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The book of Aristea -The Assassin of Rome Part 1

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 / MaleSlash
08.08.2014
04.10.2014
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Die Zeit lief mir davon...

Es war schon dunkel als ich zurück daheim war. Ich hatte viel zu lange gebraucht und doch nichts erreicht, war wütend und durcheinander. Erst der Tod der geheimnisvollen Frau, das merkwürdige Verhalten von Mulawi, Marcos und Remus, die Bettlerin auf der Straße, welche mich Tochter der Diana nannte und Aelia, die Bestens über alles Bescheid wusste und mir trotzdem ihre Hilfe verweigerte, mir sagte ich sei noch nicht so weit.

Ich selbst spürte die Veränderung in mir, ich war längst nicht mehr die schwache und gehorsame Aristea von einst. Etwas Übermächtiges trieb mich, verführte mich und ließ mich nicht mehr zur Ruhe kommen.

Und so beschloss ich auf eigene Faust zu handeln...


(xxx)

Wieder täuschte ich Müdigkeit vor, meine Mutter war sehr verständnisvoll dem gegenüber, hatte mein Bruder ihr doch von der Auseinandersetzung mit meinem Vater erzählt. Ich denke bis heute, das Flavia selbst ahnte, dass großes Unheil bevorstand. Sie blieb bei Amelia, die vollkommen verstört und hochschwanger war. Sie hatte Angst, das wusste ich, Pheroas an die gierige Bestie Roms zu verlieren. Schon allein ihretwegen musste ich etwas unternehmen.

Diese Frau, deren Herz so voller Güte und Liebe meinem Bruder gegenüber war, leiden zu sehen, war mehr als ich ertragen konnte. Es war Zeit, Livia, die alle für so übermächtig hielten, eine Lektion zu erteilen. Ich nahm ihren Dolch an mich und machte mich auf den Weg. Ich selbst hatte nie eine cena libera besucht, mein Vater hatte mir sowohl die Teilnahme an dem frivolen Fest, aber auch den Gang zum Circus Maximus, in dem die blutigen Spiele stattfanden, stets verboten. Umso erstaunter war ich, wie viele Römer und Römerinnen sich begierig auf den Weg zur Gladiatorenschule machten.

Das Fest zu Ehren der Kämpfenden erfreute sich schon immer größter Beliebtheit. Nach Monaten der Einsamkeit, der Entbehrung, des Kämpfens und der Erschöpfung, war die cena libera eines der größten Fress, Sauf- und Liebesgelage. Jeder konnte dort hin, die Bürger interessierte es nicht, die Gladiatoren sterben zu sehen, das war nichts Besonderes. Nein, was sie hierher trieb, war eine weiteres, abartiges Kapitel des alten Roms. Die Männer saufen und erbrechen zu sehen vor Angst, oder sie aus Verzweiflung einen Tag vor ihrem Tod noch eine Hure lieben zu sehen, dass allein machte die cena libera zum Treffpunkt aller. Sich dorthin Zutritt zu verschaffen war nicht schwer, doch ungesehen zu bleiben dagegen, stellte mich vor ein Problem. Weder mein Bruder noch Vater, geschweige denn Livia, durften mich sehen.

Doch auch hier hielt das Schicksal seine schützende Hand über mich...

Zwischen den Frauen und Mädchen, die dorthin gingen, war es nicht schwer sich eine auszusuchen. Ich entschied mich für eine reizvoll gekleidete Frau, eine Hure höchstwahrscheinlich. Sie stand etwas abseits und versuchte mit den vorbeiziehenden Männern ins Gespräch zu kommen. Sie war zweifelsohne sehr schön und ihr Körper durchaus anregend.

„Was kann ich für Euch tun?“, fragte sie, als sie mich bemerkte.

„Seid Ihr nur dem Manne zugetan oder versteht Ihr Euch auch auf die weibliche Freude?“

„Mein Körper steht für alle Freuden der Venus zur Verfügung...“, sprach sie geübt durch den Schleier, der ihr Gesicht verdeckte und ließ die Träger ihres knappen, fast durchsichtigen Oberteils fallen. Als sie mir ihre festen, vollen Brüste präsentierte, bemerkte ich das erste Mal meine Nervosität. Ich hatte nie einen anderen Körper als den meinen berührt, geschweige denn mich berühren lassen. Doch ich hatte keine andere Wahl. Sie reichte mir die Hand und zog mich ein Stück weit in die Dunkelheit.

„Zeigt mir zuerst das Geld...“, ich gab ihr drei Sesterzen und sie schien zufrieden. Die seidige, kurze Bekleidung, die ihre Scham bedeckte, fiel lautlos auf den Boden. Meine Hände zitterten heftig und mein Mund wurde trocken.

„Kommt her...“, flüsterte sie lockend. Für einen kurzen Augenblick vergaß ich bei dem Anblick, warum ich eigentlich gekommen war. Sie löste den Schleier und griff nach meinen Händen. Zärtlich legte sie meine zitternden Finger auf ihre Brüste. Wie von selbst fing ich an sie sanft zu massieren und mit ihren Brustwarzen zu spielen. Ihr Mund kam meinem sehr nahe, ihre Zunge glitt fordernd über meine Lippen, so als warte sie auf etwas. Als meine Zunge ihrer dann schließlich begegnete, stöhnte sie gefühlvoll auf. Meine Hände unterbrachen zu keiner Zeit ihre Arbeit, wanderten von ihren Brüsten bis hinunter zu ihrem Gesäß, doch auch sie war nicht untätig. Ihre Lippen lösten sich von meinen, erfahren strich sie zärtlich über meinen glühenden Schoss während ihr Mund meine Brustwarzen fand. Ich atmete tief ein und versteifte etwas, angesichts der fremden Berührung. Als sie in die Hocke ging, schoss mir das Bild der Frauen, die ich vor langer Zeit mit Aelia an der Mulvischen Brücke gesehen hatte, durch den Kopf.

Würde sie das tun an was ich dachte?

Als sie den Stoff meiner Tunika beiseite zog, bestätigte sich mein Verdacht. Mir blieb keine Zeit zur reagieren, so schnell fand ihre warme Zunge mein Innerstes. Behutsam leckte sie über den Kern meiner Weiblichkeit, erst langsam dann immer schneller.

Ich kann kaum beschreiben was ich in dem Moment fühlte...

Eine Lust, die ich nicht kannte, durchströmte meinen glühenden Körper und ließ ihn beben. Ich war so in das Spiel vertieft, dass ich die Stimmen der Männer erst hörte, als sie sehr nahe waren.

„Wird sie auch da sein, Lucan?“

„Aber ja, Laurus!“

„Ich kann es kaum erwarten endlich die göttliche Livia zu sehen...“, hörte ich den Anderen laut schwärmen. Als hätte mir jemand brutal ins Gesicht geschlagen, erwachte ich aus dem süßen Traum. Meine Hand legte sich auf ihren Kopf.

„Verzeiht mir...“, flüsterte ich, bevor meine Faust hervorschnellte und sie gezielt an der Schläfe traf. Behutsam hob ich den Körper an und legte ihn an die Mauer. Geduldig wartete ich bis die Männer an uns vorbeigegangen waren, zog mich schnell aus, nahm ihre Sachen und bedeckte mit ihnen meinen nackten Leib. Den Dolch verbarg ich in meinem Dekolleté. Mit meinem Umhang deckte ich sie zu, als ich sicher war das niemand mich sah, band ich mir den Schleier vors Gesicht und ging durch das Eingangstor der Gladiatorenschule.

Der große Säulenhof glich nicht länger einem Übungsplatz. Unzählige Sklaven hatten ihn auf den Befehl meines Vaters in ein riesiges Triclinium unter freiem Himmel verwandelt. An langen Tischen, die hufeisenförmig angeordnet waren, saßen hunderte Männer und Frauen, grölten, zechten oder frönten, unter aller Augen, der körperlichen Liebe. Der Klang der Sistren, die dem eines Xylophon ähnelten, ertönten von überall her, in deren Takt tanzten etliche junge, aber auch ältere Römerinnen, die sich mehr als nur geehrt fühlten, ihren Körper einem der Gladiatoren vor der Stunde seines Todes anbieten zu dürfen. Die zum Sterben verurteilten Männer reagierten sehr unterschiedlich auf die Anzüglichkeiten der Damen. Ich sah einen Mann, der sich die Frau, die er wollte, wie einen Mehlsack über die Schulter warf und über die Holztreppe, die zur Veranda führte, in seine Zelle brachte, angefeuert von den Rufen seiner Mitstreiter. Der Nächste, schlug einer sehr jungen Römerin brutal mit der Hand ins Gesicht, die versucht hatte, sich auf seinem Schoß niederzulassen. Wieder Andere stopften die von den Sklaven gereichten Köstlichkeiten in sich hinein, ohne zu wissen was sie da überhaupt aßen.

Manch einer blickte nur stumm auf die, mit den herrlichsten Speisen versehenen Tische, ohne sie anzurühren. Die Angst, das Leben am nächsten Tag zu verlieren, ließ sie keinen Bissen essen. Als dann mehrere der Männer ihr Essen schwallartig erbrachen, grölte die Menge vor Begeisterung. Das Verhalten war widerlich, die Gladiatoren hoch verehrt und doch ausgelacht zur Belustigung des Volkes. Doch ich konnte meinen Vater oder Bruder nirgendwo ausfindig machen, zu dicht war das Gewirr an Menschen. So stieg ich ebenfalls die Treppe empor, die zu den Zellen führte um mir von dort oben einen besseren Überblick zu verschaffen. Fast in jedem der engen Räume waren Männer und Frauen beim Liebesspiel zugange. Das tiefe Keuchen der Männer und das hohe Stöhnen der Frauen wirkte abstoßend auf mich, ich sah die Menschen Dinge tun die so ekelhaft waren, das ich sie kaum beschreiben kann.

Endlich entdeckte ich Remus und meinen Vater, mitten in der Menge, umringt von willigen Weibern. Mein Vater schien sich gut zu amüsieren, er aß, lachte und war nebenbei in ein Gespräch mit einem Soldaten vertieft. Die Frauen, welche sich ihm anboten, wehrte er jedoch hartnäckig ab. Ein Gefühl von Stolz überkam mich. Mein Vater, mochte er sein wie er wollte, schien wirklich eine treu zu sein. Remus jedoch saß nur stumm da, er trank Wein, aber aß nicht. Sein Blick war so unendlich traurig, den Glanz des Gelages, schien er nicht wahrzunehmen. Ich erinnerte mich an mein Versprechen. Ich musste unbedingt mit dem Alten reden, doch jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt dazu.

Meine Augen suchten weiter und fielen auf den Balkon, von dem ich etliche Male den Zweikämpfen zugesehen hatte.

Und dort oben saß sie...

Auf breiten, mit rotem Samt ausgelegten Kissen, Pheroas neben ihr. Sie hatte ihre langen Beine über seinen Schoß gelegt und blickte ihn gierig an. Links und rechts standen Marcos und Mulawi. Sie flüsterte ihm etwas zu und mein Bruder fing an ihre Füße zu massieren. Ich hielt den Atem an, mein Kopf hämmerte und meine Hände begannen zu schwitzen. Sie war dabei zum Angriff überzugehen. Allein schon ihre Tracht, konnte einen Mann alles vergessen lassen. Livia hatte, wie sonst üblich, auf ihre Rüstung verzichtet. Die weiße, eng anliegende Seide verbarg nur das Nötigste ihres reizvollen Leibes. Die mit edelsten Stickereien verzierte Tunika bot durch ihren tiefen Ausschnitt eine verlockenden Sicht auf ihre Brüste, sie war so knapp geschnitten, das mein Bruder sicherlich ihr nacktes Gesäß sehen musste und mehr. Genießend bot sie ihm ihre Füße dar und legte den Kopf auf das weiche Kissen.

Ich hoffte inständig, dass sie etwas darunter trug. Doch Pheroas Blick war starr, wie versteinert blickte er geradeaus und schien sie absichtlich zu ignorieren. Als sich die Tür öffnete erkannte ich Liberio, ihren Oberbefehlshaber, der die beiden Sklavinnen einließ, die auf mehreren Tabletts Speisen hereinbrachten.

Das war die Möglichkeit nach der ich so sehnlichst gesucht hatte!

Liberio kam mir gerade recht, ich vermutete, er musste auf ihren Befehl hin, die Tür bewachen, um dafür zu sorgen, dass sie und Pheroas ungestört sein konnten. In meinem Geist begann ein hinterhältiger Plan zu entstehen. Ich verließ die Veranda und ging zielstrebig den langen Gang entlang, der mich, wie so oft, zur Waffenkammer führte. Ich fand wonach ich suchte und ging zum Balkon. Immer, wenn sich jemand näherte, verschwand ich im Schatten. Da ich alle Ecken der Schule in- und auswendig kannte, war es ein Leichtes, mich unsichtbar zu machen. Kurz vor der Tür legte ich mein Mordwerkzeug ab. Suchend spähte ich hinter der Säule hervor, Liberio stand gähnend an der Wand und versuchte mit aller Macht Morpheus Armen zu entfliehen. Ein letztes Mal atmete ich tief ein, schloss die Augen und betete. Wankend ging ich auf ihn zu.

„Halt Frau, hier darfst du nicht sein!“, sprach er laut.

„Verzeiht... Herr, isch hab misch verlaufn!“, nuschelte ich.

„Bist du trunken vom Wein, Weib?“

„Ein bissschen!“, ich torkelte weiter und fiel in seine Arme.

Ein widerliches Grinsen legte sich auf sein Gesicht. Ich kannte Liberio gut, hatte von seinen Vorlieben, was junge Frauen betraf, gehört und genau darauf setzte ich.

„Ich habe den Befehl jeden zu verhaften, der sich hier aufhält...“, log er frech.

„Oh nein! Bitte Herr, sperrt misch nisch ein!“, flehte ich und ging auf die Knie.

„Ich kann vergessen Euch je gesehen zu haben, wenn Ihr... etwas nett zu mir seid.“, antwortete er schmierig.

„Das wäre... zu gütig, Herr.“, meine Unterbekleidung fiel zu Boden und bot ihm das, was er wollte. Schnell war er bei mir, er zog mich nahe an sich und presste sein geschwollenes Stück Fleisch an meine Weiblichkeit.

„Ich werde Euch so hart lieben Hure, dass Ihr mehrere Tage nicht sitzen könnt.“, keuchte er schwer.

„Tut alles was Ihr wollt...“, säuselte ich, „...doch bitte lasst uns ein Stück weit dort rüber zur Säule gehen.“

„Nichts da, ich darf die Türe nicht verlassen, also legt Euch auf den Boden, Frau!“

„Herr... ich bin sehr laut. Wenn Ihr versteht. Wir wollen Livia doch nicht stören. Von der Säule aus habt ihr freie Sicht auf die Tür und könnt mich dennoch ungesehen lieben.“

Für einen kurzen Augenblick schien er zu überlegen. Ich würgte meinen Ekel herunter, als ich nach seinem Glied griff und es massierte. Er stöhnte laut.

„Ich will Euch so tief wie noch keinen Mann vorher in mir spüren...“, flüsterte ich ihm ins Ohr und erreichte somit, dass er mich packte, in die Ecke zerrte und mich an die Säule drückte.

"Ihr sollt bekommen was Ihr wollt, dreckiges Weib!“

Du aber auch Zenturio....

Dachte ich grausam, als ich, bevor er in mich eindringen konnte, zwischen meine Brüste griff und ihm das kühle Metall, dass sich dort wartend verbarg, mitten in sein schlagendes Herz rammte.

Es war ein mächtiges und berauschendes Gefühl diesem Mann sein Leben zu nehmen....

Sein warmes Blut rann über meine Hand, ich konnte fühlen wie der Sohn des Hades ihn zu sich nahm. Sein zuckender Leib erschlaffte und sein Licht erlosch. Nie wieder würde er Frauen vergewaltigen und deren Kinder umbringen, niemals mehr Unschuldige auf dem Marsfeld hinrichten. Eine Frau hatte ihm die Strafe zukommen lassen, die er verdient hatte. All die Seelen, die er in die Unterwelt geschickt hatte, würden nun ihre Ruhe finden.

Ich fühlte mich stark und unverwundbar, als hätte Diana mich selbst geleitet...

Ein Glänzen in seinem Stiefel erregte meine Aufmerksamkeit. Du wirst mir noch einen guten Dienst erweisen, dachte ich, als ich das Messer an mich nahm. Doch mein Werk war lange nicht vollendet, jetzt ging es darum, seinen widerlichen Torso dorthin zu bekommen, von wo aus er verhindern sollte, dass Livia meinen Bruder verführte. Meine Hand griff nach Seil und Netz, beides hatte ich aus der Waffenkammer mitgenommen. Eilig breitete ich es neben der Säule aus und wuchtete seinen schweren Leib darauf. Wie ein gefangenes Tier schnürte ich ihn fest darin ein und band das eine Ende des Seil an den Maschen fest. Wieder sah ich mich um, doch niemand störte mich bei meinem Vorhaben. Das andere Ende befestigte ich an meinem Rumpf. Lautlos kletterte ich an der brüchigen Säule herauf, trotz der Dunkelheit ertastete ich jede helfende Vertiefung des porösen Kalksteins, guter alter Travertin. Oben angelangt richtete ich mich auf, stützte meine Beine am Kopf der Säule ab und hievte den Körper mit all meiner Kraft, Stück für Stück zu mir. Schweißgebadet zog ich das Netz auf das Dach und schleifte es genau über den Absatz des Balkons.

„Pheroas, mein Treuer...“, erklang ihre Stimme, „...mir scheint, Euch erfreut das Fest nicht sonderlich?“

„Verzeiht, bin ich doch mit den Gedanken bei meiner geliebten Frau...“, sie lachte kehlig. So nah es ging hielt ich mein Ohr über den Absatz um ihnen zu lauschen.

„Vergesst Eure Frau doch einmal für eine kurze Weile und weidet euch an der Schönheit der Frau vor euch."

Ich konnte es nicht lassen, rutschte auf dem Bauch liegend vor und versuchte zu sehen, was sie für ein intrigantes Spiel trieb. Widerlich, wie sie ihre Beine spreizte und ihn herausfordernd anschaute, ihre Tunika wollüstig beiseite schob und sich ohne Hemmungen ihr Geschlecht streichelte. Sie hatte natürlich auf carpetium und strophium verzichtet.

Ich wäre fast über die Brüstung gerutscht vor Übelkeit und Wut...

„Gefällt es Euch, Pheroas...“, stöhnte sie erregt, während mein Bruder sie geschockt anblickte.

„Herrin bitte! Ich bin ein treuer Mann, nur meiner Frau ergeben.“, stotterte er.

„Sie ist aber nicht hier...“, mit einem Ruck packte sie ihn, sodass er auf ihr lag. Ihre Hände legten sich auf sein Gesäß und drückten seine Mitte in ihren wartenden Schoß.

„Ich will Euch haben, Pheroas. Jetzt.“, keuchte sie laut. Ihr Lippen fanden sein Ohr.

„Nein!!!“, rief er laut und löste sich brutal von ihr.

„Ihr wagt es mich abzulehnen!“, hörte ich sie noch schreien, als ich meine Beute langsam herunterließ. Nur so weit, dass sie es nicht sehen konnten, der Zenturio aber genau auf ihren Tisch fallen musste. In der Position wickelte ich den Rest des Seils um den Kopf der Säule, machte ihn fest und sah zu das ich dort herunterkam. Wieder auf festem Boden lief ich zurück zu den Zellen, wo immer noch ordentlich Unzucht getrieben wurde. Keiner bemerkte den Körper über dem Balkon, der leicht im Abendwind hin und her schaukelte.

Livia hatte sich aufgesetzt und schien meinen Bruder wütend anzubrüllen. Vorsichtig nahm ich das Messer des Liberio in die Hand, achtete darauf das mich niemand beobachtete und als ich sicher war ungesehen zu sein, hob ich den Arm und warf es flink die paar Meter in Richtung des Seils. Ich betete, dass die scharfe Klinge ihr schmales Ziel nicht verfehlte, doch als das Netz sich löste und der Körper des Soldaten krachend auf dem Tisch aufschlug, war ich mehr als nur zufrieden mit meinem Werk. Aber mir blieb keine Zeit mich daran zu erfreuen, ich musste zusehen, dass ich hier weg kam, bevor Panik ausbrach. Eine der Sklavinnen auf dem Balkon schrie ohrenbetäubend vor Schreck. Trotz der lauten Musik konnte ihn ein jeder hören, alle Köpfe sahen verwirrt nach oben.

„Liberio wurde umgebracht!!!“, schrie eine Frau laut.

Doch ich war längst durch die Tore, ehe die Soldaten etwas ausrichten konnten. Die Frau lag immer noch in meinen Umhang gehüllt an der Mauer, ich nahm ihn an mich, legte noch ein paar Sesterzen neben sie und verschwand ungesehen in den Straßen des mächtigen Roms....
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