Krieger des Lichts:Nihil fit sine Causa 2

von KingVali
GeschichteFantasy, Übernatürlich / P12
06.08.2014
16.12.2014
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Kapitel 1:

Zwei Wochen nach dem Kampf gegen Astaras und ich würde mich nicht dazu bewegen, aus meinem Bett zu steigen. Viele waren da gewesen, hatten mir ihr Beileid ausgesprochen, doch was nutze mir das denn? Nichts. Es würde ihn nicht mehr lebendig werden lassen. Der einzige, der unbesorgt schien war Michael. Vermisste er Gabriel nicht? Ich grübelte nicht lange darüber, versenkte mich lieber in meinem bodenlosen Kummer und starrte in den kurzen Wachphasen gegen die Wand. Von mir aus, hätte ich auch nichts gegessen, ich hätte vor mich hin getrauert und wäre still und leise gestorben. Doch dummerweise, wollte Sara das nicht zulassen. Dreimal am Tag kam sie, und zwang mich etwas zu essen. Doch das alles berührte mich nicht. Gabriel war fort. Er hatte mich unglücklich gemacht.



Raphael:

Wir konnten Mia nicht noch länger vor sich hin trauern lassen. Sie brachte sich damit selbst um. Mir war nie wirklich klar gewesen, was sie eigentlich für Gabriel empfand, doch nun wusste ich es. Nichts als reine Liebe. Sie liebte ihn von ganzem Herzen und mit allem was sie hatte. Und nun war er fort. Für sie. Michael und ich hatten versucht es ihr zu sagen, doch sie konnte uns nicht hören, wollte uns nicht hören. Am Anfang waren auch Michael und ich schockiert gewesen, der stärkste von uns war fort, doch als wir seine sterblichen Überreste nicht vorfinden konnten, war uns eines klar geworden. Gabriel war nicht tot. Wenn ein Erzengel schwer verwundet wurde, löste er einen Komaartigen Zustand aus, in dem er in einen Raum zwischen Wirklichkeit und Gottes Reich schwebte. Dort verweilte er, bis sich sein Körper wieder vollends erholt hatte. Danach würde er mit voll funktionsfähigen Fähigkeiten zurückkommen, so stark wie am ersten Tag auf Erden. Ich hatte etwas ähnliches noch nie erlebt, doch Michael berichtete von einem Vorfall, als er stark verwundet wurde und zwischen Tod und Leben schwankte. Es hatte ihn gerettet, doch er betonte immer wieder, dass es beinahe unerträglich gewesen war. Er hatte seine komplette Vergangenheit wiederlebt, erst danach erwachte er. So eine „Wiedergeburt“, wie er es nannte, konnte bis zu 2 Wochen andauern. Solange hatte Mia nun schon getrauert. Bald wäre Gabriel wieder hier und könnte uns allen maßlos auf die Eier gehen.