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The Art of Breaking (Rewrite)

GeschichteDrama, Familie / P16 / Gen
Bianca Chris Halliwell Leo Wyatt Piper Halliwell Wyatt Matthew Halliwell
01.08.2014
07.08.2018
8
28.785
2
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9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.08.2014 2.785
 
The Art of Breaking
Kapitel 2
Home

Ehhh, upps ^^
Hallo erstmal :)
Die Verspätung tut mir wirklich verdammt leid, aber leider musste mein Computer ja genau zum Schulbeginn kaputt gehen und freundlicherweise brauchte die Reparatur um einiges länger als geplant…
Die letzte Woche war etwas stressig, da ich einiges aufarbeiten musste, aber ab jetzt sollte es mit regelmäßigen Updates weiter gehen/ bzw. anfangen.
Okay, genug Ausreden, da habt ihr das nächste Kapitel ^^

Vielen Dank an alle die ein Review geschrieben haben, oder/und die die FF favorisiert haben.

R&R




There's no place like home
There's a little white porch
And you wanted it so

Can you let me go down
To the end of the road
In the black and the white
A Technicolorful life
Can I stand by your side?

We can make it alright
Like home

Breaking Benjamin – Home




Es war spät abends und Chris tat alles Mögliche um nicht zu schlafen.
Zuerst hatte er vor im Wohnzimmer einen Film anzuschauen, vielleicht mit Melinda, oder vielleicht wären seine Eltern auch noch wach gewesen. Allerdings lief er so Gefahr Wyatt zu begegnen und dies wollte er vermeiden. So ganz konnte er sich nicht erklären, warum er seinem Bruder aus dem Weg ging. Ihm kam der Nachmittag in den Sinn, als Wyatt ihn halbverschlafen angesehen hatte. Der Blick in seinen Augen ließ Chris erschaudern. Für einen Moment hatte er nicht Wyatt vor sich stehen sehen. Nun, es war schon Wyatt gewesen, aber irgendwie anderes, irgendwie böser. Es war einfach nicht sein Bruder gewesen, den er dort gesehen hatte. Es war eine Gestalt aus seinen Albträumen.
Es war nur eine Einbildung gewesen, nichts weiter. Trotzdem lief es Chris jedes Mal kalt den Rücken herunter, wenn er daran dachte. Womöglich wurde er einfach nur verrückt.

Um nicht zu schlafen, hatte er dann versucht ein Buch zu lesen, aber seine Augen wurden mit jedem Wort schwerer und drohten zu zufallen. Nachdem die Worte begannen vor seinen Augen zu verschwimmen und bedrohliche Gestalten zu bilden, gab er diese Idee auf.

Als letzte Möglichkeit Schlaf zu vermeiden, hatte er sich an seinen Schreibtisch gesetzt und sich mit Stiften und Papier bewaffnet. Er versuchte etwas zu zeichnen, doch die entstandenen Kritzeleien glichen nie dem Bild in seinem Kopf. Irgendwann glitt seine Hand wie von selbst über das Papier, der Bleistift zog unbeirrt weiter Striche hinter sich her.
Gedankenverloren kritzelte er zusammenhanglose Formen, wahllos platzierte Linien und durcheinander geratene Striche.
Schließlich weckte sein Wirrwarr von Kritzelei seine Aufmerksamkeit und er starrte wie gebannt auf das Blatt Papier.
Bleistift Striche blicken zu ihm hoch und fingen an über ihn zu lachen.
Sie bewegten sich, ohne dass seine Hand sie führte und setzten sich scheinbar neu zusammen.
Je länger er auf das Blatt sah, desto mehr er schienen sie ihm wie etwas Lebendiges. Vor seinen Augen setzten sich Formen zusammen und schienen sich zu füllen. Wie ein Bild in schwarz und Weiß brach es dem Papierrahmen und schien sich nach ihm auszustrecken.

Eine Hand griff nach ihm, kam aus dem Papier heraus auf ihn zu. Sie war ihm so nah, er konnte jedes noch so feine Detail erkennen, die Struktur des Handrückens, die ordentlich geschnittenen Fingernägel. Sie griff nach ihm, drohte ihn zu fassen und zu sich zu ziehen.
Wohin würde er wohl gezogen werden, sollte sie ihn zu fassen kriegen?

Wage konnte er dunkle Stimmen hören, die ihm unheimliche Dinge zuflüsterten. Er solle die Augen schließen, dem Drang nachgeben und sich mitreißen lassen.

Erst jetzt wurde ihm sein Gedanke klar und plötzlich stand er aufrecht. Der Schreibtischstuhl rollte davon, er musste ihn von sich gestoßen haben, als er so abrupt aufgestanden war.
Er starrte wieder auf das Blatt. Zusammenhanglose Formen und Striche, kurz eine Kritzelei, blickte ihm entgegen und verspottete ihn.

Eine Halluzination.
Reine Einbildung.
Nichts weiter.

Sein Übermüdeter Verstand spielte ihm Streiche.
Das war alles.

Die Stimmen verschwanden, ihr Echo klang noch weiter in seinen Ohren nach.

Chris‘ Augen schmerzten, doch er wagte es nicht sie länger als zum Blinzeln zu schließen. Besonders jetzt nicht, wo ihm immer wieder dieses Bild in den Sinn schoss. ‚Verdammt, beruhig dich‘, ermahnte er sich selbst. Es war doch völlig unsinnig wegen so etwas bescheuerten jetzt die Fassung zu verlieren. Es war alles in Ordnung. Wenn er jetzt nur noch ein Herz überzeugen konnte, nicht mehr wie wild zu schlagen.

Er konnte nicht sagen wie viel Zeit vergangen war, doch allmählich beruhigte er sich wieder. Zumindest konnte er seinen eigenen Herzschlag nicht mehr laut in seinen Ohren wiederhallen hören. Neben seiner lauten Atmung war es still. Keine Geräusche drangen aus den anderen Räumen des Hauses zu ihm hoch. Kein Fernseher, den Melinda mal wieder zu laut stellte. Keine Gesprächsfetzten seiner Eltern, die sich noch leise unterhielten. Keine Musik aus dem Zimmer gegenüber, da Wyatt sonst immer gern abends noch Musik hörte, wenn er keinen Schlaf fand.
Es war komplett still im Haus und Chris kam sein Herzschlag verräterisch laut vor.

Er wusste genau er würde heute Nacht keinen Schlaf mehr finden, ohne die gewöhnten Alltagsgeräusche die ihn in den Schlaf wiegten. Er würde keine Ruhe mehr finden und eine weitere Schlaflose Nacht würde er wohl kaum durchstehen.
Die Luft in seinem Zimmer war stickig und machte das Atmen immer schwerer. Die Wände bewegten sich auf ihn zu und er konnte spüren wie sich seine Brust zusammen zog. Ein wenig verspätet setzte die Panik nun doch noch ein.

Ein und aus atmen.

Er musste hier weg. Er konnte einfach nicht länger hier bleiben. Chris zählte leise bis 10, versuchte ruhiger zu werden.

1,2,3…

Ein und aus atmen.

4,5,6…

Tief ein und aus atmen.

7,8,9…

Er musste hier weg, das war das Einzige was zählte.

10.

Ohne bewusste den Entschluss gefasst zu haben, löste er sich in helle Lichter auf und orbte sich davon. Weg kommen war das einzig wichtige. Die Wände um ihn herum verschwanden, wurden ersetzt von scheinbar endloser Weite. Die abgenutzte Luft wurde zu einer frischen Brise und das Atmen fiel wieder leichter.  Unter seinen Füßen konnte er kühles Gras fühlen. Er war endlich weg und Erleichterung machte sich in ihm breit. Seine Beine wurden wackelig und konnten ihn nicht länger aufrecht halten.

Chris lag ausgestreckt auf dem sorgfältig gemähten Rasen und blickte in den Sternenhimmel. Der Mond schien hell und beleuchtete seine Umgebung, dennoch brauchte er eine Weile bis er überhaupt erkannte wo er war.
Blind-Orben war eine wirklich schlechte Angewohnheit von ihm. Manchmal konnte er nie sicher sein, wo er sich wieder zusammensetzten würde. Immerhin war es diesmal nicht die schwindelerregende Höhe der Pfeiler der Golden Gate Bridge, sondern ein kleiner Park etwas außerhalb der Innenstadt. Statuen standen um ihn herum, in weißen Marmor gemeißelte Engel.
Unweigerlich musste er lächeln, dieser Ort war etwas Besonderes, er fühlte sich immer schon von ihm angezogen. Es war also nicht komplett erstaunlich, dass er diesmal hier gelandet war. Er hatte einen Trend festgestellt, er orbte sich immer an Orte die für ihn wichtig waren, die sicher waren.
Und während er so da lag, in den Himmel hoch sah und versuchte die unendlich vielen Sterne zu zählen, kam ihn ein Gedanke.

„Bianca?“, sprach er leise in die Nacht hinein. Er musste nicht laut nach ihr rufen, sie würde ihn schon hören, egal wo sie sich befand. Sie hörte ihn immer. Und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis er ein wohlbekanntes Geräusch vernahm. Ihre Ankunft war leise, dennoch konnte er in der Stille hören wie sich die Luft zusammenzog, nur für einen Moment, und sie aus der entstandenen Lücke trat. Ihr langes Haar fiel ihm ins Gesicht, als sie sich über ihn beugte. Ihre Augen schienen im Mondlicht zu leuchten und sie erwiderte sein Lächeln. Chris hob seine Hand und strich ihr sanft über ihre Wange. Manchmal war es unglaublich, dass sie wirklich hier war und er hatte in solchen Momenten immer den Drang sie zu berühren. Die Wärme ihrer Haut erinnerte ihn daran und hatte ihn schon oft aus der Dunkelheit und Kälte seiner dunklen Gedanken herausgeführt.
Es war ein Wunder, dass sie hier bei ihm war und um nichts hätte er sie wieder gehen lassen.

„Hey“

Als Antwort auf Chris‘ Flüstern musste Bianca ein wenig schmunzeln, doch die Sorge war deutlich in ihren Augen zu erkennen.
„Hey“, antwortete sie im gleichen sanften Tonfall. Sie ließ sich neben ihn sinken und gemeinsam lagen sie im kühlen Gras und sahen hoch in die Sterne. Chris suchte blind ihre Hand, fasste im Gras umher und drückte sie fest, als er sie schließlich fand. Stille umfing die beiden, aber es störte sie nicht. Es war eine angenehme Stille und Chris spürte wie er wieder ruhiger wurde und ihm das Atmen leichter fiel. Hier im Gras mit ihr neben sich, wirkte alles wieder in Ordnung.

„Was ist passiert?“, durchbrach Bianca schließlich die Stille und Chris spürte einen Anflug von aufsteigender Panik. Er wollte nicht darüber reden, er wollte seine Albträume nicht real werden lassen.
„Es ist nichts.“

„Chris“
Verdammt, wie sie ihn einfach immer durchschaute. Ihr Blick brannte fast schon und er konnte ihr nicht ausweichen. Vielleicht wollte er es auch nicht, denn richtig gegen den Drang kämpfte er nicht an. Er wollte ihr alles erzählen, es einfach fort reden, nie wieder daran denken. Er wollte alles vergessen.
Wenn er nur wüsste, was er wollte.

Schließlich erzählte er ihr alles, alles über seine Träume, die Halluzinationen, die Panik die ihn ständig heimsuchte. Er redete sich alles von der Seele und später, als sie gemeinsam in ihrem Bett lagen schlief er völlig ohne Träume. Es war der erholsamste Schlaf seit einer gefühlten Ewigkeit.


Am nächsten Morgen fiel seine Abwesenheit im Halliwell Manor nicht auf.
Piper und Leo gingen schon früh zur Arbeit und auch Melinda verließ zur gewohnten Zeit das Haus und ging zur Schule und als Wyatt endlich aufstand, fand er ein leeres Haus vor.

---- --- --- --- --- ---

Pünktlich um 10 Uhr wurde die Wohnungstür aufgeschlossen und Bianca und Chris betraten gemeinsam mit dem Vermieter die Wohnung. Der Vermieter, ein gewisser Mr. Wentworth, war ein recht schmächtiger Mann, der sich mit seiner leicht gebeugten Körperhaltung kleiner machte, als er eigentlich war. Trotz des nervös wirkenden Eindrucks, den er zu Anfang vermittelt hatte, schenkte er dem jungen Paar ein freundliches Lächeln und führte die beiden mit Begeisterung in der Wohnung herum. Bei der Wohnung handelte es sich um eine recht geräumige 2-Zimmer Wohnung, mit offener Küche und einem gut ausgestatteten Badezimmer.  Zwar war sie für zwei Personen recht groß, aber weder Bianca noch Chris sahen darin ein Problem, den extra Platz konnten sie gut gebrauchen, wenn man bedachte was für ein Leben sie führten. Zudem war die Miete erstaunlich günstig, was wohl auch daran lag, dass sich die Wohnung in einem etwas älteren Gebäude befand und es keinen Aufzug gab.

Dank des guten Schlafes in der vergangenen Nacht, zwar  war er nur kurz, aber sehr erholsam, hatte sich Chris‘ Laune stark gebessert und die Besichtigung schien seine Laune noch zu steigern. Er war begeistert.

„Also, was sagen Sie?“, die Stimme des Vermieters brachte Chris aus seinen Gedanken. Mr. Wentworth sah das Paar mit einem Lächeln an. Bianca entging jedoch nicht, wie er seine verschwitzten Hände nervös knetete. Auch sein Lächeln erschien ihr nicht wirklich ehrlich. Vielleicht bildete sie sich diese Dinge nur ein, aber es konnte nie Schaden vorsichtig zu sein. Chris gegenüber erwähnte sie nichts, er schien endlich wieder einmal gute Laune zu haben, da wollte sie ihm diese nicht mit womöglich unbegründeten Zweifeln ruinieren.
„Es ist perfekt“, antwortete sie und setzte ein Lächeln auf, das eher Chris als dem Vermieter galt. Chris erwiderte ihr Lächeln und nickte zustimmend. Er schien gar nicht erst mit dem Gedanken zu spielen, dass es eventuell einen Hacken geben könnte. Er sah sich weiter um und die Begeisterung war deutlich in seinen Augen zu lesen. Manchmal beneidete Bianca ihn für diese Fähigkeit, nicht überall Schatten lauern zu sehen, nicht hinter jeder Ecke eine Falle zu wittern, nicht hinter jedem Menschen mit einem falschem Lächeln gleich einen Dämon zu vermuten. Vielleicht nahm er es einfach nicht ernst genug, oder sie einfach viel zu Ernst.

„Ah, das freut mich“, fuhr Mr. Wentworth fort und lachte erleichtert. Jetzt schlich sich seine Nervosität auch in seine Stimme. Bianca spitzte die Ohren. „Leider gibt es für diese Wohnung auch einen anderen Interessenten, allerdings ist dieser sich noch nicht sicher. Sollten Sie sich sofort entscheiden, gehört die Wohnung Ihnen. Wenn sie noch eine Weile warten, kann ich nicht versichern, dass die Wohnung noch zu haben ist.“

Da war also der Hacken, es wäre auch zu einfach ohne gewesen. Bianca warf einen kurzen Blick zu Chris rüber, es war deutlich zu sehen, dass er seine Entscheidung bereits getroffen hatte. Da war dieses Leuchten in seinen Augen und Bianca konnte es nicht übers Herz bringen ihn zu enttäuschen, ihre Zweifel waren im besten Falle alle unbegründet und sie suchte nur nach Schatten, wo gar keine waren.

„Wollen Sie sich einen Moment beraten?“, fragte Mr. Wentworth schließlich und sah von einer Person zur nächsten. Er versuchte wohl ruhig und gelassen zu klingen, wirklich überzeugend war er dabei allerdings nicht.
„Gern“, antwortete Chris sofort und mit einem zustimmenden Nicken und einem Lächeln ließ der Vermieter die beiden alleine. Nachdem er sicher gehen konnte, dass der Mann sich nicht mehr in Hörweite befand schenkte Chris seine ganze Aufmerksamkeit nun seiner Freundin. „Und? Was meinst du?“

Sie konnte ihm nichts von ihrem unguten Gefühl erzählen, konnte nicht diese Entscheidung anzweifeln, wenn er sie so ansah. Sie hatte diesem Blick einfach nichts entgegen zu setzten. Und sie nannte sich eine Phönix-Hexe. Wenn ihre Mutter wüsste, wie einfach sie sich rumkriegen ließ…

„Ist mir nur recht“, antwortete sie und zuckte mit den Schultern. Wirklich so wichtig war ihr die Entscheidung nicht. Chris blickte sie eindringlich an, versuchte etwas an ihren Gesichtszügen zu erkennen. Niemand konnte die Sorge, die in seine Stimme geschlichen war, leugnen. „Ist etwas nicht in Ordnung?“

Bianca wusste genau, sollte sie ihm jetzt von ihren Gedanken erzählen, würde er sofort Himmel und Hölle in Bewegung setzten um alles wieder ins Lot zu bringen. Er würde alles tun, um es ihr Recht zu machen. Dabei war dies gar nicht seine Aufgabe und sie wollte nicht, dass er so viel für sie tat.
„Nein, nein, es ist alles in Ordnung“ bemühte sie sich in zu beruhigen. „Es ist nur-“ Sie stockte, suchte die passenden Worte. „Bist du dir sicher, dass wir hierfür bereit sind?“
Es war tatsächlich etwas das an ihr nagte. Es war einer dieser Zweifel, die man eigentlich nicht aussprach und dennoch immer wieder zum Thema wurde. Chris‘ Gesichtszüge wurden sofort sanfter und er nahm Bianca in seine Arme und drückte sie zärtlich an sich. Sie konnte seine Wärme spüren, wie sie selbst durch seine Kleider zu ihr durchdrang und fühlte sich gleich besser. Im Stillen hasste sie sich für diesen kleinen Moment der Schwäche.

„Wir schaffen das“, flüsterte Chris ihr, voller Zuversicht  zu und Bianca hat nicht die Kraft ihm zu widersprechen. Er war so überzeugt, dass auch sie langsam anfing daran zu glauben. Warum auch nicht? Gemeinsam konnten sie alles meistern.

Kurze Zeit später betrat Mr. Wentworth wieder den Raum und erkundigte sich nach ihrer Antwort. Als die beiden ihm die Zustimmung zusicherten, war es fast als würde ihm ein Stein vom Herzen fallen. Er war so offensichtlich erleichtert, es kam Bianca merkwürdig vor. Aber allgemein fand sie den guten Herren etwas komisch, sie interpretierte wohl nur zu viel in sein Verhalten hinein. Sie nahm sich vor weniger zu zweifeln und mehr in Chris und auch sich selbst zu vertrauen. Um nichts auf der Welt wollte sie diese Chance verpassen, sie konnte endlich mit ihm zusammen sein, es war die Chance auf ein neues Leben, für sie beide.

Chris nahm Bianca erneut in den Arm, diesmal aus Freude. Er war glücklich.
Auch wenn es sich banal anhörte, diese Entscheidung machte ihn glücklich, gab ihm die Freiheit die er so begehrte und vor allem die Chance auf ein Leben mit dem Mädchen seiner Träume.

Zwar stand den beiden noch einiges an Arbeit bevor, die Wohnung musste hergerichtet werde und nicht zuletzt musste er sich endlich seiner Familie stellen. Wenn schon nicht um alle seine Geheimnissen offen zulegen, doch zumindest dieses.
Vielleicht hätte es ihm auffallen sollen, er war nicht die Art von Person die sich aus einer Laune herausentschied. Er dachte immer über jede Entscheidung nach, so lange bis er wirklich jede Möglichkeit, möge sie noch so unwahrscheinlich, mit bedacht hatte. Aber dieses Mal verschwendete er kaum einen Gedanken an all die Konsequenzen, all die absurden Möglichkeiten. Er hatte eine Chance gesehen und sie beim Schopf ergriffen.

Es klang einfach viel zu verlockend, ein neues Zuhause.
Der Gedanke gefiel ihm.
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