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I'm the American Dragon (Arbeitstitel)

von PrincessJ
GeschichteFamilie, Fantasy / P12 / Gen
Der Große Jäger Fu Dog Luong Lao Shi
10.08.2014
29.03.2016
9
14.108
1
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12.05.2015 2.520
 
New York, 2012

Ich war mittlerweile 14 Jahre alt und hatte mich an mein Leben als American Dragon gewöhnt. Leicht war das alles jedoch nicht. Ein Doppelleben war nie leicht und umso älter man wurde, desto schwieriger wurde es. Schule, Freunde und Training waren eigentlich schon genug, aber für mich noch lange nicht alles.
Vor vier Jahren, kurz nach meinen 10. Geburtstag, kam eine weitere Hürde hinzu. Ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte, doch nun konnte man nichts mehr daran ändern. Offenbar war ich mehr als ein fliegendes Reptil. In meinen Körper floss Hexenblut. Wie wir das rausfanden? Eine tolle Geschichte. Naja für alle außer Fu, den ich nach einen Mittelschweren Wutanfall versehentlich in einen Papagei verwandelt hatte. Drei Stunden hat es gedauert, bis wir ihn wieder zurückverwandeln konnten.
Ich verstand, damals, nicht warum ich so war. Ich meine, wir hatten keine Hexen in der Familie. Nur Drachen oder Menschen, was ja eigentlich genug war. Auch Gramps hatte keine Erklärung dafür. Als ob. Egal nun war ich es und ich war stolz darauf, verdammt Stolz sogar und verdammt gut. Jaja, ich weiß, Eigenlob stinkt. Ich trainierte oft um mich zu verbessern und weil Gramps es anscheinend für wichtig fand, dass ich es tat.
Auch dabei hatte ich keine Ahnung warum, jedoch war mir auch das egal.
„Mrs. Long!“ Mein schräger Lehrer Rotwood stand vor mir und hatte mit seinen Lineal auf meinen Tisch geschlagen. „Wenn Sie mit Ihren Kopf nicht immer in den Wolken hängen würden und stattdessen etwas mehr aufpassen würden, dann…“ Die Klingel erlöste die Klasse und keine fünf Sekunden später war jeder aus den Klassenraum verschwunden.
Es war das letzte Jahr an der Middle School und ich sehnte mich danach, diese Freakshow endlich zu verlassen. Es war jedoch erträglich. Ich war beliebt und kam mit jedem gut klar. Ganz besonders  mit Jeff, einen Werwolf aus meiner Klasse. Es tat gut jemanden in der Klasse zu haben, der verstand, wie es mit einem Doppelleben war. Dennoch hätte es gut getan ein Mädchen in der Klasse zu haben, die war wie ich.
„Hast du schon gehört? Es soll ein Neuer in die Klasse kommen.“ „Jeey.“ „Wie begeistert.“ Ich musste seufzen, denn es sollte gar nicht so sarkastisch rüberkommen. „Tut mir Leid, Jeff. Aber ich hab grad Stress mit den Hexenzirkel.“ „Ja genau, gerade. Du schlägst dich schon seit drei Jahren mit diesen Zicken rum.“ Mein Blick fiel zu Boden und ich schüttelte den Kopf.
„Es sind nicht alle schlimm.“ „Abgesehen von dieser alten Krähe, die dich rausekeln will.“ Er hatte Recht. Es gab eine Hexe, und ich meinte wirklich Hexe, die es sich offenbar zum Ziel gemacht hatte mich aus den Hexenzirkel zuschmeißen. Es war so schon nicht einfach den Zirkel zu überzeugen, dass ich sowohl ein Drache als auch eine Hexe sein konnte und an allen wichtigen Terminen von beiden ‚Organisationen‘ teilnehmen konnte, da konnte ich auf eine alte Hexe verzichten.
„Du kannst auf so eine alte Hexe verzichten!“ Ich schlug ihn gegen den Arm. „Das ist ein blödes Klischee und verdammt beleidigend noch dazu!“ „Als hättest du das noch nie gesagt.“ Kurz verfluchte ich, dass er mich so gut kannte. „Das ist was anderes.“  Jeff und ich liefen nach der Schule immer zusammen nach Hause. Wir haben uns mit zwölf im Central Park kennengelernt. Er jagte dort ein Eichhörnchen und ich war grad mit ein paar Elfen beschäftigt, als er mich über den Haufen rannte.
Er war perfekt. Sowohl vom Aussehen als auch vom Charakter her. Er hatte schwarze Haare, die er so gut wie immer hochstylte, braune Augen, in die man sich einfach verlieren musste. Seine Haut war ständig warm, was er seiner Werwolf Seite zu verdanken hatte und war muskolös, was viele Teenager Werwölfe waren, was irgendwie wieder Klischeehaft war.
Wir blieben vor Gramps Laden stehen. „Tschau, Fellknäul.“, sagte ich nekisch und umarmte ihn. „Morgen in Park geht klar?“ Ich nickte lächelnd und ging in den Laden meines Großvaters. „Liebling, du bist ja schon hier.“ Ich ging auf ihn zu und küsste seine Wange. „Schon? Es ist 14 Uhr, wie immer.“ Er guckte verdutzt zur nächsten Uhr. „Hast du die Zeit beim ganzen nichts tun vergessen?“, fragte ich und schaute in den leeren Laden. „Sehr lustig. Wie war die Schule?“ Ich lehnte meinen Kopf in den Nacken und ließ mich stöhnend auf die Couch fallen, wo ich lustlos in mich zusammen fiel.
Mit dem Kopf auf der Sitzfläche liegend, schaute ich nach oben, wo Gramps vor mir stand. Er deutete mir den Kopf hochzunehmen, was ich auch tat. Nachdem er sich hingesetzt hatte und ich meinen Kopf auf seinen Schoß ablegte, fragte er: „Bereit fürs Training?“ Abermals stöhnte ich auf, was ihm zum Lachen brachte. „War nur ein Scherz, Schätzchen.“ Er strich mir über den Kopf, als mein Handy, das in meinen Rucksack, den ich neben die Couch geparkt hatte, vibrierte. „Mist. Ich muss noch Haley von der Schule abholen.“ „Sie hat jetzt erst Schluss?“ „Freitag ist doch Ballett.“ „Stimmt ja.“ Ich schwang den Rucksack über die Schulter und rannte kurz nach hinten.
Mit meinem Skateboard in der Hand kam ich wieder nach vorne und umarmte Gramps kurz, bevor ich den Laden wieder verließ.
Ich skatete durch die Straßen, wobei ich die Verrückten, die Bussnies Leute und die Besucher dieser Stadt sah. Hier konntest du gar nicht auffallen. Hier, inmitten von New York, fühlte ich mich normal. Niemand wusste wer oder was ich war. Jeder sah ausschließlich das normale Mädchen, dass ich äußerlich war. Als ich Haleys Schule endlich erreichte, lag ich erstaunlich gut in der Zeit. Wissend, dass sie mit ihrer Ballettklasse in einen extra dafür ausgelegten Raum probte, steuerte ich diesen an. Und ich hatte Recht.
In einen Raum mit riesigen Spiegeln an den Wänden, tanzte meine Schwester mit sechs anderen Mädchen, in ihrem Alter. Ich liebte es sie dabei zu beobachten, mit ihren zwei schwarzen Zöpfen, die sie immer trug und ihren rosa Tutu. Sofort als der Tanz beendet war und alle in ihrer Ausgangspose standen, rannte Haley freudenstrahlend auf mich zu und sprang mir in die Arme. Ich hob sie hoch und küsste ihre Wange.
„Na, Süße.“ Ich ließ meine Achtjährige Schwester wieder hinunter, die sich wieder zu den anderen Mädchen gesellte. „Hallo.“, sagte ich in die Runde. „Melody, wie schön dich wiederzusehen.“, begrüßte mich Haleys Lehrerin. „Es freut mich auch.“, entgegnete ich. Die Mädchen kicherten hinter uns und ich merkte, wie ein blondes Mädchen Hale’s zuflüsterte, wobei es fürs flüstern zu laut war: „Deine Schwester ist echt hübsch.“
Diese Aussage brachte mich zum Kichern und ich wurde rot. Auch Madame Foulin, die Lehrerin, bemerkte den Kommentar des Mädchens. Sie klatschte in die Hände und sagte zur Klasse: „Gut Mädchen, das war es für heute." Die Kinder rannten hinaus, so hatten ihre Lehrerin und ich kurz Zeit zum Reden. „Wie kommt Haley hier klar?“ „Oh, sie ist ein so interessanter Mensch. Engagiert und Konzentriert. Sie passt perfekt in diese Schule.“
Es freute mich das zu hören, denn letzten Endes, war es Haley, die in eine Schule für Hochbegabte kam. „Mel.“, rief die vertraute Stimme hinter mir und griff meine Hand. „Hast du alles, Süße?“ Sie nickte und verabschiedete sich von ihrer Lehrerin, die auf mich sehr streng wirkte, jedoch privat sehr freundlich war. Auch ich verabschiedete mich und zusammen gingen wir nach Hause.
Ich stellte sie auf mein Skateboard und schob sie an. „Und wie war’s heute?“ „Toll! Ich hab eine Eins in Englisch bekommen und eine Eins in Mathe.“ „Schön, Süße. Du, ich schlaf heute bei Gramps, willst du mitkommen?“ „Geht nicht, ich schlaf heute schon bei Ashley.“ „Alles klar, aber denk dran…“
Ich drehte meinen Kopf schnell und schaute in die Gasse, neben der wir gerade standen. „Was ist?“, fragte mich Haley. Ich deutete ihr Ruhig zu sein, was sie auch tat. Ich ging ein paar Schritte in die Gasse hinein. „Haley, wir gehen, jetzt.“ Den ganzen Weg lang, fühlte ich mich verfolgt, weshalb wir nur die Hälfte der Zeit brauchten um nach Hause zu kommen.
„Heyho, Mädels“ Dad kam mit einer Blümchenschürze und pinken Ofenhandschuhen aus der Küche. „Will ich das wissen?“ Ich zeigte auf meinen Vater und musste anfangen zu lachen. „Du kannst dich über mich lustig machen oder meine Weltberühmten Waffeln essen.“ Mit großen Augen rannte ich in die Küche, wo Mom mit Puderzucker saß und die weiße Köstlichkeit über die Waffeln streute. Ich schnappte mir eine, setzte mich auf die Küchentheke und biss hinein. Sie war göttlich, wie immer.
Eins musste man Dad lassen, seine Waffeln waren die Besten. „Hey Mom, kann ich ein paar Waffeln mit zu Gramps nehmen?“ „Natürlich, Schatz.“ Ich nahm eine Büchse und packte eine Waffel hinein. „Nur eine?“ Ich grinste sie an. „Klar. Ich kann sie doch verhexen und so verdoppeln.“ „Mel. Wenn dein Vater das hört!“, zischte sie. Anstatt einer Antwort verdrehte ich die Augen und ging in mein Zimmer.
Ich schnappte mir meine rote Tasche und packte ein paar Dinge hinein. Viel brauchte ich nicht, denn das Meiste war schon bei Gramps. „Mom, Dad, ich verschwinde!“, rief ich ins Haus hinein.

„Ok Mel, normal sein oder magisch?“, fragte ich mich selbst und beschloss eine meiner Seiten auszuleben. Dazu verschwand ich in eine Gasse und holte einen Miniatur Besen aus der Tasche. Hätten Mom und Gramps gewusst, dass ich ihn die ganze Zeit über Zuhause hatte, hätten sie mich wahrscheinlich geköpft. Doch eine Sache fehlte noch, weshalb ich auch einen Stab aus meinen Haaren, den ich als Accessoire für meinen Dutt nutzte, holte. Dieser vergrößerte sich in meiner Hand, wodurch ich endlich die Möglichkeit hatte meinen Besen zu vergrößern. „Engorgio.“ Und sofort wurde mein Hexenbesen größer. „Na komm, mein Mädchen. Ab zu Gramps Laden.“
Seid ihr schon mal  geflogen? Höchstwahrscheinlich schon mal im Flugzeug, doch mit den Besen über die Dächer New Yorks zufliegen und in über hundert Meter Purzelbäume zumachen oder zu Schweinebaumeln das sind Dinge, die an Atemberaubenheit kaum zu toppen sind.
„Gramps, ich bin wieder da. Und ich hab Waffeln.“ Er war im Wohnzimmer zusammen mit Fu, der auf den Sessel gammelte, doch, als er die Waffeln sah, sofort putzmunter vor mir her sprang, fast wie ein echter Hund. „Ist Haley auch mit gekommen?“, fragte mich Gramps, wobei er sich leicht sehnsüchtig  anhörte.„Kleine, du willst mich doch auf den Arm nehmen?“ Fu knurrte mich an, als er die einzige Waffel sah. „Keine Angst, ich vervielfältige sie nachher.“, meinte ich und wendete mich wieder Gramps zu, „Nein, sie schläft heute bei einer Freundin.“
Ich wusste, dass er leicht enttäuscht war, es jedoch nicht zeigen wollte. Um ihn auf andere Gedanken zubringen, klopfte ich auf den Platz neben mir, auf der Couch. „Komm schon Kleine ich hab Hunger!“ Ich nahm also nochmal meinen Stab und füllte den halben Tisch mit Waffeln.
Der Abend war gefüllt mit Magie, Waffeln und Filme. Es war ein Abend, den ich absolut gebrauchen konnte. Doch, obwohl er fantastisch anfing, verlief er eher nach Berg ab. „Schätzchen, dein Handy.“ Gramps reichte mir mein Telefon, doch als ich rann ging, kam keine Stimme aus den Handy, sondern ein Nebelschwall.
Eine Form bildete sich daraus und keine Sekunde später erkannte ich die vertraute Gestalt. „Mel, du glaubst nie, was passiert ist!“ „Fiona, einatmen, ausatmen.“ Die Gleichaltrige tat, was ich ihr sagte. „Der Hexen Rat will mit dir sprechen.“ „Was? Wieso?“ Fiona starrte mich betrübt an. „Ich hab keine Ahnung, Maus. Ich weiß es nur durch meine Großmutter.“ Innerlich hätte ich weinen können, doch ich wollte es gerade einfach nicht.
Es war doch klar, wer dafür verantwortlich war, dass ich wieder vor den Rat treten musste. Ich war so verdammt wütend. Was hatte ich getan, dass sie mich so sehr hasste? „Danke Fiona. Wir sehen uns morgen.“ Und ohne ein Wort ging ich ins Schlafzimmer und legte mich auf die rechte Seite des Bettes.
Es war klar, dass Großvater früher oder später nach mir sehen würde und ich war froh, dass er mich gut genug kannte um zu wissen, dass mir später lieber war. „Schätzchen.“ Mein Kopf hatte ich ins Kissen vergruben, wie ich es immer tat, wenn ich nicht wusste, ob ich heulen oder schreien sollte. Er fing an mir sanft über den Rücken zu streichen, was jedoch diesmal nicht klappte.
„Warum, Gramps? Warum hasst sie mich so?“ „Ich weiß es nicht, mein Schatz.“
Telepathisch versuchte er mich aufzuheitern, doch erfolglos. „Ach, Liebling. Die meisten Hexen stehen doch hinter dir. Du musst ihnen einfach beweisen, dass du gut genug bist und das bist du.“ Ich drehte meinen Kopf zu Gramps, blieb jedoch auf meinen Bauch liegen. „Du bist mein Großvater. Du musst das sagen.“ Er fing an zu lachen. „Glaub mir das muss ich nicht. So und jetzt, weg von meiner Seite des Bettes.“
„Das ist nicht deine Seite.“ „Schatz, das ist mein Bett seit vielen Jahren, also weiß ich ganz genau, dass es meine Seite ist.“ Langsam stieg meine Laune und endlich setzte ich mich auf.
„Ich übernachte seit 14 Jahren so gut wie jede Woche bei dir und du und ich wissen, dass ich meistens hier schlafe und ich schlafe immer auf dieser Seite.“ „Du bist eine kleine Zicke“, sagte er und pikste mir in die Seite. Lachend zuckte ich zusammen und kippte um, sodass ich falsch rum auf den Bett lag, während Gramps mich weiter kitzelte, bis ich mich auf die andere Seite rollte. Siegessicher legte er sich auf meine Seite.
Ich stellte mich vor das Bett, nahm meinen Zauberstab und lies Gramps durch die Luft auf die andere Seite schweben. Als er wieder landete grinste ich ihn hämisch an und keine Sekunde später umschlang mich sein Drachenschweif. Er zog mich aufs Bett und dachte sich, wobei ich nicht einmal glaubte, dass er merkte, dass ich es auch hören konnte: ‚Du bist wie deine Großmutter. ‘
Für einen kurzen Moment stockte mir der Atem. Über Grandma wurde nach wie vor totgeschwiegen. Er streckte einen Arm aus und ich legte mich zu ihm. In seinen Armen fühlte ich mich nach wie vor so sicher, wie nirgendwo sonst. „Ist es schräg mit 14 noch mit seinen Grandpa zu knuddeln?“ „Ja, ist es, aber unsere Familie ist schräg.“ Ich musste abermals lachen.
War es schräg? Ich meine, ich war 14 und knuddle an einen Freitagabend mit meinen Großvater und werde höchstwahrscheinlich wieder in seinem Bett einschlafen. Aber es war mir sowieso egal. Ich liebte Gramps und ganz ehrlich, es war meine Seite, also würde ich auch hier schlafen.




Heey Leute,
ja ich melde mich auch mal wieder. Ich könnte euch jetzt sagen, dass ich viel Stress in der Schule und im privat Leben hatte, doch ich  war in letzter Zeit einfach in anderen Genres unterwegs und deshalb musstet ihr so lange warten. Es tut mir Leid, doch wer selbst schreibt weiß, dass es nichts bringt sich ein neues Kapitel aufzuzwingen. So wird es nur Halbherzig und das wollt weder ihr noch ich.
Ich weiß, dass das Kapitel nicht unbedingt spannend ist, aber nicht jedes Kapitel kann aufregend sein. Außerdem wollte ich eine Art "Kleines Update" machen. Leider ist es, meines erachtens, nicht so gut geworden, doch ich hoffe, dass es euch trotzdem gefällt.

Ganz Liebe Grüße,
eure PrincessJ
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