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Evan als Stammzellspender

GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Divya Katdare Dr. Henry "Hank" Lawson Evan R. Lawson
02.08.2014
08.09.2014
7
15.330
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02.08.2014 2.421
 
Hallo.

Ich weiß nicht, ob Hank in seinem 'Haus' so was ähnliches wie Praxis- und Büroräume hat. Für meine Story hat er die jetzt einfach mal. :) Und die Story spielt vor Paiges 'Auftreten'.

Heute stell ich euch den Link mit einem Bericht einer Medizinstudentin rein (https://www.thieme.de/viamedici/hippocampus-einblicke-1648/a/stammzellenspende-5274.htm), aber noch einmal möchte ich dazu sagen, dass jeder Körper anders auf die Prozedur reagiert. Aber wirklich jede Spende kann Leben retten.

Bei Evan beginnt nun zuerst einmal die Voruntersuchung und wozu hat man einen Bruder, der Arzt ist? *zwinker* Habt viel Spaß:




Als sie Zuhause ankommen, sieht Evan Hank grinsend an: „Und gleich?“ „Na klar. Gehen wir rüber in den Besprechungsraum, direkt daneben sind gleich die benötigten Geräte.“ Evan greift sich noch eine Flasche Wasser und trinkt einen Schluck, bevor er Hank folgt. Der öffnet die Tür zu einem kleinen Raum, in dem er seine Unterlagen und ein kleines Sprechzimmer eingerichtet hat.

Hank geht zu einem Schränkchen und sucht da einen kleinen Behälter, mit Deckel, heraus. Den reicht er Evan und grinst: „Eine Urinprobe bitte.“ „Bitte was?“ „Was hast du denn gedacht, wie ich dich untersuche? Einmal anschauen genügt?“ Evan runzelt die Stirn: „Nein… ich weiß nicht.“ „Jetzt mach schon. Das braucht dir doch nicht peinlich sein. Ich untersuche es auch nicht selbst, sondern beauftrage ein Labor, die auch dein Blut untersuchen werden.“ Evan will gar nichts mehr hören, er schnappt sich schnell das Becherchen und verschwindet.

Hank schüttelt grinsend den Kopf und setzt sich hinter den Schreibtisch. Er greift zum Telefon, drückt eine Kurzwahltaste und sagt wenig später: „Hier ist Dr. Lawson. Ich hätte ein Päckchen für das Labor. Das müsste so schnell wie möglich dorthin gebracht werden.“ Die Telefonistin sucht schnell in ihren Daten und meint: „Ein Fahrer kann in zehn Minuten bei ihnen sein. In einer halben Stunde müsste das Päckchen dann im Labor sein.“ „Das genügt. Dankeschön.“

Gerade als Hank aufgelegt hat, kommt Evan rein. Ein leichter Rotton hat sich auf sein Gesicht gelegt und er stellt schnell den verschraubten Becher ab. „Ich will dazu nichts mehr sagen.“ Hank schmunzelt nur. Schnell stellt er das Becherchen in einen Behälter und legt noch einen Zettel bei, was alles untersucht werden soll. Dann steht er auf und dirigiert seinen Bruder zur Liege: „Setz dich.“ Evan nickt und nimmt auf der weiß bezogenen Liege Platz.


Hank legt Stauschlauch, Blutröhrchen und Kanüle neben Evan auf die Liege. Der sieht sich, Nase rümpfend, alles an. Hank holt noch ein Desinfektionsspray und Tupfer und setzt sich dann mit dem Rollhocker vor Evan: „Das ist gar nicht mal so schlecht, dass ich dich mal genauer untersuche und deine Blutwerte bekomme.“ Evan seufzt leise. Hank lächelt aufmunternd: „Gib mir bitte den linken Arm.“ „Aber nicht das ich ihn danach nicht mehr bewegen kann.“

„Das war beim letzten Mal nur, weil du nicht fest genug gedrückt hast. Außerdem war ich da nicht dabei…“, er stülpt den Stauschlauch über Evans Arm und zieht ihn fest: „Du wirst nichts als einen kleinen roten Punkt zurückbehalten. Und wenn du diesmal richtig abdrückst, wird es danach nicht mal einen blauen Fleck geben.“ „Au, nicht so fest.“, Evan rollt mit den Augen, während Hank schmunzelt: „Ich muss die Venen stauen. Wie soll ich das sonst machen?“

Hank klopft mit ein paar Fingern auf Evans Armbeuge und nickt: „Sehr schön. Ich hoffe, ich treffe die Vene gleich beim ersten Mal.“ Evan sieht ihn kurz geschockt an. Als Hank grinst, sieht er verzweifelt zur Decke. Hank sprüht zweimal das Desinfektionsspray auf und wischt dann mit einem Stück Tupfer darüber. Dann greift sich er sich die halb ausgepackte Kanüle und sucht sich die hervorgetretene Vene aus: „Okay, es geht los. Stillhalten.“ Evan dreht den Kopf weg und weigert sich dabei zuzusehen. Langsam sticht Hank die Nadel ein und sofort kommt Blut. Schnell drückt Hank ein Blutentnahmeröhrchen an den kurzen Schlauch, damit das Blut dort hinein laufen kann: „Sehr schön, läuft einwandfrei.“

Alleine ist die Angelegenheit ein wenig kompliziert, aber Hank schafft es, drei Röhrchen zu füllen. Er öffnet den Verschluss des Stauschlauches und zieht dann wieder die Nadel aus der Vene. Er nimmt ein Stück Tupfer, presst es auf die Einstichstelle und sagt zu Evan: „Jetzt drück fest drauf.“ Evan folgt sofort und Hank legt die Röhrchen in den Behälter und füllt ein Formular aus, was alles ausgewertet werden soll. Dann verschließt er das Päckchen, damit es nur noch abgeholt werden muss.

Danach räumt Hank seine Instrumente weg und kommt wieder zu Evan: „Ich glaub es reicht. Lass mich mal schauen.“ Evan nimmt den Tupfer weg und Hank nickt: „Ich kleb dir trotzdem noch ein Pflaster drauf.“ Da klingelt es an der Praxistür. Hank geht hin und vor ihm steht der spezielle Lieferdienst. Er nickt dem Fahrer zu: „Hallo, schön dass sie schon kommen.“ Er holt schnell das Päckchen mit den Proben und gibt es ihm: „Das müsste ins Labor. Ich hab schon dort angerufen.“ „Sehr schön. Wird gemacht. Schönen Tag noch.“ „Danke, ihnen auch.“

Hank kommt wieder zu Evan und lächelt: „Sehr schön, das wäre auch erledigt.“ Er holt sein Stethoskop. Evan grinst: „Einmal tief einatmen.“ „Haha, du Spezialist. Zieh erst mal dein Oberteil aus.“ Evan knöpft sein Hemd auf und streift es ab, während Hank sich die Stöpsel des Ohrbügels ins Ohr steckt. Evan legt das Hemd zur Seite und nickt seinem Bruder zu, Hank lächelt: „Also, wie du schon gesagt hast… tief ein- und ausatmen.“ Evan schließt die Augen und befolgt die Aufforderung. Er hasst es, wenn Hank an ihm herum doktert.

Beide konzentrieren sich kurze Zeit, dann nickt Hank: „Sehr schön. Atme normal weiter.“ Hank hört sich die Bronchien und die Lunge sowie das Herz an und meint danach: „Hört sich alles sehr gut an. Wir gehen später noch rüber und machen ein EKG und eine Sonografie.“ Evan unterdrückt ein Stöhnen, aber Hank bemerkt seine Reaktion: „Tut doch nicht weh, Evan.“, meint er schmunzelnd, woraufhin Evan eine Miene verzieht: „Ich mag es trotzdem nicht.“ „Dauert auch noch. Leg dich jetzt erst mal hin.“


Divya kommt zurück und will die Akten und einige Unterlagen ins Büro bringen. Sie öffnet die Tür und überrascht die beiden Männer, während Hank gerade Evans Bauch abtastet: „Oh… hallo.“ Hank lächelt: „Hallo Divya.“ „Hi Div.“ Sie wirkt ganz verlegen: „Tut mir leid… Ich wollte nicht stören.“ „Keine Sorge.“, Hank kommt zu ihr: “Alles gut gegangen?“ „Ja, gab keine Probleme. Mr. Coles Herz weist keine Auffälligkeiten auf und es geht ihm erstaunlich gut. Ich hab ihm aber gesagt, er muss sich noch schonen. Ich hab für nächste Woche noch einen Termin ausgemacht.“ Hank nickt zustimmend: „Gut gemacht.“

Sie sieht ein wenig beunruhigt zu Evan, fährt aber weiter fort: „Peaches Combs geht’s sehr gut. Mrs. Combs hat leider vergessen den Verband zu wechseln, aber sonst sieht alles gut aus. Auch ihnen hab ich noch mal einen Termin gegeben.“ „Freut mich, dass es keine Komplikationen gab.“ Divya sieht nun Hank an und fragt: „Stimmt was nicht, mit Evan?“ Evan hat sich längst aufgesetzt und grinst nun: „Was soll denn mit mir nicht stimmen?“ Hank rollt mit den Augen und dreht sich zu seinem kleinen Bruder um: „Na, weil ich dich untersuche.“, er wendet sich wieder zu Divya: „Ist nur eine Routineuntersuchung. Keine Sorge.“

Divya runzelt die Stirn, aber beide Männer lächeln sie offen an. Hank holt sie aus ihren Gedanken: „Gibt es noch irgendwas?“ „Nein, eigentlich nicht.“ „Sehr schön, wir sehen uns dann in zwei Tagen, am Freitag, wieder.“ Divya runzelt die Stirn: „Hatten wir nicht für Donnerstag ein paar Termine?“ „Die musste ich absagen.“, Hank schüttelt den Kopf.

Sie sieht ihn fragend an, aber Hank meint nur: „Ist nichts weiter. Mir ist nur was dazwischen gekommen.“ Divya wendet sich zu Evan: „Ich hätte noch was mit dir zu besprechen, das könnten wir doch am Donnerstag machen.“ „Äh“, Evan braucht einen Moment, bevor er entgegnet: „Kann das nicht auch bis Freitag warten? Ich muss was Dringendes erledigen.“ Erneut sieht Divya ihn verwirrt an, so lächelt Evan: „Aber am Freitag steh ich dir zur vollen Verfügung.“

Die junge Frau sieht von Evan zu Hank, als sie feststellt, dass sie keine weiteren Informationen mehr bekommt, nickt sie: „Okay. Ich geh dann mal.“, sie wendet sich zu Hank: „Meine Zwischenberichte maile ich dir morgen und die ausführlichen Berichte gebe ich dir am Freitag.“ Hank nickt: „Ja prima. Danke. Ich wünsche dir eine schöne freie Zeit.“ „Genieße es ein wenig und entspann dich.“, wirft Evan grinsend ein. Divya lächelt unsicher und meint dann: „Ihr wisst, wenn irgendwas ist…“

„Es ist nichts.”, entgegnet Hank sofort: „Ist nur momentan ein wenig chaotisch.“ Divya nickt, wenig überzeugt: „Okay, bis dann. Macht’s gut.“ „Du auch, Div.“ „Wenn was Wichtiges ist, melde ich mich.“, Hank lächelt zum Abschied und schließt hinter Divya die Tür. Dann legt er die Akten auf den Schreibtisch und wendet sich wieder Evan zu: „Gehen wir rüber. Die restlichen Untersuchungen machen wir drüben.“

Evan seufzt und folgt Hank in den Nebenraum. „Leg dich auf die Liege und zieh Schuhe und Strümpfe aus. Wir machen zuerst das EKG.“ Evan setzt sich auf die Liege und entblößt seine Füße: „Muss das sein?“ „Fürs EKG schon.“ „Ich hab kalte Füße.“, grummelt Evan, während er sich hinlegt. „Dann zieh die Socken wieder an, aber nur über die Füße, ich muss an den Knöchel kommen.“ Evan grinst und zieht schnell seine Socken an. „Wie kann man bei der Hitze kalte Füße haben?“, Hank schüttelt den Kopf, woraufhin Evan nur grinst: „Du bist der Arzt, erklär du es mir.“ Hank übergeht den Kommentar und zieht das EKG-Gerät zur Liege.

Dann schaltet er das Gerät ein und schnappt sich ein Desinfektionsspray: „Achtung kalt.“ Bevor Evan sich noch wappnen kann, spritzt Hank ihm schon auf die Innenseite seiner Knöchel. „Aaah!“ „Ich hab doch gesagt, es ist kalt.“ Während Evan sich noch an die Kälte gewöhnt, spritzt Hank ihm schon auf die Handgelenkinnenseiten. „Hank!“ „Jetzt hab dich bitte nicht so. Ist gleich vorbei.“ Evan befürchtet das Schlimmste und verkrampft sich schon total. Hank schmunzelt und desinfiziert nun auch Evans Oberkörper.

Der zittert kurz und meint bitter: „Boah, du bist ja so gemein.“ „Tut mir leid, ich…“ „Das glaub ich dir nicht, das tut dir gar nicht leid. Du bist ein Sadist.“ Hank rollt mit den Augen: „Ja klar, deswegen bin ich auch Arzt, um die Menschen gesund zu machen.“ „Aber nicht deinen eigenen Bruder.“ Hank hat mittlerweile die Elektronen genommen und setzt sie nun an die desinfizierten Stellen. Evan ruckelt ein wenig, woraufhin Hank befiehlt: „Jetzt bleib ruhig liegen!“ „Das kalte Zeug läuft mir die Seite runter.“ „Es ist doch nur Wasser, relax ein bisschen.“

Hank seufzt erleichtert, als er endlich alle Elektronen befestigt hat und das Gerät aufzeichnet. Zum Glück liegt Evan nun auch still und entspannt sich. Hank nickt zufrieden: „Sieht sehr gut aus.“ Evan dreht sich ein wenig, sieht aber nichts. Hank seufzt: „Bleib still liegen.“ Evan grummelt und Hank meint daraufhin: „Du bist schlimmer, als ein kleines Kind.“ Evan wirft ihm einen bösen Blick zu. „Hoffentlich benimmst du dich bei Dr. Fuller besser.“ „Der ist bestimmt nicht so gemein, wie du.“ „Na klar.“


Beide sind erleichtert, als kurz darauf das EKG beendet ist. Hank reicht Evan ein Papiertuch: „Hier, wisch dich trocken.“ Evan nimmt es und jammert: „Ich kleb überall und mir ist kalt.“ Hank schiebt das Gerät beiseite und zieht nun das Ultraschallgerät zu sich: „Wir haben es fast geschafft. Ich will mir nur noch deine Milz anschauen.“ „Wofür das denn?“, Evan hat sich einigermaßen gesäubert und sieht Hank nun interessiert an. „Du bekommst Granocyte gespritzt und das belastet deine Milz ein wenig. Wenn du Auffälligkeiten zeigst, könnte das einer Spende im Weg stehen.“

Evan nickt und legt sich wieder entspannt hin. Hank greift sich das Gel und kann nicht umhin, Evan anzugrinsen. Der merkt erst gar nichts und ist dann zunächst irritiert, bis er weiß, warum Hank so grinst: „Oh nein!“ „Oh doch. Geht leider nicht anders.“ „Kannst du es nicht anwärmen?“ „Evan bitte.“ Evan schließt die Augen und ergibt sich: „Mach schon.“ Wieder trifft die Kälte auf Evans Haut und er zuckt zusammen. Hank nimmt sich die Sonde und verstreicht das Gel noch ein wenig, bevor er sich die Milz sucht. Sehr genau sieht er sich die Übertragung, auf dem kleinen Bildschirm, an.

Keine zwei Minuten später nickt er zufrieden: „Sieht sehr gut aus.“ Evan seufzt erleichtert. „Aber wenn ich schon mal dabei bin, können wir noch ein wenig mehr gucken.“ Diesmal ist der Seufzer von Evan eher verzweifelt. Hank streicht mit dem Gel über Evans Bauch und verteilt es so.

Fünf Minuten später hat er sich fast alle inneren Organe angesehen und meint: „Okay, ich bin fertig.“ „Und ich kleb überall.“ Hank säubert die Sonde und räumt das Gerät zur Seite: „Am besten du gehst nach oben und wäschst dich, mit einem Papiertuch geht das gar nicht so gut weg.“ Evan wirft Hank noch einen bösen Blick zu: „Am besten ich geh gleich duschen.“ Evan verlässt das Zimmer und eilt nach oben ins Bad. Hank geht nach nebenan und erstellt dort einen kurzen Bericht, für Evans Akte.

Hank hat noch einigen Schreibkram zu erledigen, während Evan duscht und sich umzieht. Danach kommt er zurück und sieht Hank immer noch am PC sitzen: „Soll ich uns was bestellen, oder bist du bald fertig?“ Hank fährt den Computer runter und meint: „Schon fertig. Ich mach mich nur noch frisch.“


Eine halbe Stunde später sitzen sie in einem kleinen italienischen Restaurant. Nachdem sie bestellt haben, beugt sich Hank vor: „Bist du dir wirklich sicher, wegen der ganzen Prozedur?“ Evan sieht ihn verwirrt an. Hank erwidert eindringlich: „Wegen der Stammzellspende.“ Evan schüttelt den Kopf: „Hast du jetzt die nächsten Tage nichts anderes mehr im Sinn?“ „Ach Quatsch. Ich will nur dass du dir auch wirklich sicher bist. Es gibt später kein zurück mehr, oder zumindest wäre es schwer und unschön.“

Evan nickt ernst: „Ich weiß. Und glaub mir, ich nehme das nicht auf die leichte Schulter, auch wenn es den Anschein hat.“ „Ist gut.“ Evan schließt kurz die Augen und erklärt dann: „Wenn ich mir auch nur für eine Sekunde vorstelle, du könntest der Patient sein… und wärst auf Hilfe angewiesen… Dann stellt sich die Frage gar nicht mehr.” Hank sieht ihn liebevoll an, was Evan zum Grinsen bringt: „Jetzt schau nicht so… Das würde doch jeder tun.“ „Nein Evan“, Hank schüttelt den Kopf: „nicht jeder. Viele fragen erst mal was sie dafür bekommen.“ „Würde ich was dafür bekommen?”, Evan sieht ihn überrascht an, aber Hank erwidert grinsend: „Ein Dankeschön.“ „Na immerhin.“


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