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Mummies Alive - Harden my Heart

GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P16 / Gen
30.07.2014
20.05.2016
4
5.282
1
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6 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
30.07.2014 1.381
 
Hallo alle zusammen,

Dies ist meine erste Mummies Alive Fanfiction. Ich besitze keinerlei Rechte an den Figuren, mit Außnahme der von mir erfundenen Charaktere. Von manchen "Original" Charas wurde ein bisschen was geändert, ihr werdet selber merken was ;-)

Über Reviews würde ich mich sehr freuen!

Viel Spaß beim Lesen!


"Sie sagten, Sie sind Expertin für welche Dynastien?" "Vom Beginn der 18ten bis Ende der 20ten, dem sogenannten 'neuen Reich'. Die, in meinen Augen, aufregenste Zeit im alten Ägypten." "Können sie mir auch sagen welcher Pharao zu beginn des neuen Reichs regierte?" "Pharao Ahmose, dessen Nachfolger war der berühmte Amenhotep, dem kein direkter Verwandter auf den Thron folgen konnte da sein Sohn im Alter von 12 Jahren verstarb. Wenn ich mich recht erinnere hatten Sie die Rapses Ausstellung im letzten Jahr. Sehr faszinierend, wie ich finde. Ein Sarkophag, vier Leibwächter und die Lieblingskatze die mit ihm bestattet wurden aber von der Mumie des Königssohns selbst fehlt jede Spur." Die junge Frau machte eine Pause und lächelte. "Was mich persönlich aber schon immer viel mehr interessiert hat, ist das Leben der einfachen Leute im alten Ägypten." "Wissen Sie was, Sie haben den Job. Von all den Bewerbern haben Sie den besten Lebenslauf und das größte Wissen über diese Epoche. Außerdem kann ich mir nicht noch mehr dieser Möchtegern Ägyptologen ansehen."

In diesem Gespräch ging es um die freie Stelle in dem Museum in dem Amanda Carnovan arbeitete. Nach den vielen Einbrüchen, Diebstählen und Sachbeschädigungen die sich im letzten Jahr ereigneten, wurden nicht nur die Sicherheitskontrollen verschärft, es wurde Amanda auch eine Kollegin zugesprochen damit sie nicht mehr ganz so viele überstunden machen musste. Nach unzähligen Bewerbungsgesprächen - es mussten an die 100 gewesen sein, zumindest fühlte es sich für Amanda so an - schien sie endlich die richtige gefunden zu haben. Die Frau stammte selbst aus Ägypten, was bei den Museumsbesuchern sicher gut ankommen würde. Und sie war sehr nett, kompetent und auf einer Wellenlänge mit Amanda.

"So nun zu den Formalitäten. Ich brauche noch ihren vollen Namen, ihr Alter und den Familienstand.", sagte Amanda während sie die Hände zur Tastatur führte um die Daten in den PC einzugeben. "Tiana Rose Michelson, 28 Jahre, verwitwet." Bei dem Wort "verwitwet" hörte Amanda auf zu tippen und sah zu der jungen Frau auf. Bevor sie jedoch etwas sagen konnte, schüttelte Tiana den Kopf. "Sagen sie nichts. Es ist schon lange her. Als ich ihn kennenlernte, war ich erst 15. Drei Jahre später haben wir bereits geheiratet. Leider hatten wir nur knapp über ein gemeinsames Jahr zusammen. Er fiel im Golfkrieg. Unser Sohn war gerade mal 6 Monate alt." "Sie haben einen Sohn?" "Ja aber nehmen Sie es mir bitte nicht übel ich möchte über ihn nicht sprechen. Er lebt bei Verwandten in Ägypten." Um nicht weiter auf dieses Thema einzugehen, versuchte Amanda es zu wechseln. "Michaelson ist ein Englischer Name, geboren wurden Sie aber in Ägypten?" "Mein Vater stammte aus England, meine Mutter war Ägypterin."

Gerade als Amanda den Arbeitsvertrag ausgedruckt und vor Tiana auf den Tisch gelegt hatte, sprang die Tür auf und Presley kam hereingestürmt. "Hey Mom, hast du ein bisschen Kleingeld für den Automaten? Oh..." Er stoppte sofort als er bemerkte, dass seine Mutter nicht allein war. "Presley habe ich dir nicht gesagt dass ich Bewerbungsgespräche habe und nicht gestört werden will?" "Tut mir Leid, daran habe ich nicht gedacht."

Tiana unterschrieb währenddessen den Vertrag und lachte. "Ihr Sohn ist ein ganz schöner Wirbelwind, Amanda." Sie gab Amanda den Vertrag, die nun ebenfalls lächelte - eher aus Verlegenheit. "Ja das ist er." Dann sah sie zu ihrem Sohn. "Presley, das ist Tiana Michelson, die neue Mitarbeiterin."

Der mittlerweile 13jährige Junge gab der Frau die Hand und musterte sie einen Augenblick. Sie hatte gebräunte Haut, war ziemlich schlank. Ihre Haare, die ihr leicht gewellt über die Schultern fielen waren Rabenschwarz und sie hatte dunkelblaue Augen. Aus irgendeinem Grund kam sie Presley so merkwürdig bekannt vor. "Freut mich Sie kennenzulernen.", sagte er schließlich. Dann fiel ihm Ihre Halskette auf, die fast genauso aussah, wie die von Ja-Kal. Nur war ihre silber und der Stein in der Mitte war Violett. "Freut mich ebenfalls, Presley"

Amanda kramte aus ihrer Handtasche einen Geldbeutel hervor und drückte Presley ein paar Scheine in die Hand. "Ich hoffe das genügt, wenn du uns nun entschuldigst, ich würde Miss Michelson gerne durch das Museum führen." In dem Moment fiel Amanda auf dass Tiana erwähnte ihr Vater war Engländer, daher der Name. Nur wenn sie verheiratet war musste sie dann nicht eigentlich den Nachnamen ihres Mannes tragen? Sie beließ es dabei, nicht nachzufragen. Es konnte schließlich sein, dass sie nach dessen Tod wieder ihren Mädchennamen angenommen hatte. "Kommen Sie, Tiana ich zeige Ihnen alles. Nicht dass sie sich morgen an ihrem ersten Tag schon verlaufen."

Presley zog die Tür hinter sich zu und machte sich auf den Weg in Richtung Sphinx, nachdem er sich seinen Schokoriegel gekauft hatte. Immer wieder musste er darüber nachdenken, warum ihm die Frau so bekannt vor kam und wo er sie vielleicht schonmal gesehen hatte.

Bei seinen Freunden angekommen, fand er Armon, Rath und Nefertina - wie sollte es anders sein - vor dem Fernseher sitzen. Scheinbar liefen die Nachrichten. Als er auf sein "Hey Leute" als Antwort nur ein "Schttt" zu hören bekam suchte er nach Ja-Kal, den er in einer Ecke sitzen vorfand, mit einem sehr alten Tuch in der Hand. Presley erinnerte sich an den Albtraum den er dank Scarab einst hatte und in dem er sah wie Ja-Kals Frau ihm dieses Tuch mit dem Handabdruck seines Sohnes gab. Presley erinnerte sich. "Ihr seit zu gut zu mir" "Jemand muss ja auch mal für dich da sein, denn du kümmerst dich um alle anderen nur nicht um dich selbst." Dann plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Diese neue Mitarbeiterin, sie sah bis auf die Frisur genauso aus wie Tia!

"Ja-Kal?" Presley lief auf ihn zu und Schluckte. Ja-Kal sah zu ihm auf, lächelte und packte das Tuch wieder weg. "Mein Prinz, ich habe dich gar nicht kommen hören. Ist irgendwas? Du siehst so aufgeregt aus." Presley schüttelte zuerst den Kopf, nickte dann jedoch. "Ich bin mir nicht sicher. Mom hat mir gerade die neue Mitarbeiterin des Museums vorgestellt, Tiana Michelson. Sie... Sie sieht genauso aus wie deine Frau." Ja-Kal wurde hellhörig. Konnte das sein? Nein, niemals. Er schüttelte den Kopf. "Hat sie denn irgendwas zu dir gesagt, hat sie dich erkannt?" "Nein, ich denke nicht." Ja-Kal seufzte. "Presley du siehst genauso aus wie Rapses, hast aber keinerlei Erinnerungen an damals, deine Mutter sieht aus wie die Königin und erinnert sich ebenfalls an nichts. Verstehst du was ich meine? Viele Menschen von damals wurden wiedergeboren aber keiner hat die Erinnerung an sein früheres Leben." Damit hatte er recht. Vermutlich war es nur purer Zufall oder Tiana ist wirklich "nur" die Wiedergeburt seiner Frau. "Ja ich verstehe, Ja-Kal. Es tut mir leid, ich wollte dir keine falschen Hoffnungen machen. Ich wünschte nur ich könnte das was du wegen mir verloren hast irgendwie wieder gut machen." Ja-kal lächelte und legte dem Prinzen die Hand auf die Schulter. "Mach dir keine Sorgen, Presley, es war nicht deine Schuld." Ja-Kal schaffte es immer wieder den kleinen Prinzen aufzumuntern. Allerdings glaubte die Mumie diesmal seine Worte selbst nicht so richtig.

In dieser Nacht schlief Ja-Kal nicht besonders gut. Er wurde von Träumen gequält. Längst vergessene Träume von früher. Von Zeiten, als er seine Tia kennenlernte, um ihre Aufmerksamkeit kämpfte. Als er ihr einen Antrag machte und sie schließlich seine Frau wurde. Doch dieses Glück war ihm nicht vergönnt. Als er schwer atmend erwachte, fasste er einen Entschluss. Er musste diese Frau sehen, nur ein einziges mal. Ihm war klar, dass es nicht "seine" Tia war dennoch musste er sie kennenlernen...
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