Wer Wind sät...

GeschichteKrimi, Freundschaft / P12
Chin Ho Kelly Danny "Danno" Williams Grace Williams Kona "Kono" Kalakaua Rachel Steve McGarrett
02.08.2014
23.03.2020
29
40.429
15
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Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
02.08.2014 941
 
Arbeitstitel: Hetzjagd

Wie immer: Ich habe (leider immernoch nicht) irgendwelche Rechte an Hawaii Five O mit all seinen Charakteren! Ich leihe sie mir für die Story nur aus! Und gebe sie brav jeden Tag wieder zurück ;-)
Ich gebe mir viel Mühe, wer trotzdem Rechtschreib- und Grammatikfehler findet – wie immer: sorry!
Die Rechte an neuerfunden Charas und meinem Gedankengut (also der Grundstory, in welcher unsere Helden agieren) liegen bei mir ;-)

Und nun: Viel Spaß!



>>…An alle Einsatzkräfte: Banküberfall mit Geiselnahme. Nähe Irwin Park, Aloha Tower Drive. First-Europe Bank. Äußerste Vorsicht; Geiselnehmer sind bewaffnet! Achtung Schusswaffengebrauch. Ich wiederhole: Geiselnehmer sind bewaffnet, es wird geschossen!<<

Ziemlich erledigt, aber mit nicht minder erhitzten Gemütern trat das Five O Team, zeitgleich mit dem Funkspruch des HPD, durch die Glastür ihres Hauptquartier.
Kono Kalakaua hatte die längliche schwarze Tasche mit ihrem Snipergewehr geschultert und streifte sich mit einem sehr aussagekräftigen Blick in Richtung Chin eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht.
Ihr Cousin zuckte nur unmerklich mit den Schultern und ging in Richtung Waffenschrank. Steve McGarrett folgte mit seiner Ausrüstung. Dort angekommen, legte der Teamleader seine Waffen und die Magazine zuerst auf den kleinen Tisch und entledigte sich dann seiner Weste.
Danny stand in einiger Entfernung abwartend in der Mitte der Halle und hatte mit grantigem Gesicht seine Hände auf den Hüften aufgestützt. Bis vor guten 30 Sekunden hatte er noch ohne Unterbrechung mit seinem besten Freund diskutiert und gerade schien es so, als würde er sich endlich wieder beruhigen – diese Hoffnung hatten zumindest seine drei Kollegen.

„Mehr hast du dazu nicht zu sagen?“, polterte er erneut los.
Steve hielt in seiner Bewegung inne, hob abschätzend die Hand und drehte sich halbherzig in Richtung seines Partners. „Danny, was willst du denn noch?“
Sein Gegenüber kniff die Augen zusammen und beugte sich ein Stück vor. „Was ich noch will? Sag mal…haben dir deine vielen Rauchbomben das Gehirn vernebelt? Ich…oder…“ Er hob den Arm und machte eine auslandende Bewegung. „…vielleicht auch der Rest deines Teams, hätte gerne mal einen ganz normalen Einsatz! Ok? Einen ganz NORMALEN Einsatz, bei dem wir nicht um dein und-oder unser Leben bangen müssen!“
Chin und Kono waren die zunehmenden Hinweise auf das drohende Aneurysmagesicht ihres Chefs nicht entgangen und ihr blonder Kollege kannte es ebenfalls, und dessen Auswirkungen, auch nur zu gut, aber heute schien er es großzügig zu übersehen.
„Es ging doch alles glatt!“ Steve knallte das leere Magazin neben seiner Waffe auf den Tisch.
„Ja! Wieder mal. Aber irgendwann haben du, Kono, Chin oder ich vielleicht nicht mehr so viel Glück!“
„Wir sind nun mal keine Nachbarschaftswache, welche sich um illegale Müllverbrennung im Vorgarten oder falsch geparkte Autos kümmert! Und wir schießen nun mal auch nicht mit Wattebällchen!“
Danny klappte der Unterkiefer herunter und er brauchte ein paar Sekunden, um sich zu berappeln. „Das habe ich auch nicht behauptet, verdammt! Aber ich habe eine Tochter und ich würde gerne noch ein paar Jahre für sie da sein! Ich weiß auch, dass unser Job Risiken und Gefahren mit sich bringt, komm mir also nicht so, herrgott nochmal! Aber du…du bist wie ein Magnet! Wie kann man Schießereien und durchgedrehten Typen denn nur so anziehen? Du gehst immer ein unnötiges Risiko ein und meist müssen wir es dann ausbaden?“
Steve reichte Chin die Patronenschachtel zurück. „Wann müsst ihr, oder wohl besser du, es denn ausbaden?“
„Wenn den Gangstern deine Extratouren mal wieder nicht passen und uns ihre bleihaltige Antwort um die Ohren fliegt! Können wir nicht einmal einen Einsatz oder einen Zugriff nach Vorschrift machen? So wie es Polizeieinheiten auf der ganzen Welt praktizieren!“
„Was regst du dich eigentlich so auf? Hat Rachel dir wieder einen Strich durch deine Wochenend-Planung gemacht?“
Danny beschloss den letzten Satz zu überhören und fuhr sich stattdessen nur mit einer Hand gereizt durch die Haare. „Er kapiert es nicht!“ Sein Blick wanderte zu Kono, die sich wissentlich aus der Diskussion heraushielt.
So langsam fühlte sie sich jedoch auch unwohl in ihrer Haut, da solche Reibereien zwischen den Beiden eigentlich nicht sonderlich lange anhielten und im Guten beendet wurden. Heute aber sah es gar nicht danach aus.
„Ich hab allen Grund mich aufzuregen! Ich musste vorhin wieder dein Nicht-Abwarten ausbaden und habe es echt satt! Ich möchte mich nicht vor jedem Einsatz von Grace verabschieden, aber seit ich dich kenne, sollte ich das besser tun…“
Steve verschränkte die Arme vor der Brust und blieb abwartend stehen. „Wir sind eine der besten TaskForce-Einheiten von Hawaii. Warum wohl, Danny? Was soll ich deiner Meinung nach denn ändern?“
Lange Sekunden herrschte eine erdrückende Stille und selbst Chin hielt abwartend den Atem an. Die Augen der Beiden Nichtinvolvierten huschten zwischen den Streithähnen hin und her.
Danny holte tief Luft, presste seine Lippen aufeinander und meinte schließlich mit leiser enttäuschter Stimme: „Wenn du das nicht weißt, mein Freund, ist es wohl erstmal besser, das Gespräch hier zu beenden…“
Bevor Steve etwas erwidern oder Kono ihn aufhalten konnte, machte der Detective auf dem Absatz kehrt und ging den Flur entlang zurück zur Glastür.

Die Sonne stand schon tief an diesem späten Mittwochnachmittag. Danny stieß einen hörbaren und recht wütenden Atemzug aus, pfefferte sein Holster samt Waffe ins Handschuhfach des Camaro und auch sein Handy kam genervt hinterher geflogen.
Einen winzigen Augenblick überlegte er, wohin er jetzt fahren sollte; Stan hatte eine kleine Kreuzfahrt gebucht und wollte heute Abend mit Rachel und Grace das Schiff besteigen. Sein geliebtes Äffchen konnte er also vorerst nicht tröstend in die Arme schließen. Nach Hause? In eine leere Wohnung?
Danny schüttelte trotzig den Kopf, startete den Sportwagen und jagte mit aufheulendem Motor vom Parkplatz.


~*~ Fortsetzung folgt...
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