Drachenblut

von Exita
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
02.08.2014
18.04.2015
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Drachenblut


Kapitel 1


Hallo...wie versprochen ohne lange Wartezeit eine neue Geschichte...viel Spaß!
Und Leute...schreibt doch ein paar Zeilen...ich freue mich immer. LG Exita



Die Fee flog sehr niedrig und langsam über die grüne Wiese, ihre langen blonden Haaren umschmeichelten sie, während ihre bunten Flügel schnell flatterten, als sie ein paar der schönen bunten Blumen pflückte. Ein kleines Wäldchen versperrte ihr den Weg zur nächsten Wiese, die am großen See aufhörte. Kleine bunte Schmetterlinge flogen über die Blumen, das Wetter war warm und sonnig, wie die meiste Zeit, außer in den Wintermonaten.

Sie landete und ging ein Stück durch das Wäldchen, kam an der anderen Seite heraus und flog wieder niedrig über die Wiese. In nicht so weiter Ferne standen zwei Drachen am Ufer des Sees und sie lächelte, flog darauf zu. Ohne Angst oder Panik, als sie näher kam und die Drachen immer größer wurden. Sie waren nicht die größten Drachen, aber sie fand, das sie eine optimale Größe hatten. Der schwarze Drache, der so groß wie ein etwas höherer Baum war und etwas größer als der weiße Drache, schaute sich um und sagte etwas zu dem kleineren Drachen, der jetzt auch in ihre Richtung sah.

Die Fee landete vor ihnen und sagte erfreut

„Hallo, ihr beiden...wollt ihr schwimmen?“

„Nein, Fiola“, sagte der weiße Drache, er war weiblich „Wir machen hier nur eine Pause...wir sind zusammen geflogen, Vater meinte, das ich noch etwas mit Merlin üben muss. Du weißt ja, wir gehen bald in die Drachenflugschule und bekommen unseren Drachenreiter.“

Dieses schöne Land war ihre Heimat...Elarios, ein Land in dem so ziemlich alle mystischen Wesen lebten, die Magie hatten...in Frieden und Harmonie. Ihr König war zwar ein Mensch, aber auch die Menschen lebten hier, zumindest zum Teil. Sie waren, was Magie anging, in der Unterzahl, doch einige von ihnen waren Zauberer, aber nicht sehr viele. Die meisten hatten so kleine Zauber drauf, richtige Magiere waren eher selten.

Die Zwerge, die in den Bergen, aber tief unter der Erde lebten, hatten ihre Magie, die sich sehr unterschied, was die Magie der Feen anging. Die weißen Hexen, denn dunkle Hexen war es nicht erlaubt in Elarios zu leben...zogen ihre Magie aus der Natur und harmonierten mit ihr in einem perfekten Einklang. Und dann gab es noch die Drachen, die teils in den roten Bergen lebten...ihre Magie bestand daraus, das sie sich in Menschen verwandeln konnten und unterschiedliche Fähigkeiten hatten.

Die Städte waren groß und prächtig, wurden überwiegend von Menschen bewohnt, doch alle Arten konnten dort aus und ein gehen. Sie waren alle unterschiedliche vielfältige Wesen, die in Frieden zusammen in diesem Reich lebten...jeder auf seine Art.

Zara war Merlins kleine Schwester und ein Eisdrache wie ihre Mutter, die ihren Vater kennengelernt hatte, als er einen Auftrag im Norden hatte. Ihre Art lebte tief im Norden, im ewigen Eis und so kam sie mit ihrem Vater in sein Reich, weil sie sich liebten. Sein Vater war ein Feuerdrache, sowie Merlin auch und genauso schwarz wie er, denn es gab auch andere Farben, aber anscheinend hatte Merlin all die Eigenschaften von seinem Vater geerbt, sowie Zara alles von ihrer Mutter hatte.

Die Drachen dienten seiner Majestät, sie dienten in seiner Armee, denn so friedlich dieses Reich auch war, so war es weiter südlich und nördlich nicht. Hier lebten die Gnome, dunkle Hexen und Trolle. Ihr Reich war dunkel und bösartig, ihr Herrscher ein dunkler Zauberer, der alles hasste, was schön war. Er regierte mit Grausamkeit und Härte im Norden, hatte dort sein dunkles Reich erbaut und sah mit Argwohn zu Elarios. Er hasste dieses Reich und würde es gern zu einem der seinen machen. Seine Norddrachen waren größer und absolut bösartig, ihr Element war keines, sie konnten eine Art Säure spuken, die sich sofort in die Haut fraß und große Verletzungen brachte.

Auf der anderen Seite, im Süden lag das Wüstenreich Maskar. Hier lebten die Saris, Wesen, die schaurig anzusehen waren und die in der Wüste lebten, meistens unter der Erde. Sie hatten keine Drachen, aber ihre Reittiere waren groß, gefährlich und Fleischfresser. Auch ihre Rudeln, die eine Mischung aus Wolf und Leopard waren, sollte man aus dem Weg gehen.

Und Elarios lag mittendrin...ein schönes friedliches Reich, in dem alle in Harmonie lebten. Und da beide Seiten nur auf den Augenblick warteten, ihren König zu stürzen und das Reich zu annektieren...mussten sie eine Verteidigung haben. Und ihre Verteidigung waren die Drachen und ihre Drachenreiter, sowie Truppen am Boden, die aus den unterschiedlichsten Wesen bestand. Zwerge, Feen und Menschen dienten in ihr.

Die Drachenreiter waren wieder ein ganz anderes Volk. Sie lebten östlich in den Steppen und waren eine außergewöhnliche Rasse. Sie sahen aus wie Menschen, mit dem Merkmal, das alle blond waren und blaue Augen hatten...und sie lebten sehr viel länger als normale Menschen. Eine Legende erzählt, das einige von ihnen, Menschen verraten hatten und ein mächtiger Zauberer sie strafte, indem er sie in die Steppen verbannte und ihnen alle die gleichen Merkmale gab, damit man erkannte, wer sie waren. Er nahm ihnen die normale Sterblichkeit und verdammte sie dazu Jahrhunderte zu leben, damit sie aus ihren Fehlern lernten. Sie waren eine außergewöhnliche Rasse, menschlich und doch wieder nicht, weil sie so lange lebten und die einzigen, die einen Drachen in halsbrecherischen Manöver fliegen konnten ohne sich zu Tode zu stürzten. Sie hatten das im Blut, mit Drachen zu fliegen.

Niemand wusste, was an dieser Legende wahr war, aber sie boten ihrem König Loyalität an und waren bereit in der Armee zu dienen. Ihr Führer sagte, das sie sühnen mussten, für was auch immer.

Und es war eine Ehre, in der Armee zu dienen und jede Drachenfamilie war stolz, wenn ein Sohn oder eine Tochter in diese eintrat, wenn sie die Ausbildung beendet hatten. Merlins Vater war einer der führenden Drachen und schon fast legendär. Er hatte damals in den Trollkriegen gekämpft und war sehr stolz, das seine Tochter und sein Sohn in der Schule aufgenommen wurden.

Sie würden in zwei Wochen in die Drachenflugschule gehen, in der sie Kriegsmanöver und halbrecherische Stunts lernten, auch strategisch klug zu fliegen. Dort bekamen sie auch ihren Drachenreiter zugewiesen, der für immer und ewig mit ihnen verbunden war. Beide, Merlin wie Zara wollten ihren Vater nicht enttäuschen.

„Ach, kommt schon...ein kleines Bad wäre doch nicht schlecht an einem so schönen Tag. Meine Schwester wollte nicht mitgehen und allein macht es keinen Spaß“, sagte Fiola und legte ihren Schmollmund auf. Zara sah zu ihrem Bruder, der unwillig den Kopf schüttelte

„Vater sagte, ich soll mit dir fliegen üben und nicht schwimmen.“

„Komm schon, Merlin...sie hat recht. Ein kleines Bad schadet uns doch nicht und Vater ist nicht hier“, sagte sie und klimperte mit ihren blauen Drachenaugen. Merlin seufzte

„Wieso kann ich dir nie etwas abschlagen?“

„Weil ich deine kleine, süße Schwester bin“, sagte sie amüsiert und war in gleißendes Licht gehüllt, als sie sich verwandelte.

Vor Fiola stand eine junge hübsche Frau mit schneeweißem langen Haar, schlank und mit blauen Augen. Sie sah zu Merlin, der wieder seufzte und sich auch verwandelte. Er war groß, schwarzes lockiges Haar und grüneblaue Augen, die auch nur blau schimmerten, je nachdem in welcher Stimmung er war. Auch er war schlank, schon fast schlaksig, weil er so groß war. Fiola ging ihm gerade mal bis zu den Schultern.

Nacktheit war für die Drachen nichts Besonderes, durch ihre Fähigkeit, sich zu verwandeln, waren sie das öfter und normal für sie. Auch für die anderen Wesen, ausgenommen Menschen und Zwerge, war das auch nicht so ausschlaggebend, denn Fiola, obwohl weiblich...interessierte das auch nicht so sehr, obwohl sie einen Blick auf Merlin warf, dann aber lief sie in den See, ihre Flügel dicht an ihrem Körper und drehte sich um, rief lachend


„Kommt schon...oder seid ihr wasserscheu.“

Beide liefen ins Wasser und ließen sich lachend hineinfallen.


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Zwei Stunden später betraten sie ihre Höhle in den roten Bergen, nachdem sie sich zuvor draußen verwandelt und etwas angezogen hatten, was immer in einer kleinen Nische vor der Tür lag. Ihre Mutter mochte es nicht, wenn sie zu spät zum Abendessen kamen oder nackt herumliefen. Die Stadt war zwar weit weg, aber für Drachen, die flogen nicht. Ihr Vater, Kristan, in seiner menschlichen Form groß und auch dunkelhaarig sah auf. Er saß in einem Sessel und las etwas. Er sah immer noch sehr gut aus...Drachen wurden sehr alt, der Älteste wurde tausend Jahre alt.

„Ihr kommt gerade richtig...das Essen ist gleich fertig“, sagte ihre Mutter.

Nanita hatte auch die weißen Haare wie Zara, nur etwas kürzer, auch ihre Augen blau...Eisdrachen eben. Sie konnten mit ihrem Atem alles zu Eis erstarren lassen. Sie aßen meistens in ihrer menschlichen Form, obwohl sie auch jagten...Wild gab es genug. Aber ihre Mutter mochte es nicht, wenn sie die toten Tiere hier anschleppten, sie war kein Mensch, aber lebte gerne wie einer. Ihre Höhle war groß, groß genug, um auch als Drache dort zu leben, aber ihr Wohnabteil eher für menschliche Bedürfnisse.

Sie setzten sich an den Tisch, auch ihr Vater, der sie jetzt beide musterte, während ihre Mutter das Fleischgericht servierte. Natürlich gab es immer Fleisch, denn auch wenn sie aussahen wie Menschen...waren sie doch Drachen und Fleischesser.

„Wie war denn die Übungsstunde?“, wollte ihr Vater wissen. Er war streng und durch und durch Soldat...nun ja...Drachensoldat. Er war zweihundertzehn Jahre alt und sein Drachenreiter ungefähr genauso alt. Merlin und Zara kannten ihn nicht...er traf ihn immer in der millitärischen Einrichtung in der Stadt.

„Gut“, sagte Zara.

„Und wo seid ihr herumgeflogen?“

„Ach...dort und da...du weißt ja“, antwortete sie. Alle waren angezogen, denn ihre Mutter schätzte es nicht, wenn sie nackt am Tisch saßen. Vater sagte immer, das sie zuviel Zeit mit Menschen verbrachte und ihre Angewohnheiten annahm, denn ihre Freundinnen waren alle menschlich oder Feen, auch Drachen.

„Auch über den See?“, fragte Kristan.

„Kann sein, das wir ihn überflogen haben“, sagte jetzt Merlin und steckte sich ein Stück Fleisch in den Mund.

„Nur überflogen?“, fragte jetzt wieder ihr Vater, ohne sie anzusehen.

„Was willst du denn wissen...immer diese Herumrederei“, sagte ihre Mutter zu ihm „Frag doch nicht so drum herum.“

Er legte die Gabel weg und sah sie an, sein Gesicht grimmig

„Ich möchte, das sie mit der Sprache herausrücken, denn sie waren schwimmen...ich kann das Seewasser an ihnen riechen“, sagte er jetzt und sah zu den beiden „Ihr seid Drachen und ich dachte wirklich, ihr wärd schlauer. Wenn ihr schon im See schwimmt, dann solltet ihr dafür sorgen, das ich es nicht rieche.“

Die Geschwister sahen sich kurz an und Merlin schluckte.

„Das war nicht Merlins Schuld, ich wollte schwimmen. Wir trafen Fiola am See und es war so warm.“

„Und nur, weil die Fee schwimmen wollte...wolltet ihr das auch? Ich sagte...Flugübungen, in zwei Wochen geht ihr in die Schule. Ich will mich nicht für meine Kinder schämen, die nicht in der Lage sind, sich normal in der Luft zu bewegen.“

„Kristan...du siehst das mal wieder zu eng, noch sind sie nicht in der Schule...lass sie doch. Ich bin sicher, das sie auch fliegen geübt haben. Und Merlin beherrscht das Fliegen, das weißt du.“

„Aber Zara ist noch unsicher...deshalb sollte er ihr das zeigen.“

Er wandte sich an Merlin

„Du solltest das befolgen, was ich sage. Auch das musst du lernen, denn es nützt nichts, wenn dein Ausbilder etwas sagt und du denkst...ist mir doch egal. Ihr werdet Soldaten sein und im Ernstfall müsst ihr unser Reich verteidigen, das nicht aus schwimmen und Spaß besteht.“

„Ja, Vater.“

„Deine Schwester auch...auch wenn sie jünger ist, als du. Ich will so etwas nicht nochmal erleben, verstanden? Wenn ich sage...Flugübungen, dann fliegt ihr gefälligst.“

Sie nickten und Kristan musterte seinen Sohn. Er sah in menschlicher Gestalt wie ein dreiundzwanzigjähriger Mann aus und er sah so gut in menschlicher Form aus, wie als Drache, seine Schwester ähnlich, sie war zwanzig, ihr Ei wurde drei Jahre später geboren. Drachen bekamen Eier, aus denen nach einiger Zeit die Jungen schlüpften, die ihre Drachengestalt behielten, bis sie sechs Jahre waren, dann erst konnten sie sich verwandeln. Fliegen kam noch später, mit sechzehn, deshalb musste Zara noch üben, sie flog noch nicht so lange.

Will kam herein, Merlins Freund, der drei Höhlen weiter wohnte. Sie waren fast gleichalt und immer zusammen gewesen. Was sein Vater auf keinen Fall wissen durfte, das er und Will sich etwas anders auch kannten. Drachen kamen mit achtzehn in die sexuelle Phase und beide hatten das an sich ausprobiert. Merlin hatte sehr schnell gemerkt, das ihn das männliche Geschlecht eher anzog, als das weibliche. Und so kam es, wie es kommen musste, denn Will war ähnlich wie er und sie hatten herumgemacht. Aber noch nicht so richtig...nicht so, wie es die Menschen taten, denn bei ihnen gab es das öfter.

Sein Vater würde ihn töten, wenn er es jemals herausfand...für ihn waren schon die Menschen abartig, die einen gleichgeschlechtlichen Partner hatten. In keiner Spezies gab es so etwas, außer bei den Menschen...nicht die Feen und nicht die Zwerge, auch nicht bei den Drachen...bis auf Merlin und Will. Doch dieser schaute auch nach den Mädchen...Merlin auch, aber männliche Wesen mochte er mehr. Wie seine Mutter darüber dachte, wusste er nicht und fand, das es auf jeden Fall besser war, wenn es beide nie herausfinden würden.

„Hey, Merlin...gehen wir ein wenig an den Wasserfall?“, fragte Will.

„Klar doch, bin fertig mit essen“, sagte er und stand auf. Sie trafen sich öfter am Abend am Wasserfall, Drachen, alle so in ihrem Alter und sprachen, machten Spaß, wie jede andere junge Rasse. Sie verließen die Höhle, doch sein Vater rief ihm nach

„Du bleibst nicht so lange.“

Merlin verdrehte die Augen...Himmel, er war froh, wenn er in der Schule war, denn sie würden dort auch wohnen. Merlin sah zu Will, der leise seufzte und wohl das Gleiche dachte.

Beide konnten nicht erwarten, aus den Höhlen herauszukommen.


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Zwei Wochen später machten sie sich bereit, in die Schule zu fliegen. Sie lag hoch in den einsamen Bergen, deren Name wirklich passte, denn dort war sonst nichts. Nichts, außer die Schule, die auf und in dem Berg war. Sie war groß...ungefähr vierzig Drachen und auch vierzig angehende Drachenreiter würden dort eine vierjährige Ausbildung machen. Die Schule war auf Humanoiden ausgelegt, das hieß...verwandeln ging nur außerhalb der Schule, denn drinnen hätten sie kein Platz. Sechzehn waren abgegangen und so viele durften jetzt wieder in die Schule, darunter Merlin, Zara und Will.

„Habt ihr alles?“, fragte ihre Mutter.

„Sie brauchen nichts...die Kleider habe ich schon dort hin geschickt, alles andere hat die Schule“, antwortete ihr Vater.

Ihre Mutter küsste und umarmte sie beide, sie würden allein dorthin fliegen. Aber manchmal würde ihr Vater nach den Ergebnisse fragen, das wussten beide und natürlich durften sie auch mal nach Hause zu Besuch. Aber ansonsten waren sie dort in der Schule. Später, wenn sie die Schule abgeschlossen hatten und sie ein Teil der Armee waren, konnten sie nach Hause, aber ihr Vater blieb auch oft in der Stadt. Sie zogen sich aus und drehten sich um, gingen zum Ausgang, davor ein Plateau.

Beide verwandelten sich und sahen zurück zu ihren Eltern

„Merlin, pass auf deine Schwester auf und ich will keine Klagen hören, verstanden?“

„Ja, Vater.“

Dann erhoben sich die Geschwister in die Luft, ein dritter Drache gesellte sich zu ihnen.Will war ein brauner Drache, sein Vater war so und seine Mutter auch. Auch sein Vater millitärisch streng und alle drei waren froh, wegzukommen.


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Sie hatten einen weiten Weg, denn die Schule lag in den Bergen, am anderen Ende des Reiches. Merlin flog neben Zara und Will auf der anderen Seite.

„Zara, nütze die Aufwinde, sonst wirst du schnell müde“, sagte er zu ihr.

„Wie denn...ich weiß einfach nicht, wie ich sie optimal nutze.“

Will sah zu Merlin, der leicht den Kopf schüttelte. Er war nicht einverstanden gewesen, das seine Schwester schon in diese Drachenflugschule ging, er fand...sie war zu jung. Aber sein Vater sagte, das Drachen ab zwanzig in die Schule mussten und er sich sehr eingesetzt hatte, damit sie beide aufgenommen wurden. Da nur sechzehn abgegangen waren und die Nachfrage groß...war er sehr froh, das sie beide angenommen wurden.

„Es ist ganz einfach“, sagte Will.

„Ihr habt leicht reden“, meinte sie nur.

Nach einer endlosen Zeit stiegen sie höher und flogen auf die Berge zu und dann sahen sie die Schule. Sie war groß, in den Fels gehauen, teils draußen, aber die Räume waren innen. Von den Fenstern und Balkone ging es hunderte von Metern nach unten, nun...wer hier Höhenangst hatte, war fehl am Platz. Doch Drachen und Höhenangst vereinbarte sich nicht, doch es arbeiteten auch Menschen dort und natürlich Drachenreiter, die jetzt Ausbilder waren.

Als sie fast oben waren, sahen sie jemanden auf einem großen Plateau stehen und mit einer roten Fahne winken. Sie setzten zur Landung an und der Mann, ein Offizier sagte

„Neue eingeschriebene Drachen?“

Sie nickten.

„Name?“

„Merlin und Zara aus dem Hause Kristan“, antwortete Merlin „Und Will...aus dem Hause Taron.“

Der Offizier nickte, hakte etwas auf seiner Liste ab und sah auf

„Verwandeln und diese Kutten anziehen. Wenn ihr in der Schule seid, tragt ihr nur diese Kutten, da ihr euch ja verwandeln müsst.“

Zara verwandelte sich und nahm eins der Kleidungsstücke hoch, es war blau und weit geschnitten, mit einer Kapuze...so gar nicht modern.

„Die sehen aber nicht so toll aus“, meinte sie.

„Ihr seid Drachen und müsst euch oft verwandeln und wir haben keine Zeit zu warten, bis die Damen ihre Modesachen ausgezogen haben. In eurer Freizeit könnt ihr tragen, was ihr wollt, doch in den Unterrichtsstunden das. Blau ist die Farbe der Erstklässler, dann grün, braun und das Abschlussjahr trägt rot...verstanden? Zieht sie an und dann die Treppen hoch in die große Halle.“

Zara sah die riesig lange Treppe hoch und stöhnte. Sie war gewunden und führte am Abgrund vorbei und sie sagte

„Wieso können wir nicht hochfliegen...das sind ganz schön viele Treppen.“

„Weil es oben kein Landeplatz gibt...ihr müsst schon gehen...Abmarsch, da kommen die Nächsten.“

Alle drei fingen an, nachdem sie die Umhänge trugen, die Treppen hochzusteigen, während die nächsten Neuankömmlinge landeten.
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