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I'm the American Dragon (Arbeitstitel)

von PrincessJ
GeschichteFamilie, Fantasy / P12 / Gen
Der Große Jäger Fu Dog Luong Lao Shi
10.08.2014
29.03.2016
9
14.108
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10.08.2014 1.286
 
„Was ist passiert?“,  man konnte den Schock in Mom’s Gesicht deutlich sehen, als sie die Tür öffnete und den Verband an meinem Kopf sah. „Ist Jonathan weg?“, fragte Gramps ohne weiter auf ihre Frage einzugehen. „Er musste ins Büro“, antwortete sie nur. Jonathan ist übrigens mein Vater. „Dad, was hast du mit meiner Tochter gemacht?“ „Susan beruhig dich!“, ich griff Mom’s Hand, „Mir geht’s gut“, versicherte ich ihr. Sie hockte sich vor mich und fasste mir an den Kopf. Ich lächelte sie an und sie lächelte zurück. Als sie mir übers Gesicht streichelte fragte sie: „Will ich eigentlich wissen was passiert ist?“, sie lächelte müde. ‚Nein dachte ich, dass willst du bestimmt nicht‘, ich sah Gramps an, der hinter Mom stand und lachte. Er hatte mich gehört. Mom war immer noch nervös, sie zitterte. Entweder sah Gramps das alleine oder er erfuhr es unbewusst von mir. „Setzt dich erstmal, Susan“, er machte sich wahrscheinlich wieder einmal Sorgen um das Baby. -Im nach hinein verstehe ich wieso er sich so oft Sorgen um die Beiden machte. Später erfuhr ich, dass es, als Mom mit mir schwanger war, nicht anders war.- Als hätte sie es gewusst fasste sie sich an ihren Bauch. Sie stand wieder auf, ohne die Hand weg zu nehmen. Wir gingen in Richtung Couch. Fu war im Laden geblieben. Er saß vor einem riesigen Buch und schien total vertieft zu sein, aber was er da tat wusste ich nicht. Normalerweise hätte ich mich neben Gramps gesetzt, doch dieses Mal setzte ich mich neben meine Mutter. Ich glaubte, dass sie das grade mehr brauchte als er. Gramps begann ihr zu schildern was grad eben passiert war und ergriff ab und zu ihre Hand und lächelte sie liebevoll an, wie ein Vater es nun einmal tat. Auch ich drückte mich an schlimmeren Stellen an meine Mutter. Ich hatte meine Hand auf ihren großen Baby Bauch, dass war mittlerweile schon Gewohnheit. Ich konnte spüren wie meine Schwester gegen den Bauch trat. Dieses Gefühl ließ mich Automatisch lächeln. Großvater hatte das wohl mitbekommen, denn während er redete guckte er mich an. Ich bemerkte das und guckte ihn auch an. ‚Ich kann das auch spüren‘, sagte seine Stimme in meinen Kopf. Er lächelte zufrieden und guckte mir dabei weiter in die Augen. Genau diese Momente liebte ich. In solchen Augenblicken gab es nur uns beide, als wäre alles außer uns schwarz. Gramps löste sich aus diesem Blick und guckte seine Tochter wieder in die Augen, die von unserem Gespräch ohne Worte offenbar nichts mitbekommen hatte. Er beendete seine Schilderung mit den Worten: „Ich bin wirklich von ihr beeindruckt“, und er dachte: ‚Ich bin stolz auf dich, mein Schatz‘. Ich formte mit meinen Lippen die Worte ‚Wǒ ài nǐ ‘ die soviel bedeuten wie ‚Ich hab dich lieb‘. Gramps verstand die Worte sofort und zwinkerte mir zu. Ich kannte ihn gut genug um zu wissen, dass das ‚Ich dich auch‘ bedeutete. Und dafür brauchte ich nicht einmal unsere neue Verbindung, von der er meiner Mutter grade anfangen wollte zu erzählen. Doch Mom ließ ihm dafür keine Zeit. Sie guckte mich an und fragte: „Also weißt du jetzt Bescheid?“, ich nickte. Das Mom von dieser Drachen Sache wusste war zu erwarten, trotzdem war ich froh das Gramps mir, bevor wir herkamen erklärt hat das die ganze Familie so ist wie wir und das sie alle es wissen. Warum sie es mir jedoch nie gesagt haben wollte er mir ein anderes Mal erklären. „Süße ich weiß, dass du das bestimmt verrückt findest, aber hör mir jetzt gut zu.“, Mom klang ernst. Etwas verwirrt guckte ich zu Großvater der mir nur zu verstehen gab, dass ich gut zuhören solle. „Dein Vater darf von all dem nichts mitbekommen. Verstanden?“ „Was? Dad weiß nichts davon?“ „Nein, Süße und er darf auch nichts erfahren.“ „Aber wieso denn nicht?“ Doch diese Frage sollte ich erst später beantwortet bekommen, denn genau in diesem Moment kam Dad durch die Tür. Als er mich mit dem Verband sah wich er einen Schritt zurück. „Was ist denn mit dir passiert?“ Er setzte sich neben mich auf die Couch. Ich sah zu Mom und Gramps. Offensichtlich überlegten sie, welche Ausrede wohl am besten funktionierte. „Ich hab mir den Kopf an der Tischkante gestoßen.“, sagte ich einfach ohne groß nachzudenken. „Willst du jetzt hier schlafen?“, fragte Dad mich. „Nein“, antwortete ich schnell, „Ich hab nur was vergessen.“ Mit diesen Worten rannte ich nach Oben. Ich stand in meinem Zimmer und fragte mich was ich mitnehmen sollte. Ich schnappte mir schnell einen Schlafanzug und rannte wieder nach unten. Zum Glück fragte er nicht weiter nach, was wir um 21:30 Uhr hier  machten.

Im Auto erklärte mir Großvater, dass er einen kleinen Zauber angewandt hatte, damit Dad nicht zu viele Fragen stellte. Solche Worte sollte ich noch oft hören. „Du bist müde nicht?“, fragte er mich. Ich nickte sanft. „Wir sind ja gleich da.“ Als ich endlich im Bett lag und mich grade in die viel zu große Decke kuschelte, kam Gramps in den Raum. Er setzte sich neben mich und strich mir übers Gesicht. „Ich will das alles nicht vergessen“, sagte ich ruhig. „Willst du nicht?“, obwohl ich vermutet hätte, dass er erstaunt sein würde, klang er so als hätte er genau diesen Satz erwartet. „Der Krylock war noch nicht alles oder?“ „Nein, noch lange nicht.“ „Was passiert jetzt?“, Gramps sah mich ruhig an. „Es gibt einen Drachenrat, bei dem müssen wir uns melden“ „Wir?“, ich verstand nicht, warum ich auch da hin gehen sollte. „Das sollte ich dir morgen erklären“ „Nein“, sagte ich schnell und setzte mich auf, „Sag es mir jetzt. Bitte.“ Bei dem „Bitte“ machte ich mich extra grade und guckte ihm direkt in seine Augen. Großvater seufzte, aber begann schließlich seinen Satz mit: „Du bist kein normaler Drache“, gestern war ich noch ein normales Kind. Jetzt bin ich ein Drache und noch dazu kein „normaler“ Drache. „Es ist nichts schlimmes“, meinte er, als er meinen verunsicherten Blick sah. „Ich versuche es mal ganz einfach zu erklären. Jedes Land hat einen zuständigen Drachen, der sich um die magischen Wesen in diesem Land kümmert. Verstehst du das?“, ich nickte und versuchte mein Best möglichstes damit sich seine Worte wenigstens etwas alltäglich anhörten. „Hattest du auch ein Land?“, fragte ich. „Ja“, er lächelte, „Ich war der chinesische Drache“ „Cool“, meine Augen wurden größer. Er lachte nur und redete weiter: „Deine Großmutter war damals mit deiner Mutter schwanger“, er stoppte kurz, denn es viel ihm, auch wenn es schon lange her war, schwer von meiner Großmutter zu reden. Überhaupt war es das erste Mal, dass er in meiner Gegenwart über sie sprach. Es war wie ein rotes Tuch in unserer Familie. Ich wusste nur das Nötigste von ihr. Wie sie hieß und wann sie starb. Von ihr hatte ich auch meinen Zweitnamen, Jiao. Ich griff nach seiner Hand. Er riss sich aus seiner Erinnerung. „Ich wurde zum Rat gerufen. Dort angekommen erzählten sie mir, dass das Kind der American Dragon werden sollte. Das war einer der Gründe warum wir nach New York zogen.“ „Also ist Mom der amerikanische Drache?“, ich wusste nicht warum aber das hörte sich alles richtig cool an. „Nein. Manchmal setzten die Kräfte eine Generation aus. Verstehst du, was ich damit meine?“ Ich musste zwar kurz überlegen doch dann antwortete ich: „Also hat sie überhaupt keine Kräfte?“ „Nein hat sie nicht. Als ich das raus fand war klar, dass Susans erstes Kind, also du mein Schatz, der American Dragon wird.“ Ich musste zugeben langsam wurde es schwierig dem zu folgen. „Schlaf besser ein bisschen. Das war viel für einen Tag.“ Er streichelte mir noch einmal übers Haar und ich merkte nur noch, wie ich meine Augen schloss.
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