Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Josephine Klick - Allein unter Cops (die Fiktive Fortsetzung der 1. Staffel)

von Ringa
Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Liebesgeschichte / P16 / Gen
12.08.2014
17.01.2015
35
72.893
1
Alle Kapitel
38 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
12.08.2014 2.154
 
Ich möchte mich bei allen Lesern bedanken, denn meine FF wurde schon über 1500 mal aufgerufen. Danke! :-)

Fritz:
Ich machte meine Augen auf. Zwei andere Augen starrten mich an.
„Alles Liebe zum Geburtstag, mein Schatz,“ strahlte mich Josephine an.
Sie rollte sich auf mich und küsste mich ausgiebig. Mein Herz klopfte und ich fühlte wie sich die Glückshormone in meinem Körper ausbreiteten.
„Oh wow.“
Bevor ich noch etwas sagen konnte, küsste sie mich wieder.
„Ich gehe jetzt unter die Dusche,“ sagte sie als sie sich von mir löste.
Aber... dachte ich mir. Sie stand auf und ging ins Bad. Im Türrahmen blieb sie kurz stehen und drehte sich zu mir um.
„Kommst du mit, oder brauchst du eine schriftliche Einladung?“ Sie zwinkerte mir zu.
Ich brauchte definitiv keine Einladung und ich liess mich nicht zweimal bitten.
Sie verschwand im Bad und ich stürmte ihr regelrecht nach.

Josie:
„So wie du strahlst, können wir öfters eine gemeinsame Dusche nehmen,“ sagte ich und schmunzelte.
„Ich habe absolut nichts dagegen,“ sagte er und biss sich auf die Lippe. Er sah so sexy aus.
„So, jetzt hol Ben ab, dann frühstücken wir gemeinsam. Und danach bekommst du ein Geschenk von mir.“  

Wir waren bei Fritz, denn auf dem Hof liefen die Vorbereitungen auf den Hochtouren. Zum Glück hatte ich gute Freunde, sie übernahmen alles. Ich konnte nichts selber machen, denn ich musste bei Fritz bleiben, damit er keinen Verdacht schöpfte.
Carolin rief mich an und berichtete über die Lage. Sie, Alex und Karin waren schon da und halfen Viktor den Pavillon aufzubauen. Viktor veranstaltete einmal im Jahr einen Reitturnier, deswegen hatte er einen riesigen und sehr schönen Pavillon. Die Mädels schmückten es ein wenig aus. Sie hingen Lampions auf und stellten überall Laternen hin. Wenn es dunkel wurde, würden wir sie alle anzünden. Es würde traumhaft schön aussehen.
Das Essen wurde zu 17 Uhr bestellt. Die Gäste waren zu 18 Uhr eingeladen. Die Band kam auch später um eine kleine Bühne aufzubauen und um den Soundcheck zu machen. Die Mädels und die Jungs hatten alles im Griff. Ich freute mich schon sehr auf den Abend.
Ich bedankte mich bei Caro und sagte ihr, dass ich sie noch um 18 Uhr anrufen würde um sicher zu gehen, dass wir dann hinkommen könnten. Jetzt musste ich nur beiden Jungs bis zum Abend irgendwie beschäftigen. Wie es schien, hatte Fritz für seinen Geburtstag nichts geplant, zum Glück.

Kaum legte ich mein Handy zur Seite, hörte ich draussen die Stimmen. Fritz und Ben waren bester Laune.
„Schau, was mir mein Sohn geschenkt hat,“ sagte Fritz stolz und rollte ein grosses Bild aus.
Darauf waren drei Menschen zu sehen und über den Köpfen standen die Namen geschrieben: Papa, Ben und Josie.
„Wow, das ist das schönste Bild, das ich je gesehen habe,“ sagte ich auch sehr stolz.
Dass ich auch auf dem Bild war, rührte mich.
„So ihr Lieben, lasst uns frühstücken,“ sagte ich und forderte die beiden zur Tisch auf.
Die Jungs setzten sich hin und ich ging um das Geschenk zu holen.
„Boah, ist es gross,“ staunte Ben, als er das Geschenk sah.
„Meine Güte,“ staunte Fritz.
Ich setzte mich neben ihn und hielt ihm das grosse Paket hin.
„Nochmal, alles Liebe zum Geburtstag.“
Fritz nahm das Geschenk an sich und riss das bunte Papier auseinander. Neugierig wie ein Kind entfaltete er das Paket und stockte. Er betrachtete das Geschenk einen Moment ohne es herauszunehmen. Dann machte er grosse Augen.
„Ist das...?“, fragte er ohne den Satz zu beenden.
„Nimm es heraus, dann siehst du es,“ sagte ich.
Es war eine Biker Jacke aus Leder.
„Oh mein Gott. Josie, die Jacke ist... wow!“
Fritz staunte nicht schlecht. Er begutachtete die Jacke von allen Seiten. Als er die Rückseite sah,  konnte er sich nicht mehr einkriegen.
„Das sind ja meine Initialen auf dem Rücken.“
Ich konnte sehen, dass er begeistert war.
„Also, sie gefällt dir wie ich sehe,“ stellte ich fest.
„Die Jacke ist fantastisch. Ich werde sie morgen einweihen.“
Er nahm mich in seine Arme und küsste mich. Ben schmiegte sich auch an seinen Papa.

Es war gerade erst Mittag. Wir sollten die Zeit bis 18 Uhr irgendwie überbrücken.
„Papa, es ist dein Geburtstag, was möchtest du heute machen?“, fragte Beni.
„Ich bin wunschlos glücklich,“ sagte er und nahm Ben auf die Arme.

Ich war so beschäftigt mit der Partyplanung, dass ich für den Tag nichts vorbereitet hatte. Ich wollte einen Ausflug vorschlagen, aber die beiden würden hinterher so fertig sein, dass sie nirgendwo hingehen mochten.
„Hast du auch einen Kuchen gebacken?“, fragte mich Ben.
Tja, einen Kuchen gab es, nur nicht hier.
„Heute abend werden wir eine Geburtstagstorte essen,“ sagte ich.
Fritz schaute mich fragend an.
„Lass dich überraschen,“ sagte ich und zwinkerte.

Da Fritz keine Wünsche hatte, beschlossen wir in die Stadt zu fahren. Ben wollte einige Spielzeuggeschäfte „besuchen“.
Ich vermied am Wochenende in die Stadt zu fahren, denn es war höllisch voll. Dieser Tag war aber besonders und Ben wollte so gerne hin.  
Ben ergatterte noch ein kleines Rennauto und war glücklich.
„Ich dachte, dein Papa hat heute Geburtstag, nicht du,“ sagte ich und der kleine lachte.
„Papa wollte aber nichts, ich schon.“
Er betrachtete das kleine Prachtstück und lächelte sehr süss.

Wir gingen noch Eis essen. Bei dem super Wetter saßen alle Leute draussen, deswegen gab's drinnen genug Platz. Ich mochte auch nicht so gerne in der prallen Sonne sitzen: es war zu heiß und das Eis schmolz sehr schnell.
Danach bummelten wir noch ein wenig und fuhren dann nachhause.

Ich war froh, dass es endlich 18 Uhr war, denn ich wollte nichts sinnloses mehr machen. Ich wollte Fritz' Geburtstag feiern.
Ich nahm mein Handy, ging ins Badezimmer und wählte Carolins Nummer.
„Hey du!“, hörte ich ihre Stimme.
„Alles bereit. Ihr könnt jetzt kommen. Viktor ruft dich gleich wegen einer Panne an. Spiel einfach mit, ok?“
Caro klang sehr fröhlich und aufgeregt.
„Danke sehr. Bis gleich.“
Ich legte auf und ging zurück ins Wohnzimmer.
„Wollen wir gleich essen gehen?“, fragte mich Fritz. Oje, was sollte ich jetzt sagen? Ach ne, keine Lust, oder was? Mein Handy klingelte.
„Es ist Viktor,“ sagte ich und ging ran.
„Was? Ok, ich frage Fritz. Ich melde mich gleich wieder.“
„Ist was passiert?“, fragte er besorgt.
„Viktor war unterwegs mit einem Pferdeanhänger, als sein Auto den Geist aufgegeben hat. Er fragt, ob wir ihn abholen könnten. Der Pannendienst würde ewig dafür brauchen.“
Ich flunkerte ihn die ganze Zeit an und wurde nicht mal rot. Ich wäre eine gute Schauspielerin.
„Na klar. Gar keine Frage. Lass uns zu ihm fahren. Das Essen kann eine Stunde warten.“
Ja ja ja!!! Ich lächelte innerlich. Gleich würde Fritz eine Riesenüberraschung erleben.
Wir drei sprangen ins Auto und fuhren los. Ich erklärte Fritz, wohin er fahren sollte. Viktor wartete im Wald auf uns. Schon von Weitem konnten wir sein Auto sehen und er hatte tatsächlich einen Anhänger dabei.
„Gute Vorbereitung. Nichts dem Zufall überlassen,“ dachte ich mir und musste schmunzeln.
Wir stiegen aus, Viktor war aber nicht da.
„Wo ist er?“, fragte Fritz.
Die Partystelle konnte man von hier aus nicht sehen, denn sie war hinter dem Wald.
„Lass uns dahin gehen,“ zeigte ich in die Richtung.
„Vielleicht sucht er da einen Empfangsnetz,“ sagte ich noch dazu.

Ich nahm Ben und Fritz an die Hand und wir näherten uns langsam der Stelle.

Fritz:
Ich dachte mir überhaupt nichts dabei, als wir mit langsamen Schritten und auf der Suche nach Viktor tiefer in den Wald gingen. Die Bäume waren sehr dicht aneinander gewachsen. Nur ein enges Pfad schlängelte sich dadurch.
„Ich verstehe nicht, wo sich Viktor herumtreibt,“ sagte ich ein wenig genervt.
„ Von den Aliens wurde er bestimmt nicht entfürt,“ witzelte Josie.
Wir kamen auf eine kleine Lichtung, mitten im Wald. Es war sehr schön. Der Boden war mit Moos bewachsen und deswegen sehr weich. Ein enger Fussweg führte uns aus der Lichtung. Wir mussten uns noch durch die Äste durchquetschen. Langsam wurde mir das zu blöd.
„Sag mal, verarscht uns Viktor, oder was?
Josie lächelte. Ich verstand jetzt gar nichts mehr. Ben war, glaube ich, zufrieden, denn er stellte keine Fragen und er beschwerte sich nicht. Ich machte meinen Mund auf um etwas „schlaues“ zu sagen, als wir in dem Moment aus dem Wald rauskamen.
Ein Haufen von Leuten stand versammelt und sang „Zum Geburtstag viel Glück“.
Ich stand nur mit offenem Mund da und bis mir klar wurde, dass sie mich meinten, war das Geburtstagslied schon zu Ende.  Ich konnte es nicht glauben, was da passierte. Josie schubste mich leicht Richtung Menschenmenge.
Langsam realisierte ich, was gerade geschah.
„Ihr habt mich so was von reingelegt,“ sagte ich nur und strich mir übers Haar.
Alle Freunde und Kollegen waren da. Sie kamen alle zu mir und sprachen viele Glückwünsche aus.
Ich glaube, ich war noch nicht ganz da. Als Musik ertönte, schaute ich mich um. Ein riesiger Pavillon ragte auf der Wiese. Es gab Getränke und Speisen und sogar eine Band.
Alex, Caro, Waldi und Karin kamen auf uns zu.
„Sag jetzt nicht, dass dir deine Überraschungsparty nicht gefällt,“ sagte Alex als er sah, dass ich noch sehr verwirrt aussah.
„Spinnst du? Es ist der Wahnsinn,“ sagte ich.

Josie:
Beni schwirrte fröhlich um uns herum. Alle Gäste waren in bester Partylaune.
„Ich kann nicht glauben, dass du das alles für mich organisiert hast,“ sagte Fritz und küsste mich.
„Das ist aber nicht mein Verdienst. Die Idee stammt von mir, aber das ganze hier haben wir unseren besten Freunden zu verdanken. Ich war heute den ganzen Tag mit dir und Beni zusammen, wie hätte ich hier helfen können?“
Endlich entspannte sich Fritz und tauchte in seiner Party ein. Er amüsierte sich prächtig.

Fritz:
Ich war gerührt, dass alle Leute meinetwegen hier waren. Ich unterhielt mich mit unserem Chef, als ich Josies Stimme wahrnahm.
„Ich möchte euch alle um Aufmerksamkeit bitten,“ sagte sie.
Sie ging auf dir Bühne und nahm das Mikrofon.
„Das Lied, dass ich jetzt singen werde, heisst „Loca por ti“, aus dem Spanischen übersetzt heisst es „Verrückt nach dir.“
Fritz, der Song ist für dich.“
Sie fing an zu singen und ich schenkte ihr meine ganze Aufmerksamkeit. Obwohl ich kein Wort von dem Song verstand, war er wunderschön.
Ben schmiegte sich an meine Seite und ich fühlte mich sehr glücklich.

Josie:
Nachdem ich mit dem Singen fertig war, ging ich zu Fritz. Ich merkte, dass Stefanie mit einem Mann auf uns zukam. Ich setzte ein breites Grinsen auf.
„Stefanie, schön, dass du gekommen bist,“ begrüsste ich sie.
Sie gratulierte Fritz noch, dann stellte sie uns den unbekannten Mann vor.
„Josephine, Fritz. Das ist mein Freund Thomas.“
Sie strahlte im ganzen Gesicht. Fritz musterte den Mann von oben bis unten.
Ich bat die Männer etwas zu Trinken zu organisieren. Währendessen schnappte ich mir Stefanie und ging mit ihr zur Seite.
„Erzähl,“ sagte ich und platzte beinah vor Neugier.
„Es klingt vielleicht wie aus einem schlechten Film. Wir haben uns in einem Cafe kennengelernt. An dem Tag war es dort sehr voll. Ich bezahlte meinen Kaffee-to-go und drehte mich um. Weisst du, was dann passiert ist? In dem Moment, in dem ich mich umdrehte, schubste jemand einen gutaussehenden Mann und ich verschüttete mein Getränk über sein Hemd.“
Stefanie wurde leicht rot im Gesicht.
„Oh, dass ist so romantisch. Wie lange seit ihr zusammen?“, fragte ich.
„Noch nicht lange, erst seit drei Wochen.“
„Und Ben? Hat er ihn schon kennengelernt?“, interessierte es mich.
„Einmal nur. Wir waren zusammen Eis essen.“

Kaum waren wir mit unserem Gespräch fertig, kamen die Männer mit den Getränken zurück. Wir mischten uns wieder unter die Leute. Alle waren bester Laune.
Als es langsam dämmerte, machten wir alle Laternen und Lampions an. Es sah traumhaft schön aus.
Ich bedankte mich nochmal bei Karin, Alex, Caro und Viktor für die tolle Arbeit, die sie geleistet hatten.

Meine Augen suchten Fritz. Ich fand ihn. Er saß auf der Wiese und beobachtete das Geschehen. Er sah gut gelaunt aus. Ich sah, wie Alex sich zu ihm niedersetzte. Ich gab ihnen eine Weile zum Quatschen und ging dann zu den beiden hin.
Ich setzte mich an seiner Seite. Er umarmte mich und legte seinen Kopf seitlich an meinem.
„Ich weiss, dass du Überraschungen nicht so gerne magst, aber ich wollte etwas Besonderes für dich,“ sagte ich.
„Alles ist perfekt,“ sagte er nur und fing an mich zu küssen.
Er küsste so wahnsinnig gut. Ich vergass alles andere um mich herum.
Alex räusperte sich.
„Nehmt euch ein Zimmer,“ zog er uns auf.
„Das würden wir auch machen, wenn hier irgendwo ein Zimmer gäbe,“ konterte Fritz.
Wir lachten.

Wir saßen noch eine Weile da. Ich war so glücklich. Ich konnte mir mein Leben ohne Fritz nicht mehr vorstellen. Alex durfte auch nicht fehlen. Was machte ich bloss, als ich die Jungs noch nicht kannte?
Es war so, als ob mein Leben vor dem Umzug nach Berlin nicht exsistierte. Das Gefühl war schön und genauso beängstigend...
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast