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Mummies Alive - Harden my Heart

GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P16 / Gen
30.07.2014
20.05.2016
4
5.282
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30.07.2014 801
 
"Du warst aber lange im Museum." Es war Nefertinas Stimme die Ja-Kal aus den Gedanken riss. Seine Freunde saßen zusammen vor dem Fernseher als er zurück kam. Rath schaltete den Zauberkasten aus und sah zu ihm auf. "Was gibt es denn so interessantes bei der neuen Ausstellung?" Ja-Kal schüttelte den Kopf und nahm seine Mütze ab. Bisher hatte er noch nicht mit seinen Freunden über Presleys Nachricht gesprochen. "Es ist nicht die Ausstellung. Es ist die neue Mitarbeiterin des Museums.", gab er schließlich zu. Nefertinas Augen weiteten sich. "Eine Frau? DU bist hinter einer Frau her? Wie kommt das denn?" "Das fragst ausgerechnet du.", kam es von Armon, der damit auf ihre Romanze mit Pep anspielte. Zugegeben, Pep war kein richtiger Mensch, der Typ aus dem Klamottenladen damals allerdings schon. Letzteres war zwar eine Falle von Scarab, dennoch hatte er am Schluss richtiges Interesse an der Mumie. Zumindest machte dies den Anschein.

"Hört zu ich bitte euch, dass ihr euch da raus haltet, zumindest bis ich mir im Klaren bin, was es damit auf sich hat. Die Frau sieht aus wie Tia. Presley machte mich gestern darauf aufmerksam. Ich weis selbst dass sie es nicht sein kann aber ich habe mich heute mit ihr unterhalten und sie sagte am Ende genau das gleiche, was Tia zu mir sagte bevor wir uns auf die Suche nach dem Prinzen machten.", sagte Ja-Kal. Das war der Hauptgrund der ihn so zum Nachdenken brachte. Sie ist eine lebendige Frau, ohne Bandagen. Scarab hatte zwar auch schon oft Personen von früher hierher geholt die dann ganz normal aussahen, aber keiner von Ihnen war so gut in die moderne Welt integriert. Außerdem - was hätte Scarab davon seine Frau hierher zu bringen? Zumindest auf diese Weise.

"Hm Ja-Kal ich denke du solltest da nicht zu viel hinein interpretieren, es könnte purer Zufall sein.", meinte Rath. "Oder eine Falle von Scarab.", kam es von Armon. Ja-Kal jedoch schüttelte den Kopf. "Daran habe ich auch schon gedacht aber sie erkannte mich nicht und sprach mit mir wie mit einem normalen Menschen. Welchen Nutzen hätte Scarab davon?" "Vielleicht hast du dir ihre Worte nur eingebildet? Ich meine wenn sie genauso aussieht kann es doch sein dass dir dein Gehör nur einen Streich gespielt hat.", meinte Nefertina.

Ja-Kal verschränkte die Arme vor der Brust und seufzte. Vielleicht hatte Nefertina recht und er hat sich das nur eingebildet aufgrund dessen, dass er sich seine Frau so sehnlichst zurück wünschte. Was auch immer stimmte, morgen würde er es erfahren.

Währenddessen betrat Tiana in einem Wohnviertel in San Francisco ein Haus im Viktorianischen Stil. Sie schloss die Tür hinter sich und warf die Schlüssel auf einen kleinen Mahagoni Tisch, der neben der Eingangstür mit bunten Mosaikglassteinen stand. "Ich bin wieder zu Hause." Rief sie in das Haus. Direkt im Eingangsbereich befand sich das typisch amerikanisch eingerichtete Wohnzimmer. Mit großer, weißer Stoffcouch, Flachbildschirm, Couchtisch und Bücherregalen. Daneben ging es in das Esszimmer von wo aus man in die Küche gelangte. Hinter der Couch führte eine Treppe aus dunklem Holz in die oberen Räume. "Hey Schätzchen, na wie war dein erster Arbeitstag?", die Frage kam aus Ruchtung der Küche von wo aus eine stämmige Frau mit dunkler Haut und schwarzen, kurzen Haaren herauskam. Sie musste so zwischen 40 und 50 Jahren alt sein. "Hallo Shani, wo sind Amara und Kenna?", fragte sie zurück bevor sie auf die Frage der älteren einging. "Die beiden wollten ins Kino. Du siehst müde aus. War wohl ein anstrengender Tag. Möchtest du nicht erst einmal etwas essen?"

Tiana lächelte und ließ sich auf die Couch fallen. "Nachher vielleicht. Shani er war dort, er hat mich angesprochen." Die Augen der älteren weiteten sich. "Ja-Kal? Also stimmt es, Scarab wurde aus seinem Grab befreit. Hast du Armon und die anderen auch gesehen? Hast du ihm gesagt wer du bist?"
Tiana schüttelte den Kopf. "Nein zu beidem. Und ich möchte es auch vorerst dabei belassen Ja-Kal nichts zu erzählen. Ich weis nicht wie und ob er damit umgehen kann was in der Vergangenheit geschehen ist. Es würde nur weitere Fragen aufwerfen." "Aber irgendwann musst du es ihm doch sagen?" "Irgendwann ja. Shani ich musste 3500 Jahre darauf warten ihn wieder zu sehen, da darf er ruhig noch etwas zappeln. Zudem fragt er mich dann sicher nach unserem Sohn und du weist wie Padjet auf seinen Vater zu sprechen ist." Shani antwortete darauf nicht. Ja, sie wusste es. Aber vielleicht hatte er seine Meinung inzwischen geändert. Schließlich sahen sie ihn selbst das letzte mal vor gut 300 Jahren...
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