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Josephine Klick - Allein unter Cops (die Fiktive Fortsetzung der 1. Staffel)

von Ringa
Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Liebesgeschichte / P16 / Gen
12.08.2014
17.01.2015
35
72.893
1
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38 Reviews
Dieses Kapitel
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17.01.2015 2.175
 
8 Jahre später

Josie:
Wir wohnten in einem schönen und riesigen Haus. Es war ein Hochzeitsgeschenk von Fritz' Eltern und meinem Vater. Als wir die Schlüssel bekamen, konnten wir es zuerst nicht glauben. Und als wir vor dem Haus standen, konnten wir es noch weniger glauben. Das ganze Anwesen war am Rande Berlins, im Grünen, aber nur 20 Minuten Autofahrt bis zum Zentrum. Es gab sehr viel Platz draussen und sogar einen Stall für Wotan. Das Haus war so gross, dass darin zwei Familien hätten leben können. Vom ersten Tag an fühlten wir uns da sehr wohl. Es war wie für uns geschaffen.

„Beeilt euch, sonst kommen wir zu spät,“ brüllte ich das ganze Haus zusammen.
Fritz lächelte.
„Ihr werdet schon nicht zu spät kommen. Carolin holt euch in 15 Minuten ab.“

Unsere Zwillinge: Tom und Lea, hatten heute ihren ersten Theaterbesuch. Ich bereute jetzt schon, dass ich mich von Caro hatte überreden lassen mit den Kindern ins Kindertheater zu gehen. Ihre Mädels waren schon 15 und 16 Jahre alt, also fast Teenager. Ich glaube, Carolin vermisste es, etwas mit den Kindern zu unternehmen, deswegen unternahmen wir jetzt etwas mit unseren Kindern. Unsere Männer durften den Tag ruhig und entspannt verbringen.
„Ich würde so gerne hier bleiben und mit euch einfach da sitzen und ein Bierchen trinken. Was meinst du, würde Carolin alleine mit den Kindern klarkommen?“
„Ihr werdet viel Spass haben, mein Schatz,“ meinte Fritz ironisch.
Na toll, es gab also keine Chance mich davor zu drücken. Wir liebten unsere Kinder abgöttisch, aber so etwas wie Theater mochte ich nie.
„Oh Gott, hoffentlich wird Lea kein Ballett tanzen wollen,“ kam mir der Gedanke.
Ich hörte Fritz laut lachen.
„Habe ich das etwa laut gesagt?“
„Mach dir keine Sorgen. Sie wird eher Schiessunterricht nehmen, als Ballett,“ meinte Fritz und konnte nicht aufhören über meine Ängste zu lachen.
Es klingelte an der Tür.
„Tom, Lea. Wo steckt ihr denn? Tante Caro ist da,“ schrie ich wieder durchs ganze Haus.
„Ich gehe nach oben und schaue, was die Süssen da treiben,“ sagte Fritz und verschwand.
Ich machte die Tür auf und da standen Carolin und Alex.
„Kommt herein, ihr Hübschen,“ begrüsste ich sie.
Carolin freute sich schon auf das Theater und Alex freute sich auf einige ruhige Stunden mit seinem besten Freund.
„Na endlich, da seid ihr ja. Wieso hat es so lange gedauert?“, fragte ich, als meine Liebsten von oben kamen.
„Sie haben gemalt und sich somit die Zeit vertrieben,“ sagte Fritz.
„Los geht’s,“ sagte Carolin und wir verliessen das Haus.
Fritz wünschte uns noch viel Spass, grinste schief und knallte mir die Tür vor der Nase zu.

Fritz:
„Es gab Zeiten, als Carolin mit unseren Mädels ins Theater ging. Jetzt sind sie schon gross und wollen Jungs treffen,“ erzählte Alex.
„Und du wirst natürlich von jedem einzelnen einen Background-check machen, oder?“, scherzte ich.
„Ha ha, lach du nur. Ich werde mal sehen, was du alles unternehmen wirst, wenn deine Lea anfängt Jungs nachhause mitzubringen.“
„Sie darf erst Jungs treffen, wenn sie 18 ist,“ sagte ich.
„Aber sicher,“ machte sich Alex über mich lustig.
„Lea ist erst 7 Jahre alt, in zwei Monaten wird sie eingeschult. Also, wir haben noch Zeit. Und sie hat einen Zwillingsbruder, der sie beschützen und nicht aus den Augen lassen wird. Ich glaube, es wird eher seine Aufgabe sein all die Jungs auszusortieren, oder was meinst du?“
„Du hast Recht,“ sagte Alex. „Ich habe gelesen, dass Zwillinge eine sehr enge Verbindung lebenlang haben... Jetzt aber ein ganz anderes Thema. Freust du dich auf den Samstag?“
„Und wie,“ sagte ich fröhlich.
Es war unser 8. Hochzeitstag.
„Wenn du wüsstest, was für eine Torte ihr bekommt...“, deutete Alex an.
„Dass Carolin uns mit der Torte unbedingt überraschen wollte, finde ich etwas beängstigend,“ sagte ich.
„Ach Quatsch. Ich habe den Entwurf gesehen. Sie wird einfach hübsch aussehen und lecker sein.“
Ich war sehr gespannt. Wir luden Familie Mahler zu unseren Hochzeitstag ein. Die beiden waren unsere Treuzeugen und dazu besten Freunde. Wir wüssten nicht mit wem wir sonst feiern sollten.

Wir genossen die Ruhe und hatten uns viel zu erzählen, denn unsere Männerabende kamen wegen der Kinder manchmal viel zu kurz. Wir machten aber das Beste daraus. Die Kinder wurden so schnell gross und eher man sich versah, waren sie aus dem Haus.

Wir hörten ein Auto auf den Hof reinfahren.
„Was, sie sind schon da?,“ wunderte sich Alex.
Die paar Stunden  waren wie im Flug vergangen.

„Papa, dürfen wir zu Wotan?“, fragte mich meine Tochter, sobald sie ein Fuss ins Haus gesetzt hatte.
„Ich denke schon. Ihr solltet aber trotzdem noch Mama fragen, ok? Ihr wisst, dass ich mit Wotan eher weniger zu tun habe.“
„Mama, dürfen wir?“, fragte Tom.
„Du und dein Hundeblick...“
Meine Frau lächelte und ging mit den Kinder nach oben, damit sie sich umzogen. 10 Minuten später kamen sie schon wieder.
„Ich gehe mit den Kindern in den Stall. Du könntest jetzt den Grill anschmeissen, oder?“


Wir grillten in unserem schönen Garten und es fühlte sich einfach grossartig an.
„Du, Caro. Eure Mädels kommen doch am Samstag auch, oder?“, fragte Josie.
„Na klar kommen sie. Und Ben?“
„Ben kommt auch. Wir freuen uns schon sehr. Ich glaube, Ben hat ein Auge auf eure Grosse geworfen, findet ihr nicht?“, sagte meine Frau.
„Na klar, Bielefeld. Hast du nichts von arrangierten Ehen gehört?“
Carolin verdrehte ihre Augen, wie immer.
„Manches wird sich nie ändern,“ sagte sie noch dazu.


Samstag, der 5. Juni

Fritz:
Ich wachte auf und schaute auf die Uhr. Es war 7 Uhr früh. Ich drehte mich zu Josie.
„Du bist auch wach?“, fragte ich sie.
„Herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag,“ sagte sie.
„Herzlichen Glückwunsch. Und ich danke dir, dass du mich zum glücklichsten Mann gemacht hast.
Auf unserer Hochzeit sahst du atemberaubend aus. Als ich dich in dem Kleid sah, bekam ich weiche Knie und Atemnot.“
„Und ich musste denken, wie heiss du in dem Anzug aussahst und wie glücklich ich war, deine Frau zu werden. Es war der schönste Tag in meinem Leben. Und jeder Tag danach.“

Sie legte sich ganz dicht an mich. Wie ich es liebte ihr Körper an meinem zu spüren.
„Wenn wir Glück haben, schlafen die Kinder noch,“ flüsterte sie in mein Ohr.
„Ich verstehe was du meinst.“
Ich beugte mich über sie und fing an ihren Hals zu liebkosen. Sie stöhnte auf. Ich war glücklich, dass ich meine Frau immer noch glücklich machen konnte. Ich strich mit meiner Hand ihren Körper auf und ab. Sie tat das gleiche. Sie küsste mich und liebkoste meine sensibelsten Stellen. Ich war vollkommen glücklich. Noch bevor es richtig zur Sache gehen konnte, ging die Tür auf.
„Mama, Papa, wir sind wach!“
„Das sehen wir,“ sagte Josie.
Ich musste ein paar mal tief durchatmen, damit mein Puls wieder normal wurde.
„Heute Nacht, wenn die Kinder tief und fest schlafen...“, sagte meine Frau leise.

Wir kuschelten noch 'ne Runde und dann gingen wir nach unten frühstücken.
„Wann kommt Ben?“, fragte Josie.
„Er müsste jederzeit hier sein.“
Kaum beendete ich den Satz, schon klingelte es an der Tür. Ich machte auf.
„Wieso klingelst du? Du hast doch einen Schlüssel,“ fragte ich ihn.
„Ich weiss. Aber es ist Wochenende und ich wollte nicht einfach reinplatzen,“ erklärte er.
„Du darfst reinplatzen, so oft du willst, ok?“, sagte Josie.

Josie:
„Mein Gott, Ben. Du ähnelst deinem Vater jeden Tag immer mehr,“ kam es aus mir heraus.
„Ist das gut oder schlecht?“, grinste er.
„Sehr witzig,“ meinte Fritz. „Den Sarkasmus hast du aber nicht von mir, auch nicht von Mama.“
„Ich glaube, von Josie abgefärbt.“
„Du bist so hübsch und klug und... Ich hab dich lieb.“
Ich gab ihm einen dicken Schmatzer. Ich liebte den Jungen wie meinen eigenen Sohn. Er war schon so gross geworden...
Wir frühstückten noch alle zusammen und Tom und Lea überredeten Ben mit ihnen in den Stall zu gehen und Wotan zu besuchen. Die Kleinen liebten Ben und er liebte sie.

„So, die Kinder sind für eine Weile beschäftigt. Lass uns nach oben gehen,“ sagte ich.
Fritz Augen funkelten.
„Ich weiss, was du gerade denkst. Und glaub mir, ich würde es auch liebend gern, aber wir sollten jetzt uns umziehen und uns ein wenig hübsch machen.“

Als Fritz mich sah, verschlug es ihm die Sprache.
„Schatz, du siehst.. Wow!“
Er konnte keinen vernünftigen Satz bilden.
Ich hatte ein Kleid an, das er mir mal geschenkt hatte. Es war ein wenig schick, aber trotzdem noch alltagstauglich.
„Danke, mein Schatz. Du siehst auch heiss aus.“

Wenige Stunden später waren die Gäste da.
„Ich kann nicht aufhören zu staunen, wie hübsch eure Mädels sind,“ sagte ich zu Caro und Alex.
„Tja Bielefeld. So etwas kommt, wenn man hübsche Eltern hat.“
„Natürlich. Ich würde auch nie etwas anderes behaupten,“ scherzte ich.
„Lasst und zu Tisch gehen. Es ist alles angerichtet, nur eine Torte fehlt,“ sagte ich und grinste.
„Setzt euch. Die Torte kommt sofort,“ sagte Alex und verschwand nach draussen. Er musste zum Auto.
Wir waren alle schon sehr gespannt. Er kam zurück mit einem überdimensionalen Karton. Er marschierte damit direkt in die Küche. Caro folgte ihm. Eine Minute später brachten die beiden die Torte und stellten sie auf den Tisch. Alle brachen in Gelächter aus. Ich und Fritz schauten uns gegenseitig an und mussten ebenfalls lachen. Auf der Torte waren zwei sehr grosse Menschenfiguren. Die Frau hielt eine Pistole in einer Hand und die andere Hand war mit einer Handschelle an der Hand des Mannes angeschnallt.
„Ich schätze, dass sind wir,“ sagte Fritz.
Wir brauchten keine Antwort. Es war offensichtlich.
„Ihr seid verrückt, Leute. Vielen vielen Dank.“

Wir schnitten die Torte an. Die Figuren behielten wir natürlich, denn so etwas sieht man nicht jeden Tag.
„Papa,“ sagte Ben. „Letze Woche beschäftigten wir uns in der Schule mit der Berufswahl. Ich habe mich entschlossen nach der Abitur in die Polizeiakademie zu gehen...“
Fritz Augen leuchteten auf. Auch ein Blinder würde es sehen, dass Fritz Bens Vorbild war.
„Ich bin sehr stolz auf dich,“ sagte er zu seinem Sohn.
Dann drehte sich Ben zu mir und schaute mich erwartungsvoll an.
„Du wirst ein grossartiger Polizist werden. Ich bin auch sehr stolz auf dich.“
„Mama, Papa, wir werden auch Polizisten,“ sagten Tom und Lea.
„Könntet ihr euch weniger gefährliche Berufe aussuchen? Wie wär's mit Anwälte, oder Präsidenten?“, fragte ich.
„Wir werden Polizisten, wie du und Papa.“
„Caro, willst du vielleicht eine Umschulung machen? Könntest doch auch zu uns kommen,“ scherzte ich.
„Hoffentlich kommt ihr nicht auf die Idee Polizistinnen zu werden,“ sagte Alex zu seinen Töchtern.
„Das ist eine hervorragende Idee, Papa.“

„Darf ich fragen, was ihr euch schenkt, falls ihr euch etwas schenkt?“, fragte Carolin.
„Ja. Wir haben uns eine Reise nach Italien geschenkt. Für die ganze Familie. Nächste Woche geht’s los.“
„Soll ich dann auf das Haus aufpassen?“, fragte Ben
„Die Reise ist für die ganze Familie,“ wiederholte ich.


„Herzlichen Glückwunsch zu eurem Hochzeitstag, ihr Lieben.“

„Ich würde gerne mein Glas heben: auf uns, auf unseren Familien, auf unsere Freundschaft und... auf alle zukünftigen Polizisten, Anwälte und Präsidenten!“
„Auf uns!“,  sagten wir einstimmig.

An dem Tag versprachen wir uns: „42 Jahre später, auf unserer goldenen Hochzeit, sitzen alle wieder hier und reden über gute alte Zeiten!“


                                                                            Das Ende



Ich sage DANKE!

Bonnie Scofield:
deine Geschichte war die erste, die ich gelesen habe. Und sie hat mich so inspiriert, dass ich kurz darauf beschloss selber eine FF zu schreiben, obwohl ich bis dahin noch nie etwas geschrieben hatte. Ich danke dir auch für alle Reviews, die du geschrieben hast. Vielen vielen Dank, liebe Alexandra. Ich hoffe, wir bleiben in Kontakt.

Bichi:
du hast jedes Kapitel von mir kommentiert und mich ermutigt weiter zu schreiben. Deinetwegen bin ich am Ball geblieben. Du hast mir immer wieder Ideen geliefert und mir geholfen in meiner Geschichte weiterzukommen. Ich danke dir, dass du Lust und Zeit hattest meine FF zu verfolgen. Ich danke dir vielmals und ich wünsche dir auch weiterhin viel Erfolg mit deiner Fan Fiktion. Ich freue mich auf die nächsten Kapitel von dir. Nochmal, vielen vielen Dank! Du bist toll! ;-)
P.S. Wir bleiben in Kontakt ;-)

Ich möchte mich auch bei denen bedanken, die ein, zwei oder mehrere Reviews hinterlassen haben:
Peggy-Padouk und preiselbaerle – ich danke euch vielmals.

Und zuletzt aber nicht weniger wichtig: Ich möchte einen herzlichen Dank an alle anonyme Leser ausrichten. Hoffentlich hat euch meine Geschichte gefallen.

Es war eine tolle Erfahrung für mich eine „Josephine Klick – allein unter cops“ Fan Fiktion zu schreiben. Am 12.08.2014 stellte ich mein erstes Kapitel online in Hoffnung, dass wenigstens ein Mensch es lesen würde. Und ich wurde sehr positiv überrascht. Das Schreiben begleitete mich über 5 Monate und jetzt bin ich traurig, dass es zu Ende ist. Ich habe aber auch weiterhin Hoffnung, dass noch mehr Leute meine Geschichte entdecken.

Falls es jemand interressiert: Meine FF hat 35 Kapitel, 73140 Wörter, 36 Reviews, 4714 Zugrife und 12 Favoriten Einträge, 5 davon sind anonym.

Ich danke nochmal allen, die meine Geschichte gelesen haben und allen, die sie noch lesen werden.

Bleibt gesund! Eure Ringa

Neringa Hünnefeld
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