The Murdock Files (Storysammlung)

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
"Howlin' Mad" Murdock Bosco "B.A." Baracus Frankie "Dishpan" Santana John "Hannibal" Smith Templeton "Face" Peck
05.08.2014
29.10.2017
6
14.938
2
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Dieses Kapitel
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05.08.2014 1.490
 
Titel: Babyalarm!
Autor: Lady Charena (Juli 2014)
Fandom: The A-Team
Episode: Season 5
Wörter: 1487
Charaktere: HM Murdock, John Hannibal Smith, Templeton Face Peck, BA Baracus, Frankie Santana, andere erwähnt
Rating: gen, pg, Humor
Beta: T’Len

Summe: Murdock sieht sich unerwartet mit Vaterpflichten konfrontiert und sucht Rat, sowie Unterstützung, bei seinen Freunden.

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.






„Wo steckt Face?“ waren Murdocks erste Worte, als er ins Haus stürmte.

Hannibal sah ihn an. „Er und Frankie versuchen... waren es dieses Mal Abel 11 und Abel 3, BA?... zum Dinner auszuführen.“

BA gab ein Knurren von sich, das deutlich machte, was er davon hielt, dass Face und Santana mit ihren weiblichen Gefängniswächtern flirteten. Eine Ansicht, die Stockwell teilte, die aber offenbar sein Vertrauen in die weiblichen Abel nicht erschütterte.

„Nein, Colonel, das glaube ich nicht. Abel 11 und Abel 3 sind die Typen mit dem militärischen Haarschnitt und den schlechtsitzenden Anzügen. Nicht ganz nach Face' Geschmack.“ Der schlaksige Pilot warf sich neben BA auf die Couch und sah mit runden, feuchten Hundeaugen zu dem großen Mann hoch. „Wenn Face nicht da ist, kann ich mit dir sprechen, Großer? Ich brauche jetzt den seelischen Beistand meiner Freunde.“

BA stand grollend auf. „Ich habe noch etwas zu erledigen.“ Er verließ eilig das Wohnzimmer.

Hannibal zündete eine frische Zigarre an. „Ist etwas passiert, Murdock?“, fragte er ruhig. Der jüngere Mann mochte als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden sein, aber das hieß nicht, dass er nicht seine größeren und kleineren Krisen hatte. Hannibal lehnte sich zurück und fasste sich in Geduld. Er musste nicht lange warten.

„Roger ist kein Roger“, verkündete Murdock düster.

Ah, eine Hamsterkrise. Es war offenbar ernster als er dachte. „Ach wirklich?“ Hannibal hob amüsiert die Augenbrauen. „Was ist er dann?“

„Das ist es eben. Er ist kein...“ Murdock seufzte. „...kein ER. Roger ist... eher eine... Ro… Rosine.“

„Ich verstehe nicht ganz, wie ein Hamster eine getrocknete Weintraube sein kann, Murdock.“

„Nicht so eine Rosine, Colonel.“ Der Pilot sprang auf und begann im Wohnzimmer auf und ab zu tigern. „Er ist eine Sie. Roger hat heute Morgen Babys bekommen und ich weiß nicht, wie das passieren konnte.“

Hannibal lachte um die Zigarre in seinem Mund herum. „Murdock, du erwartest hoffentlich nicht, dass ich jetzt mit dir dieses gewisse Gespräch über die Blumen und die Bienen führe.“

Murdock sah ihn mit einem so entsetzten Gesichtsausdruck an, dass dem Colonel die Zigarre vor Lachen aus dem Mund fiel. Er klopfte hastig die Asche von seiner Hose, und pickte die Zigarre auf, bevor sie ein Loch in den Sessel brannte.

„Ich meine… Roger… war… ist… ein Einzelhamster. Man braucht zwei Hamster, um…“ Mit einer hilflosen Geste ließ sich der Pilot wieder auf die Couch fallen, die langen Beine vor sich ausgestreckt und kickte dabei fast den Couchtisch um.

„Murdock, hat Erica vielleicht auch einen Hamster?“, fragte der Colonel. Er versuchte das Ganze ernster zu nehmen, denn der jüngere Mann war wirklich aufgebracht. Das neue Leben, das sich Murdock außerhalb der sicheren Mauern des Veteranenkrankenhauses aufgebaut hatte, war fragil. Er versuchte einen Job zu halten – nicht einfach, da er oft alles stehen und liegen lassen musste, um sie auf eine Mission zu begleiten, obwohl er dafür von Stockwell nichts bekam – um die Miete für seine kleine Wohnung zu bezahlen; und hatte sich mit seiner Nachbarin Erica angefreundet.

„Ja. Ich habe ihn ihr geschenkt, als Dankeschön, dass sie auf Roger aufpasst, wenn ich mit euch unterwegs bin.“ Murdock sah auf. „Er heißt Doger.“

„Natürlich heißt er so“, entgegnete Hannibal trocken. „Und ist es möglich, dass Erica bei einer dieser Gelegenheiten Roger mit in ihre Wohnung genommen hat?“

„Das könnte sein. Vielleicht damit er sich nicht so alleine fühlt…“ Murdock kniff die Augen zusammen. „Du denkst, Doger ist…?“

„Nun, ich gebe zu, Face ist unser ortsansässiger Experte für Romanzen, aber… zwei einsame Hamster, die sich einen Teller leckeres Hamsterfutter teilen, in einem kuscheligen Käfig…“ Hannibal grinste. „Du kannst dir vorstellen, worauf ich hinaus will.“

„Oh, Colonel.“ Der Pilot seufzte. „Jetzt ist Roger eine alleinerziehende Mutter. Mit vier Babys! Was soll ich nur machen?“

„Nun, so weit ich das sehe, kommst du gut dabei weg. Du musst keine Windeln wechseln und auch nicht in der Nacht aufstehen, um ihnen ein Fläschchen zu geben.“

„Aber wie soll ich fünf Hamster ernähren? Und mich um sie kümmern, ich muss doch arbeiten und was ist, wenn ich mit euch unterwegs bin?“ Murdock schüttelte den Kopf. „Das kann ich Erica nicht zumuten.“

Hannibal stand auf und klopfte ihm auf die Schulter. „Du musst sie nicht alle behalten. Ich bin sicher du findest schnell ein gutes Zuhause für die Kleinen, wenn sie alt genug dafür sind. Du kannst Poster aufhängen, und dich in der Nachbarschaft umhören. Ich würde allerdings Stockwell nicht fragen. Im Jet ist zwar Platz genug, aber er wäre ein schlechter Einfluss. Ich denke wir können das nicht mit unserem Gewissen vereinbaren.“

„Stimmt. Seine Hunde sind genauso unfreundlich wie er.“ Murdock sah lächelnd zum Colonel auf. „Danke, Hannibal. Ich fühle mich schon viel besser.“

„Jederzeit, Captain.“ Hannibal kehrte zufrieden in seinen Sessel zurück und griff nach der Zeitung. Krise abgewendet.

Murdock sprang wieder auf. „Ich höre ein Auto, denkst du, das ist Face? Ich will ihm die gute Neuigkeit mitteilen.“

Hannibal warf einen Blick auf seine Armbanduhr. „Etwas früh“, bemerkte er. „Abel 11 und 3 – oder welche Nummern es auch immer waren - haben wohl aufs Dessert verzichtet.“

Ein paar Minuten später betraten Face und Frankie das Wohnzimmer, vertieft in eine Unterhaltung über ihre jeweiligen Erfolge – oder Misserfolge – bei diversen weiblichen Abel.

Face wandte sich Murdock zu, um den Freund zu begrüßen. Er sah fragend zu Hannibal, als ihm der Pilot um den Hals fiel und ihn enthusiastisch umarmte. „Ähem, ist etwas passiert?“, fragte er und klopfte Murdock ein paar Mal auf den Rücken.

„Du bist Onkel, Facey“, verkündete Murdock. „Es sind Vierlinge.“

„Onkel?“, echoten Frankie und BA, der eben zurück ins Wohnzimmer kam, ein Sandwich in der einen Hand, ein Glas Milch in der anderen.

„Murdock, du alter Hund, du bist Vater von Vierlingen geworden?“, fragte Frankie grinsend. „Wieso hast du uns nichts gesagt? Wer ist die glückliche Mutter?“

„Roger.“

„Hey, warte.“ Face legte einen Arm um Murdocks Schultern. „Roger? Wie in… dein Hamster Roger?“

„Ja.“ Murdock grinste. „Was denkst du, wie überrascht ich erst war!“

„Aber ich dachte Roger wäre ein Männchen?“, wandte Face ein.

„Hehe. Eine Frau direkt vor deiner Nase, Lieutenant, und du hast sie nicht erkannt“, stichelte Hannibal.

„Ich bin kein Spezialist für Nagetiere, vielen Dank, Hannibal“, verteidigte sich Face.

„Moment mal, wenn Roger die Mutter ist, wer ist dann der Vater?“, fragte Frankie.

„Doger, natürlich“, erwiderte Murdock.

„Natürlich“, brummte Frankie und warf sich auf die Couch, die Beine auf dem Tisch platzierend, was ihm einen strengen Blick von BA einbrachte. Er packte die Füße schleunigst auf den Boden und BA wischte den Tisch mit einem Bandana ab, das er aus der Tasche gezogen hatte, bevor er sein Glas dort abstellte.

„Aber ich bin der Pflegevater der Babys“, verkündete Murdock freudestrahlend.

Frankie beugte sich zu BA. „Wer ist Doger?“

„Ericas Hamster“, erklärte Hannibal, über den Rand seiner Zeitung blickend.

BA knurrte nur etwas Unverständliches über Spinner und Ungeziefer. Offenbar fand sich in ihm kein potentieller Hamsterbesitzer.

„Vierlinge, hm?“ Face klopfte ihm auf die Schulter. „Das klingt nach viel Arbeit. Vielleicht solltest du darüber nachdenken, eine Nanny für sie zu engagieren.“

„Face.“ Trotz des amüsierten Untertons machte Hannibals Blick deutlich, dass er das nicht für witzig hielt.

„Willst du nicht einen davon adoptieren, Facey?“, fragte Murdock. „Du könntest ihm beibringen, wie man sich elegant anzieht, und welchen Wein man zu Pellets trinkt. Obwohl ich nicht weiß, wo man so winzige Krawatten finden könnte…“ Er legte die Stirn in Grübelfalten.

„Weißt du was, ich fahre dich jetzt nach Hause.“ Face, immer noch den Arm um die Schultern des Piloten, manövrierte ihn Richtung Tür. „Und auf dem Weg dorthin erkläre ich dir genau, wieso ich keinen Hamster adoptieren werde. Sag: Gute Nacht, Jungs.“

„Gute Nacht, Jungs“, rief Murdock mit einem Winken und ließ sich bereitwillig aus dem Wohnzimmer führen.

„Nacht, Murdock!“ Frankie sprang auf. „All dieses Gerede über Hamster hat mich hungrig gemacht. Will sonst noch jemand ein Sandwich?“

Hannibal winkte ab. BA schenkte sich eine Antwort.

Frankie zuckte mit den Schultern und verschwand in die Küche. Immerhin waren sie mit den Abel nicht über die Vorspeise hinaus gekommen, bevor Stockwells Agentinnen beschlossen, den Abend zu beenden.

Er schüttelte den Kopf, während er den Inhalt des Kühlschranks inspizierte. Face tat ihm fast leid. Frankie mochte den Piloten noch nicht so lange kennen wie der Rest der Truppe, aber er wusste, wie Murdock war, wenn sich sein Gehirn auf ein Thema eingefahren hatte. Hamster! Er griff nach einem Glas mit Majonäse. Mann, es wurde hier wirklich nie langweilig!


Ende
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