Ein zerbrechlicher Schein

GeschichteAllgemein / P12
08.08.2014
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Ein zerbrechlicher Schein



In vielen Regionen Sanctuario´s ist Magie nichts besonderes, dennoch nur wenige meistern die Mächte der schwarzen Magie und können den dämonischen Einfluss kontrollieren ohne ihren Verstand zu opfern.

Khalin ist einer der wenigen Menschen der zu den Begabten gehört.

Er versucht die dunklen Mächte zu kontrollieren und er will mächtiger werden als die sieben Übel selbst.



In einem kleinen Dorf in den Wüsten von Kehjistan, lebte Khalin, einer der wenigen Begabten der dunklen Mächte Sanctuario´s. Er ist normalerweise ein ganz normaler junger Mann, dünn, groß, mit braunen Haaren und einem schmalen Gesicht. Ein normaler Nomade eben, wie man es kennt in Kehjistan, wäre da nicht seine Begabung. In seiner frühen Jugend bemerkte er schon seine Macht, er besitzt die Macht, allen Wesen den puren Wahnsinn in ihre Seele zu setzen. Das erste Mal wo ihm dies auffiel, war als er aus irgendeinem Grund, die ganze Zeit einem Tier in die Augen sah, es war eine Ziege, irgendwann begann das Tier wild herum zu traben, er dachte sich erst nichts bis er bemerkte dass die Ziege daran starb, einfach so und er wunderte sich, wieso sollte ein gesundes Tier einfach sterben.

Sein Interesse an solchen seltsamen Geschehen war geweckt, er las sich mehrere Bücher über „dunkle Beschwörungen“ und „Nekromantischen Weissagungen“ durch und in irgendeinem dieser Bücher, las er etwas über den „dämonischen Wahnsinn“, bei der Beschreibung einer dieser „Wahnsinns“-Wirkungen las er genau das, was er schon bei der Ziege gesehen hatte.

Verwundert und Überrascht über diese Erkenntnis, versucht er diese Macht in sich zu spüren, dennoch war nicht seltsames zu bemerken.

Nun mit zweiundzwanzig-Jahren, hat er nicht aufgehört Nachforschungen anzustellen um zu erfahren was es damit auf sich hat.

Er lebt mit seinem Vater alleine in einer kleinen Lehmhütte, seine Mutter starb bei einem Überfall der Lakuni, weshalb sein Drang immer größer wurde seine Macht zu benutzen und diese widerwärtigen Wesen zu töten, ihnen ihre Seele zu nehmen und zu quälen für das Leid das sie seiner Familie antaten.

In seinem Dorf gab es nie viel zu begutachten, es war ein ganz normales Nomaden-Dorf, die Bauern bestellten die Felder, ernteten und kümmerten sich um ihre Tiere, dennoch war das Dorf heimgesucht durch die Lakuni, es vergeht keine Woche wo diese Biester nicht versuchten die Tiere zu reißen oder irgendwelche Dorfbewohner zu entführen. Die Miliz war eindeutig überfordert mit der Verteidigung des Dorfes, sie bestand hauptsächlich aus unerfahrenen jungen Bauernknaben und ein paar alten Männern.

Khalin machte sich zwar immer nützlich bei den Überfällen, dennoch wollte er nie zur Miliz, er war kein Freund vom Soldatendasein, sein Kindheitsfreund Sull hingegen war einer der ersten die der Miliz beitraten, er war schon immer ein freundlicher und hilfsbereiter Junge, aber sein Traum war es schon immer mal Soldat zu sein.



„Khalin!“, schrie sein Vater ihm hinterher, „vergiss nicht vor Sonnenuntergang zurück zu sein.“

„Keine Sorge, ich werde gleich wieder da sein.“, versicherte er seinem Vater.



Khalin ist auf dem Weg zum kleinen Marktplatz des Dorfes, er und sein Vater wohnen außerhalb des Dorfes, in der trockenen Wüste Kehjistan´s.

Auf dem Weg zum Dorf fiel ihm nichts auf, alles war wie immer, dennoch verspürte er etwas seltsames, wie ein kalter Schauer der seinem Rücken entlang lief und das immer wieder.

Verunsichert durch sein Gefühl von Gefahr, wurde er immer langsamer, er schlich schon förmlich und sein Körper zitterte vor Angst. Er wollte nur noch weg und so rannte er Richtung Dorf. Auf einmal bemerkte er einen Hauch von Tod, der ihm entgegen kam.

Auf dem Weg zum Dorf wurde dieser Hauch zu einem starken üblen Gestank, jeder Schritt verstärkte sein Verlangen sich zu übergeben.

Am Eingang des Dorfes sah er Feuer, es steht in Flammen und der trockene Wüstensand war getränkt mit rotem Blut.

Als er sich wieder unter Kontrolle hatte ging er Richtung Marktplatz, ein Überfall, doch sie kamen nie so nah an das Dorf heran, etwas war diesmal anders.



Angekommen am Marktplatz erfasste ihm die Angst, es waren nicht die Lacuni, er erkannte gekrümmte Gestalten, es waren Menschen.

Die Dorfbewohner waren wie Tiere zusammengehortet im Inneren des Marktplatzes, und die seltsamen Fremden unterhielten sich untereinander, man konnte nicht wirklich verstehen was sie sagten, aber man hörte einzelne Wörter und er wusste um was es ging.



„Wie viele..?“ Fragte ein der Männer.

„dreißig sind es.“ Antwortete der schmalste der Gruppe.

„Das muss reichen,….“ Stotterte einer.

„….beginnt das…..Ritual.“ befahl der im roten Mantel.



Es waren acht Fremde, eine Gruppe von Dämonen-Anbeter, was könnten sie sonst für ein Ritual meinen bei denn man Menschen benötigt. Angewidert vom Gedanken dass sie seine Freunde für irgendwelche abartigen Rituale hinrichten wollten begann er sich einen Plan auszudenken. Von einem der Marktstände zum anderen schlich er umher und sah sich genau an wo diese Irren sich befanden.

Sie nahmen einen der Dorfbewohner, einen kräftigen, schlanken Mann. Einer von ihnen nahm eine Klinge aus der Scheide, es war eine kleine Klinge die aber gut gewetzt war und perfekt geschmiedet wurde, man erkannt das ein wahrer Meister diese Waffe geschmiedet hat. Er legte die Klinge an der Brust des Mannes an, zuerst ritzte er ihm ein dämonisches Beschwörungssymbol auf die Brust, ein Pentagramm, dann setzte er die Spitze der Klinge am Magen an und rammte sie mit voller Kraft in den Bauch des Mannes, das Blut floss an den Beinen des Mannes in Strömen hinunter und verteilte sich im Sand.

Der schmerzgebrannte Schrei, zerrte an Khalin und er stoppte, sein Herz raste und er dachte es würde gleich platzen, dennoch hielt er inne. Er sah sich um und nahm sich eine der Leinenseile zur Hand.

Er schlich sich an einen der Männer an, während sie damit beschäftigt waren die Innereien des armen Dorfbewohners in seltsamer Anordnung auf dem Boden zu verteilen.

Er nahm seinen Mut zusammen, spannte das Seil so stark er konnte und umschlang damit den dünnen Hals des Irren und zog es zusammen, ein heißer Aufstoß aus seinem Mund und dann Stille, er zog denn Leichnam mit sich hinter einen der Stände und zog aus der Scheide einer sehr ähnliche scharfe Klinge, die im Sonnenlicht blendete, wie die Sonne selbst. Khalin stand auf und sah sich um, keiner hat es bemerkt, er musste sich beeilen, sonst würden sie noch mehr opfern und das wollte er nicht geschehen lassen.





Er wusste nicht weiter und betrachtete die Aufstellung der Männer, sieben waren es noch, so schwer konnte es doch nicht sein dachte er. Ermutigt durch seinen geringen Erfolg, versuchte er einen weiteren anzulocken, durch irgendeine Art von Geräusch und da dachte er an etwas wirklich simples, er nahm einen Stein und warf ihn gegen eine Holztür einer der in der Nähe liegenden Hütten. Einer der Männer sah erschrocken in Richtung des Geräusches und flüsterte etwas zu einem anderen Mann, der etwas schmale und ziemlich gekrümmte Mann erhob sich und folgte ihm.

Angekommen an der Tür betrachteten sie die Tür erst stumpf, doch durch ihre Neugier hinein zu schauen, haben sie ihr Todesurteil unterschrieben, der Schmale ging vor und nun ergriff er die Chance die ihm gegeben war, er rammte die scharfe Klinge durch den Hals des draußen wartenden Mannes und ein Strom von Blut floss aus der zerschlitzen Kehle, er brachte keinen einzigen Ton hervor nur ein kurzes Würgen. Khalin betrachtete den leblosen Körper und ging sofort in das Haus, um den Zweiten ausfindig zu machen.

Diese war aber nicht dumm, er wartete auf ihn und Khalin spürte einen kurzen Luftzug, auf einmal lief ihm das Blut am Arm entlang und ein brennender Schmerz kam auf.

Er fiel zu Boden und krümmte sich, der Gekrümmte sah ihn lächelnd an und sagte:

„netter Versuch, dennoch so einfach bezwingt man den Kult nicht.“

Der Mann schrie etwas zu seinen Begleitern, Zwei große und mürrische Gestalten betraten denn Raum, sie nahmen ihn hoch und trugen ihn aus dem Haus in die Mitte des Marktplatzes, überall war Blut und ein widerlicher Geruch von Blut und Innereien war überall zu vernehmen.

Der der im roten Mantel gekleidet war, begab sich zu ihm und sagte mit bestimmender Stimme: „Ein weiteres Opfer für unseren gnädigen Herrn der Hölle!“

„Ihr Fanatiker seit doch allesamt Krank!“ schrie Khalin mit voller Stimme dem Mann entgegen.

„Fanatiker! Nein wir sind Gläubige unseres Kultes und mehr nicht.“ Erwiderte er spöttisch.



Sie riesen ihm das Hemd vom Leib und der Anführer dieser Verrückten begann von einem Fürsten der Hölle zu schwärmen und spielte mit einer der scharfen Klingen herum.

In seinem Inneren verspürte er den puren Wahn, alle zu töten, die sein Dorf angegriffen hatten und ihnen ewigen Schmerz entgegen zu geben.

Er sah dem Basstard direkt in die Augen und spürte wie der Hass in ihm zu reinem Wahnsinn verschmolz und dem Irren die Saat des Wahnsinns in die Seele setzte.

Dieser war wie gelähmt und schaute ihn, furchtgetränkt in die Augen und wurde von seinem Blick komplett verzerrt und nicht losgelassen. Khalin war nur noch erfüllt von Hass, Wider und der Lust des Tötens.

Der Fanatiker nahm die Klinge, dreht die Spitze in die Richtung seiner Brust und rammte sie sich direkt in sein Herz, nicht mal ein Schrei entkam seiner Kehle, seine Augen waren blass schon fast tot sahen sie aus, doch er wusste er trieb ihm den Wahnsinn ein, den Drang die Klinge gegen sich zu richten und er fürchtete sich vor dieser Macht, die ihm gegeben war.



Verschlungen von dem Anblick, traten die restlichen fünf Männer von Khalin fort und flüsterten unheilvoll umher, gepackt von ihrer Furcht liefen sie davon.

Khalin blickte verdrossen umher und war wie in einem Traum, er dachte das kann nicht möglich sein wie ging das nur, er wollte nichts mehr als sehen wie er stirbt und es geschah, aber warum?







Als sein Verstand sich beruhigt und er sich umsah, sah er die Angst in seinen Freunden und bemerkte wie sie alle Abstand zu ihm hielten und ihn nicht einmal ansehen wollten.

Khalin torkelte zu Sull, er stand in der Nähe und hat alles mit angesehen.

„Was war das?“ Fragte Sull mit bedrückter Stimme.

„Ich weiß nicht, es war auf einmal da, aber was das ist weiß ich nicht.“ Erklärte er.

„Du bist aber kein Dämon oder, denn nur Dämon können sowas oder?“

„Du, du denkst ich bin was, ein Dämon, das ist Absurd.“ Sagte Khalin mit ausweichendem Blick.

„Ich glaub es wäre nicht schlecht, wenn du einfach gehst, darüber nachdenkst.“

„Was, warum soll ich jetzt einfach gehen, ich sollte lieber helfen!“ Erwiderte Khalin.

„Nein, geh lieber, du hast schon genug getan.“ Versuchte Sull ihm zu erklären mit gedrückter Stimme, versuchend die Trauer zurückzuhalten die sich aufstaute.

„Aber, Sull was erzählst du, dass ist doch Schwachsinn du bist doch Irre, oder etwa nicht!?“

„Khalin, verdammt du weißt doch was mit denen passiert, die Magie oder so einen Kram benutzen können, sie werden aus dem Dorf verbannt, einfach rausgeworfen, nutz die Chance geh nach Hause und geh, solange sie nicht versuchen dich aufzuhängen.“

„Aber ich hab doch nur geholfen, ich bin wie immer mit mir war nie etwas anders.“

Flüsterte Khalin, Sull entgegen und versuchte die zitternde Stimme ruhig zu halten.

Sull drehte sich ohne ein weiteres Wort zu sagen um und ließ ihn allein stehen, es war bereits mitten in der Nacht, nur die Fackeln des Dorfes erhellte die Umgebung.



Khalin war auf dem Weg zum Ausgang, durch denn er zuvor ins Dorf hinein kam, dabei sah er wie sein Vater mit Tränen in den Augen ihm entgegenkam und ihn in die Arme nahm.

„Khalin, was ist los, warum bist du noch hier?“ Sagte sein Vater mit hoher Stimme.

„Vater, ich kann nicht mehr bleiben.“ Khain´s Verzweiflung wurde immer größer.



Bevor er ihm ein weiteres Wort sagen konnte packte ihn eine starke Hand und zog ihn mit sich, es war einer der Miliz, Dajul, hieß der Mann.

Dajul brachte ihn in die Hütte des Dorfältesten, dem Anführer, der alles im Dorf bestimmt vom Handel, bis hin zum Anbau der Felder.

Der Dorfälteste, auch einfach nur „Jik“ genannt, sagte mit gebrechlicher Stimme:

„Khalin, du weißt du hast unser Gesetz gebrochen, Magie ist in keiner Form erlaub, nicht einmal um jemandem vom Dorf zu helfen.“

Khalin´s Vater sah ihn erstaunt an und versuchte dem Ältesten entgegen zu reden, doch Dajul hielt ihn an der Schulter fest und versuchte ihm durch die Geste zu erklären dass das eine schlechte Idee sei.

Khalin versuchte nicht einmal ihm zu wiedersprechen, er sagte nur mit ruhiger Stimme:

„Ich weiß und ich werde die Strafe für meine Missachtung des Gesetzes hinnehmen.“

„So sei es, hiermit Verbanne ich dich aus dem Dorf, aber denke daran ich tue es nicht weil ich es so möchte ich bin nur einer der Versucht die Gesetze zu erhalten die es hier gibt.“



Khalin und sein Vater verlassen das Haus und traten den Heimweg an.

Nur Stille, den ganzen Weg über, keiner der Beiden versuchte sie zu brechen, dennoch wollte Khalin sich bei ihm entschuldigen, dass er soviel ärger verursachte und seinem Vater nur mehr Gründe zum Trauern gab.

„Vater, es tut, es tut mir L-eid.“ Sagte er, nahe dem Zusammenbruch.

„Was den Khalin, du hast doch nicht getan.“ Erwiderte er mit sanfter Stimme.

„Aber es ist doch meine Schuld!“ brach es aus Khalin heraus.



Nach dem langem Weg voller Stille kamen sie an ihrer Hütte an. Khalin´s Vater gab ihm eine große Ledertasche, mit allem darin, was man benötigt um ein paar Tage in der Wüste zu überleben.

Nun schlug er eine Karte Kehjistan´s auf und zeigte Khalin wo die nächste Siedlung zu finden ist, nach einer detailierten Erklärung des Weges brach Khalin auf.

„Nun beeile dich, Khalin, bevor der Mittag kommt.“ Es war bereits der Morgen hereingebrochen über Kehjistan.

„Es tut mir leid, aber irgendwann werde ich wieder zurückkehren, egal was es kostet.“

„Ich weiß es doch schon, Khalin und nun geh.“ Sagte sein Vater.



Er machte sich direkt auf den Weg, in die Siedlung „Ertuskan“. Während der Wanderung durch die unendliche Wüste, spürte er die Einwirkungen der Sonne, seine Beine waren antriebslos, aber dennoch er lief weiter.

In der kochenden Hitze der Sonne, erging es ihm nicht besser, einen Zusammenbruch konnte er sich nicht leisten, er suchte einen schattigen Platz, um sich auszuruhen.

Diesen fand er an einem Eingang, einer Höhle, er traute sich nicht direkt hinein zu gehen, wer wusste schon was in den Tiefen Kehjistan´s umher kroch. Erschöpft legte er sich auf den harten Boden der Höhle und versuchte ein paar Stunden Schlaf zu kriegen, dennoch konnte er keinen finden, aus irgendeinen Grund zog es ihn in die Höhle. Durch blanke Neugier begab er sich in die Höhle und suchte die Gänge des Labyrinths ab. Er vernahm seltsame Geräusche, eine schwache Stimme, war es eine Illusion, „Nein“ dachte er, dass war echt.

Jeder Gang war ein Weg in eine Sackgasse, aber er vernahm immer noch die Stimme und sie wurde immer stärker.

Seine Angst war wie verflossen, den die Neugier nistete sich in ihn ein und durch sie wurde er durch das endlose Labyrinth geführt.

Irgendwann wurde er fündig, einer der Gänge führte in einen großen Raum, eine wahre Höhle, keine kleinen, mit Ungeziefer bevölkerten Gänge, die ins Nichts führten. Er begab sich hinein und wurde direkt vom puren Erstaunen überwältigt, die Höhle war mit unterirdischen Flüssen durchsiebt, dennoch was hat er gehört, es war eine Stimme und sie klang menschlich, was war es.

Im Moment war ihm das aber egal, er rannte zu einen der vielen kleinen Flüssen und begab sich ins Wasser, dieser war kalt, schonfast eisig und das in einer Wüste. Wie ein Wunder dass ihm helfen wollte auf seinem schwerem Weg.



Völlig entspannt, lag er in der Flut des kühlen Wassers und genoss seine Ruhe, aber nach ein paar Minuten völliger Ruhe, vernahm er wieder die Stimme, klar und deutlich, es war aber keine Menschensprache, die Worte waren ihm völlig fremd.

Er kletterte einen der Hügel hinauf und betrachtete die Umgebung genau, bei seinen Rundblick durch den Höhlenkomplex sah er nichts anderes als Wasser und Stein, nirgends war eine andere Person zu erblicken, er erstarrte den die Stimme war so klar zu hören, als ob die Person nur ein paar Meter von ihm entfernt stand.

Verunsichert, dachte er nur sein Hirn spielt ihm etwas vor, als Strafe dafür das er Zwanghaft durch die Mittagshitze marschierte. Es war so Real und dann war sie weg, die Stimme erlosch wieder, dadurch verstärkte sich seine Meinung, dass es nur Einbildung war. Auf der anderen Seite des Flusses war eine kleine Felswand, Khalin marschierte vom Hügel hinunter zum Fluss und ging hinüber zur Wand.

Durch einen Luftzug der ihm entgegen kam bemerkte er einen nicht sehr großen Schlitz in der Felswand, er zwängte sich hindurch und er erblickte einen kleinen Teich.



Hinter der Wand befand sich ein Hohlraum, der knietief gefüllt war mit Wasser und in der Mitte des Teiches erblickte er eine Gestalt, es sah aus wie ein Mensch, dennoch er erkannte einen zierlichen, kleinen Körper und aus ihm ragten Flügel, er dachte er Halluzinierte und rieb sich ungläubig die Augen bis es schmerzte. Unterbrochen durch einen kleinen Aufschrei blickte er durch den Raum und drückte seinen Körper gegen die Wand. Die erst aufrecht stehende Gestalt, war nun fast mit dem ganzen Körper ins Wasser getaucht und nur noch die Schultern, der Kopf und die zwei großen Flügel waren erkennbar, es schien es würde Angst empfinden. Etwas erleichtert durch den Gedanken, dass das Wesen mehr Angst vor ihm hat, als er vor ihm, begann er sich zu nähern, er wollte wissen mit was er es zu tun hatte.



Er war nur noch einen Meter entfernt von dem Wesen, was er erblickte erstaunte ihn.

Es war eine Frau, geschätzt im seinem Alter, dennoch war es kein normaler Mensch. Sie hat hellblaue Haut und ein paar schwarze Flügel, die einem Raben ähnelten, gefolgt von schneeweißem Haar.

Sie blickte ihn verängstigt ins Gesicht und versuchte immer tiefer ins Wasser einzusinken, wer konnte sie nur sein, Khalin konnte sich keinen Reim auf das alles machen, er war verwirrt und blickte ihr mit leeren Augen ins Gesicht.

Er fragte sie, mit gedämpfter Stimme: „Wer bist du?“

„Ein Dddämon.“ Sagte sie winselnd.

„Dämon?, aber warum siehst du aus wie ein Engel?“ Fragte er ungläubig und geschockt.

Sie schaute ihn an und fing an zu weinen.

Überrascht von der Reaktion, ging er ein paar Schritte zurück und blickte verdrossen durch den Raum.

„Was ist los, ich tu dir nichts.“ Sagte er, mit der Hoffnung sie zu beruhigen.

„J-jeder sagt E-engel!“ schrie sie ihm entgegen.

Ihr wütender Ausbruch, machte ihn unsicherer und er ging immer weiter auf Distanz.

„Was, ich versteh nicht, warum du jetzt so ausrastest?“ brachte er mit zitternder Stimme hervor.

Einen Moment war völlige Stille eingetroffen und nur das fließen des Wassers war zu vernehmen.

„Verschwinde, Mensch!“ sagte sie.

„Aber warte, wer bist du?“ fragte Khalin mit neugierigen Blick.

„Ich glaube kaum dass es dich irgendetwas angeht.“

„Naja, dann werde ich jetzt wieder gehen.“

Mit langsamen Schritten verlies er den Raum und stand einige Minuten vor dem Eingang und verarbeitete das gerade Geschehene.

Es war schon Nacht, nachdem er sich wieder aus dem Labyrinth gekämpft hatte. Er wusste dass er sich jetzt auf den Weg machen musste um Ertuskan zu erreichen.

Auf einmal hörte er einen Schrei aus der Höhle kommen. Er blickte verängstigt in die Dunkelheit und versuchte etwas zu erkennen, doch plötzlich rannte ihn etwas um, verwirrt stellte er sich direkt wieder auf und erkannte, dass die Dämonin ihm entgegenkam.

Sie war völlig außer sich und blickte mit Angsterfüllten Blick in die Höhle.

Khalin musste sich das Lachen verbergen, als er sah vor was sie weggerannt ist, ein kleiner Salamander der im Dunkeln etwas leuchtete kroch aus der Höhle heraus.

Sie kauerte auf dem Boden und bewegte sich kein bisschen, er tippte ihr auf die Schulter und sah sie verwundert an.

„Ein Dämon, nicht wahr.“ Sagte er mit leiser Stimme und belustigtem Blick.



Die Dämonin blickte ihn mit Scham erfüllt an und schwieg einfach nur vor sich hin.

„Ich muss jetzt leider gehen.“ Erklärte Khalin und machte sich bereit loszugehen.

„Warte!“ sagte sie und blickte ihn fragend an. „Wohin gehst du?“

„Ertuskan, warum?“ sagte er mit hoher Stimme.