Geschichte: Fanfiction / Anime & Manga / K-On / Believe

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Believe

von Andoblade
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16
Azusa Nakano Mio Akiyama Ritsu Tainaka Tsumugi Kotobuki
11.08.2014
18.08.2014
15
25.719
 
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11.08.2014 1.765
 
Nach den Verabschiedungen waren etwa vier Wochen vergangen und die U21 Spieler, für die U21 WM in England, wurden durch den neuen Trainier bekannt gegeben. Sie flogen auch nach der Ankündigung direkt zum Austragungsland, um sich vor Ort vorbereiten zu können. Der alte Trainer, hatte ohne Angaben von Gründen, seinen Vertrag als Trainer beendet und so mussten sie schnell einen neuen Trainer finden. Glücklicherweise ließ sich ein guter Trainer zeitnah finden. Der Trainer, wurde aus Spanien, so schnell es nur ging eingeflogen, damit er sich mit dem Trainerstab Auseinader setzen konnte. Luis Sera, ein Spanier, der seit einigen Jahren in Deutschland arbeitete. Er setzte sich sofort durch und nahm zwei in Deutschland spielende Halbjapaner direkt in die U21 Nationalmannschaft auf. Einmal den Ex-Frankfurter Jugendtorwart, welcher gerade seinen ersten Vertrag als Profispieler beim VFL Bochum unterschrieben hatte. Des weiteren, die größte Entdeckung des selbigen Vereins, für den Ryo in der nächsten Saison spielen würde. Ando Yamada, der 18-jährige Star, der Jugendmannschaft und nun größter Rivale auf Ryo’s Position. Egal ob in der Nationalmannschaft oder im Verein, würde dieser Spieler ihm die Position streitig machen. Für den Trainer stand auch fest, dass der junge Torwart Chazz Princeton die aktuelle Nummer eins im Tor werden musste. Nicht nur in der U21. Laut Aussagen von Luis Sera, sei Princeton sogar noch besser, als der aktuelle Nationaltorhüter der Japaner. In der Pressekonferenz erklärte Sera auch, dass es unglaublich Schade ist, den besten Stürmer der jungen japanischen Mannschaft nicht mitnehmen zu können. Hirokazu Shiota hatte in seinen dreißig Spielen für die U21 Nationalmannschaft genau 18 Tore geschossen, was sonst kaum ein Japaner vor ihm geschafft hatte. Aber man solle sich keine Sorgen machen, denn man habe auch genug andere, starke Spieler, die ein Spiel entscheiden könnten. So war die letzte Aussage zu dem verletzten Stürmer. Sonst gab es kaum eine große Änderung im Team. Nach dem letzten Freundschaftsspiel, gegen die russische Mannschaft, waren viele der Meinung, die Jungs, würden das Ding schon schaukeln, da die Russen als die stärksten Konkurrenten galten. Selbst die Mädchen, die bevor sie die Jungs kennen lernten, nichts mit Fußball am Hut hatten, informierten sich von überall her. Sie wollten wissen, wie es für die Jungs lief und wie es ihnen ging. Das ging leider auch nur über die Medien, da die Jungs keinen Kontakt nach Außen haben sollten und das auch besser für die Konzentration war. Kazu selbst war schon nach England gezogen, da er dort spielen würde, wenn er genesen war und so konnte er zumindest bei den Spielen der Mannschaft Mut geben, mit seiner Anwesenheit. So konnte wenigstens Mio zwischendurch mal mit einem der Jungs reden. Kazu hatte ihr versprochen, dass er sie mindestens zwei oder drei Mal die Woche anrufen würde. Das freute sie zwar, aber sie fand es schade, dass die anderen nicht mit den Jungs reden konnten. Für Tsumugi war es natürlich am schlimmsten, da sie Kai nicht erreichen konnte und es in Japan so gut wie keine aktuellen Informationen über die russische Mannschaft in den Medien gab.

„Ja, das Spiel ist heute ist um 8 Uhr abends. Die Zeitverschiebung mitgerechnet….werdet ihr wohl um 4 Uhr nachts dafür aufstehen müssen. Wollt ihr das wirklich?“, fragte Kazu am Telefon, während er aus seinem Fenster blickte. „Aber sicher…!“, ertönte überzeugt die Stimme von Ritsu. Auf der anderen Seite der Leitung war der Lautsprecher eingeschaltet und die vier Mädchen saßen um das Telefon herum. „Okay…ich wollt nur noch einmal sicher gehen. Ihr müsst doch morgen wieder zur Schule, oder nicht?“, fragte Kazu weiter. „Eigentlich schon, aber vielleicht könnten wir…AU“, hörte der Braunhaarige die Stimme von Ritsu zum Ende hin schmerzerfüllt ausstoßen. „Wir werden nicht schwänzen und uns auch nicht krankmelden!“, ertönte die leicht erboste Stimme von Mio. Im Hintergrund waren kurze Lacher von Tsumugi und Asuza zu hören. Selbst Kazu musste kurz grinsen. Er konnte sich bildlich vorstellen, wie sich auf Ritsu’s Kopf nun eine Beule bildete. „Wir werden gemeinsam bei mir übernachten und dann für das Spiel aufstehen und danach gehen wir gemeinsam los“, erklärte Mio dann dem Braunhaarigen ruhig. „Oh ihr schaut es sogar gemeinsam. Das freut mich für euch“, antwortete er leicht enttäuscht darauf. Er fühlte sich hier etwas einsam. Er wohnte ja nun alleine und kannte hier kaum Jemanden. Nur einige seiner Mannschaftskameraden hatte er mal kurz getroffen, bei den Besuchen beim Mannschaftsarzt. „Oh…tut mir leid…, aber du wirst doch sicher einige von der japanischen Mannschaft treffen und im Stadion sein, oder nicht?“, fragte Ritsu dann hastig. „Ja…du hast recht…“, antworte Kazu knapp. Fast tonlos seufzte er, doch das hörten die Mädchen trotzdem. „Mach dir keinen Kopf, wenn die Jungs ins Finale kommen, werden wir auch da sein. Versprochen!“, versicherte ihm die Blonde grinsend. „Vielen Dank“, sagte der Braunhaarige nicht ganz überzeugt. „So, ihr solltet dann jetzt langsam ins Bett gehen. Auch wenn es früher als normal ist. Ich werde jetzt gleich noch schnell einen neuen Termin beim Mannschaftsarzt für morgen machen und dann werde ich mich…langsam, wie ich ja leider derzeitig bin, auf den Weg zum Stadion machen“, erklärte Kazu seinen Tag planend und sah sich in seiner Wohnung um. „Stimmt, aber ist ja auch nur für die Gruppenspiele. In zwei Wochen sind ja auch Ferien“, ertönte die erfreute Stimme von Ritsu. „Die Jungs schaffen das schon. Auch wenn der erste Gegner die Argentinier sind. Also, bis dann“, sagte der Braunhaarige, noch mit dem Blick auf die Uhr. „Bis dann!“, ertönte es von allen vieren gleichzeitig und sie legten auf.

Kazu‘s Blick war immer noch auf die Uhr gerichtet. Es war 12 Uhr mittags. Es waren nun noch acht Stunden bis zum ersten Gruppenspiel der Gruppe D, in die Japan gelost wurde. Kazu blickte auf sein Handy. Er hatte ein Gruppenfoto der ganzen Truppe als Hintergrund. Auf dem Bild zu sehen waren: Ritsu vor Ryo, Azusa vor Jesse, Tsumugi vor Kai und Mio vor ihm. Sie sahen sehr glücklich aus in dieser Konstellation. Doch dieses Gefühl war schon verebbt und er versuchte seine Laune etwas zu heben, mit diesem Bild. Das klappte leider nicht so großartig. Er suchte die Nummer des Mannschaftsarztes heraus, um diesem Bescheid zu sagen, dass er morgen mit der Physiotherapie anfangen wollte, damit er wieder richtig laufen konnte und bald schon wieder auf den Platz gehen konnte. Danach musste er sich auf den Weg machen, denn das erste Spiel war in Sheffield und er wohnte ja in London. Um 14 Uhr trafen sich alle, die dorthin fahren wollten, wie zum Beispiel, Freunde des japanischen Fußball Verbandes. Darunter waren Freundinnen von Spielern, aber auch Spieler, die es nicht in die Nationalmannschaft geschafft hatten. Er kannte die meisten Spieler, aber er empfand diese nicht so als Freunde. Er würde etwa zwei Stunden haben, um bis zum Treffpunkt zu gelangen und das war sehr knapp, denn er humpelte immer noch etwas. Er wäre froh gewesen, wenn er jemanden gehabt hätte, damit er das nicht allein machen musste, aber leider hatte er niemanden. Er schüttelte den Kopf und damit die schlechten Gedanken ab. Er drückte auf den Anrufkopf und wartete darauf, dass der Mannschaftsarzt dran ging.

Etwa zwei Stunden später humpelte der Braunhaarige die letzten Meter zum Treffpunkt. Dort bog er um die Ecke und vor ihm erstreckte sich ein langer Bus, wie für eine Mannschaft gedacht. Nur, dass hier keine Mannschaft einstieg, sondern nur Freunde, die vom Verband gesponsert, zu jedem Spiel gebracht wurden. Er blickte in die hoffnungsvollen Gesichter der Japaner. Alle waren hellauf begeistert von den Informationen, die gerade herausgegeben wurden. Alle Spieler seien topfit und haben den Willen das Spiel zu gewinnen. Auch Kazu erreichte die Nachricht. Er fand es super, aber leider konnte er nicht dabei sein. Das wurmte ihn ziemlich. Hätte er doch mal im letzten Spiel nicht alles gegeben und sich dabei verletzt. Er gab nicht dem Faul von Tala die Schuld. Er gab sich selbst die Schuld. Er hätte sich einfach auswechseln lassen sollen, so wie es der Trainer gesagt hatte, doch er wollte unbedingt noch ein Tor machen. Das schmerzte ihm nicht mehr im Bein, aber in der Seele. Er hatte sich so auf dieses Turnier gefreut. Nun musste er sehen, dass er wieder gesund wurde und sich dann für die Nationalmannschaft wieder anbot, indem er das zeigte, was er konnte und wer weiß, vielleicht würde er noch die eine oder andere WM spielen können. Er ging an der Menge vorbei, stieg direkt in den Bus und humpelte drinnen bis auf den letzten Platz, hinten in der Ecke. Er wollte wirklich nicht mit den jetzt Anwesenden reden.

Es dauerte dann noch gut zehn bis fünfzehn Minuten, bis alle eingestiegen waren. Zuletzt kam ein Mädchen mit kürzeren schwarzen Haaren und roten Strähnen in den Bus gelaufen. „Tut mir leid….der Flug hatte sich verspätet…“, sagte sie außer Atem und setzte sich auf den letzten leeren Platz neben Kazu. „Hey Kazu“, sagte sie freundlich. Er blickte zu ihr rüber und verstand nicht ganz. Er kannte sie zwar nicht, aber sie kam ihm bekannt vor. Trotzdem guckte er sie verwirrt an. „Oh stimmt…du kannst mich nicht kennen. Tut mir leid. Mein Name ist Arisu Miwa. Ich bin in der U21 Frauennationalmannschaft und bin die Freundin von Ando Yamada, dem neuen großen Star eurer Mannschaft“, erklärte sie ihm grinsend. Deswegen kam sie ihm bekannt vor. Sie war eine der Mädchen, die die U17 Frauennationalmannschaft vor einigen Jahren zum WM Titel gebracht hatten. „Ah…okay….und….“, begann Kazu, ohne zu wissen was er sagen wollte. „Ja, ich bin immer noch Starspielerin….es nervt zwischendurch, wenn ich so belagert werde. Deswegen….würd ich gern bei dir bleiben…ich weiß ja, dass du es auch lieber magst, wenn es wenig, bis keinen Trubel gibt. Wäre das okay? Versteh mich nicht falsch…ich will einfach nur genauso abgeschottet sein wie du, aber wieso sollten wir das allein machen?“, erklärte Arisu ihren Plan. „Also…naja…klar könnten wir das machen. Vielleicht kann man dann in Ruhe über die Situationen unterhalten, die passieren werden, im Laufe der WM und nicht im totalen Durcheinander“, sagte der Braunhaarige nachdenklich. Er wirkte so, als hätte er erst darüber nachdenken müssen. „Du hast recht. Ordentlich darüber reden zu können, ist immer am besten!“, sagte das Mädchen zufrieden grinsend. Beide nickten dann und schwiegen erst einmal, während der Bus los fuhr. Um etwa 18 Uhr sollten sie wohl ankommen. Dann hatten sie noch genug Zeit, um ihre Plätze zu finden und vielleicht noch Interviews zu geben. Kazu wusste schon von Anfang an, dass er sicher vor jedem Spiel ein Interview mit seiner Meinung zum Spiel geben müsste, da er nicht mitspielen konnte.
 
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