ich nicht anders, als ein fieses Grinsen aufzusetzen, ehe ich sagte: "Da ich ja weiß, wie sehr du es liebst, anderen Menschen zu helfen, haben wir uns überlegt, dass du doch sicherlich Freude daran hast, unseren Reinigungskräften für die nächsten vier Wochen die Arbeit abzunehmen. Du wirst ab sofort drei Mal wöchentlich von allen 17 Hütten jedes Badezimmer putzen, jedes einzelne Zimmer staubsaugen und staubwischen und einmal wöchentlich alle Betten neu beziehen."
Entgeistert starrte Luca Holiday, Burnett und mich an. "Ist das euer scheiß Ernst?!"
"Natürlich. Das ist eine sehr pädagogisch wertvolle Strafe", erwiderte ich gelassen.
"Und was ist mit meiner Freizeit?!"
"Joa. Die ist weg, würde ich sagen." Schulterzuckend strich ich mir eine Haarsträhne hinters Ohr, weil mir klar war, wie sehr ihn diese Geste provozierte.
Mir ist alles recht. Ich will einfach nur, dass dieser verdammte Idiot dafür leidet, was er Yara angetan hat. Mit seinem Verhalten hat er sie nicht nur zutiefst verletzt, nein, er hat auch dafür gesorgt, dass die anderen Übernatürlichen Yara mehr oder weniger bewusst ausgrenzen oder sie herablassend behandeln und es wird mindestens eine Ewigkeit dauern, bis sich alles wieder zum Normalen wendet.
Wütend presste Luca seine Kiefer aufeinander. "Ihr seid doch behindert! Da verlass ich das Dreckscamp lieber freiwillig!"
"Oh nein, das wirst du nicht. Wir haben deine Eltern über dein Verhalten aufgeklärt und sie stehen voll und ganz hinter uns. Du bist zwar bereits volljährig, aber wenn es dir lieber ist, können wir mit deinem Fall auch gerne vor Gericht gehen."
Ich bewundere Burnett dafür, wie er keine einzige Miene verzieht. Wobei das als FRU-Agent wahrscheinlich eine seiner leichtesten Übungen ist.
"Ach, fickt euch doch alle."
Als Antwort darauf zog Holiday lediglich eine Augenbraue hoch. "Vielleicht verhilft dir die Strafe ja auch zu etwas mehr Respekt und einem besseren Ausdrucksvermögen."
Burnett jedoch schien Luca‘s Kommentar etwas ernster zu nehmen, weil er erwiderte: "Sag so etwas noch ein einziges Mal, Schmidt, und bring dich wegen Beleidigung eines Beamten hinter Gitter."
Wenn Luca so weitermacht, wird er sowieso sein restliches Leben im Gefängnis verbringen. Ich hoffe einfach, dass er in den nächsten vier Wochen dazulernt und seine Eltern ihm die Hölle heiß machen. Ich vertrau da ganz auf Kate. Sie war immer so eine Liebe, ich kann gar nicht verstehen, wie jemand wie Luca aus ihr hervorgehen kann. Nachdem Luca mich vor einem Jahr sitzengelassen hat, kam sie am selben Abend noch mit einem Blumenstrauß bei mir vorbei und hat Luca einen ganzen Monat lang ignoriert und jegliche Parties verboten.  Kate war die beste. Und ich weiß, dass Luca es mit ihr in den nächsten Wochen nicht leicht haben wird.
"Ist ja gut, ich akzeptiere meine Bestrafung und werde nie wieder rassistische Anspielungen bezüglich Yara oder sonst wem machen. Okay?!", gab Luca schließlich genervt klein bei, sodass ich zufrieden in meine Hände klatschte. "Perfekt! Dann lass uns mal in die Cafeteria gehen, Kate hat mich bestimmt vermisst. Und sobald du gleich richtig schön angeschrien wurdest, fangen wir direkt mit deiner Putzeinweisung an!"
Freudig winkte ich Holiday und Burnett zum Abschied zu und lächelte Luca strahlend an, während er mir feindselig zur Cafeteria folgte.



Nachdem ich Luca penibel genau darauf hingewiesen hatte, wie ich jede einzelne Toilette im Camp geputzt haben möchte, was er nur mit einem Blick quittierte, der Menschen töten könnte, verließ ich bester Laune das Badezimmer von Hütte 14.
Burnett schien es besondere Freude zu machen, ihn gerade bei Wren und seinen Mitbewohnern anfangen zu lassen. Luca eher weniger. Aber das geschieht ihm auch recht. So ein rassistisches Amöbenhirn, wie er es ist, hat kein Mitleid verdient.
Ich weiß bis heute nicht, warum ich mich auf ihn eingelassen habe. Luca war schon immer zu überzeugt von sich, seinen Stärken und seiner Herkunft gewesen. Eigentlich hätte ich erkennen müssen, welches Spiel er treibt, aber aus irgendeinem Grund haben meine Hexenkräfte mir damals keine Zukunftsvision geschickt. Möglicherweise hatte der Hexer da auch seine Finger im Spiel, immerhin ist er bekannt dafür, seine Kräfte auszunutzen. Arschloch.
"Und immer schön langsame, kreisende Bewegungen machen!", rief ich Luca vom Wohnzimmer aus noch zu und grinste, als er wütend schreiend gegen die Tür trat, wodurch diese krachend zuflog. Da hat aber jemand Aggressionsprobleme.
"Andy, Andy, Andy. Kommt jetzt endlich deine sadistische Ader durch? Da steh ich drauf", raunte Wren mir plötzlich von der Seite zu und legte seinen Arm um meine Hüften.
"Wow, was bist du doch wieder charmant heute. Ich steh trotzdem nicht auf dich. Ich steh mehr so auf …", wollte ich gerade ansetzen, wurde jedoch unerwartet von einer Stimme unterbrochen, die fragte: "Männer?"
"Ja, genau. Männer. Und hallo, wen haben wir denn da?" Mit offenem Mund starrte ich den Typen an, der grinsend neben Evelyn auf der Couch saß und freundschaftlich einen Arm auf ihrer Schulter abstützte.
Er schien ungefähr Ende 20 zu sein und hatte perfekt verstrubbelte schwarze Haare sowie krass eisblaue Augen. Außerdem trug er eine Jeans und ein enganliegendes, verwaschenes T-Shirt, unter dem sich deutlich seine Muskeln abzeichneten.
Ach du scheiße. Andy, du starrst. Hör auf damit! Jetzt!
Das Grinsen des Typen wurde noch breiter. "Ich bin der heiße große Bruder. Freut mich." Er streckte mir seine Hand hin.
Heiß war noch untertrieben. Wirklich untertrieben.
"Hi. Andrea", stellte ich mich immer noch überfordert vor, setzte mein flirtfreundlichstes Lächeln auf und schüttelte seine Hand.
Ich war anscheinend so beschäftigt mit Luca‘s Einweisung im Bad gewesen, dass ich komplett überhört hatte, dass Evelyn mit ihrem großen Bruder die Hütte betreten hatte. Besuchertage haben aber sowas von definitiv etwas Positives.
Schnell zuckten meine Augenbrauen, obwohl ich mir das hätte sparen können. Etwas Anderes als Werwolf wäre eher unwahrscheinlich gewesen.
"Der Name passt wirklich perfekt zu dir … Du stehst also auf Männer, Andrea?", wollte Evelyn’s großer Bruder dann von mir wissen, ehe er aufstand und sich direkt vor mich hinstellte.
Mir blieben jetzt genau zwei Möglichkeiten: Erstens, ich würde dämlich meinen Kopf in den Nacken reißen, um dem anderthalb Köpfe größeren Typen in seine wunderschönen Augen schauen zu können, oder zweitens, ich würde meinen Kopf so lassen, wie er war, und einfach weiter geradeaus auf seinen durchtrainierten Oberkörper starren.
Zweiteres würde ich normalerweise sofort vorziehen, allerdings war mir das in Anwesenheit Evelyns doch ein wenig zu blöd … und zu riskant.
"Hör auf zu flirten, George. Die kleine Hexe ist eh viel zu jung für dich", mischte Evelyn sich passend zu meinen Gedanken belustigt ein, machte allerdings keine Anstalten, ihren Bruder von mir wegzuziehen.
"Genau, George. Die kleine Hexe ist eh viel zu jung für dich." Wütend stellte Wren sich ebenfalls vor mich, um eine Trennung zwischen George und mir zu schaffen.
Oh nein. Ganz bestimmt nicht. Ganz bestimmt braucht Wren jetzt nicht einen auf eifersüchtigen Beschützer machen. Ich kann ziemlich gut auf mich selbst aufpassen. Außerdem gibt es nicht mal etwas, das ihm erlauben würde, eifersüchtig zu sein. Da ist nämlich absolut rein gar nichts zwischen ihm und mir und da wird auch niemals etwas sein.
"Ich denke, dass die kleine Hexe das sehr gut für sich selbst entscheiden kann", gab ich deswegen patzig zurück, achtend, dass Wren auch ja bemerkte, dass ich angepisst war.
Da drehte er sich mit einem Grinsen auf den Lippen zu mir um und legte seine Hände wieder auf meine Hüften. "Das glaube ich eher nicht, Babe."
Ich zog eine Augenbraue hoch. "Bist du eigentlich bescheuert?"
Was bildet dieser Vollidiot sich überhaupt ein?! Er kann doch nicht einfach so behaupten, ich sei schwach und bräuchte seine Hilfe! Ich brauche seine Hilfe nämlich ganz sicher nicht!
Wütend schob ich seine Hände von meinen Hüften weg. Mein kleiner Finger zuckte bedrohlich. "Wenn du mich noch ein einziges Mal einfach so anfasst, dann Gnade dir Gott, werde ich –"
"Wohoo, kommt mal runter, Leute! Auch wenn die sexuelle Spannung zwischen euch ultra witzig zu beobachten ist, wollen wir ja nicht gleich handgreiflich werden. Lebt eure sadistischen Fantasien bitte wie alle anderen im Bett aus und nicht hier mitten im Wohnzimmer", ging George auf einmal lachend zwischen uns, was mich nur dazu verleitete, ihn entgeistert anzustarren. "Was für eine sexuelle Spannung?!"
George lachte lauter.
"Und welche sadistischen Fantasien?! Ich bin nicht sadistisch!"
"Doch, ist sie!", schrie Luca aus dem Badezimmer.
George lachte noch lauter.
"Oah, halt die Klappe, Luca! Ich bin überhaupt nicht sadistisch!"
Nun konnten auch Evelyn und Wren sich nicht mehr halten und stimmten in George’s Gelächter mit ein.
Ich spürte, wie mir die Röte ins Gesicht stieg. Das ist doch unfair! Wo ist Klara, wenn man sie braucht? Oder meine Eltern? Die haben doch versprochen, mich am Besuchertag zu besuchen! Kann mich nicht irgendwer retten bitte?
Nach ungefähr einer halben Minute schnappten die drei nur noch überfordert nach Luft, bis George sich als erstes wieder gefangen hatte. "Hey, das ist schon okay. Wir haben alle unsere Fetische. Ich persönlich finde sadistisch ziemlich sexy."
Oh Gott. Da hat mein Herz doch glatt einen Schlag ausgesetzt.
Wren knurrte bedrohlich.
"Ruhig Blut, Brauner. Mein Dad wird dir deine kleine Freundin schon nicht ausspannen", sagte Evelyn daraufhin und kurzerhand verschluckte ich mich an meiner eigenen Spucke. "Dad?!"
Erneut streckte George seine Hand aus. "George Samura, Evelyn’s superheißer Vater. Schön, euch endlich kennenzulernen. Evie hat mir schon viel von dem berühmt berüchtigten Paar erzählt, das eigentlich kein Paar ist, von dem aber alle wissen, dass es beide wollen und es auch irgendwann sein werden. Ich find euch toll."
"Aber du … aber wie …", stammelte ich nur perplex.
"Ich bin erstaunlicherweise schon 36 Jahre alt. Teenievater, stets zu Diensten", klärte George uns nun wieder grinsend auf.
Empört wandte ich mich an Evelyn. "Und du hast ihn einfach mit mir flirten lassen?! Hattest du zufällig geplant, uns irgendwann aufzuklären?!"
Doch sie zuckte nur mit den Schultern und grinste. "Hab ich doch gerade."
Bitte tötet mich. Das ist so peinlich. Ich habe einfach gerade offensichtlich einen Typen angeschmachtet, der fast 20 Jahre älter ist als ich, verheiratet ist und sogar eine Tochter in meinem Alter hat! Kann der Tag ernsthaft noch schlimmer werden?!
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast